Giftige Tiere


    • Duras
    • 1026 Aufrufe 6 Antworten

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    • Hi,

      Rein aus Interesse:
      Hält jemand von den Meerwasserspezialisten hier im Forum giftige Tiere im Aquarium? Schnecken, Igel, Fische und was weiss ich nicht, was es da noch alles gibt. Ich finde diese Tiere nämlich sehr interessant. Kämen für mich nicht in Frage, aber interessant ist das auf alle Fälle.

      (Bilder werden auch gern gesehen, wenn möglich.)

      Gruss
      Sascha
    • Hallo Sascha,

      ich weiß gar nicht mehr, wer das war. Aber irgend jemand sagte mir mal: Im Meerwasser grundsätzlich nur mit Handschuhen arbeiten!
      Es gibt vieles im Riff, was für uns giftig ist. Aber das meiste, was nicht direkt giftig ist, nesselt zumindest oft.

      Da muss ich gerade wieder an meine Begegnung mit einer Qualle denken, die mir wochenlang eine schuppige Stelle am Handgelenk beschert hat. Das passierte in Tunesien. War nicht lebensbedrohlich, aber auch wirklich nicht lustig!
      Oder die Biene, die mir für eine Woche einen Liegegips bescherte. Das war auch übel!

      Wo beginnt "Gift"?
      Unsere Bienen haben ja auch einen Giftstoff ("Bienengift") in ihrer Drüse. Viele stecken das locker weg, der Allergiker kann am anaphylaktischen Schock innerhalb kürzester Zeit sterben. Dann kommt natürlich immer noch die Dosis dazu, die erst das Gift tödlich machen kann.

      Es ist mir bekannt, dass es z. B. Quallen gibt, die einen Menschen beim Kontakt innerhalb von wenigen Minuten töten können.
      Die traurige Geschichte der jungen Frau ging ja Ende letzten Jahres hinreichend durch die Medien.

      So lange waren wir ja nicht in der MW-Aquaristik unterwegs. Gibt es da vielleicht eine klare Abgrenzung zwischen "giftig" und anderen, nur nesselnden bzw. bestimmten Organismen gefährlich werdenden Lebewesen?

      Spannendes Thema, Sascha! :top:
      Liebe Grüße
      Marlis
      ____________________________

      Ein Tourist ist ein Mensch, der auf Reisen geht, um mal was anderes zu sehen und sich dann beklagt, dass alles so ganz anders ist.
    • Hallo Marlis,

      das würde ich so nicht abgrenzen wollen. Hier geht es viel um die eigene gesundheitliche Konsistenz. Mich selbst hat ein Feuerfisch auch schon erwischt, der Daumenballen war etwas über Tage geschwollen. Andere haben sich ein Gliedmaß aus Angst abgehakt bzw lagen Intensiv. Viele der Gifte lassen sich durch Hitze zerlegen (eiweißhaltig), halte die Stichstelle unter heißes Wasser, das Gift zerlegt sich. Das ist eine erste Maßnahme, in der Regel sind noch soweit mir bekannt Kreislaufstärkende Mittel im KKH sinnvoll.

      Auf der anderen Seite gibt es Tiere (Steinfische, Blauringe, Quallen,...) die wirklich final sein werden / können. Auch mit diesen Tieren hatte ich zu tun, aber hier war Alarmstufe eins angesagt. Das waren oft zugepackte "Beifänge", deren Verkauf einfach auch aus Haftungsgründen nicht möglich war. Im öffentlichen Leben ist die Haltung der Tiere oft aus Kostengründen nicht möglich. Ein Gegenserum müsste gelagert werden, selbiges hält aber nur einige Wochen. Danach muss es ersetzt werden. Die Kosten hierfür sind einfach zu viel.

      Krustenanemone gelten mit als die giftigsten Tiere, werden aber von nahezu allen Aquarianern ohne Probleme in die Hand genommen. Auch Anemonen können so stark nesseln, dass sie an der Hand so kleben, dass man sie daran hoch heben kann. Auf der anderen Seite kann so eine (entsprechend große Anemone) einen Rochen vernaschen. So stark bindet das Nesselgift...

      Was die Handschuhe angeht: Yoa, nett. Hilft aber nicht immer. Viele Tiere haben so scharfe Stachel, das sie ohne das Du es merkst durch den Handschuh geht. Ich rede hier nicht von Handschuhen aus dem Ärztebedarf, sondern aus dickem Material aus der chemischen Industrie.

      Es gibt auch Tiere, zB Seeigel, die andere Methoden haben: Sie haben hohle Stachel, wenn man sie sich näher betrachtet handelt es sich um gedrehte Läufe. Auf Berührung wird ein sehr dünner Stachel wie aus einem Gewehr geschossen, der im Finger stecken abbricht wie Glas. Holt man da nicht alles raus entzündet sich das fies.
    • Hi,

      Ich kam so ein wenig auf die Idee, weil ich ein Video von Channas gesehen habe, wie die sich leicht kloppen. Sah für mich schon heftig aus, war aber wohl für Channas noch harmlos.
      Da viel mir das mit den giftigen Tieren ein. Hatte da mal ein Video gesehen mit wunderschönen Schnecken aus dem Meerwasser, die aber teils tödlich giftig waren. Aber es gibt da bestimmt einige Arten, die sehr interessant sind und mir völlig unbekannt.
      Vor wenigen Jahren habe ich z.B. das erste mal von dem Knallkrebs gehört. Vielleicht nicht giftig, aber ebenfalls schon ein interessantes Tier.
      Was mir auch noch im Kopf geblieben ist, ist ein Steinfisch aus Australien. Da ist mal jemand draufgetreten, der früher mal angeschossen wurde. Der hatte gesagt, er würde sich lieber nochmal anschiessen lassen, als nochmal mit so einem Fisch in Berührung zu kommen. Die Schmerzen einer Schusswunde sind nichts im Vergleich zu so einem Gift. So eine Aussage ist schon nicht ohne.
      Ich finde es einfach interessant mit wie wenig Gift einige Lebewesen andere Lebewesen töten können. Wenn man sich mal überlegt, dass es Tiere gibt, die wenige Zenitmeter gross sind, aber Gift in sich tragen, dass mehrere Menschen töten kann...

      Gruss
      Sascha
    • Hi,

      giftig ist im MW so einiges, das eine mehr das andere weniger, mache Korallen und Anemonen merkt man schon etwas an der Haut wenn man sie berührt, manche können gefährlicher werden, so gelte gewisse Arten von Krustenanemonen als giftig.
      Wenn du die "klassischen" Gifttiere meinst, ich hatte bis kurz vor der Vergrößerung einen Dendrochirus zebra, und früher einen Pterois volitans, den hat allerdings irgendwann meine Teppichanemone
      Stichodactyla haddoni sich schmecken lassen :hammer:
      Bilder
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      Gruß Michael