Beckenvolumen Wasser


    • BernhardFJ
    • 1394 Aufrufe 15 Antworten

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    • Beckenvolumen Wasser

      Hallo,
      ich habe mal eine generelle Frage. Bei allen möglichen Zusätze im Wasser heißt es stets, x Tropfen oder Gramm oder ml je 100 Liter Wasser oder so ähnlich. Auf was bezieht sich die Volumenangabe, auf die Größe des Aquariums brutto oder auf das Nettovolumen Wasser. Oft ließt man, ich habe ein 240 Liter Becken mit den Maßen 80x55x55 usw, aber die eigentliche Wassermenge ist doch viel kleiner da ich doch nie ein Becken zu 100% füllen kann. Ich rechne da stets mit Minus 25%, also in dem Beispiel von 242 Liter sind es tatsächlich nur 180 Liter Wasser. Dies muss doch dann bei der Anwendung eigentlich heißen, so und soviel auf die Nettowasser Menge. Ansonsten überdosiere ich doch stets. Dies betrifft die Düngung genauso wie andere Zusätze. Aber niergends lese ich den Hinweis auf die Netto Wassermenge, oder ist dies selbstverständlich? Ich weiß nicht ob jemand stets vor einer Anwendung das Berechnungstool hier im Aquarium-Stammtisch zu Rate zieht. Das betrifft natürlich auch vor allem den Besatz mit Fischen.
      Grüsse
    • Hallo,

      ich denke schon das bei solchen Angaben das Brutto gemeint ist. Wenn es Netto wäre, könnte man gar keine Angabe machen, denn wer kennt schon den waren Nettowert von seinem Becken. Du schreibst selber das du 25% abziehst. Das ist aber auch nur eine Annahme.
      Außerdem wird bei den Angaben der Hersteller immer eine Toleranz (Sicherheit) dabei sein.

      Brutto ist einfacher in dieser Angelegenheit. Meine Meinung.
    • Netto Volumen Wasser

      Hallo Holger,
      die 25% sind keine Annahme sondern ergeben sich fast genau aus dem Berechnungstool. Falls wie Du annimmst die Hersteller noch eine Reserve einbauen verschlimmert sich die Sache noch mehr. du düngst z. Bsp. auf ein 200 Liter Aquarium hast aber nur 150 Liter Wasser. So wäre die Überdüngung 33,33%. Sicherlich gibt es auch Becken (Bsp. Zuchtbecken) ohne hohem Bodengrund, mit wenig Steinen, Höhlen etc. Da ist der Volumenverlust geringer. Aber allein die Glasstärke und die Füllhöhe frisst etliche Liter. Bei den von mir lt. Berechnungstool ermittelten 25% sind noch keine Steine, Höhlen, Wurzel und technische Innereien berücksichtigt, gerade deshalb wäre es wichtig zu wissen ob die Herstellerangaben von Dünger, Medikamenten und sonstige überflüssige Zugaben sich stets auf die tatsächliche Wassermenge im Becken beziehen, ansonsten ist der Überdosierung Tür und Tor geöffnet.
      Grüsse
    • Hallo,

      BernhardFJ schrieb:

      Falls wie Du annimmst die Hersteller noch eine Reserve einbauen verschlimmert sich die Sache noch mehr. du düngst z. Bsp. auf ein 200 Liter Aquarium hast aber nur 150 Liter Wasser. So wäre die Überdüngung 33,33%.


      da hast du mich falsch verstanden. Ich denke das die Reserve eher in Richtung Unterdosierung geht, um ebend eine Überdosis zu vermeiden.
    • Hi,

      Ich denke, dass es meisst garnicht so schlimm ist, wenn 30% mehr oder weniger ins Becken kommt. Gerade was den Dünger angeht, so ist es doch sowieso egal. Wenn man da genau dosieren möchte, müsste man ja gezielt das zuschütten, was im Aquarium fehlt. Heisst also, man müsste sämtliche Werte messen und sich seinen Dünger selber zusammenbasteln.
      Auch bei Medikamenten würde ich mir keine Gedanken machen. 10 Tropfen auf 100l würde dann bedeuten 7 Tropfen auf 70l. 3 Tropfen mehr auf 70l werden die Fische auch nicht umwuchten. Zumindest habe ich das bisher noch nicht erlebt. Das letzte mal, als ich ein Medikament verwendet habe, hatten meine Fische Ichtyho. Ich gehe davon aus, dass ich dort auch überdosiert habe, weil ich für 100l dosiert habe bei einem 112l Becken.

      Handfeste Belege habe ich natürlich nicht. Ich verwende eigentlich auch relativ wenig Mittel.

      Gruss
      Sascha
    • Hallo Bernhard,
      man muss sich schon mit dem Thema Aquaristik auseinandersetzten. Du tust dies und hinterfragst Sachen,die für andere selbstverständlich sind. Meiner Meinung nach beziehen sich Dünger, Medikamente-Angaben auf die Nettowerte. Es könnten jedoch, wie du schon bemerkt hattest, die Bruttowerte gemeint sein. Das werden wir hier, nicht so richtig herausfinden können, da wir nicht der/die Hersteller dieser Mittelchen sind.

      Aus rein logischen Gründen, halte ich mich an das Netto, da vom Bruttovolumen ja noch so einiges abgeht (Bodengrund, Deko und Pflanzenmasse). Trotzdem kann es zu einer Überdüngung kommen (um mal beim Dünger zu bleiben), wenn man sich an die Angaben des Herstellers hält (es kommt wie immer auf die Inhaltsstoffe an). Dies ist, so denke ich, eher ein Richtwert. Bekannt ist ja, das Wasserpflanzen unterschiedliche Bedürfnisse bei den Nährstoffen haben und somit auch unterschiedliche Aufnahmeraten.

      Man muss dann halt, um es genauer festlegen zu können, das Wasser bzw. den Nährstoffverbrauch der Pflanzen austesten. Dementsprechend kann man dann auch, die ermittelte Menge, dem Wasser wieder beigeben. Durch die Regelmäßigen Wasserwechsel, verhindert man wiederum eine Überdosierung. Anders schaut es bei Altwasserbecken aus, dort wird am Anfang stark aufgedüngt und im laufe der Zeit, der Dünger reduziert bzw. nur noch auf Einzeldüngergabe (z.b. Kalium oder Phosphat) umgestellt.

      Ob und in wie weit, diese Vorgehensweisen Sinn machen, lassen wir mal dahingestellt. Wir sind alle unterschiedlich in der Aquaristik gelagert und jeder bevorzugt seine eigene Vorgehensweise. Wenn es für jeden so funktioniert, wie er/sie es sich vorstellt, dann ist es doch gut und alles ist schön.

      Ich zum Beispiel, teste gerne mal etwas aus, wo andere sagen, macht keinen Sinn und das brauchst du nicht. Ist völliger Quatsch und hat 100 Jahre, auch so funktioniert. Das heißt aber nicht, das ich (der gerne Neumodisch handelt) nicht auf althergebrachtes zurück greife bzw. mich daran ausprobiere, oder alt und neu mische.

      Bei Medikamenten, bin ich etwas vorsichtiger, da gelten bei mir ebenso die Nettowerte (wenn ich es im Gesellschaftsbecken einbringen muss). Ansonsten habe ich dafür immer, ein Aquarium frei (ohne Einrichtung), sodass ich dort, auch auf die Bruttowerte gehen kann.
      Deine Meinung ist mir wichtig, jedoch gefällt mir meine besser. :prost: :chill:

      Liebe Grüße
      Martin :wein:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Wabenschilderwels ()

    • Gefahr der Überdosierung

      Hallo Martin,
      da ich mit Sicherheit kein Profi bin, handele ich halt nach Gebrauchsanweisung. Dann frage ich mich halt was ist gemeint, wenn da steht 10 ml/Woche auf 100 Liter. Da ich den Herstellern nicht traue, je mehr verwendet wird je schneller wird nachgekauft, dosiere ich auf die im Stammtisch Berechnungstool ermittelte Wassermenge und ziehe dann nochmal 10% für Einrichtung ab. So komme ich von 468 Liter brutto auf gerade noch 315 Liter tatsächliche Wassermenge. Das sind 150 Liter oder 1/3 weniger. Wenn ich nun auf 468 Liter dosiere, sind das auf die tatsächliche Wassermenge von 315 Liter ca.50% zuviel. Da überdünge ich aber gewaltig und füttere die Algen. Ich bin wie gesagt kein Profi, aber ich will auch so wenig wie möglich falsch machen. Die gemachten Fehler gingen stets zum Leidwesen der Bewohner, seien es Fische, Pflanzen, Schnecken, Garnelen oder Pflanzen aus. Aber Schuld haben auch die Hersteller mit Ihren Verkaufsfördernden Gebrauchsanleitungen.
      Grüsse
    • Hi,

      Wenn man jetzt nach dem Nettowert geht, so wäre die Überdosierung, bzw. Unterdosierung ja nicht so extrem. Rechne ich bei einem 112l Becken dann mit vielleicht 75l, die drin sind, so liege ich vielleicht mit 10l daneben. Ich glaube damit macht man bei keinem Medikament etwas verkehrt.

      Die Frage selber ist aber schon interessant.
      Wenn man sich solche Mittelchen, wie z.B. PH-Minus anschaut, so ist eine Dosierungsangabe ja eigentlich absolut ungenau, da man ja vor allem die KH dafür bräuchte. Jemand der eine KH von 18 hat muss bestimmt um einiges mehr reinkippen, wie jemand, der eine KH von 4 hat.

      Gruss
      Sascha
    • @ Bernhard:
      Mit deiner Aussage hast du sicherlich recht, deshalb empfehle ich auch immer: Beginne mit der Hälfte, der Angabe, des Herstellers. Damit kann man fast nichts verkehrt machen und bei Bedarf nachdosieren.
      Im übrigen, bin ich auch kein Profi. Habe jedoch aus Unverständnis, einiges gelernt (bezüglich Düngung). Was meinst du, was ich mich schon geärgert habe, wenn ich Fadenalgen / Grüne Punktalgen bekommen habe und dann Phosphat oder Kalium zusätzlich gegeben habe und somit erst, die wahre Algenexplosion ausgelöst habe (weil Überdosiert). Seitdem gilt bei mir, lieber erst einmal weniger, dafür kontrollierter - Nachdosieren geht ja immer, halt nur in kleinen Schritten.
      Andersherum, hat mir die Erfahrung gezeigt, das bei zuviel Düngegabe (also Überdosierung nach deinem Beispiel), außer dem verstärktem Auftreten von Algen, eigentlich nichts weiter passiert ist. Weder Bewohner, noch Pflanzen erlitten bei mir deswegen einen Schaden. Vielleicht liegt es daran, das man etwas mehr Sensibilisiert ist, wenn man durch solch eine Überdosierung gegangen ist und dadurch die richtigen Gegenmaßnahmen vollzieht. Vielleicht ist es auch nur ein Gefühl, was man dafür entwickeln tut. Ich weiß es nicht, kann man aber auch schwer erklären. Was nun die Verkaufsfördernen Gebrauchsanleitungen betrifft, man kann sich daran halten, muss es aber nicht. Frei nach dem Motto: Wenn der Nachbar sagt, spring aus dem Fenster. Dann kann ich das machen, muss es aber nicht tun.

      @ Sascha:
      Das Beispiel mit dem PH Minus bzw. PH Plus, trifft es gut. Man kann die Mittelchen, die so zum Einsatz kommen, eben nicht alle über einen Kamm scheren. Man sollte schon wissen, was man da macht. Es ist halt nur die Frage, in wie weit man selber bereit ist, sich damit auseinander zu setzen.
      Deine Meinung ist mir wichtig, jedoch gefällt mir meine besser. :prost: :chill:

      Liebe Grüße
      Martin :wein:
    • Hallo,

      bei Medis kann es aber auch mal fehl laufen. Wenn man da die angegebene Menge veringert, kann es sein, das das Medi gar nicht richtig wirkt. Wenn man dann aber einfach wiederholt , wuß man eigentlich wieder von vorn anfangen. Man weiß ja nicht was noch im Wasser von der ersten Behandlung ist. Und so können dann auch Resistenzen entstehen.
    • Hallo Spunt,

      Falls du dich hierauf beziehen tust,

      Wabenschilderwels schrieb:

      Hallo Bernhard,
      man muss sich schon mit dem Thema Aquaristik auseinandersetzten. Du tust dies und hinterfragst Sachen,die für andere selbstverständlich sind. Meiner Meinung nach beziehen sich Dünger, Medikamente-Angaben auf die Nettowerte. Es könnten jedoch, wie du schon bemerkt hattest, die Bruttowerte gemeint sein. Das werden wir hier, nicht so richtig herausfinden können, da wir nicht der/die Hersteller dieser Mittelchen sind. .........
      .......Bei Medikamenten, bin ich etwas vorsichtiger, da gelten bei mir ebenso die Nettowerte (wenn ich es im Gesellschaftsbecken einbringen muss). Ansonsten habe ich dafür immer, ein Aquarium frei (ohne Einrichtung), sodass ich dort, auch auf die Bruttowerte gehen kann.


      so denke ich, das von meiner Seite her, alles dazu gesagt ist. :wink:
      Deine Meinung ist mir wichtig, jedoch gefällt mir meine besser. :prost: :chill:

      Liebe Grüße
      Martin :wein:
    • Hallo,
      ich finde es schön bezüglich Eurer Gedanken und Erfahrungen zu diesem Thema, hat mich auch bestärkt. Das gleiche gilt halt auch beim Licht. Wenn es z. Bsp. heisst, o,5 Watt je Liter. Wenn ich dann dies auf das Bruttovolumen beziehe und dann 12 Stunden oder gar mehr beleuchte braucht man sich nicht über Algenwachstum wundern. Aber dafür gibt es ja dann wieder Algenmittelchen und bin wieder schnell beim Thema Überdosierung. Ein Kreislauf.
      Grüsse
    • Hi,

      Beim Licht kommt es echt nur auf die Pflanzen an.
      Ich habe bei allen Becken nur eine billige LED-Lampe drauf. Algen habe ich nur in einem Becken und das hat keine Beleuchtung. Den Fischen ist es egal. Natürlich will man auch selber was sehen. Das Becken ohne Beleuchtung ist ein Versuch. Allerdings komt ein wenig Licht von dem Becken links und rechts rein. Das Becken hat natürlich auch keine Bepflanzung. Selbst Anubias gehen da mit der Zeit ein.
      Alle anderen Becken haben nur Javafarn, Anubias und zum Teil Javamoos. Das kommt auch mit relativ wenig Licht aus.
      Siehst, da haben wir wieder so ein Beispiel. Was bei dem einen hin haut, kann bei anderen schief gehen. Gerade diese Pflanzen, die über den gesammten Boden wachsen (sollen) brauchen viel licht oder auch rote Pflanzen. Da würd meine billige LED-Beleuchtung nicht ausreichen.

      Gruss
      Sascha
    • Na Bernhard,

      es geht aber auch anders. Wenn Licht und 12 Std. oder darüber hinaus beleuchtet wird, Algenwuchs auftaucht (was dann ja fast normal ist), dann heißt es schlichtweg, Befeuerung zurückfahren. Da braucht es keine Algenmittelchen, wirklich nicht. Da stimmt dann, das Verhältnis der Nährstoffaufnahme der Wasserpflanzen mit der Beleuchtungsdauer nicht überein.

      Oder anders gesagt, ich kann einen Braten solange im Ofen belassen, bis der völlig trocken und unappetitlich ist, z.b. bei 180 Grad (entspricht jetzt Sinngemäß, der Dauerbeleuchtung). Wenn ich jedoch, die Niedrig Garmethode anwende (75 Grad), dann kann der Braten über mehrere Stunden im Ofen verbleiben und ist am Ende saftig und trotzdem gar ( das wäre dann die ausgewogene Beleuchtung, in Verbindung mit moderater Nährstoffaufnahme der Pflanzen).

      Was will ich nun damit sagen?! Ganz einfach, auch Pflanzen haben einen Biologischen Rhythmus und beenden nach gewisser Zeit die Nahrungsaufnahme. Kann man bei einigen Arten sehr schön sehen, die klappen dann die Blätter nach oben. Das wäre dann der Zeitpunkt, wo die Algen wieder zuschlagen können, weil (Laienhaft ausgedrückt) die Pflanzen schlafen gehen. Algen dagegen, schlafen irgenwie nie und in Verbindung mit zuviel Licht....... :grinz:
      Deine Meinung ist mir wichtig, jedoch gefällt mir meine besser. :prost: :chill:

      Liebe Grüße
      Martin :wein:
    • Hallo,

      ich habe Medikamenten immer am Netto Inhalt Wasser berechnet und damit in der Regel gut gefahren.

      Bei anderen Zusätzen sollte man schauen, ob es wirklich auf den Liter genau berechnet sein muss. Das Mittel schon, das Becken vielleicht nicht unbedingt.

      Die Berechnung selber ist ja nicht wirklich schwer und braucht nur einmal ermittelt werden.

      Was oftmals vergessen wird, ist das Filtervolumen bei externen Filtern.

      Ich kenne Aquarianer, die Filterbecken nutzen, dieses bei der Berechnung der richtigen Dosierung aber "vergessen".

      Das dann die Rechnung nicht aufgeht und die Wirkung unzureichend ausfällt ist dann klar.
      Gruß Jens - Olaf


      24-7-365 -- das ist nicht meine Telefonnummer.
      Das ist die Einsatzbereitschaft der
      Freiwilligen Feuerwehr.