Aquarium kühlen


    • DennisAbt
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    • Aquarium kühlen

      Hallo zusammen,

      mein Aquarium ist jetzt in den Sommermonaten bei der Hitze leider ziemlich warm geworden. Deshalb wollte ich es einfach mal ein wenig abkühlen (denke das hat nur Vorteile). Auf der Suche nach Informationen bin ich auf diesen Artikel hier gestoßen: xxxxxxxxx/wie-aquarium-kuehlen/
      Leider hat mir der echt wenig gebracht. Gibt es da eventuell entsprechende Technik womit ich eine Abkühlung erreichen kann, oder was könnt ihr empfehlen?

      Grüße Dennis
    • HiHi Dennis

      Kenne das Problem gut! Meine Maßnahmen sind
      • Radikale Wasserwechsel mit kühlem Leitungswasser. 70 Prozent. Geht eben nur in Becken mit nicht-aufbereitetem Wasser.
      • Kühl-Akkus: ja, die Blauen. Dafür ist in der Gefriertruhe ein eigenes Fach reserviert. (Und: das muss man als Aquarianer auch aktiv gegen jedwede Angriffe verteidigen können!)
      • Ventilatoren. Eine Lüfter-Batterie schräg über die Wasseroberfläche. Bringt erstaunlich viel. Ist nur höllisch laut. Und man muss täglich das verdunstete Wasser ausgleichen, am Besten mit Osmose-Wasser.
      Das Ärgerliche bei all dem ist, Du musst halt zuhause sein. Urlaub oder so wäre bei einer echten Hitzeperiode ganz schlecht.

      Viel Glück,
      Stefan
    • Hallo Dennis,

      wie groß ist Dein Aquarium?
      Wie hoch ist die "normale" Temperatur?
      Wie hoch ist die Temperatur bei großer Hitze?
      Was für ein Besatz ist im Becken?

      So kannst Du auch ein Aquarium kühlen:

      - Futterluken öffnen

      - Beleuchtung ausschalten

      - Cola PET Flasche nehmen > Wasser rein > ab ins Eisfach > danach ins Aquarium

      - JBL Cooler ( gibt es für verschiedene Aquariengrößen)

      Vorsicht bei zu kalten Wasserwechseln, ein zu großer Temperaturunterschied würde ich vermeiden.
      Gruß Wolfgang
      ______________________________

      *Wenn ich Dir jetzt Recht gebe, liegen wir beide falsch.*
    • Jepp, Wolfgang, wir Pfälzer sind halt Hitzesprezialisten. Dass bei uns in den Gärten Wein, Bananen und Kiwis wachsen, hat eben seinen Preis...

      Es gibt ja noch eine Reihe weiterer Maßnahmen. Ich habe gerne kleine technikfreie Becken. Die Nanos stehen dann auch in Südseite auf dem Fensterbrett. Das sind die echten Sorgenkinder. Da ist Maßnahme 1 erstmal: direkte Sonneneinstrahlung zu unterbinden. Pappkartons zwischen Fensterscheibe und Becken helfen schon viel. Ganz zur Not: Genügend Wasser ablassen, dann die Teile ins Kühle stellen... Ist bei einem 10er oder 20er Nano ja gut machbar. (Stichwort Nano sagt auch, warum ich lieber mit Kühl-Akkus arbeite als mit großen Wasserflaschen...)

      Wasserwechsel: ja, man sollte die schon langsam machen. Da hast Du mt Deiner Warnung schon Recht. Aber der Wärmepuffer eines Aquariums mit Scheiben, Bodengrund etc. ist schon enorm. Wenn die Brühe erst mal um die 30 Grad steht, dann wärmt sich auch das Wechselwasser sehr schnell wieder auf. Sicherlich: Extreme Pienzen sollte man keine im Becken haben. (Besatz!) Sehen wir das mal als schnelle Notmaßnahme.

      Licht an oder aus? Ich habe mich mittlerweile bei den beleuchteten Becken entschieden, das Licht anzulassen. Meine Überlegung: Hohe Wassertemperaturen haben ja zwei Auswirkungen. Die Gefahr des direkten Hitzekollaps, aber auch Sauerstoffmangel. Denn darf man nicht unterschätzen. Die O2-Lösungskapazität von Wasser nimmt mit steigenden Temperaturen enorm ab. Ich meine deshalb, dass es besser ist, den Pflanzen ihre Fotosynthese zu lassen. Lieber führe ich die anfallende Lampenwärme mit Ventillatoren ab. (Ein ganz guter O2-Indikator sind übrigends Corydoras-Welse. Solange die nicht anfangen ihren Hintern ins Freie zu strecken...)

      Ansonsten: Der schwächste Faktor - wie so oft in der Aquaristik! - ist der Mensch. Ich bemerke immer bei mir: Wenn die Hitzeperiode über eine Woche und länger läuft, dann sinkt mein Aktivitäts-Level! (Bei uns: Auch die nächsten Tage: Regenwahrscheinlichkeit = 0. Erst Mittwoch oder Donnerstag nächster Woche ist Regen und Abkühlung von 30 Grad auf 22 prognostiziert... ) Auch deshalb sind Ventillatoren Gold wert! Funktionieren richtig gut - und man muss kaum etwas tun.

      Nur: Die günstig in China zu bestellen, dazu ist es jetzt wohl zu spät!,
      grinzt
      Stefan
    • - Vorredner: alle Gut!

      Betrachten wir diese Seite aus biologischer, wassertechnischer und technischer Sicht:

      Biologisch - Tiere:
      wenn deine Fische an ihre Grenzwerte kommen, heißt das NUR, dass sie ihrer Aktivitäten reduzieren. Für eine Weile halten alle Fische auch höhere Temperaturen aus. Aber was ist "eine Weile"? Nun: 48 - 56 Stunden. Allerdings haben sie einen erhöhten Sauerstoffbedarf. Ein Durchlüfter ist also eine gute Hilfe.

      Biologisch - Pflanzen:
      Pflanzen sind in der Regel unempfindlich. Ist es ihnen zu warm, stellen sie ihre Photosyntese ein. Das heißt, ihr CO2-Verbrauch sinkt auf Null. Also CO2 abstellen. Und auch hier hilft ein Luftstein.

      Wassertechnisch:
      je wärmer, desso weniger O2 kann das Wasser aufnehmen. Also gut durchlüften -> Luftstein
      je wärmer, desso mehr Wasser kann verdunsten. Also die Abdeckung abnehmen (Vorsicht! Springende Fische!) oder großzügig öffnen. Hilfslampen für die Pflanzen!
      - Wasser nachfüllen nicht vergessen, es können ganz schöne Mengen verdampfen!

      Technisch:
      Luftbewegung erhöht die Verdunstung, höhere Verdunstung kühlt das Wasser - ein kleiner Ventilator hilft enorm. Ein kleines Gerät, zum Beispiel für PC, reicht völlig aus. Es geht hier um die Luftbewegung, nicht um die Stärke derselben.
      Lampen (auch LED) bringen viel Wärme ins Becken. Abschalten - besser: reduzieren. Abstand erhöhen

      Was bringt die meiste Wärme ins Becken?
      - Umgebung (Nachts gut durchlüften, am besten am Morgen)
      - Beleuchtung (Abstand erhöhen oder reduzieren)
      - FilterPumpen (da läßt sich nichts machen, außer, einen Außenfilter in eine Schale mit Wasser stellen und einen Lüfter davor ;-))
      der Heizer sollte natürlich längst abgeschalten sein

      Wenn es uns zu warm wird, haben wir Klimaanlagen. Sind teuer, fressen irre Strom - aber nützlich. Soetwas gibt es auch für das Aqua. Leider mit den selben Nachteilen und daher nur bei sehr seltenen, teuren Tieren zu empfehlen.
      Selberbau: ein paar Meter Schlauch, eine kleine Pumpe und ein Gittergestell, Handtuch und Schale. Ventilator bzw. Lüfter.
      Pumpe in die Schlauchleitung schalten, einen Teil der Leitung um das Gitter wickeln und in ein Handtuch wickeln. Gitter in die Schale stellen, Schale mit Wasser füllen. Lüfter davor. Schlauchenden ins Aqua - sicher befestigen. Pumpe an - Lüfter an. Bringt zw. 3-8 Grad unter Raumtemperatur. Aber die Luftfeuchtigkeit steigt rasch an! Lüften des Raumes ist also Pflicht.

      Ich habe selbst in einer Dach-Wohnung gewohnt. 35 Grad waren da keine Seltenheit. Meine Fische habe ich mittel Öffnen des Aqua und mittels eines Lüfters auf 30 Grad gehalten. Und Nachts, also nach Mitternacht, wurde alles geöffnet.
      mfg
      David Teichfloh

      ( ich weiß ja nix von Fischen ... )
    • JEPP,

      solange wir über Fische diskutieren... Zumindest die Arten aus den Tropen können da ne Menge ab. Kritischer sind Krebse und Garnelen. Also nicht alleine die heiklen CPOs, sondern auch bestimmte Farbschläge der N. davidi (nach meiner Erfahrung: blau, gelb - die Roten habe ich als robuster erlebt) und vor allem Bienengarnlen und Pintos. Die reduzieren ihre Aktiviäten - in Anspielung auf Davids Post oben - dann schnell auf Null. Fallen um - Exitus. Die rufen den Undertaker zum Teil schon bei 27 Grad...

      Das sind/waren bei mir die Problemtiere. Und wie immer: Zuerst trifft es die trächtigen Weibchen...

      Grüße,
      Stefan

      P.S. Wen es interessiert: hier sieht man eine ganz gute grafische Darstellung der Löslichkeit von Sauerstoff in Wasser, abhängig von der Temperatur: chemie-master.de/FrameHandler.….de/lex/begriffe/s23.html

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Prestutnik12 () aus folgendem Grund: P.S. angefügt