Kleiner Algenfressser, große Wirkung


    • AquaLala
    • 795 Aufrufe 31 Antworten

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Kleiner Algenfressser, große Wirkung

      Hallo liebe Forengemeinschaft,

      ich beschäftige mich gerade damit, welche Fische für ein eher kleineres Aquarium geeignet sind, dennoch Algen von Pflanzen fressen. Da ich sehr gute Erfahrungen mit dem „Netz-Pinselalgenfresser (Crossocheilus reticulatus) gemacht habe, dieser aber mit 12cm zu groß für mein Becken ist, erbitte ich eure Hilfe.

      Fische sollten bis zu 6 cm Größe haben.
      Algen von Pflanzen fressen.

      Ich bitte um eure Erfahrungen, am besten mit Algenart, die gefressen wird.

      Zum Anfang vielleicht folgende, bereits gefundene Fische:

      Otocinclus Vittatus - bis 6 cm, frisst junge Pinselalgen, junge Fadenalgen (in welchem Maße?)
      Otocinclus Vestitus - bis 4 cm, s.o.?

      Vielen Dank für eure Mithilfe.

      Viele Grüße
      Patrick
      Alle sagten immer „Das geht nicht!“.
      Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s einfach gemacht.

      Mit dem Unmöglichen verhält es sich wie mit dem Unkraut.
    • Hallo Patrick,

      bei mir waren Otocinclus und Amanogarnelen schon immer die erste Wahl für eine Putzer-Crew im Aquarium. Ein paar Napfschnecken mit dazu - und fertig.
      Der Pinselalgenfresser ist meiner Meinung nach nur als Jungtier an Algen interessiert. Später terrorisiert er dann den restlichen Besatz, da diese Tiere sehr ruppig werden.

      Wenn eine Algenplage schon mal da ist müssen andere Maßnahmen getroffen werden: Licht, Co² und Düngung optimieren und schnellwüchsige Pflanzen einsetzen. Denn soweit ich das beobachten konnte zeigen fast alle Algenfresser nur an ganz jungem Algenwuchs Interesse.


      Gruß Roland
    • Hallo Roland,

      vielen Dank für Deine Antwort.

      Ich hatte ja 2 Pinselalgenfresser für 2 Wochen im Becken und die haben sämtliche Algen gefressen,..außer (s.Foto im Anhang) braune etwas längere Algen an den Moosen.

      Doch diese werden systematisch von meinen Amanos abgeweidet. Was mich sehr freut.

      Welche Otos hast du deinem Becken und welche Algenarten, bis zu welchem Alter/welcher Länge fressen diese?

      Vielen Dank und
      viele Grüße
      Patrick
      Bilder
      • 5DC50116-C9D1-452D-A65F-E618FB16C077.jpeg

        1,55 MB, 2.633×1.688, 16 mal angesehen
      Alle sagten immer „Das geht nicht!“.
      Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s einfach gemacht.

      Mit dem Unmöglichen verhält es sich wie mit dem Unkraut.
    • Hallo Patrick,

      ich will da ganz ehrlich sein: Ich weiß es nicht! Es ist ein Mix aus drei verschiedenen Arten. Gekauft habe ich die meisten von ihnen als O.affinis, was aber wohl gar nicht stimmt. Schau Dir mal diese Seite an, hier wird sehr ausführlich über diese tollen Welse berichtet: remowiechert.de/otos.html

      Dort kannst Du auch nachlesen dass diese Welse Aufwuchsfresser sind, also mit bereits starkem Algenwuchs nicht viel anfangen können.

      Algenwuchs habe ich im Moment überhaupt keinen in meinem Aquarium, was einerseits sehr erfreulich ist, anderseits muss ich dafür mit Walnussblättern und Futtertabletten die Algen-Crew bei Laune halten :lach:

      Den besten Algenfresser hast Du mit den Amanos eh schon im Becken!


      Gruß Roland
    • Wobei ich mir recht sicher bin, das ich schon schnellwachsende Pflanzen drin habe (Aquarium s.Foto im Anhang).

      Die, die schnell wachsen:
      Griisebachs Schwertpflanze -links
      feinblättrige Rotala -davor

      Rotes Tausendblatt -mitte
      tannenwedelähnlicher Sumpffreund -rechts

      Und eigentlich wächst auch dir Ludwigie (wo ich immernoch nicht weiß ob’s eine Sternludwigie oder eine Rubinludwigie ist) -mitte
      Sowie die beiden Perlkrautarten (fein- & großblättriges) -links und -rechts,
      sowie der wendtsche Wasserkelch, schnell.

      Befürchte, das ich das Hornkraut nie wieder aus dem Becken bekomme. Dazu habe ich schon scheinbar das Javamoos ;D auch wenn’s nicht schnell wächst, ist es doch überall.
      Bilder
      • EBC7AFB4-448C-42B8-B599-B8BD0DC84719.jpeg

        1,49 MB, 3.183×1.526, 15 mal angesehen
      Alle sagten immer „Das geht nicht!“.
      Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s einfach gemacht.

      Mit dem Unmöglichen verhält es sich wie mit dem Unkraut.
    • Roland,

      nur ein kleiner Zwischenruf zu O. affinis.

      Streng genommen heißt die Spezies: Macrotocinclus affinis (Steindachner, 1877) Der Steindachner hätte sich klugerweise einen besseren Namen ausdenken sollen. Denn die Art wird sehr oft als Otocinclus affinis bezeichnet.

      Damit die Verwirrung komplett ist: „Affinis“, abgekürzt aff, ist in der Taxonomie allerdings auch die Bezeichnung für „verwandt“. Otocinclus aff. kann dann auch heißen: irgendwie aus dem Formenkreis der Verwandtschaft der Otos... Was dann ja stimmt. Ist halt blöd.

      Aber ich habe auch Otos schwimmen, von denen ich nicht weiß, was sie eigentlich sind... Der Händler wusste es natürlich auch nicht. „Kommen aber von einem Züchter aus der Pfalz...“

      Hier ist Remo Wiechert ein bisserl veraltet: Mittlerweile gibt es so einige Nachzuchten von Otos im Handel.

      Grüße,
      Stefan

      P.S. Patrick: Ja! Lieber Fußpilz als Javamoos! Ich habe meins jahrelang bekämpft. Es geht nicht weg. Und wenn es weg scheint, kommt es wieder!
    • AquaLala schrieb:




      Fische sollten bis zu 6 cm Größe haben.
      Algen von Pflanzen fressen.

      Ich bitte um eure Erfahrungen, am besten mit Algenart, die gefressen wird.

      Zum Anfang vielleicht folgende, bereits gefundene Fische:

      Otocinclus Vittatus - bis 6 cm, frisst junge Pinselalgen, junge Fadenalgen (in welchem Maße?)
      Otocinclus Vestitus - bis 4 cm, s.o.?
      Hallo Patrick,

      erstmal, Otocinclus fressen keine Algen.

      Otocinclus, egal welche Art, fressen lediglich Aufwuchs, der sich u.a. auch in dem Algenwuchs befindet, aber keine speziellen Algen.

      Du solltest das Algenproblem in Deinem Aquarium anders angehen, d.h. Fische nur zu einem bestimmten Zweck einsetzen ist der falsche Weg. Richtig wäre, nach der Ursache des Algenwuchs zu suchen.
      Gruß Wolfgang
      ___________________________

      Sollte...Hätte...Könnte...Würde... ---> MACHEN!
    • Hallo Wolfgang,

      dann gehen wir dem mal auf den Grund. Habe da mal was ausgearbeitet ;)

      Schnellwachsende Pflanzen: 4 (Rotala, Tausendblatt, Sumpffreund, Wasserfreund) + weitere. Wobei bei mir nur 1 langsam wächst - und das ist das kleine Fettblatt. (weitere s.o.)
      Licht: ~ 55 lm/l - benötige ich für die bodendeckenden Pflanzen. Eingestellt (im Schnitt) auf 50 Lm/l über 8,5 Stunden.
      CO2: ~ 20 mg/l - benötige ich für einen pH-Wert zwischen 6,7 - 6,9 (digital gemessen).
      Fe: 0,2 mg/l - ich erhöhe erst wieder auf 0,2 mg/l, wenn ich bei annähernd 0 bin.
      PO4: annähernd 0 mg/l
      NH3/NH4 annähernd 0 mg/l
      NO2: 0,025 mg/l
      NO3: 5 mg/l

      Mg/Ca - GH: 8,2 Grad.

      Meine Pflanzen wachsen, wie gesagt, gut.

      Bei Wasserwechsel:

      Mg (lt.Wasserwerke, im Jahresmittel): 10,5 mg/l
      Ca (lt.Wasserwerke, im Jahresmittel): 41,5 mg/l
      B (lt.Wasserwerke, im Jahresmittel): 0,05 mg/l
      K (lt.Wasserwerke, im Jahresmittel): 5,4 mg/l
      Fe (lt.Wasserwerke, im Jahresmittel): 0,01 mg/l
      Ni (lt.Wasserwerke, im Jahresmittel): 0,003 mg/l

      Bei Düngung maximal (mg/l):
      + K 0,06
      + Fe 0,02
      + Mg 0,12
      + B 0,0012
      Cu 0,004
      Mo 0,004
      Zn 0,004
      In 0,002
      Co 0,002
      I 0,00092

      Habe mich mit diesem Thema Pflanzenwachstum/-nährstoffe auch schon vor der Aquarienzeit beschäftigt (Bonsais, Kräuter usw.) und das etwas auf die Aquaristik angepasst:

      Makronährstoffe (höhere Mengen):
      Kalium (K) - in Dünger enthalten. Durch Wasserwechsel enthalten.
      Nitrat (NO3) - in Bodengrund, durch tierische Ausscheidungen, abgestorbene Pflanzenteile enthalten. Durch Wasserwechsel enthalten. Optimal: 10 mg/l
      Phosphat (P) - in Bodengrund, durch tierische Ausscheidungen, in Futterresten enthalten. Durch Wasserwechsel enthalten.; senken: mehr Pflanzen, phosphatarmes Fischfutter, Optimal: 0,1-0,2 mg/l
      Licht (Lm/l) - durch Technik enthalten.
      Kohlenstoff (C) - durch Technik enthalten. Optimal: 20-30 mg/l
      Sauerstoff (O) - durch Pflanzen enthalten. Durch Wasserwechsel enthalten (wenn Wasser geschüttet wird).
      Wasserstoff (H) - zur Algenbekämpfung: Wasserstoffperoxid
      Stickstoff (N) - durch Umwandlung Ammonium/Ammoniak zu Nitrit zu Nitrat enthalten.
      Schwefel (S) - Im Leitungswasser vorhanden, kann durch Teilwasserwechsel hinzugefügt werden. Mit Düngesalzen wie Kaliumsulfat, Magnesiumsulfat, Ammoniumsulfat und auch Gips (Calciumsulfat) gelangt Sulfat ins Aquarienwasser. Essenziell für die Chlorophyll-Bildung, den Photosynthese-Prozess, die Atmung, die Verwertung von Phosphor und anderen Nährstoffen.
      Calcium (Ca) - durch Wasserhärte (GH) im Wasser vorhanden. s.GH (bildet 2/3-3/4 des GH)
      Magnesium (Mg) - durch Wasserhärte (GH) im Wasser vorhanden. In Dünger enthalten. s.GH (bildet 1/3-1/4 des GH)

      Mikronährstoffe (geringe Mengen):
      Eisen (Fe) - in Dünger enthalten. Eisenausfällungen erfolgen innerhalb von Stunden bis Tagen.
      Chlor (Cl) - zu hohe Mengen können Blätter verätzen. Durch Biotopol (JBL) gebunden.
      Mangan (Mn) - durch Wasserwechsel enthalten. In Aquarien liegt bei pH-Werten über 8 nur noch das unwirksame Mn3+ vor, unter pH 5 dann je nach Redox-Eigenschaften sowohl Mn2+ als auch das nicht lösliche braune Mn4+(Braunstein). Die Bildung nichtlöslicher Manganverbindungen verläuft langsamer als die nichtlöslicher Eisenverbindungen. Es erfolgt immer zuerst die Enteisenung und dann die Entmanganung. Im neutralen pH-Bereich und ohne die Einwirkung von Katalysatoren verläuft die Bildung von unlöslichem Mangan sehr langsam. Zeiträume von mehreren Wochen sind mindestens erforderlich. Eisenausfällungen erfolgen innerhalb von Stunden bis Tagen. Im sauren Bereich (unter PH 6) ist die Reaktion vernachlässigbar langsam, zudem wäre das hier erforderliche Redoxpotential so hoch, daß es deshalb zu keinen Manganausfällungen kommt.
      Zink (Zn) - in Dünger enthalten.
      Kupfer (Cu) - in Dünger enthalten. Durch Wasserwechsel enthalten.
      Bor (B) - in Dünger enthalten. Durch Wasserwechsel enthalten.
      Molybdän (Mo) - in Dünger enthalten.
      Kobalt (Co) - in Dünger enthalten.
      Nickel (Ni) - zu hohe Konzentration führt zu Eisen- und Zinkmangel. Durch Wasserwechsel enthalten.

      Nützliche Elemente, z.B.
      Natrium (Na, als Na+-Kation) und Silicium (Si, als Kieselsäure H4SiO4)

      Hat jemand Erfahrungen mit Wasserstoffperoxid (H2O2) zur Algenbekämpfung?

      Kann natürlich auch sein, das mein Nitrat-Wert zu gering ist. Was sich mit einem Fischbesatz sicher ändern würde. Dennoch wachsen meine Pflanzen ja sehr gut (3 cm/4 Tage).

      Woran kann es (noch) liegen? :l

      PS: Ich würde mir niemals Tiere kaufen, damit sie für mich arbeiten o.ä. (Bin auch bei der o.g. Seite voll der Meinung des Autors). Nur denke ich, das ich algenverzehrenden Tieren in meinem Becken einen guten Lebensraum bieten kann. :grinz:

      Hat jemand Erfahrungswerte, welche Nährstoffe in Grünalgen vorhanden sind? :D

      Ich weiß nur das Astaxanhin, wie fast in jedem Gemüse enthalten ist.

      Vielen Dank und
      viele Grüße
      Patrick
      Alle sagten immer „Das geht nicht!“.
      Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s einfach gemacht.

      Mit dem Unmöglichen verhält es sich wie mit dem Unkraut.
    • okay. Selber recherchieren macht schlau:

      (wusste nicht das es heute scheinbar sogar einen Hype auf Grünalgen zum Verzehr von Menschen gibt)

      Grünalgen enthalten Kalzium, Magnesium, Kalium, Zink, Selen und Eisen in hohen Konzentrationen. Algen sind außerdem gute Quellen für die Vitamine A, C und E sowie für Niacin und Folsäure.

      Also würde ich den algenverzehrenden schon was gutes tun. :D
      Alle sagten immer „Das geht nicht!“.
      Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s einfach gemacht.

      Mit dem Unmöglichen verhält es sich wie mit dem Unkraut.
    • Moin Patrick,

      wie lange läuft dein Becken jetzt?

      Mal so ein Gedankengang von mir. Wie wäre es, wenn du die Beleuchtung vorerst auf 6 Std. laufen lassen würdest (ggfs. mit einer Mittagspause), Kalium anhebst auf 10 mg/l und Phosphat beim Wasserwechsel auf, na sagen wir mal, 1mg/l Stoßdüngen würdest. Co2 könntest du ggfs. noch bis auf 30 mg/l hochschrauben, falls noch keine Fische drin sind (den Schnecken und Garnelen tut das nix).

      Begründung des Gedankenganges:

      Dein Becken läuft noch nicht lange und du hast ein leichtes Nährstoffungleichgewicht im Becken - daher auch die Fusselalgen . Deine Pflanzen sind noch in der Eingewöhnungsphase, aber auf dem richtigen Weg. No3 und Po4 sollen das Pflanzenwachstum unterstützen und das Nährstoffungleichgewicht kompensieren. Die Beleuchtungsreduktion auf 6 Std. unterstützt die Pflanzen, weil sie nicht auf Teufel komm raus Masse aufbauen müssen und dadurch wiederum der Nährstoffhaushalt leichter ins Gleichgewicht kommen kann. Die Erhöhung des Co2 dient nicht nur zur Stabilisierung des PH Wertes, sondern ist auch für deine Pflanzen als Kohlenstoffquelle wichtig (wo viel Licht muss auch Baustoff für deine Pflanzen da sein).

      Könntest du mit meinem Gedankengang d'accord gehen? :pfeifen:

      PS: Den Algenverzehrern würdest du erstmal vielleicht erstmal was gutes tun, nach Beseitigung der Fusselalgen, müsstest du aber wieder zufüttern. :zwinker:
      Deine Meinung ist mir wichtig, jedoch gefällt mir meine besser. :prost: :chill:

      Liebe Grüße
      Martin :wein:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Wabenschilderwels ()

    • Hallo Martin,

      vielen Dank für die praxisnahe und leicht verständliche Antwort!

      Klar. Probieren kann ich es ja.

      Wieviel Kaiser-Natron oder reine Soda (in gestrichenen Esslöffeln) mache ich ins Wasser um ca.7mg/l zu erreichen? Kann ich da einfach 100 Liter Volumen nehmen, sagen, das wenn ich 70g Kaiser-Natron reinschütte, ca. 7mg/l Kalium mehr im Becken hätte? Heißt 14 gestrichene Esslöffel (wobei einer ca. 5g sind). 10g (2 gestrichene Esslöffel) erhöhen allerdings die KH um ca. 4 (von 3 auf 7 mit damaligem Test). Hätte danach also eine KH von 31. Sollte ich mir vielleicht lieber einen Kaliumdünger kaufen oder rechne ich gerade falsch?

      CO2 kann und muss ich dann sogar auf eine ziemlich hohe Dosis einstellen.

      Vielleicht mache ich das erst in 2 Wochen wieder, wenn ich aus dem Urlaub zurück bin und es sich bis dahin nicht gebessert hat. :grinz:

      Das Becken läuft seit 45 Tagen.

      Phosphat-Dünger (kannst du vielleicht empfehlen?) müsste ich mir höchstwahrscheinlich kaufen. Phosphatreiches Fischfutter reinzuschütten, würde sicher meine Garnelen vom abweiden ablenken. :D

      Im Anhang mal meine Beleuchtung. Kann die natürlich mit etwas Einstellung drosseln. Werde ich allerdings auch erst nach dem Urlaub schaffen.

      NO3 kann ich erhöhen, indem ich abgeschnittene Pflanzenteile im Becken belasse.

      Vielen Grüße
      Patrick
      Bilder
      • 08F868D9-DB9B-49F1-83EA-CB24A77A6404.jpeg

        1,93 MB, 1.983×2.046, 10 mal angesehen
      • 60A4B7D5-414C-495D-9E59-ADF065987238.jpeg

        1,4 MB, 1.681×1.966, 8 mal angesehen
      Alle sagten immer „Das geht nicht!“.
      Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s einfach gemacht.

      Mit dem Unmöglichen verhält es sich wie mit dem Unkraut.
    • Hallo,

      3gr. Kaisernatron erhöhen die KH um 1°dKH, dabei wird die GH nicht erhöht, auch eine Überdosierung ist nicht möglich, da Natriumbicarbonat einen PH Wert von 8,4 hat. Auf einen höheren Ph Wert als diesen, kannst du das Wasser also nicht bringen. Wenn du allerdings damit die erhöhte Co2 Zugabe kompensieren möchtest, na das wird nicht so recht funktionieren (siehe vorher geschriebenes) da Kotraproduktiv.

      Ich würde immer nur einen Parameter verändern wollen, entweder Co2 Erhöhung um den Pflanzen ausreichend Kohlenstoff für das Wachstum zur Verfügung zu stellen oder Po4 oder No3 hinzufügen. Lichtreduktion auf max. 60 % Beleuchtungsstärke und 6 Std. täglich, ist in meinen Augen gut für die Pflanzen und schlecht für die Algen.

      No3 durch Pflanzenreste...... Dir ist schon bewusst, das dies erst am Ende des Verwertungsprozess (Abbau durch bakterielle Oxidation des entstehenden Ammoniaks) den Pflanzen zur Verfügung steht? Das Nitrat-Ion ist die Endstufe der Nitrifikation und während des Abbauprozess, wird deine Flora und Fauna (sprich deine guten Bakterien) nicht gerade im unerheblichen Mass belastet, was wiederum zur Algenexplosion führen könnte. Also lieber sein lassen und einen Nitrat Dünger holen.

      Phophat und Nitrat Dünger....ja kann ich empfehlen. Klick einfach auf No3 und Po4. Der empfohlende Nitratdünger bringt dir auch gleichzeitig Kalium mit ins Becken. Wenn du das nicht möchtest, dann nimm diesen hier.
      Deine Meinung ist mir wichtig, jedoch gefällt mir meine besser. :prost: :chill:

      Liebe Grüße
      Martin :wein:
    • Ach ja Patrick,

      hatte ich vorhin vergessen, ein wenig Lektüre für dich, da du ja erwähnt hattest:


      AquaLala schrieb:

      Habe mich mit diesem Thema Pflanzenwachstum/-nährstoffe auch schon vor der Aquarienzeit beschäftigt (Bonsais, Kräuter usw.) und das etwas auf die Aquaristik angepasst:

      Das anpassen funktioniert ja nur im weitesten Sinne, da die biologischen Prozesse im / unter Wasser doch etwas anders ablaufen.

      Der Link beinhaltet auch jede Menge Werbung und du müsstest dir das entsprechende, aus den einzelnen Kategorien heraus suchen. Klick mich bitte, Danke.
      Deine Meinung ist mir wichtig, jedoch gefällt mir meine besser. :prost: :chill:

      Liebe Grüße
      Martin :wein:
    • Vielen Dank für die Info.

      Die Beleuchtungsdauer werde ich minimieren zum Anfang, wenn ich zurück bin. Und schauen wie es sich verhält. Brauche auch kein so schnelles Wachstum und sitze ja nun auch nicht den ganzen Tag vorm Becken.

      Ich meinte nur, das wenn ich CO2 höher drehe, sinkt automatisch der pH-Wert. Da ich einen Druckminderer dran habe, der bis zu 3 bar einspeisen kann, könnte das in einen schlimmen Bereich fallen. Dagegen würde das Kaiser-Natron oder reine Soda Abhilfe schaffen.

      Ich habe ganz am Anfang einmal etwas doll aufgedreht, bevor ich Tiere drin hatte, und das auch nur ein paar Sekunden, um zu sehen wie sich der Inline-Atomizer macht, dann hatte ich ganz schnell eine neue pH-wert von 5,3.

      Ich glaube das nehmen mir die Garnelen dann doch etwas übel.

      Erstmal schauen wie es aussieht, wenn ich zurück bin. *gespannt*
      Alle sagten immer „Das geht nicht!“.
      Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s einfach gemacht.

      Mit dem Unmöglichen verhält es sich wie mit dem Unkraut.
    • Hi Patrick,

      lasse es einfach langsam angehen. Co2 höher drehen, heisst ja nicht voll aufreißen. Pöapö und der Wert wird langsam steigen. :zwinker:

      Allerdings für den Fall der Fälle, kannst du dir ja das Kaiser Natron auf Lager legen und wenn du es nicht brauchen solltest, wird es halt in der Küche verwertet. Aahhh Küche..... Pottasche kannst du auch als Dünger verwenden, oder halt für die Weihnachtsbäckerei. :lach:

      So ich geh jetzt :sleep: .
      Deine Meinung ist mir wichtig, jedoch gefällt mir meine besser. :prost: :chill:

      Liebe Grüße
      Martin :wein:
    • Vielen Dank noch. Habe halt beides zuhause (Natriumcarbonat (reine Soda) und Natriumhydrogencarbona (Kaiser-Natron)) mit welchem der beiden Stoffe mache ich das am besten?

      Habe mal gelesen, das man den pH-Wert mit einem besser und die KH mit dem anderen besser beeinflussen kann.

      Auf die beiden Produkte für NO3 und PO4 Erhöhung werde ich zurückkommen, wen es nach dem Urlaub arg schlimm ist.

      Ich kann mir gut vorstellen, das es wirklich am fehlenden Phosphat liegt. (TröpfchenTest zeigt 0) Dachte schon der Test ist kaputt :D

      Bin nämlich auch erstmal recht froh, das ich CO2 mit KH so eingestellt bekommen habe, das mein pH-Wert zwischen Ausströmer (CO2) und Ansaugung sich zwischen 6,7 und 6,9 befindet.
      Alle sagten immer „Das geht nicht!“.
      Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s einfach gemacht.

      Mit dem Unmöglichen verhält es sich wie mit dem Unkraut.
    • Hallo die Buben

      Bei aller Begeisterung: Es sind - so ich mich recht erinnere - Bienengarnelen in dem Becken. Ausgerechnet diese Pienzen! Jede abrupte Änderung des Wassers - sei es bei den Härten oder dem Ph-Wert - kann die zum Abstürzen bringen. Patrick, agiere ganz langsam und vorsichtig. Zumindest, wenn Du die Bienen behalten willst...

      Stefan
    • Hallo Stefan,

      du erinnerst dich richtig. Und ich muss sagen, das ich seit ich die Bienengarnelen habe (5 vor einem Monat, weitere 5 seit 2 Wochen) bereits 13 ! Jungtiere (4-6mm) und 3 neu-trächtige (seit einer Woche) im Becken habe. Es geht also auch - bis jetzt - ohne die Neo-Caridina.

      Ich habe mir das auch nochmal genauer angesehen und mich mit Aufwuchs beschäftigt und glaube, das es gar keine Algen sind, die ich im Becken habe.

      Fotos s.Anhang.

      Oder sehe ich das falsch?

      Nun die Frage: Habe gelesen, das sich C.pygmaeus am ehesten von Fleisch ernähren und wenig Aufwuchs essen. Kann das stimmen? Ist mir irgendwie etwas suspekt, da sie ja Barteln haben.

      Die Otos würden doch dann sehr gut reinpassen oder?

      Habe dann zwar ein Becken mit fast ausschließlich grauen Fischen mit schwarzen Streifen (die ähnlich aussehen), aber das stört mich eigentlich nicht besonders, da sie alle auf ihre Art ein tolles Verhalten haben. :grinz:

      Zwergpanzerwels
      Zwergkärpflinge
      Otocinclus affinis

      (Und ein buntes Pärchen Honigguramis o.ä. - da ja alle Tiere friedlich nicht nicht allzu hektisch sind)

      Gegen die C.Panda haben mich bereits entschieden, da ich denke das sie den Bienengarnelen den Lebensraum in der Mitte nehmen.

      Vielen Dank und
      viele Grüße
      Patrick

      PS: Die Bienengarnelen scheinen wirklich etwas sensibel zu sein. Im Eifer des Gefechts habe ich die ersten 5 voller Aufregung und Spannung beim einsetzen innerhalb einer Stunde an das neue Wasser gewöhnt und ich glaube 2 sind dadurch zum Futter geworden. Die 5 weiteren habe ich voller Achtsamkeit und Mitgefühl über 3 Stunden ans neue Wasser gewöhnt und sie haben auch die Farbe nicht gänzlich verloren und sind noch alle am rumwirbeln. (Foto im Anhang von einer beim ersten einsetzen: sie wird’s wohl auch nicht geschafft haben)
      Bilder
      • 5B4D033A-816D-4838-AEA2-E73F4CF3210B.jpeg

        1,73 MB, 1.724×2.448, 10 mal angesehen
      • 996B1E27-82DB-4B82-AE2A-AC136C07B954.jpeg

        1,26 MB, 1.948×1.961, 9 mal angesehen
      • 861004DF-4D70-41F9-9CDB-8CDBAEF5DCF0.jpeg

        1,03 MB, 1.620×1.520, 9 mal angesehen
      • 44A8E726-2693-4BA7-B698-02A593F664C2.jpeg

        1,27 MB, 2.147×1.907, 9 mal angesehen
      Alle sagten immer „Das geht nicht!“.
      Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s einfach gemacht.

      Mit dem Unmöglichen verhält es sich wie mit dem Unkraut.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von AquaLala ()

    • Hi,

      nun was soll ich dir mitteilen...... Drücken wir es mal so aus, das reine Soda ist der Panzer und das Kaiser Natron das Blechauto oder besser einmal der Hammer und einmal das Hämmerchen. Beim reinen Soda, must du auf deine Kalium, Magnesium und Calcium Werte achten. Die werden durch die Zugabe von Natriumcarbonat (hier stärker) bzw. Natriumhydrogencarbonat (hier schwächer) in Mitleidenschaft gezogen (nachzulesen hier).

      Hier gilt, die Menge des Giftes macht es aus. Wenn ich solcherlei Produkte einsetzten müsste, dann nähme ich immer das schwächere. Allerdings würde ich dies erst anwenden, wenn gar nichts mehr anderes geht.

      Ich würde erstmal versuchen, die allgemeinen Werte ins Gleichgewicht zu bekommen. Sprich, Co2 langsam erhöhen auf ca. 30 mg/l (ein Dauertest ist hier von Vorteil) und dabei den PH Wert beobachten. Meist verändert dieser sich nur geringfügig und es bedarf keine Zugabe von Soda oder Kaiser Natron. Dann an den anderen Werten (Po4 und No3) drehen um sie zu optimieren - kann ein wenig dauern bis sich der sichtbare Erfolg einstellt.

      Aquaristik und im speziellen die Pflanzaquaristik, da Bedarf es Ruhe und Gelassenheit. Wenn man die nicht hat bzw. mitbringt, dann rennt man von einem Chaos in das nächste und das will man ja eigentlich nicht. Geduld, Geduld und nochmals Geduld ist gefragt.

      Beispiel: Mein 468er läuft sichtbar ohne Algen und dennoch musste ich heute feststellen, dass sich an versteckter Stelle wieder Haaralgen breit machen wollen (Strömungsarme Stelle). An anderer Stelle, wollte sich Madame Schmieralge einbringen (Lichtdurchflutet und Strömung pur da am Auslass).
      Hier siehst du, das bei dem einen zu viele Nährstoffe und anscheinend zu wenige schnellwüchsige Pflanzen da sind (was aber nicht der Fall ist) und bei dem anderen ein Nährstoffungleichgewicht vorhanden sein müsste. Was stimmt nun?
      Fakt ist, ich fahre das Becken momentan ohne Co2 Druckgasanlage (weil Leer). Hier muss ich dafür Sorge tragen, das ich dem Becken wieder mehr Co2 zuführe. Also optimieren und leere Flsche auffüllen, da anscheinend das Easy Carbo nicht so die Wirkung hat wie die Gasvariante. Zu den Schmieralgen, das ist vernachlässigbar, da dort wo sie aufgetaucht ist, ein angeschlagener Farn (Microsorum pteropus) an der Rückwand verankert ist. Ist mein kleines Sorgenkind und hat immer wieder mal unterschiedlichen Algenbefall.

      Wie Dünge ich? Ganz einfach, Beim Wasserwechsel (Tag 1 Sonntag) wird zu 100% aufgedüngt (EC, FE, Profito). Am nächsten Tag (Tag 2) kommt selbst angerührter Dünger nach dem PPs Pro System zum Einsatz (Tagesdosis). Tag 3 kommt (EC, FE, Profito) als Tagesdosis. Also immer im Wechsel, bis zum Tag 6 (Freitag). Danach ist bis zum nächsten Wasserwechsel Düngerfrei. Dies funktioniert bei mir einwandfrei und wie gesagt, keine sichtbaren Algen.
      Warum der Wechsel mit unterschiedlichen Dünger? Mit dem einen führe ich Makronährstoffe und mit dem anderen Mikronährstoffe zu. Kein Nährstoff kann sich also anreichern und die Pflanzen haben genügend Zeit die Nährzugaben zu verwerten. Make it simple!

      PS: Sieht aus wie Haaralgen, die dürften aber nach einiger Zeit von alleine bzw. mit leichter Unterstützung deiner Garnelen, das weite suchen.
      Deine Meinung ist mir wichtig, jedoch gefällt mir meine besser. :prost: :chill:

      Liebe Grüße
      Martin :wein: