Deprimierend - kennt Ihr das auch?

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    • Deprimierend - kennt Ihr das auch?

      Hallo, ich liege gerade auf dem Sofa, denn ich habe Urlaub. Schaue in mein Aquarium und sehe als erstes das Kaisersalmlerweibchen, das seit Tagen wie eine Ertrinkende wirkt. So alle paar Jubeljahre habe ich mal so eine Fisch, der wie verrückt schwimmt und sich trotzdem nicht normal bewegt. Ob da was an der Schwimmblase nicht stimmt oder was auch immer. Ich weiß genau, das wird nie wieder. Also entschließe ich mich, den Fisch zu erlösen. Und wenn ich mit dem Kescher komme, sind die plötzlich so schnell dass ich sie nicht fangen kann... deprimierend.... :sad:
    • Hallo Sabine

      Depressionen gehören bei vielen Menschen zu Leben dazu. Das ist aber kein Grund, nicht trotzdem zu versuchen, die Sprotte zu retten. Zumindest eine Wärmekur könntest Du versuchen.

      Wenn der Besatz es erlaubt: Beckentemperatur langsam auf 29 Grad erhöhen, die Temperatur zwei Tage halten. Schwimmblasenprobleme sind oft das Resultat von Unterkühlungen, durch Wasserwechsel beispielsweise. Eine Wärmekur kann da oftmals helfen.

      Kopf hoch!
      Stefan
    • Hallo,

      ich hab so ein merkwürdiges Schwimmverhalten auch von Zeit zu Zeit bei einzelnen Fischen beobachten können.
      Es war meist nur nach dem Wasserwechsel.
      Die Fische versuchten krampfhaft durch zuckende Schwimmbewegungen unten im Wasser zu bleiben. Offensichtlich hatten sie einen heftigen Auftrieb, als hätten sie Luft im Körper. Vielleicht haben sie Luft "geschluckt" oder durch den unterschiedlichen Wasserdruck zu viel Wasser in der Schwimmblase?

      Keine Ahnung. Gestorben ist dadurch keiner, am nächsten Tag spätestens schwammen alle Fische mit diesen Anzeichen wieder normal.

      Hast du evtl. einen Wasserwechsel gemacht, der die Ursache dafür sein könnte?
      Geht der Fisch denn ans Futter? Falls er das tut, denke ich, dass es ihm nicht soo schlecht geht und würde erst mal beobachten und warten.
      Liebe Grüße
      Marlis
      ____________________________

      Ein Tourist ist ein Mensch, der auf Reisen geht, um mal was anderes zu sehen und sich dann beklagt, dass alles so ganz anders ist.
    • Hi,

      Ganz im Ernst... yep, geht mir auch so. Glaub mir, ich habe schon so etliches versucht und es hat oftmals geholfen.... für ein paar Tage. Dann war alles wieder beim Alten. Ich habe kleinere Becken, in denen die Fische dann kommen und ich beobachte sie. Aber geworden ist auf Dauer bei mir kein einziger mehr was, der mal angefangen hat komisch zu schwimmen.
      Alles was bei mir nicht der Normalität entspricht wird aus den Zuchtbecken entfernt. Es nützt mir ja nichts, wenn das etwas ist, was eventuell weitervererbt wird.

      In der Natur hätte so ein Fisch keine Chance.

      Gruss
      Sascha
    • Duras schrieb:

      In der Natur hätte so ein Fisch keine Chance.
      Sehr richtig, Sascha! Und weil das so ist, tendiere ich auch eher dazu, nicht allzu lange zu "fackeln". Ansonsten weiß Sabine ja jetzt, dass dieses Schwimmverhalten möglicherweise vorübergehend ist und lässt dem Tier ein wenig Zeit. Ich persönlich finde es sehr viel fragwürdiger, Tieren ein langes Leiden zuzumuten. Das ist in der Natur nun mal nicht vorgesehen und nicht artgerecht, selbst wenn es sich um eine Krankheit handelt, die allein wieder ausheilen würde. Bis auf wenige Ausnahmen im Tierreich und natürlich bei uns Menschen, wird in der Natur nicht rumgedoktert. Dass wir Menschen das tun, Kranke und Alte zu pflegen, hat übrigens interessanterweise auch einen evolutionären Grund: Kranke und ganz besondere Alte mit ihrem großen Erfahrungsschatz sind zu wichtig für die Gruppe, als dass man sie einfach sterben lässt. Übrigens ganz im Gegensatz zu Säuglingen. Die wurden sehr wohl nicht selten ihrem Schicksal überlassen oder gar getötet. Diese schockierende Tatsache, habe ich erst kürzlich zufällig gelesen.
      Grüße aus Nürnberg

      Gisela



      ”Alles, was wir hören, ist eine Meinung - keine Tatsache.
      Alles, was wir sehen, ist eine Perspektive - keine Wahrheit.“

      Zitat: Weiß net.....aus'm Netz gefischt. :-)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von MariaErna ()

    • Ach, Leutz',

      lasst mal die Kirch' im Dorf! Der Fisch hat wohl einfach nur eine Erkältung. Klar, Sascha, verstehe ich, dass ein Züchter sich um den Gen-Pool seiner Tiere kümmert. Aber wenn die These stimmt, dann ist das ja kein genetischer oder vererbbarer Defekt, sondern einfach ne verkühlte Schwimmblase. Ein Handgriff und den Regelheizer hochfahren. Dann klärt es sich ja. Wegen einer "Schniefnase" werfe ich keinen Fisch auf den Müll!

      Grüße,
      Stefan
    • Hi,

      So sieht das aus. Ich hatte mal 'nen Betta channoides mit krummen Rücken. Zum Fressen musste das Tier viel Kraft aufbringen, weil es immer zum Boden absank und dann nur kurzzeitig nach oben schnellen konnte. Den habe ich erlöst.

      Dann hatte ich mal ein Tier, was eben auch komische Schwimmbewegungen machte. Hatte mich mit einer anderen Züchterin darüber unterhalten und sie meinte, bei einem ihrer Fische war es die Schwimmblase. Eine Woche nicht füttern, warmes Wasser und natürlich separat setzen und der Fisch war in Ordnung. Das habe ich 3 mal mit dem Fisch gemacht. Das hielt aber immer nur wenige Wochen an und dann war das Problem wieder da. Weiss der Geier was das wirklich war. So wollte ich mit dem Fisch aber auch nicht weitermachen.

      Also ich erlöse auch, wenn ich keinen Sinn mehr da drin sehe. Vor allem, wenn das erreichbare Alter überschritten ist.
      Ich hatte hier mal 2 männliche Betta persephone, die ihr mögliches Alter schon überschritten hatten. Die sassen auch nur noch am Boden rum und kamen nur zum Fressen und Luftholen rauf. Die durften natürlich so weiterleben, da sie ansonsten keinerlei Probleme angezeigt haben. Sehr schwimmfaul, aber ansonsten konnten sie normal fressen und luftholen.

      Gruss
      Sascha
    • MariaErna schrieb:

      Dass wir Menschen das tun, Kranke und Alte zu pflegen, hat übrigens interessanterweise auch einen evolutionären Grund: Kranke und ganz besondere Alte mit ihrem großen Erfahrungsschatz sind zu wichtig für die Gruppe, als dass man sie einfach sterben lässt. Übrigens ganz im Gegensatz zu Säuglingen. Die wurden sehr wohl nicht selten ihrem Schicksal überlassen oder gar getötet. Diese schockierende Tatsache, habe ich erst kürzlich zufällig gelesen.
      Hallo,

      @MariaErna,

      hier geht es um kranke Fische.

      Was soll dieser Vergleich mit "Kranken...Alte...Säuglinge" ?

      Man kann's auch übertreiben...
      Gruß
      Wolfgang
    • Aqua-Wolf schrieb:

      MariaErna schrieb:

      Dass wir Menschen das tun, Kranke und Alte zu pflegen, hat übrigens interessanterweise auch einen evolutionären Grund: Kranke und ganz besondere Alte mit ihrem großen Erfahrungsschatz sind zu wichtig für die Gruppe, als dass man sie einfach sterben lässt. Übrigens ganz im Gegensatz zu Säuglingen. Die wurden sehr wohl nicht selten ihrem Schicksal überlassen oder gar getötet. Diese schockierende Tatsache, habe ich erst kürzlich zufällig gelesen.
      Hallo,
      @MariaErna,

      hier geht es um kranke Fische.

      Was soll dieser Vergleich mit "Kranken...Alte...Säuglinge" ?

      Man kann's auch übertreiben...
      Übertreiben tun es imho manche Tierhalter, die mit ihren kranken und alten Tieren umgehen, als wären es Menschen und überdies auch noch anderen Tierhaltern einen Vorwurf machen, wenn diese ihren Tieren keine langen, leidvollen Therapien und Sterbeprozesse zumuten wollen.
      Grüße aus Nürnberg

      Gisela



      ”Alles, was wir hören, ist eine Meinung - keine Tatsache.
      Alles, was wir sehen, ist eine Perspektive - keine Wahrheit.“

      Zitat: Weiß net.....aus'm Netz gefischt. :-)

    • MariaErna schrieb:

      Übertreiben tun es imho manche Tierhalter, die mit ihren kranken und alten Tieren umgehen, als wären es Menschen
      Sorry, aber wenn mir dieses Thema nicht so ernst wäre, müsste ich über diese Aussage von Dir lachen, so aber kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
      Das liest sich so, krankes altes Tier...Klotz am Bein...weg damit.
      Wer Tiere hat, hat auch eine Verantwortung übernommen, und wenn ich einem Tier, egal wie alt es ist, helfen kann, dann tue ich das auch.
      Ganz egal was es kostet.
      Meine Frau und ich hatten bis vor etlichen Jahren einen Hund (er war 7), als dieser pöltzlich (schwer) krank wurde, gab niemand mehr einen Pfifferling auf ihn. Wir fuhren von A nach B, bis ihm eine Tierklinik helfen konnte, dort mussten wir 2x wöchentlich hin, jedesmal etwa 140 km mit dem Auto und dies etwa 8 Wochen lang.
      Und, dem Tier wurde geholfen, wir hatten noch 5 schöne Jahre mit ihm, ich sehe heute noch seinen dankbaren Blick.
      Aber dies scheinen Menschen, die solch eine Einstellung haben, wie Du sie hast (siehe das Zitat von Dir), nicht verstehen.

      Gruß
      Wolfgang
    • Hallo,

      oh, eine Grundsatzdiskussion! Das sollte nun wirklich jeder einzelne Tierhalter für sich entscheiden dürfen/können. Wenn Hoffnung besteht würde ich alles unternehmen um z.B. meine Hunde zu retten. Selbst einen faustgroßen Tumor hinter dem Auge einer meiner Hunde habe ich operieren lassen. Bei dieser OP musste das Auge entfernt werden. Kira hatte danach noch viele wunderschöne Jahre als Einauge bei uns verbringen dürfen.

      Sicher, wenn es aussichtslos ist "darf" man bei Tieren entscheiden den Qualen ein Ende zu setzen. Bei uns Menschen geht das nicht.

      Einen torkelnden Fisch gebe ich mindestens eine Woche Zeit. Während dieser Zeit beobachte ich ihn regelmäßig. Wenn sich der Zustand deutlich verschlechtert wird nicht lange gefackelt und das Tier mit einem scharfen Messer erlöst. Derzeit taumelt leider einer meiner Kongosalmler durchs Aquarium. Auch bei mir trat das Phänomen nach einem großen Wasserwechsel auf. Heute stellte ich eine deutliche Verbesserung fest. Ich wünsche es dem Fisch dass es so weitergeht.


      Gruß Roland
    • Aqua-Wolf schrieb:

      Das liest sich so, krankes altes Tier...Klotz am Bein...weg damit.
      Wer Tiere hat, hat auch eine Verantwortung übernommen, und wenn ich einem Tier, egal wie alt es ist, helfen kann, dann tue ich das auch.
      Lies aus meinen Ausführungen, was du willst, Wolfgang. Ich kann dich nicht daran hindern. Es gibt keine einzig wahre Art, Verantwortung für ein Tier zu übernehmen. Die meinige ist, meine menschliche Sicht der Dinge, so gut es geht zurückzusetzen und möglichst objektiv abzuwägen, was für das Tier wirklich das Beste ist. Eine möglicherweise, sehr belastende achtwöchige Therapie mit geringer Aussicht auf Erfolg oder ein schmerzloser Tod. Im Übrigen freue ich mich für dich, dass du offensichtlich über unbegrenzte finanzielle und zeitliche Mittel verfügst, deinen Tieren jegliche Therapie angedeihen zu lassen, die möglich ist.
      Grüße aus Nürnberg

      Gisela



      ”Alles, was wir hören, ist eine Meinung - keine Tatsache.
      Alles, was wir sehen, ist eine Perspektive - keine Wahrheit.“

      Zitat: Weiß net.....aus'm Netz gefischt. :-)
    • MariaErna schrieb:

      Im Übrigen freue ich mich für dich, dass du offensichtlich über unbegrenzte finanzielle und zeitliche Mittel verfügst, deinen Tieren jegliche Therapie angedeihen zu lassen, die möglich ist.
      Wieder so ein Satz, bei dem ich nur den Kopf schütteln kann. Wenn ich mir einen Hund, Katze etc. anschaffe, dann weiß ich vorher, was finanziell auf mich zukommen kann. Wenn ich dies nicht kann, dann lasse ich die Finger von diesen Tieren.
      Übrigens gibt es heutzutage auch Tierversicherungen, die für OP's aufkommen, aber solch eine hatte ich damals nicht.
      Es war übrigens keine belastende achtwöchige Therapie, der Hund lebte danach noch 5 Jahre ohne jegliche Probleme.
      Über das finazielle brauchen wir nicht reden (außer" unbegrenzt", kommt höhnisch rüber) , aber über über das zeitliche, ich hab die Termine so gelegt, dass es arbeitsmäßig für mich passend war.

      Aber lassen wir beide dieses Thema ruhen, ich komme mit Deiner Ansicht nicht zurecht und Du nicht mit meiner.

      In diesem Sinne...
      Gruß
      Wolfgang
    • Hi,

      Ich denke, das muss man auch immer vor Ort selber beobachten und danach handeln. Ein torkelnder Fisch und ein torkelnder Fisch können trotzdem sehr unterschiedlich sein.
      Wie gesagt, ich habe einen Fisch dreimal behandelt und dreimal wurde es besser, wurde aber auch ein 4. mal wieder schlechter. Eventuell hätte der Fisch so weiterleben können. Ich wollts aber nicht weiter hinauszögern. Der fisch war weder schön anzusehen, noch konnte er irgendwie mit seinen Kollegen interagieren. Im wurde also sein natürliches Verhalten durch diese Krankheit genommen.
      Er konnte sich nicht paaren, nicht mit den anderen Männchen streiten, nicht nach Lebendfutter jagen... Also sah ich keinen Sinn dadrin, ihn weiter leben zu lassen. In der Natur wäre er schon längst ein Opfer von Fressfeinden geworden.
      Menschlich gehe ich niemals an so eine Sache, weil ich dann diesen fisch ja garnicht erlösen könnte. Es ist ein Fisch, ein Tier und nichtmal annähernd menschlich.

      Wolfgang, sorry, aber man rechnet bestimmt nicht damit, wenn man sich einen Hund oder eine Katze zulegt, dass mal schnell 2000 Euro Behandlung auf einen zukommen können. Meine Eltern und ich hatten ca. 30 Jahre lang Hunde. Meine Eltern haben sogar gezüchtet. Ein einziges Mal kam eine Rechnung von über 1000 Euro zusammen. Und das war mein 17 Jahre alter Hund, den man wahrscheinlich damit nichtmal hätte retten können. Die Tierärztin hat mir nur gesagt, was möglich wäre und das die Chancen, dass der Hund das überlebt, sehr, sehr gering sind. Ich habe mich für das Einschläfern entschieden. Aber da kamen noch einige andere Fakten zusammen (unter anderem hat der Hund in der Dämmerung nicht mehr sehen können und war taub). Vielleicht hätte er noch leben können, wenn er die Operation überlebt hätte. Aber einen 17 Jährigen Hund unter Vollnarkose zu setzen ist auch nicht ohne. Hier spielt aber ganz klar der Kostenfaktor eine Rolle. Wer so tierlieb ist und sich nicht scheut sämtliches Geld in ein Tier zu pumpem, dem sei das überlassen. Wer sich dagegen entscheidet, dem sei es aber auch überlassen.

      Vor einigen Jahren waren noch garnicht soviele Tierärzte so direkt spezialisiert. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich als Jugendlicher mit meiner Schlange zu einem Tierarzt gegangen bin und der einen Schlangenzüchter kontaktieren musste, weil er keinerlei Ahnung von den Tieren hatte. Ebenso muss man ja auch deutlich sagen, gibt es durchaus Hunde, die rein aus wirtschaftlichen Gründen gebraucht werden. Und hier lohnt es sich nicht einige tausend Euro in eine Behandlung zu stecken. Da kann man jetzt aufschreien und jammern, ändert aber nichts an der wirtschaftlichen Lage. Wenn ein Hirtenhund sein Alter erreicht hat und kränkelt, dann wird da nicht mehr viel gemacht. Für mich ist dann ein würdiger Tot eine Vorraussetzung, aber nicht, dass der Hirte tausende von Euros in das Tier pumpt.

      Manchmal erschreckt es mich, mit welcher moralischen Vorstellung einige Menschen in die Tierhaltung gehen und diese moralischen Vorstellungen andere auferzwingen wollen. Früher wurde kein einziges Tier gehalten, ausser es hatte einen Nutzen. Heute gönnen wir uns den Luxus Tiere rein aus Freude und Spass zu halten. Wenn jemand den Kostenfaktor da mit einbezieht und ganz klar sagt, bei einer zu hohen Rechnung lass ich das Tier lieber einschläfern, so ist das durchaus völlig legitim, finde ich. Denn wenn wir schon einen auf moralisch machen wollen, dann sollte man gleich die Finger von Tieren in der Gefangenschaft lassen.

      Gruss
      Sascha
    • Hallo!

      ***Aber lassen wir beide dieses Thema ruhen, ich komme mit Deiner Ansicht nicht zurecht und Du nicht mit meiner.***

      Ich finde eure Ansichten gar nicht so sehr unterschiedlich, es drückt nur jeder etwas anders aus.
      Wenn ich es überspitzt formulieren darf, würde ich gern Tier und Mensch auf ein und dieselbe Stufe stellen, das wäre doch was. Tiere bekämen mehr Respekt und gesetzlichen Schutz, Menschen am Ende vielleicht eher die Erlösung.
      Aber klar, so einfach ist es natürlich mal wieder nicht. Und ja, ich habe diese Entscheidung auch immer sehr gefürchtet und gehasst, wenn es bei einem meiner Tiere fällig war.
      Ich habe Fische erlöst, wenn ich meinte, es wäre der richtige Zeitpunkt, ich habe einem Hamster eine Krebs-OP von damals 300 DM gegönnt, weil ich meinte, es wäre die richtige Entscheidung (und er ist zum Dank hamsterutopische viereinhalb Jahre alt geworden) etc. etc.
      Aber das ist ja alles gar nicht so sehr die Frage, denn ich weiß ja nie, ob meine Entscheidung die Richtige ist. Ich konnte den Hamster nicht fragen, ob er sich so sehr wohl gefühlt hat, ich weiß nicht, was mein Hund gedacht hat, als ich ihn wochenlang am Tropf versorgt habe, hab ich zu lange gekämpft, hab ich zu früh losgelassen?
      Insofern kann ich gut verstehen, wenn man sich darüber den Kopf zerbricht, aber depressiv sollte man darüber nicht werden. Jeder entscheidet so gut er kann, davon gehe ich einfach mal aus, und ansonsten kann niemand feststellen, was nun wirklich richtig war oder noch richtiger gewesen wäre.