Junge Kardinalfische


    • MariaErna
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    • Junge Kardinalfische

      Hallo in die Runde!

      In einem anderen Thread beklagte ich mich kürzlich, dass meine Kardinäle so fortpflanzungsfaul sind. Bei der vorletzten Maßnahme diesbezüglich kam gerade mal _ein_ Junges raus. Diesmal hat sich das separierte Paar dann doch mal mehr ins Zeug gelegt und mindestens 10 Nachkommen hervorgebracht. BRAVO!
      Und nun möchte ich gerne was verstehen. Die Winzlinge schwimmen praktisch immer an zwei Stellen: An der Oberfläche, dort, wo es am hellsten und wärmsten ist, nämlich unter den beiden LED-Lampen. Diese Orte sind aber doch die gefährlichsten und nahrungsärmsten. Dort werden sie doch sofort von Fressfeinden entdeckt, die zwar in diesem Becken nicht mehr vorhanden sind, aber das können die Zwerge doch nicht wissen. Aber dass im Halb-und Ganzdunkel des Beckens jede Menge Pflanzen mit Einzellern drauf und drum rum sind, das müssten sie doch mitkriegen. Aber nee, sie wollen lieber hell. :crazy:
      Grüße aus Nürnberg

      Gisela



      ”Alles, was wir hören, ist eine Meinung - keine Tatsache.
      Alles, was wir sehen, ist eine Perspektive - keine Wahrheit.“

      Zitat: Weiß net.....aus'm Netz gefischt. :-)
    • HiHi Gisela

      Das nenne ich mal eine interessante Fragestellung! Warum sind einige Wasserbewohner in bestimmten Lebensphasen photoaktiv? Wo sie doch dabei in besonderem Maße Fressfeinden ausgesetzt sind.

      Vermutlich, weil dieser Raum der Grenzschicht zwischen Luft und Wasser gewisse Vorteile bietet, die andere Nachteile ausgleichen. Wärme und natürlich auch das reichhaltige Nahrungsangebot dieser Grenzschicht in Bezug auf Kleinlebewesen. Dieser Übergangsbereich ist eine biologisch sehr reichhaltige Schicht mit einem enormen Nahrungsangebot an unterschiedlichen Lebewesen. Ab einem bestimmten Entwicklungsgrad, wenn das "Kleinzeugs" oben nicht mehr attraktiv ist, verlassen die Tiere diesen Bereich ja auch wieder.

      Wir müssen einfach in solchen Fragen von unserer menschlichen Evolution abstrahieren. Bei der Vermehrung von r-Strategen ohne Brutpflege ist die Gelegegröße von vornherein auf große Verluste ausgelegt. Es fällt uns Menschen – wir sind eben extrem brutpflegende K-Strategen - halt nur sehr schwer, das einfach als „natürlich“ oder "sinnvoll" zu akzeptieren!

      Das wäre so mein Erklärungsansatz. Aber: Freu' Dich erstmal über den Nachwuchs...

      Grüße,
      Stefan
    • Moin
      Nur nebenher, Kardinalfische und auch Zebras lassen sich in sehr Salzarmen Wasser - so um 140 - 100 uS/cm vermehren wie Guppys im Normalwasser. Bei solchen Werten wimmelt es nur so von Jungfischen. Ich mach das meistens im Sommer wo ich ohne Heizung auskomme im kleinen 20 Liter Becken wo sich der Leitwert leicht aufrecht halten läßt. Aber vorsicht, man hat schnell mehr als einem lieb ist. Ich habe im Moment das Problem mit Guppys von denen ich nur mal fünf zur Pflege hatte - und nun habe ich den Salat.

      Allfred
      Alle sagten das geht nicht! Da kam einer der wußte das nicht und hat es einfach gemacht.
    • Hallo Gisela,

      Glückwunsch! Toll, dass deine Kardinäle endlich mal etwas produktiver geworden sind :top:
      Ich kann nur beisteuern, dass sich die Jungfische bei mir auch immer so verhalten haben. Über das Warum hab ich da nie nachgedacht. Aber Stefan's Theorie bzgl den Kleinstlebewesen in der Luft-Wasser-Grenzschicht find ich gut möglich. Alle Tierchen, die wir mit bloßen Auge erkennen können, sind für diese Fische in der allerersten Lebensphase viell. immer noch zu groß.

      Viele Grüße, Kati
    • Ah, das war also eine falsche Annahme, dass in diesen hellen Bereichen weniger Einzeller zugegen sind. Ich weiß nicht, warum ich davon ausgegangen bin, dass dieses Getier eher lichtscheu ist. Und, Alfred, mit salzarm meinst du weiches Wasser, nicht? Nun, das ist ja gerade der Grund, weswegen ich Kardinäle halte. Weil die mittelhartes Wasser, wie es bei mir aus der Leitung kommt, abkönnen oder sogar brauchen(?). Und, ja, du hast Recht, mir reichen die zehn allemal. Aber warum vermehren sich die Kardinäle, die im harten Wasser leben, dann besonders gut, wenn das Wasser weicher ist? Wartet mal, ich weiß es! Weil die eigentlich lieber weiches Wasser wollen, aber hartes macht ihnen nichts aus?
      Grüße aus Nürnberg

      Gisela



      ”Alles, was wir hören, ist eine Meinung - keine Tatsache.
      Alles, was wir sehen, ist eine Perspektive - keine Wahrheit.“

      Zitat: Weiß net.....aus'm Netz gefischt. :-)
    • Ach, Gisela, das alles hättest Du auch selber in der Ersten Hymne an die Nacht bei Novalis nachlesen können... Da wird die Sache mit dem Licht und den Pflanzen und den Tieren doch lang und breit und explizit erklärt.


      Welcher Lebendige,
      Sinnbegabte,
      Liebt nicht vor allen
      Wundererscheinungen
      Des verbreiteten Raums um ihn
      Das allerfreuliche Licht –
      Mit seinen Stralen u[nd] Wogen
      Seinen Farben,
      Seiner milden Allgegenwart
      Im Tage.
      Wie des Lebens
      Innerste Seele
      Atmet es die Riesenwelt
      Der rastlosen Gestirne
      Die in seinem blauen Meere schwimmen,
      Atmet es der funkelnde Stein,
      Die ruhige Pflanze
      Und der Tiere
      Vielgestaltete,
      Immerbewegte Kraft –
    • Hast ja Recht, Stefan!

      Ich selber bin ja auch alles andere als lichtscheu. So heiß und schwül kann es gar nicht werden in meinen beiden Lieblingsmonaten, dem lichtsatten Juni und Juli, als dass ich diese langen glänzenden Sommertage nicht genießen könnte. Also sollen meine Fischkinder sich weiter tummeln unter der gleißenden LED-Sonne. :tanz:
      Grüße aus Nürnberg

      Gisela



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      Alles, was wir sehen, ist eine Perspektive - keine Wahrheit.“

      Zitat: Weiß net.....aus'm Netz gefischt. :-)
    • Nee, das mit der Vermehrung hat andere Gründe wie auch bei den meisten anderen Arten. Die erwachsenen Fische können so zimlich alle Härtegrade ab und habens oft auch gern etwas härter, die Eier und noch viel mehr die Spermien sind aber auf enge Bereiche angewiesen, nun ist halt Osmose. Mal schrumpfen die Eier zusammen - oder sie platzen halt. Bei den Spermien die nunmal gar keine Schale haben ists noch viel schlimmer. Neons brauchen fast zwanzig mS/cm, das bekommen nur Könner hin zumal das kaum noch Infusorien überleben.

      Alfred
      Alle sagten das geht nicht! Da kam einer der wußte das nicht und hat es einfach gemacht.
    • Nachdem ich kürzlich wohl etwas zu früh......wie blöd kammer denn sein?..... die jungen Kardinäle zu den alten gesetzt habe, haben einige davon wohl als Lebenfutter herhalten müssen. Also setzte ich ein Paar nochmal separat und nu hab ich den Salat. Es zucken jetzt an die 30 Stück durchs Becken. Waaah, wie soll ich die alle satt kriegen? ALFRED!! Du bist schuld. :stocher: Duuu hast geschrieben, dass in hartem Wasser nicht viele schlüpfen werden. Du bist jetzt unterhaltspflichtig!! :teufel:
      Grüße aus Nürnberg

      Gisela



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      Zitat: Weiß net.....aus'm Netz gefischt. :-)
    • Ach mach dir nichts draus, sei froh dases keine Ancistrus sind denn das wäre dann ein Problem.

      Alfred

      Upps. Habe gerade gelesen das ich vorher bei Neons 20mS/cm angegeben habe müssen natürlich uS/cm sein sonst könnte man ja gleich Nudelwasser nehmen.
      Alle sagten das geht nicht! Da kam einer der wußte das nicht und hat es einfach gemacht.
    • Du hättest genauso gut 173oP/cm schreiben können. zumindest _mir_ wäre das nicht aufgefallen. :grinz: Oder was glaubst du, warum ich ausgerechnet Kardinäle halte? Die Fische für Doofe! :tanz:
      Grüße aus Nürnberg

      Gisela



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      Zitat: Weiß net.....aus'm Netz gefischt. :-)

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    • Ich habe mal diesen alten Faden ausgebuddelt.

      Meine jungen Kardinäle sind ja nun mittlerweile ein halbes Jahr alt und müssten doch längst ausgewachsen sein, oder? Sind sie aber nicht. Von der Länge her sind sie gerade mal zwei Drittel so lang, wie die Alten und höchstens halb so füllig. Sie leben getrennt von den Alten, damit ich sie regelmäßig und etwas häufiger füttern kann, ohne die Alten zu überfüttern. Die müssen regelmäßig fasten. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass sich da nix mehr tut, mit größer werden. Was könnte dafür der Grund sein?
      Grüße aus Nürnberg

      Gisela



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      Zitat: Weiß net.....aus'm Netz gefischt. :-)
    • Nachdem sie so schlecht gediehen, habe ich sie vom 110er ins 54er gesetzt. Sie bekommen Söll-Flakes und öfter getrocknete Tubifex und ähnliches, wie die Alten.
      Grüße aus Nürnberg

      Gisela



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      Zitat: Weiß net.....aus'm Netz gefischt. :-)
    • Also mit Artemiazüchten hab ich es jetzt net so. Im kleinen Becken sind sie auch erst seit vier Wochen. Als sie noch ganz winzig waren und eine potenzielle Beute für die Alten, waren sie da schon mal drin. Aber später setzte ich sie ins große Becken um. Und überhaupt, ich dachte immer, dass es ein Mythos ist, dass sich Fische größenmäßig ans Becken anpassen.

      Schadet es denn den Tieren, wenn sie klein bleiben? Mich selber stört es nicht wirklich. Ich mag kleine Fischlein.
      Grüße aus Nürnberg

      Gisela



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      Zitat: Weiß net.....aus'm Netz gefischt. :-)