Lebendfutterzucht


    • Ronda
    • 1755 Aufrufe 11 Antworten

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    • Lebendfutterzucht

      Huhu Ihr Lieben!

      Kürzlich sind ja bei mir 5 von meinen kleinen, aber durchaus robusten Salmlern gestorben, nachdem ich ein Tütchen lebende Artemia aus dem Zoogeschäft gefüttert habe. Daher denke ich nun darüber nach, ob ich mein Lebendfutter selber züchten soll.

      Bin aber nun sehr unsicher, weil ich nicht weiß, wieviel Aufwand das tatsächlich ist. Es gibt ja nun auch eine ganze Fülle von Futtertieren, die man züchten kann, welche sind die richtigen für meine Fische?

      Habt Ihr da Erfahrung?

      Ich habe Beilbauchsalmler, die ja Futter nur von der Oberfläche nehmen, habe aber auch bodenorientierte, kleine Buntbarsche, Hexenwelse und Zwergpanzerwelse. Ob ich da schon verschiedene Futtertiere brauche? Vielleicht Fruchtfliegen für die Beilbäuche und Grindalwürmchen für die anderen?

      Klärt mich Unwissende doch mal auf! :confused: :zwinker:
      Liebe Grüße von BaBo
    • Hallo BaBo,

      für mich stehen Artemias unangefochten auf Platz 1, wenn es um Lebendfutter für meine Fische geht.

      In meiner MW-Zeit hatte ich mich mit der Nachzucht sehr intensiv beschäftigt. Damals zog ich die Krebschen in einem großen Wasserbehälter auf dem Balkon groß.
      Diesem Behälter habe ich einen Bodengrund aus Lehm verpasst. Dann kamen 30 Liter Salzwasser rein und fertig war die Zuchtanlage. Lebende Artemias, die ich zuvor in einer Flasche gezogen hatte, zogen wenige Tage später ein. Um die Salzdichte in etwa halten zu können, habe ich mir eine Markierung für den Wasserstand gemacht und alle paar Tage das verdunstete Wasser durch "Algenbrühe" aus der Regentonne ersetzt.
      1x pro Woche wurde dann geerntet und die Leckerbissen verfüttert. Man glaubt es nicht wie riesig diese Krebse werden können. Zu Beginn der kalten Jahreszeit sterben die Tiere dann leider, nicht aber ohne vorher nochmal sehr viele Eier zu legen, aus denen dann im Frühjahr automatisch wieder neue Krebse werden. Eine ganz einfache Methode also, bei der man nur hin und wieder den Wasserstand im Behälter ausgleichen muss.


      Gruß Roland
    • Hallo Stefan,

      ich hatte schräg über dem Behälter eine alte Abdeckung einer Regentonne liegen. Es soll ja nicht reinregnen und schützt vor der ganz großen Hitze. Bei mir hat das ganz gut geklappt. Ich muss aber auch dazu sagen dass es ab Mittag keine direkte Sonne gab. Vielleicht lag es bei Dir wirklich an der zu hohen Temperatur.

      Im Frühjahr starte ich diese Artemia-Zucht wieder :yes:


      Gruß Roland
    • Huhu,

      für den Anfang kann man es sich ganz einfach machen und einfach einen Beutel lebende Daphnien kaufen, in ein größeres Gefäß geben (im Sinne der Wasserqualität je größer desto besser) und dann einfach abwarten. Die Vermehrung läuft da quasi von alleine und man kann die Tierchen regelmäßig mit einem Sieb abfischen und direkt ins AQ geben.
      Füttern kann man mit Kaffeeweißer oder mit diesem Flüssigphytoplankton. Da reicht ganz wenig. Ab und zu Wasserwechsel sollte man da aber auch machen.

      Viele Grüße, Kati
    • Hallo Bernd,

      das ist richtig! Wenn die Salzdichte stimmt und Nahrung vorhanden ist - etwa in Form von Algen aus der Regentonne - vermehren sich die Krebse wirklich sehr gut.
      Mich fasziniert am meisten dass neue Krebse aus den Eiern vom Spätsommer schlüpfen, sobald es im Frühjahr ausreichend warm wird. Selbst wenn der Pott bei Minus 20 Grad im Winter draußen steht!

      Ich habe mir damals alles genau aufgeschrieben. Wenn Interesse besteht suche ich danach und packe die Anleitung in einen Thread.

      Dieses eher schlechte Handyvideo habe ich gerade gefunden. Man kann aber ganz gut erkennen dass sich hier mehrere Generationen tummeln. Beachte auch die Größe der Krebse:



      Gruß Roland
    • Ich sage ganz herzlich "Danke" für Eure Tipps! :-)

      Bin mir allerdings immernoch nicht sicher, was ich da nehmen soll! :confused:

      Soll halt möglichst wenig Aufwand sein und die Futterzucht sollte geringere Temperaturen vertragen, da ich sie im Waschkeller aufbewahren will. Das geht bei Artemia, oder?
      Habt Ihr eine Idee, was ich für meine Beilbäuche nehmen kann? Also außer Fruchtfliegen? Die nehmen ja nichts, was schon 3 cm unter der Wasseroberfläche ist. sollte also kurzfristig schwimmen, oder so wie Mückenlarven auch mal wieder hochkommen.
      Liebe Grüße von BaBo
    • Hallo,

      Artemia bei kühleren Temperaturen ist so eine Sache. Dann schlüpfen sie nicht mehr gleichmäßig. Wie es bei der weiteren Haltung aussieht kann ich dir nicht sagen.
      Für Beilbäuche würde ich mir mal die Springschwänze anschauen. Werden auf den Kokosbriketts gehalten und mit den gleichen Köln Schmelzflocken gefüttert wie auch die Grindal.
      Fruchtfliegen gingen natürlich auch nicht. Da muss man aber regelmäßig neue Becher, so alle 3 Wochen ansetzen. Und man bekommt auch hier recht schnell Milben rein.

      Gruß Christian