Betta tussyae


    • Duras
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    • Name:
      Betta tussyae
      Deutscher Name:
      nicht vorhanden oder nicht bekannt
      Größe:
      bis 5,5cm
      Alter:
      bis 4 Jahre
      Geschlechtunterschied:
      Männchen haben ausgezogene Afterflossen. Unterschiede lassen sich im juvenilen Alter nur schwer feststellen. Ich hatte Männchen, bei denen erst nachdem sie von anderen Männchen getrennt wurden, die Afterflossen wuchsen. Teils sogar 6 Monate später. Aber auch hier kann man die Bauchflossen als Merkmal nehmen. Weibchen haben dreieckige Bauchflossen, bei Männchen sind diese schwertförmig ausgezogen.
      Sozialverhalten:
      Diese Kampffischart ist eine der harmlosesten Arten, die ich erlebt habe. Die Weibchen werden zwar von den Männchen verjagd, aber dabei kommt es nur zu Verletzungen, wenn das Becken zu klein ist. Selbst bei 15l gibt es da keine Probleme. Einmal hatte ich ein Pärchen bei 7l zur Paarung angesetzt. Selbst da gab es keinerlei Probleme, bis zur Verpaarung. Danach musste das Weibchen aber entfernt werden, da es doch einige Flossenschäden abbekommen hatte. Später hatte ich 4 Männchen und 1 Weibchen auf 25l ohne dass es da zu Flossenschäden gekommen wäre.
      Besatz:
      Es ist durchaus möglich mehrere Paare in einem Becken zu halten. Bei 54l kommen sich nichtmal 3 Pärchen in die Quere, denn die Reviere sind sehr klein und lassen sich sehr gut abstecken.
      Aquariengröße:
      Bei 25l haben sich ein Pärchen auf ca. 30 Fische vermehrt. In kleineren Becken halte ich sie nicht, sollte aber möglich sein.
      Einrichtung:
      Der Bodengrund kann hier aus Torf bestehen. Schwimmpflanzen und eine sehr dichte Bepflanzung sind sehr vorteilhaft. Die Beleuchtung sollte nicht zu stark sein.
      Zucht:
      Männchen bauen Schaumnester in Höhlen, unter grossen Blättern oder auch direkt an der Wasseroberfläche. Die Weibchen begeben sich unter das Schaumnest und paaren sich dort mit dem Männchen. Nach der Paarung wird das Weibchen vertrieben. Allerdings geht das Männchen hier nicht so aggressiv vor, wie man es von vielen anderen schaumnestbauenden Bettaarten kennt. Zu Flossenverletzungen kommt es nur, wenn das Beckken zu klein ist.
      Wasserwerte:
      pH: 5-7 GH: 0-4° KH: 0-4° Temp.: 24-27°C (Wobei ich 25-26°C für die Zucht bevorzuge)
      Aufenthaltsort:
      Die Fische sind nicht unbedingt an der Wasseroberfläche anzutreffen. Sie verstecken sich schon mehr in den Pflanzen. Selbst Schaumnester werden nicht immer direkt an der Wasseroberfläche gebaut. Es kommt aber auch vor, dass sich Männchen direkt an die Wasseroberfläche setzen. Die Weibchen habe ich nichtmal bei der Fütterung oben gesehen.
      Futter:
      Frost- oder Lebendfutter sind schon fast Pflicht. Ich selber habe meine Fische nie an Trockenfutter gewöhnen können. Nichtmal spezielle Granulate haben sie genommen. Beim Frostfutter wird eher Futter genommen, welches zu Boden fällt. Weisse Mückenlarven z.B. finden kaum Beachtung, wenn sie ander Wasseroberfläche bleiben.
      Sonstiges:
      Zwar lässt sich Betta tussyae auch bei einem PH von 7 sehr gut halten, dennoch wird eine Vermehrung da kaum glücken. Dafür sollte das Wasser höchstens einen PH von 6 haben. Die Flossenform macht den Betta tussyae zu etwas besonderem, finde ich. Dazu kommen die blauen Augen. Selbst grössere Geschwister gehen nicht an kleinere Junge, wodurch man durchaus Jungfische von verschiedenen Grössen in einem Aquarium haben kann.
      Die Färbung ist ebenfalls etwas besonders bei dieser Bettaart. kann man allgemein davon ausgehen, dass Längsstreifen bei vielen Bettaarten als unwohlsein gedeutet wird, so ist das bei dieser Art eine völlig normale Färbung, die hin und wieder zum Vorschein kommt und sich innerhalb weniger Sekunden ändert. Längsstreifen haben keinerlei Aussage bei dieser Bettaart.
      Fundort:
      Westmalaysia: südlich v. Kuantan
      Betta tussyae lebt oft in überfluteten Wäldern oder Waldrändern. Selbst in kleineren Pfützen mit nur wenigen Zenitmetern Wasser werden sie gefunden. Das Wasser hat teils eine leichte braunfärbung bis hin zu wirklich dunklen (colafarbigem) Schwarzwasser. Der Fisch lebt eher versteckt in Uferzonen, in dichten Pflanzen (in überfluteten Gebieten) oder auch in Laub.

      Zu den Fotos:

      Bild 1: Ein Pärchen Betta tussyae kurz vor der Paarung. Deutlich sind die Querstreifen bei dem Weibchen zu sehen. Auch ist die deutlich ausgezogene Afterflosse beim Männchen sichtbar. Leider ist das nur selten so deutlich zu sehen und das auch meisst nur bei recht ausgewachsenen Tieren.

      Bild 2: Nochmal ein Männchen und daneben ein weiterer Fisch mit der Steifenfärbung, die sich innerhalb einer Sekunde ändern kann.

      Bild 3: Ein eher schlechtes Bild von den Elterntieren mit Jungtieren. Ich habe gut 3 verschiedene Würfe in diesem 25l Becken gehabt. Schön zu sehen ist die Streifenfärbung der Jungtiere, die völlig normal ist und sich bei jungen Tieren auch nicht ändert. Diese Streifen haben sie durchgehend, bis zu einem gewissen Alter, wo sie sich dann auch mal komplett rot färben.

      Bild 4: Hier nochmal das Männchen mit Jungtieren.

      Bild 5: Ganz deutlich ein Jungtier mit der üblichen Streifenfärbung.
      Bilder
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    • Hi,

      Danke dir. Einziges Problem sind die Weibchen zur Zeit. Ich hatte 2 Fische, bei denen ich mir sicher war, dass es Weibchen sind. Mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher. Die Männchen können so stark von grösseren Männchen unterdrückt werden, dass die erst nach über 6 Monaten, wenn man sie extra setzt, die Afterflossen wachsen. Ein Kriterium um das Geschlecht zu erkennen wären, meiner Meinung nach, die Bauchflossen. Aber dafür muss man die Fische herausfangen und gut beobachten. In einem gut bepflanzten Becken ist mir das einfach nicht möglich. Ich hoffe, dass zumindest das letzte Weibchen auch wirklich eines ist. Das andere Weibchen war keines.

      Gruss
      Sascha
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