L181 oder L183


    • gstar
    • 229 Aufrufe 7 Antworten

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    • L181 oder L183

      Hi alle zusammen,

      Ein Kollege will sich L181 oder L183 (was halt zu bekommen ist, sind ja sehr sehr ähnlich). Da er aber noch ein oder zwei normale Ancistrus sp. im Becken hat, stellt sich die Frage ob die Vergesellschaftung möglich ist. Könnten diese sich eventuell kreuzen? Wäre ja schade um diese tolle Art.
    • Moin Patrick.


      gstar schrieb:

      Könnten diese sich eventuell kreuzen?
      Einfachste Antwort: Ja.
      Und sie werden es auch tun wenn alles andere passt.

      Wobei ich persönlich nichts gegen Hybriden habe und ja selbst welche züchte. Allerdings sollte man sowas dann nicht dem Zufall überlassen, sondern schon etwas Planung einfliessen lassen. So würde ich z.B. meine A. sp. Rio Paraguay nie mit meinen A. sp. L144 kreuzen.

      Gruss,
      Martin
      Grau ist alle Theorie - entscheidend is auf`m Platz.
    • Moin.

      Ich möchte zu dem verlinkten Artikel gerne ein paar Worte verlieren.

      Zunächst einige einleitende Worte: Ich habe und werde keine Lanze FÜR die Hybridisierung brechen. Ich habe dazu zwar eine eigene Ansicht, überlasse es aber jedem selbst, ob er pro oder contra oder wurscht zu diesem Thema steht. Dies habe ich immer so und seit vielen, inzwischen, Jahrzehnten gehalten. Auch möchte ich klarstellen, dass ich Qualzuchten, wie die gezeigten Schleier, ablehne und Züchtungen, die lediglich den Geldbeutel des Züchters füllen sollen ebenso.

      Ich habe zu diesem Thema bereits Mitte/Ende der 80er bis in die späteren 90er Diskussionen geführt und die Art der Diskussionsführung hat mich 2003 oder 2004 bereits dazu veranlasst, mich vollständig aus der Szene zurückzuziehen. Keine Treffen mehr, keine Stammtische mehr, keine Foren mehr, keine Neuvorstellungen mehr.
      Warum? Es wird leider häufig, bisweilen ständig, den Hybridzüchtern per se unlauteres Handeln und Verantwortungslosigkeit unterstellt. Dies ist falsch! Es ist unbestritten, dass es schwarze Schafe gibt, aber die gibt es überall - auch bei den Verfechtern der reinen Lehre. (Nein, ich werde jetzt nicht mit L46 anfangen.) Wenn man aber genau diese Leute damit konfrontiert, dass dauerhafte und unkontrollierte extreme Inzucht oder Importe von WF, bei denen möglicherweise 70-80% der Tiere den Transport nicht überleben oder gar in ihrem natürlichen Lebensraum nahezu ausgerottet sind, auch nicht der Weisheit letzter Schluß sein können, ist man ganz fix unten durch. Insbesondere bei den beiden letztgenannten Punkten können Hybriden durchaus eine Lücke füllen, wenn sie als Mittel mit Augenmaß und Sachverstand gehandelt werden. Außerdem macht die heute, selbst ohne die Hybriden, angebotene Artenvielfalt solche Dinge auch gar nicht notwendig. Wird aber trotzdem gemacht und mit schulterzucken zur Kenntnis genommen oder gar mit irgendwelchen hohlen Floskeln unter Verweis auf Artenschutz durch Zuchtversuche gerechtfertigt.


      Elko, als Verfasser dieses Artikels - ich schätze Deinen Sachverstand wirklich und aufrichtig und auch Deine Standpunkte sind klar und verständlich. Vielleicht ist es aber an der Zeit, einige Punkte (und insbesondere Pauschalisierungen) neu zu denken und zu überarbeiten. Wäre es nicht sinnvoller irgendwann einmal alte Vorurteile und dieses "aufeinander herunterschauen" über Bord zu werfen? Denn auch die Hybridzüchter haben inzwischen klar bewiesen, wozu sie fähig sind und haben gewisse Erfahrungen, die allen nutzen könnten. Es gibt bis heute keine, mir bekannten, erkennbaren funktionstüchtigen Ansätze eines zentralen Züchterregisters kontrollierter Nachzuchten in Vereinsform, wie ich es bereits 1991 mal in kleiner Runde vorgeschlagen habe. (der Verwaltungsaufwand (sic!)) Sowas geht bei Kühen, Hunden, Katzen, Tauben und sogar Hamstern. So könnte man geneigten Aquarianern zumindest eine Anlaufstelle bieten und hätte eine gewisse Kontrolle über diesen Teil der Zucht. Man kann nicht die Zucht von Katzen eins zu eins auf seltene L-Welse übertragen - das ist mir natürlich auch klar. Wir haben aber heute die technischen Möglichkeiten (Computer, Gentest etc.) etwas möglich zu machen. Aber der letzte Absatz nur am Rande...


      So in rage, glatt vergessen:

      Viele Grüße,
      Martin :grinz:
      Grau ist alle Theorie - entscheidend is auf`m Platz.
    • Hi,

      ... bei sicherlich weit mehr als 2.000 Harnischwelsarten muss man die nicht auch noch kreuzen ,
      ... die Ausfallquoten während des Transports sind entsprechend meinen Informationen von Großhändlern gerade bei Harnischwelsen sehr gering ,
      ... das Aussterben von Harnischwelsen in der Natur darf man mit gutem Gewissen natürlichen und unnatürlichen Veränderungen in den Habitaten zuschreiben (z.B. Belo Monte, illegales Goldschürfen, ...)
      ... mein Standpunkt :grinz:

      Es gibt schon funktionierende Zuchtregister bei Fischen. Ich denke da zum Beispiel an das Paro-Projekt.
      Vor knapp 10 Jahren hat man das auch bei Harnischwelsarten, die aus Brasilien nicht mehr exportiert werden durften, versucht. Leider waren in dem Projekt zu wenig selbstlose Idealisten und ohne diese läuft solches nicht wirklich.

      Ich werde wie gewohnt meine Meinung sagen/schreiben, aber diese nie jemanden eintrichtern.
      Genau so akzeptiere ich andere Meinungen, mach sie mir aber nicht unbedingt zu eigen.
      Nach meinen Erfahrungen: DIE Wahrheit gibt es nicht.


      Viele Grüße
      Elko
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        Duras