Regenwassernutzung


    • Ronda
    • 3504 Aufrufe 25 Antworten

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    • Hallo, habe im Garten einen 1000L IBC Kanister da hänge ich im Sommer eine Tauchpumpe rein und fülle mir ein Fass im Keller welches ich dann 2 Wochen mit Kohlefilter laufen lasse, in der Regel kann man dieses Wasser dann ohne zu verschneiden einfach zum Wasserwechsel nutzen.
      Minimalismus bedeutet nicht, nichts zu haben, sondern keinen Ballast zu haben.
    • Huhu Ihr Zwei!

      Danke Euch für Eure Antworten! :-)

      Ich wohn´ ja im Münsterland, wenn es da irgendwas reichlich gibt, dann Regen! *strahl* (...zu irgendwas muss das ja mal nütze sein...)

      Glücklicherweise brauche ich ja auch keine riesen Mengen. Ich denke, ich werde eine Regenwassertonne aufstellen, wir haben ja eine große Dachfläche mit starker Neigung und Tonziegeln drauf, sollte also ganz gute Qualität liefern.

      Die Torffilterung bringt zwar schon eine deutliche Verbesserung der Wasserwerte, aber ich habe festgestellt, dass die Wirkung doch ziemlich schnell nachlässt, bei wöchentlichen WW. So habe ich immer Schwankungen in Härte und PH. Daher die Idee mit dem Regenwasser.

      Vorbehandlung durch Kohlefilterung ist schon sehr sinnvoll, oder?
      Liebe Grüße von BaBo
    • Liebe Ronda

      Filterung über Aktivkohle oder Sand würde ich schon favorisieren. Sand war meine Wahl, auch weil es deutlich billiger ist. (Zumal in meiner Gegend, wo man an jeder Ecke Sand- und Kieswerke findet.)

      Wenn Du aber Sand kaufen musst, dann achte drauf, dass es kein Spezialsand für Kindersandkästen ist. Denn der ist aus "hygienischen Gründen" oftmals mit Fungiziden, Herbiziden oder anderen Wirkstoffen versetzt, die Du nicht im Aquarium haben willst.

      Einfacher Bausand, Flusssand reicht. Vielleicht sicherheitshalber eine schnelle Säureprobe, ob der Sand kalkhaltig ist.

      Und dann brauchst Du noch jemand, der einer Dame höflich die schweren Kannen zum Aquarium schleppt! Dauerhaft und zuverlässig, kostengünstig und unentwegt...

      Viel Glück,
      Stefan
    • Huhu Stefan!

      Hat Sandfilterung denn einen ähnlichen Effekt, wie Kohlefilterung, also bindet der Sand auch Schadstoffe? Eine Quelle für Sand hätte ich wohl, aber ich vermute, dass der sehr stark eisenhaltig ist, der ist sehr gelb. Weiß nicht, ob das so schlau ist. Kalk müsste ich mal prüfen.

      Einen Eimerschlepper habe ich ja eh´ im Haus! Ob er nun das Wasser aus der Küche, oder aus dem Garten zum Becken trägt, das ist ja gerade mal wurscht! :zigarre: Aber danke, dass Du Dich darüber sorgst! :zwinker:
      Liebe Grüße von BaBo
    • Hallo!
      Vor Jahren habe ich Regenwasser genutzt um Diskuszuchtwasser anzusetzen, ohne Filterung nur mit Torf "Biologisch" gemacht, das hat damals gut geklappt, mir ging dieses regenerieren der Ionen und Kationentauscher auf den Senkel.
      Erde z.B hat ein gutes Bindungsvermögen von Schwermetallen usw, schau mal nach Uferfiltration zur Trinkwassergewinnung, oder die alten Rieselfelder in Münster.
      Das Münsterland ist doch der Pisspott des lieben Gottes :grinz:

      Grüße
    • Ich benutze schon viele Jahre Regenwasser für das Aquarium. Anfangs habe ich es über Aktivkohle
      gefiltert; jetzt benutze ich es pur! Ich mische es im Verhältnis 2/3 Stadtwasser, 1/3 Regenwasser
      ,da unser Leitungswasser sehr hart ist. Meine Diskus und andere Bewohner im Aquarium fühlen
      sich damit pudelwohl.
      Ein gewerblicher Diskuszüchter in meiner Nähe, mischt auch immer mit ungefiltertem Regenwasser
      und hat keine Probleme!
    • Hallo,

      Regenwasser kann gut gehen - kann aber auch manchmal nicht gut gehen.

      Das Besondere ist, dass eben Regenwasser fast alle Stoffe aus der Luft mitnimmt und dann noch über Dächer und Rohre rinnt - bis es in der Wassertonne anlangt.

      Nimmt es da nur geringe Härtebildner mit, dann ist es wahrscheinlich gut. Nimmt es Industrieabgase mit, dann kann es auch nicht so gut sein.

      Selber habe ich (in Wien) einmal Regenwasser gesammelt welches über ein Ziegeldach ablief. Das Ergebnis war Wasser mit etwa 5 Gesamthärte und knapp eins Karbonathärte und pH etwas sauer. Viel mehr kann man da ja nicht mit gängigen Tests messen.
      Gutes Wasser für Salmler dachte ich und füllte ein kleines Probeaquarium und setzte einige Salmler ein. Mit deutlichsten Zeichen von Unwohlsein und bald aphatisch kamen die Salmler rasch wieder heraus.
      Ob da Pestizide oder andere Spuren von Giften im Wasser sind kann man mit Tests nicht wirklich messen. Den Aufwand mit Kohlefilterung wollte ich nicht treiben und beim Daphnientest waren 10 Daphnien in Minuten Tod (Daphnientest: man setzt 10 Daphnien - Wasserflöhe - in das Probewasser und wenn mindestens 9 davon 1 Stunde bei guter Gesundheit überleben, dann dürfte das Wasser geeignet und giftfrei sein - Daphnien reagieren da sehr empfindlich).

      So sollte man bei Regenwasser einfach die wichtigsten Werte messen und unbedingt den Daphnientest durchführen - so ist man auf der sicheren Seite.

      mfG
      Anton Gabriel
    • Huhu Ihr Beiden!

      Danke für Eure Antworten und Tipps! Das hilft mir sehr weiter! Vor Allem der Daphnientest ist ein guter Tipp, das werde ich bei nächster Gelegenheit ausprobieren. Industrieabgase gibt es hier keine, soviel ich weiß, aber eben viel Landwirtschaft, kann natürlich sein, dass da Schadstoffe ins Regenwasser kommen. Ich habe auch eigentlich vor, das Regenwasser zum verschneiden des Leitungswassers zu nehmen. Eigentlich würde ich mir den Aufwand der Kohlefilterung gern sparen, aber ich glaube, das traue ich mich nicht.

      Erstmal Wasserwerte nehmen, ab morgen soll es ja wieder regnen... :zwinker:
      Liebe Grüße von BaBo
    • So ein Filter ist schnell gebastelt, du nimmst eine 2Liter Cola Flasche schneidest den Boden raus und schneidest dir einen Kreis aus groben Schaumstoff. Dann nimmst du eine Pumpe ( ebay oder im Aquariumkrempel im Keller)tüttelst sie an den Ausfluß,dann brauchst du noch ein V2A Teesieb oder etwas in der Art , Filtermedium Rein Schaumstoff drauf " fertig" und rein in die Tonne.

      geile Skizze anbei :zigarre:


      Ach so, beim ausschneiden des Bodens mindestens drei kleine Nasen stehen lassen oder den gewolbten Rand, so das der Schaumstoff nicht wieder rausrutschen kann.
      Bilder
      • IMG_20160128_213357.jpg

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      Minimalismus bedeutet nicht, nichts zu haben, sondern keinen Ballast zu haben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Uwitsch () aus folgendem Grund: was vergessen

    • Huhu Uwe!
      Yesss, das ist eine geile Skizze! :grinz: Die hast Du doch nicht extra für mich gemacht, oder? :schaem:


      In meinem Keller ist leider kein AQ-Krempel mehr, alles verschenkt, damals. Naja, wird sich schon was finden.



      Ja, Berth, Du hast recht, es ist erschreckend! Wenn ich Antons Geschichte lese, gehe ich aber mal besser auf Nummer Sicher!
      Liebe Grüße von BaBo
    • Hi,

      Ein weiteres Problem bei Regenwasser:

      Die Qualität des Wasser hängt nicht nur von dem Dach und auch der Regenrinne ab (bzw. die Materialien aus denen sie bestehen), sondern auch von der Stärke des Regens. Wie stark die Schwankungen des PH's sind kann ich allerdings nicht sagen, da ich kein Regenwasser nutze. Aber nur nicht, weil ich es nicht in grösseren Mengen auffangen kann. Sonst hätte ich es schon probiert.

      Gruss
      Sascha
    • Huhu Sascha!

      Ja, eine völlig gleichbleibende Qualität wird man wohl nie erreichen (außer mit Osmose, o.ä.) und vielleicht gibt es auch mal Trockenphasen (wie vor 2 oder drei Jahren, wo es im Frühjahr 6 Wochen gar nicht geregnet hat). Dann muss ich ja wieder komplett aufs Leitungswasser zugreifen.

      Jetzt warte ich mal geduldig auf den nächsten Regen und dann hole ich mein Testköfferchen raus! :zwinker:
      Liebe Grüße von BaBo
    • Also in meinem Regenwasser überleben auch keine Daphinen oder Fische, denn GH und KH ist 0, PH 4,5 (Nitrit und Nitrat nicht messbar) und der Leitwert 35! Wenn ich aber das Regenwasser mit Stadtwasser mische, gibt es keine Probleme!

      Der gewerbliche Diskuszüchter, der auch Regenwasser verwendet, erklärte mir, dass der Regen am Amazonas auch nicht immer ohne Schadstoffbelastung ist, aber
      durch das Mischen mit dem "Altwasser", überhaupt keine Rolle spielt.
      Ich fange mein Regenwasser von einem lackiertem Blechdach auf und lebe in einer mittleren Stadt, also nicht auf dem Land.
    • Hallo zusammen,

      ein sehr interessantes Thema! Gerade ich als Schwimmteichbesitzer kämpfe jede Badesaison gegen den sauren Regen, da mein Schwimmteich fast zu 100% mit Regenwasser betrieben wird. Mittlerweile leite ich sogar die Regenrinnen des gesamten Hauses in den Teich. In Zeiten mit warmen Tagen und kühlen Nächten verdunsten knapp 1000 Liter täglich!

      Schadstoffe spielen bei mir nicht die große Rolle, aber die Wasserwerte. Denn ohne Härte kein Pflanzenwuchs. Und ohne Pflanzenwuchs kein sauberes Wasser. Also kämpfe ich um jeden einzelnen Grad KH mit Muschelbruch, Kalk und Marmorkies. Ich würde dieses Wasser nicht im Aquarium verwenden wollen! Machbar wäre es, gar keine Frage. Und mit einem Kohlefilter minimiert sich ein Risiko von Schadstoffen im Aquarium natürlich auch. Allerdings wäre mir das zu viel Aufwand für den Glaskasten.

      Gruß Roland


      PS: @Uwe: Mir gefällt Deine Skizze :top:
    • Hi,

      Da kommt es eben auch dadrauf an, wofür man das Wasser benötigt. In der Bettawildform-Szene (und auch bei den Paros) wäre Regenwasser perfekt. Aber bei vielen anderen Fischen und auch in deinem Fall, Roland, hilft es eben nicht.
      Ich hatte mal Schnee getestet, hatte aber da auch enorme Probleme. Natürlich hatte ich diesen mit Leitungswasser gemischt, um passende Werte für die Knurrenden Zwergguramis zu bekommen, aber die hat es alle nach einer gewissen Zeit umgehauen. Weiss der Geier, was da im Schnee zu Problemen geführt hat. Der Schnee selber kam von einem Platz, wo im Umkreis kein Auto fährt (ausser ich). Aktivkohl macht schon Sinn, aber nicht bei 1000l täglich. Da ist der Aufwand wirklich übel. Ich möchte auch keine 1000 tausend Liter Regenwasser benötigen für meine Aquarien. Gerade im Sommer wird es dann schon schwierig, wenn der Regen eben nicht so stark ist.

      Gruss
      Sascha