Mein Schreibtischkumpel!


    • David s.
    • 2166 Aufrufe 22 Antworten

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    • Mein Schreibtischkumpel!

      Hey,
      beim Titel denkt man wohl am ehesten an einen Betta splendens in einem Schreibtischbecken.
      Das wäre jedoch weit verfehlt!
      MEIN Schreibtischkumpel ist ein Thai Silk Flowerhorn!
      Ein wirklich interessantes und interaktives Tierchen, das ich auch bereits in's Herz geschlossen habe!


      Bei dem Tier handelt es sich um einen "Modehybriden", sprich gezielten Hybriden, aus mittelamerikanischen Cichliden (Primär Amphilophus und Vieja/Paratheraps/Paraneetroplus).
      Das Tier konnte ich (nach jahrelangem Schwärmen) für einen Bruchteil des Normalpreises in Deutschland erwerben, ansonsten hätt' ich ihn wohl nicht!
      MfG,
      David
    • Hallo David,

      hübsches Kerlchen! Interaktiv inwiefern? Du setzt dich morgens an deinen Schreibtisch, du sagst servus! und er blubb!..?

      Und der mag gerne allein? Denn, wie ich dich kenne, wäre er zu zweit oder zu zehnt, wenn er außer dir noch mehr Kumpels bräuchte, nicht?

      Hat das Becken keinen Bodengrund oder täuscht das?
      Grüße aus Nürnberg

      Gisela



      ”Alles, was wir hören, ist eine Meinung - keine Tatsache.
      Alles, was wir sehen, ist eine Perspektive - keine Wahrheit.“

      Zitat: Weiß net.....aus'm Netz gefischt. :-)
    • Hey,
      Fast!
      Er zeigt stets positives Interesse an den Geschehnissen vor dem Becken, reagiert auf Tippen und leichtes Klopfen (wovon man Besucher eh nicht abhalten kann, nachdem man ihnen etwas über das Kerlchen erzählt hat...) nicht wie die meisten Fische, sondern geht darauf ein, schwimmt der Hand hinterher usw.

      Da es sich quasi um einen Amphilophus handelt, ist Gesellschaft so eine Sache.
      Grundsätzlich verfügen die Tiere über ein ausgeprägtes Territorialverhalten, dies variiert dann nochmal zwischen den Individuem und geht von Tolerieren von Beifischen bis zum Zerfetzen dieser.
      Der kleine Kandidat hier akzeptiert anscheinend Loricariidae und Schnecken, Puntius titeya wurde massiv nachgestellt, weshalb ich den Versuch abbrechen musste.

      Bodengrund ist noch keiner drin, das ist völlig richtig!
      Ich möchte einfach kein Risiko eingehen und ihn in der Anfangszeit "sauber" halten, sprich WW alle 2 Tage, kombiniert mit dem Absaugen des Bodens.
      Wird er älter und geschlechtsreif, so wird Sand eingebracht werden, da die Tiere gerne graben.
      Auf Dauer würde ich ihm gerne noch einen weiblichen MA Cichliden als Gesellschaft ermöglichen.

      Komplette Einzelhaltung und "bare bottom"-Aquarien sind in Europa fast undenkbar, in Asien (wo ein Teil meiner Familie herkommt) ist dies jedoch Gang und Gäbe und funktioniert.
      Es ist schwer da "richtig" und "falsch" abwägen zu können, ich denke mal, dass alle verschiedenen Philosophien gute und schlechte Ansätze mit sich bringen.
      MfG,
      David
    • Hey Marlis,
      das hängt mit Futter und Genetik zusammen.
      Je größer der Stirnbuckel (genannt "kok"), desto wertvoller das Tier.

      Ich möchte ein Tier mit einem Amphilophus-typischen Stirnbuckel.
      Es wird kein Aufputschfutter o.Ä. genutzt.
      Um deine Frage zu beantworten:
      Ich hoffe nicht!
      MfG,
      David
    • Hallo David,

      Genetik, das kann ich ja noch verstehen.
      Aber welche Futter macht den Stirnbuckel und welches Futter lässen den vermeiden?
      Und woran liegt es, dass der Stirnbuckel sich durch die Fütterung ausbildet?

      Irgendwie assoziiere ich das jetzt gerade mit den Leuten, die in die Muckibude gehen und sich obendrein mit Eiweiß vollpumpen...
      Liebe Grüße
      Marlis
      ____________________________
      Es gibt nichts, was eine Mutter glücklicher macht, als zu wissen, dass ihr Kind gesund ist und es ihm gut geht
    • Hey Marlis,
      Deine Assoziation hat es gut getroffen!
      Es gibt Futter, welches das Wachstum fördert.
      Was genau drin ist?
      Keine Ahnung, dürfte sich aber nach kurzer Recherche bei Interesse herausfinden lassen!

      Wie gesagt sind in Asien Tiere mit großem Stirnbuckel erwünscht, dazu nutzt man ebenfalls permanenten Streß durch den Anblick männlicher "Art"genossen, dadurch wird ebenfalls der Stirnbuckel, welcher Zeichen von Dominanz bei Amphilophus ist, zur stärkeren Ausprägung anregt.
      Bilder
      • IMG_20170602_065858_134.jpg

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      MfG,
      David

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von David s. ()

    • HiHi Ihr zwei

      Die These, dass Stirnbuckel durch Rivalitätsstress anwachsen, liest man häufiger. Ähnliches wird übrigends auch von Hochzucht-Betta-Männchen berichtet. Dass Stress durch den Anblick von andren Männchen die Flossen stärker zur Ausprägung bringt. In alten Aquarienbüchern kann man lesen, dass man Bettas täglich mit einem Spiegel reizen soll...

      Aber ob das das Wohlbefinden und die Lebensdauer der Fische steigert? Vermutlich eher: nein.

      Schönen Abend,
      Stefan
    • Hallo zusammen,

      die Frage die sich mir stellt: Wieso züchtet man solche "Monsterfische" überhaupt?
      Nicht falsch verstehen David, Du kennst Dich mit diesen Tieren bestimmt sehr gut aus und der Fisch wird es bei Dir sehr gut haben, aber irgendwie erinnert mich das ganze an unseren Dauergast "Rosalie" in unserer Hundepension. Eine extrem brave und liebe Mops-Dame. Wieso hat der Mensch diese Rasse derart vermurkst dass sie nur durch mehrere Operationen überleben kann. Schon wenige Schritte reichen aus und man hat das Gefühl dass das Mädchen jeden Moment ersticken muss. Ich verstehe es einfach nicht!


      Gruß Roland
    • HiHi Roland,

      bin mir jetzt nicht so ganz sicher, ob man diese beiden Phänomene so analog setzen kann. Klar, Möpse sind Qualzuchten. Alleine durch durch die extrem komprimierte Schnauze werden die Atemwege massiv verengt. Eigentlich galten Möpse ja schon fast als ausgestorben, bis sie vor einigen Jahren wieder so richtig in Mode kamen. Arme Viecher!

      Bei den Barschbuckeln dagegen handelt es sich ja grundsätzlich erstmal um ein natürliches Phänomen, das auch bei natürlichen Arten - also: ohne Zuchtdeformation - auftritt: dass dominate Männchen diesen Buckel ausbilden. Und je mehr "Testosteron" dieser Alpha-Kerl hat, desto größer wird der Buckel. Aber ob das eine Qualerscheinung ist? Leiden die dann unter Gleichgewichtsproblemem? Können sie nicht mehr richtig schwimmen?

      Sicher, die Parallele zu Möpsen sehe ich auch: Ästhetisch! Beides sieht "saublöd" aus.

      Grüße,
      Stefan
    • Hey,
      Auch ich würde sagen, dass der Streß eher schlecht als recht ist!
      Daher wird sowas bei mir nicht praktiziert.

      Eine berechtigte Grundsatzfrage ist das, Roland!
      Warum neigt der Mensch zur Zucht, bei welcher gewisse Aspekte bei den Nachkommen verändert werden?
      Seien es Nutztiere, Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Kanickel, Fische usw.
      Es scheint in unserer Natur zu liegen, mit dem Wissen über Genetik "Erschaffer" sein zu wollen, um mehr Wissen zu erlangen und die Umbegung mit samt Bewohnern unserem Willen anzupassen.
      Ob dies gut ist?
      Nun ich persönlich denke, dass sich unsere Art so auf Dauer selbst gegen die Wand fährt, aber das ist ein anderes Thema.

      In Asien, wo diese Zuchtform ihren Ursprung findet (und auch der Mops!), herrscht ein anderes ästhetisches Empfinden.
      Fische sind oftmals Symbole, im Herkunfsland eines Teils meiner Familie, stehen Goldfische und Flowerhorn beispielsweise für Glück und Wohlstand.
      Genau wie beispielsweise in der Kunst andere Stile dort vorzufinden sind, wird bei den Zuchtformen anderen Merkmalen die Aufmerksamkeit geschenkt.
      Platinum und Short-Body sind beispielsweise höchst beliebt, weiße Datnioides oder Short-Body Arowana tragen Preise, wie hier Kleinwagen.
      Das Problem beim Flowerhorn ist eben nunmal, dass es sich nicht um eine Art handelt und man somit keine allgemeingültigen Angaben machen kann, nicht zur Endgröße, zum Verhalten, zur Farbe oder zum Stirnbuckel!
      Ich selber hoffe, dass es kein "Tennisballschädel" wird.
      MfG,
      David
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