Wenn sich Glasscheiben durchbiegen


    • abe
    • 4553 Aufrufe 8 Antworten

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    • Wenn sich Glasscheiben durchbiegen

      Hallo,

      wenn ich bei meinem Becken (120cm lang) eine lange Wasserwaage gegen die Frontscheine halte liegt sie nicht plan auf weil die Scheibe zur Mitte hin nach außen eine leichte Beule aufweist. Wenn man zu diesem Thema googelt kann man so viel Halbwissen lesen OoO aber ich denke durch den Wasserdruck ist das ganz normal und unbedenklich, außer das Aquarium steht nicht in Waage (z.B. nach vorne oder hinten schief) oder die Glasstreben im inneren wurden entfernt. Mein Becken habe ich extra aus 10mm dickem Glas anfertigen lassen und trotzdem beult sich die Frontscheibe um ca. 2mm nach außen. Wie sieht das bei euren Becken ab 1m länge aus? Würde mich interessieren wie das bei anderen Aquarien ist und was ihr davon haltet.
      Gruß
    • Hallo Karsten,

      das ist auch bei mir so. Knapp ein Millimeter! Ich habe aber auch schon Becken gesehen wo sich überhaupt nichts biegt. Diese Becken haben dann meist eine Querstrebe eingeklebt, was bei größeren Aquarien absolut Sinn macht. Es gibt Stangenaquarien, die würden mir schon Angst machen. Aber wenn Du bei einem Aquarienbauer gekauft hast wird das schon in Ordnung sein.

      Gruß Roland
    • Hi,

      Ich habe ein ganz billiges 112l Becken. Wenn ich das bis oben fülle, biegt sich die Frontscheibe enorm um mehrere Millimeter. Stand so 8 Jahre bei mir rum, ohne das ich damit Probleme gehabt hätte. Mittlerweile ist es ein Paarungs-, Aufzucht-, Haltungsbecken für schaumnestbauende Kampffische, weswegen ich den Wasserstand auf 15cm gesenkt habe. Das entlastet schon enorm.
      Trotzdem hätte ich kein Problem damit, es wieder bis oben zu füllen. Ein gewisser Druck herrscht nunmal und lässt sich, wie Roland schon schrieb, wohl nur durch zusätzliche Querstreben vermeiden.

      In meiner Jugendzeit habe ich kleinere Aquarien selber gebaut und mit einem Alurahmen versehen. Oder besser gesagt, ich habe einen Alurahmen zusammengeschweist und dann die Glasscheiben eingeklebt. Das ging auch. Wäre aber wohl nicht notwendig gewesen.

      Gruss
      Sascha
    • Hab auch ein Becken 120cm (8mm) da biegt sich die Scheibe auch extrem, hab das Becken ohne Beleuchtung gekauft, meine Eigenbau Beleuchtung aus Aluminium passt da nur drauf wenn das Becken halb leer ist.
      sollte ich dieses Becken wieder in Betrieb nehmen klebe ich oben einen 10cm Glasstreifen drüber.
      Minimalismus bedeutet nicht, nichts zu haben, sondern keinen Ballast zu haben.
    • Hallo,

      jepp Glas ist elastischer als man denkt und gefährlich wird es eigentlich erst wenn die Scheibe außen einen tiefen Kratzer bekommt oder ein harter Gegenstand dagegen schlägt/fällt.
      Worüber ich staune ist das durch den Wasserdruck auf die Frontscheibe sich bei meinem Becken das Glas wölbt, obwohl 2 Glaststreben und eine Brücke verklebt sind. Man kann von Oben erkennen das die Silikonfuge an den Streben hinten u. vorne in der Mitte breiter ist dort wo am meisten Druck ist.
      Gruß
    • Verformungen aus hydrostatischer Last sind unvermeidlich. In einer Norm dazu ist L/500 als Grenze angegeben. Das wären bei einem Meterbecken also 2mm. Und selbst wenn es etwas mehr wäre, bestünde noch kein Grund zur Sorge.

      Die möglicherweise unterschiedlichen Elastizitätsmodule verschiedener Silikone sollten bei den geringen Nahtdicken noch keinen Unterschied ausmachen. Das dürfte sich weit hinter dem Komma abspielen. Je dicker die Naht ist, desto größer der mögliche Dehnungsweg. Wichtig ist, dass die Naht möglichst dünn ist, aber noch so dick, dass sich die beiden Glaskanten auch unter Verdrehung nicht berühren. Dann würde es knirschen.

      Rahmen bringen nur was wenn sie so stark sind, dass sie die Lasten auch aufnehmen und abtragen können. Das ist mit ein paar Aluwinkeln nicht zu machen. Eher geht es bei Alurahmen um Zierwert um die gebrochenen Glaskanten zu verstecken. Machte man früher viel, als die Wulstklebetechnik noch nicht da war und man die Scheiben eher wie Fensterscheiben einkittete.

      Hier übrigens mal eine (alte) Tabelle die Anhaltswerte liefert. Auch wenn die Tabelle neuer wäre käme sicherlich nichts wesentlich anderes dabei raus.

      muenster.de/~schwarzm/dicktab.htm

      "Verseitige" Lagerung meint, dass man oben Längstreben hat die evtl. noch durch Querstreben verbunden sind oder zumindest mehrere Querstreben. Dreiseitig wäre das System wenn die oberen Glaskanten frei sind.
      Regionalgruppe Nord der DKG: www.killi.org/RG-Nord/
      22.10.2016: Dr. Frank Strozyk, Aachen: "anspruchsvolle Labyrinthfische vermehren" - Vom Großmaul-Kampffisch bis zum Zwergschokoladengurami
    • Hallo,

      ich kenne das von meinem alten Juwel Becken. da war in der Mitte ein Querträger drinne. Die Halterung war so gemacht das man sie niach unten wegziehen konnte, dann hatte man frein Platz zum Einrichten oder Pflegen. Das barg aber auch die Gefahr das man, wenn man die Hände tief im Aquarium hatte, mit dem Ellebogen gegen diesen Querträger gestoßen ist und dieser sich dann gelöst hat. Durch den Wasserdruck hat das dann einen großen Schlag getan. Ich habe mich beim ersten mal so was von erschreckt. Dachte jetzt platzt das Aquarium. Schnell den Querträger geschnappt und wieder dran gemacht. Dazu musste man dann aber auch schwer ander Frontscheibe drücken und mit dem Querträger ziehen, um die Glasplatten "zurück zu biegen".

      Gruß Christian