Idee: Spezielles Becken für Rivulus-Arten


    • Urrka
    • 2092 Aufrufe 3 Antworten

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Idee: Spezielles Becken für Rivulus-Arten

      aquarium-stammtisch.de/Forum/s…nr%FCckwand-selbst-gebaut

      Hallo Interessenten!

      Noch ist es ein reines Gedankenspiel, aber die Zeit der Rente rückt immer näher, da kann man sich doch schon mal Gedanken über das Danach machen, auch in aquaristischer Hinsicht. Oder?
      In diesem Sinne habe ich mir mal Gedanken darüber gemacht, wie man ein spezielles Aquarium für Rivulus-Arten bauen und einrichten könnte.

      Zur Erklärung für Nicht-Killi-Experten:
      Die Gattung Rivulus gehört zu den Killi-Fischen. Einige der Arten leben im nördlichen Argentinien (Provinz Misiones, Buenos Aires, ...). Die Schwierigkeit darin besteht nun darin, den natürlichen Lebensraum einigermaßen geschickt und attraktiv abzubilden. Die argentinischen Rivulus-Arten leben in temporären Pfützen, deren Wasserstand teilweise die 1-2 cm nicht überschreitet. Und genau das reizte mich nun, mal ein spezielles Becken für diese Fische zu entwerfen. Natürlich wird es mehr ein Pakudarium denn ein Aquarium, da es einen Land- und einen Wasserteil enthält. Hier eine vorläufige Skizze:



      Zur Erklärung:
      Vorne befindet sich ein langer schmaler Wasserteil, der vom dahinterliegenden Landteil durch einen Glasstreifen (gelb) abgetrennt ist. Der Wasserstand ist durch die rote Linie markiert. Der Bodengrund im Wasserteil kann, je nach Art, aus Torf oder feinem Sand bestehen - der Trennstreifen wird mit diesem Material beklebt. Im Landteil können geeignete Pflanzen wachsen. Bei der vorgeschlagenen Beckenlänge könnte der Wasserinhalt um die 100 Liter betragen, womit eine gewisse Stabilität der Wasserwerte erreichbar scheint. Die Maße der Skizze können durchaus variiert werden, kein Problem. Da der Trennstreifen 10cm hoch ist, könnte der Wasserstand, Bodengrund abgezogen, 5-6 cm betragen und könnte stellenweise geringer gehalten werden. Das Becken sollte nicht allzu niedrig aufgestellt werden, damit man die Fische nicht nur von oben sieht. Durch eine passende Gestaltung des Landteiles kann das Becken sehr attraktiv wirken und ist durchaus auch für das Wohnzimmer geeignet. Hinter das Becken kann dann auch ein Rückwandkasten, wie ich ihn an anderer Stelle schon beschrieben habe, den Gesamteindruck noch verbessern.
      Natürlich muß das Becken einen gut schließenden Deckel haben, denn wie fast alle Killi-Fische sind die Rivulus-Arten sehr gute Springer.

      Ein Problem habe ich noch nicht gelöst: Bei dem flachen Wasserstand ist die Verwendung eines Innenfilters recht schwierig zu bewerkstelligen. Aber ein Außenfilter, der das Wasser z.B. links absaugt und rechts wieder einspeist, sollte theoretisch möglich sein. Wenn die Pumpe zudem noch regelbar ist, kann man eine ganz schwache Strömung einstellen, und bei geeigneter Installation könnte die Pumpe auch zum Absaugen des Wassers verwendet werden (mit höherer Leistung dann). Damit wäre auch der Wasserwechsel möglich. Hier mal eine Prinzip-Skizze, wie das dann aussehen könnte:



      PS:
      Halter von Schlammspringern könnten dieses System, wenn auch mit veränderten Proportionen, auch verwenden...
    • Ja, Sunny,
      es ist mit diesen Killis noch brutaler:
      Manche Rivulus-Arten (und andere Gattungen) leben in derart kleinen Pfützen, daß nur ein einziger Fisch dort Platz hat. Die Vermehrung funktioniert dann oft über die sogenannte Hermaphrodisierung: Ein Weibchen entwickelt männliche Geschlechtsanlagen und kann sich selbst befruchten. Das ist eine extreme Anpassung an extreme Umweltbedingungen. Besonders die Art Rivulus marmoratus ist dafür bekannt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Urrka ()