Probleme mit Phosphat


    • DietmarB
    • 1829 Aufrufe 15 Antworten

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    • Probleme mit Phosphat

      Ich habe ein Nano Cube Aquarium mit 30 Liter
      Besetzt mit Planzen
      3 Guppys
      2 Panzerwelse
      Mein Problem besteht darin das in unserer Wohnanlage im Leitungswasser Phosphat 1,2 mg/l vorhanden ist ( Gemessen mit JBL Tröpfchentest )
      Ich schneide das Wasser mit Osmosewasser ( eigene Anlage )
      meine Wasserwerte mit dem Phosphat im Leitungswasser:

      NO3 - 1,0 mg/l
      NO2 - 0,25 mg/l
      PO4 - 1,0 mg/l
      Fe - 1,0 mg/l
      CO2 -17 mg/l
      GH - 8
      KH - 5,5
      Ph -7,1

      Nachdem ich mir anderswo Leitungswasser besorgt habe ( ohne Zusätze von Phosphat )
      Habe ich einen Wert von

      PO4 - 0,2 mg/l

      Mein Problem ist das ich nicht laufend Leitungswasser besorgen möchte.
      Kann ich mein Aquarium auch mit Osmosewasser betreiben oder habt ihr einen Rat für mich ,
      wie ich dieses Problem beseitigen kann
      ich würde mich über eine Antwort freuen
      Gruß Dietmar
    • Hallo Dietmar,

      sind das jetzt die Wasserwerte direkt aus der Leitung oder aus dem Becken mit dem gemischten Osmosewasser?

      Da du bereits eine eigene Osmoseanlage hast, ist diese doch aber eigtl. die naheliegenste Lösung.

      Ansonsten gibt's hier noch ein paar Infos zu dem Thema:
      drta-archiv.de/wiki/pmwiki.php/Wasserchemie/Phosphat

      Viele Grüße, Kati
    • Moin
      Man kann problemlos reines Osmosewasser mit bei Bedarf Zusatz von Hückstedtlösung die man für wenig Geld selbermachen kann einsetzen. Damit lassen sich beliebige Wasserwerte erzeugen. Einige Zooaquarien machen das genau so. Ich auch schon seit 15 Jahren. Bei Bedarf noch etwas Spurenelemente beifügen, aber nicht das teure Kochsalz das gerne mal als Spurenelement angeboten wird.Das brauchen aber auch nicht die Fische- die holen sich welche über das Futter sondern die Pflanzen.

      Alfred
      Ich meine hier hat auch schon jemand einen guten Beitrag über Biphosphate im Wasser geschrieben. In einigen Hauswasseranlagen wird das zeug zugesetzt um ein verkrusten der Leitungen zu verhindern. Da wird der Teufel mit Beelzebub ausgetrieben.
      Alle sagten das geht nicht! Da kam einer der wußte das nicht und hat es einfach gemacht.
    • Nebenbei: Die Guppys und Welse sind nur vorübergehend in diesem Becken, oder? Ich hatte kürzlich auch mal zwei Kardinäle in einem 30er....zum Ablaichen.
      Grüße aus Nürnberg

      Gisela



      ”Alles, was wir hören, ist eine Meinung - keine Tatsache.
      Alles, was wir sehen, ist eine Perspektive - keine Wahrheit.“

      Zitat: Weiß net.....aus'm Netz gefischt. :-)
    • Hi,

      Stört dich der Phosphat-Wert denn irgendwie? Also hast du Algenprobleme oder ist es rein das Messergebnis, welches dich stört? Solange du keine Probleme bekommst, wäre mir persönlich der Wert erstmal egal.

      Gruss
      Sascha
    • Moin

      Da habe ich mich etwas vertan. Der Artikel über Phosphate steht in der VDA-aktuell Verbandszeitschrift 3-2012. Das scheint ein Problem vornehmlich kleiner Orte zu sein wo das Zeug zur stabilisierung von den Wasserweken eingesetzt wird. Es bedingt dann kräftige Algenprobleme und Nachzuchten von eierlegern klappen dann auch nicht mehr. Aber ich meine bei 30Litern dürfte die anwendung von Osmosewasser doch kein Aufwand sein. In der VDA aktuell 4-2012 sind Lösungen für das Phosphatproblem aufgelistet, aber meiner Meinung nach etwas aufwendig und bei 30L nicht probat.

      Alfred
      Alle sagten das geht nicht! Da kam einer der wußte das nicht und hat es einfach gemacht.
    • Probleme mit Phosphat

      Hallo Alfred
      Mich stören die vielen Algen und das Wasser schleppen
      Die Werte sind aus dem AQ mit dem Phosphat im Leitungswasser
      Du schreibst über die Hückstedtlösung , kannst du genauere Angaben machen dazu ( habe bei Google nichts gefunden)
      Ich wechsle immer bei TWW 8
      Liter Wasser. Wie würde das Mischungsverhältnis mit der Hückstedtlösung für Osmosewasser zusammen gesetzt werden
      und welche Mineralien brauche ich dazu:
      Würde mich über eine Antwort von dir freuen
      Gruß Dietmar
    • Moin
      32,73 mg Kalziumsulfat krist.
      11,73 mg Magnesiumsulfat krist.
      8,73 mg Kalziumchlorid krist.
      13,2 mg Natriumhydrogenkarbonat
      3,33 mg Kaliumhydrogenphosphat

      Davon 70,72mg auf einen Liter


      Falls man dann noch aufhärten möchte
      Gh 31 mg/L Calziumsulfat pro Grad
      GH + KH 18mg/L Calziumkarbonat pro Grad
      KH 30mg/L Natriumhydrogenkarbonat pro Grad

      Am besten nicht abwiegen lassen sondern jeweils das nächstliegende Gebinde kaufen. Die Sachen kosten nicht viel und das Abwiegen wäre teurer als der Stoff und die Verpackung. Ich habe mir vor 30 Jahren ein Kilo davon zusammengemixt und damals 8 Mark bezahlt und habe immer noch für den Rest meines lebens. Einfach die Stoffe mit dem Dreisatz hochrechnen und zusammenkippen. Trocken aufheben, wird sonst hart. Ich hab mir Tütchen mit jeweils der Menge für fünf Liter zusammengewogen und werfe immer eins rein wenn ich unter 160uS/cm komme. Hält halt nicht so genau. Ich messe übrigens nur noch den Leitwert, alles andere ändert sich bei mir so wenig das ein messen nicht lohnt. Ab und zu mal Nitrat um zu sehen ob der Nitratfilter noch tut, das wars.

      Alfred, der faule Hund
      Alle sagten das geht nicht! Da kam einer der wußte das nicht und hat es einfach gemacht.
    • Hallo,

      Der Artikel über Phosphate steht in der VDA-aktuell Verbandszeitschrift 3-2012


      einen gravierenden Nachteil hat der vielzitierte Artikel: Die Hypothese, dass zu Korrosionsschutzzwecken zudosiertePolyphosphate für die beobachteten Phänomene ursächlich sind, erbringt er nicht. Einzig der Schluss, dass da wohl irgendetwas im Trinkwasser ist, das dazu führt, ist zulässig.

      amazonas-alfeld.de/index_htm_f…kein%20Aquariumwasser.PDF
    • Hallo Dietmar, du hast meine Frage vielleicht überlesen. Mich würde immernoch interessieren, ob die drei Guppys und die beiden Welse dauerhaft in diesem Becken leben. Es ist zu klein dafür, insbesondere dann, wenn du den vorhandenen Tieren noch so viele Artgenossen dazusetzt, damit sie sich wohlfühlen. Beide Arten sind Gruppenfische.
      Grüße aus Nürnberg

      Gisela



      ”Alles, was wir hören, ist eine Meinung - keine Tatsache.
      Alles, was wir sehen, ist eine Perspektive - keine Wahrheit.“

      Zitat: Weiß net.....aus'm Netz gefischt. :-)
    • HiHi Alfred,

      hilf! Was ich bei Deinen Erklärungen zur Hückstedtlösung nicht so ganz klar sehe:

      Du reicherst Destillat mit der H-Lösung an. Klar, dieses Wasser kann man dann noch beliebig weiter aufhärten. Nur: Wenn ich jetzt nur die Hückstedt-Anreicherung nehme, was habe ich dann? Was für Werte hat dieses Wasser? Ich weiss ja, dass Du nur den Leitwert misst, aber wo liegt der dann?

      Grüße,
      Stefan
    • moin
      In meinem schlauen Büchlein steht Sulfthärte 4
      Karbonathärte 0,5 - 0,8
      Cloride 10 mg
      Das sind Durchschnittswerte. Die haben ungefähr 15 - 20 Kubikmeter pro Monat davon angerührt und dabei kommt dann das raus. Das ganze nennt sich dann Einheitswasser. Aber ich meine eigentlich ging es doch darum ob man Osmosewasser benutzen kann und das ist einwandfrei zu bejahen. Ich benutze das eben schon 25 Jahre und habe keine Ausfälle, auch wenn mal die Leitungen mit Überdruck gespült werden und ich im Umkreis davon höre was alles kaputt gegangen ist. Ich benutze aber kein Osmose sondern Vollentsalztes Wasser.

      Alfred
      Alle sagten das geht nicht! Da kam einer der wußte das nicht und hat es einfach gemacht.
    • Danke, Alfred! Du beziehst Dich auf einen Guido Hückstedt, der im Jahre 1965 ein Buch "Aquarienchemie" schrieb. Inklusive Bauanleitungen. Über den Begriff des "Einheitswassers" kam ich dann drauf. Stammt aus einer völlig anderen Welt, hatte ich noch nie was von gehört...

      Aber vielleicht benutzen einige von uns dieses oder ein ähnliches Verfahren, ohne es zu wissen? Bei der Weichwaser-Garnelenzucht. Ich wollte gerade mal nachschauen, was eigentlich mein - vom Züchter heiß empfohlenes - Bienensalz so enthält? Fehlanzeige. Irgends eine Angabe.
      Von der Wirkung her: Hier ist dann auf der Basis von VE oder UO-Wasser die GH angehoben, die KH bleibt im Verhältnis 0,06 zu 1,0 unten.

      Würde mich ja doch spontan interessieren, ob das dann - cum crano salis - quasi auf ne Hückstedt-Lösung plus Calziumsulfat (GH+) rausläuft? Ich habe nur keinen Ansatz, wie man das rausfinden könnte.


      LG
      Stefan
    • Tja, die Hersteller wollen sich natürlich auch nicht in die Karten gucken lassen, aber alle kochen sie nur mit Wasser. Die Kunst ist es dann das möglichst teuer zu vermarkten. Drum lese ich gerne alte Bücher als die Autoren noch nicht von ........ bezahlt wurden. Wenn auf irgendeinem Aquabuch schon ein bekannter Futter und Medikamentenhersteller draufsteht, weg damit. Um festzustellen was in dem Salz drin ist hilft wohl nur eine Vollanalyse. Spektralanalyse - Flammanalyse kann ich machen, aber dann hat man immer noch nicht die Mengenverhältnisse. Naja man kanns beliebig kompliziert machen - oder einfach das was funktioniert - egal warum.
      Alle sagten das geht nicht! Da kam einer der wußte das nicht und hat es einfach gemacht.