Besatz und ihre Fragen


    • Angie
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    • Ach, Angie, die Welt ist übel chaotisch und legt es drauf an, uns zwei Naive zu verwirren! Ja, jeder Züchter darf seine Viecher nennen wie er will. Wir sind ein freies Land. Keiner muss sich um die Begriffe der biologischen Taxomomie scheren, wenn er nicht will...

      Nimm' meine geliebten Hyphessobrycon amandae: Diese Fische sind unter Funkensalmler, Feuersalmler, Feuertetra oder Erdbeersalmler als Handels- und Trivialnamen unterwegs. Obwohl sie taxonomisch beschrieben sind. (Was ja bei vielen unserer Aquarienbewohner übrigends gar nicht der Fall ist!)

      Und bei Garnelen und ihren Farbschlägen ist es noch viel wirrer... Jeder erfindet Zuchtlinien, wie er will.

      Es gibt da beispielsweise sogar die aburde die Geschichte des geschäftstüchtigen Herrn Suzuki. Der sehr viel mit Bienengarnelen und Hybriden gemacht hat. Er nannte seine Bienengarnelen "Crystal red" und ließ sich den Namen gleich markenrechtlich in Japan schützen! Andere Züchter waren damit gezwungen, andere Namen für ihre Tiere zu nutzen. Denn der Name Crystal Red war ihnen gar rechtlich verboten. In Europa, wo Suzukis Namensrecht nicht galt, haben Garnelenzüchter Cystal Red aber weiter benutzt. Eingebürgert hat sich dann letztendlich "Red Bee"...

      » Ich habe keinen Namen
      Dafür! Gefühl ist alles;
      Name ist Schall und Rauch,
      Umnebelnd Himmelsglut.«

      sagt Faust zu Margarete.

      Mehr sag' ich jetzt auch nicht,
      Stefan
    • Hallo,

      zum Versand von Garnelen habe ich vor 11 Jahren (!) hier im Forum mal was geschrieben. Der Einfachheit halber kopiere ich es hier rein, da leider viele Links und Bilder im alten Thread nicht mehr aktuell sind.

      Damals schrieb ich:

      "Hallo,

      ich habe schon ein paar hundert Garnelen und CPOs in PET-Flaschen
      verschickt. Im Sommer (bei über 30 Grad mit Kühl-Akkus) und im Winter
      sogar auch durchgehend, bei extremen Temperaturen allerdings in Styropor-Boxen (die werden in unserer Kliniksapotheke sowieso entsorgt).

      Ich habe auch schon mal gelesen, dass die Flaschen sich deformieren sollen bei Temperatur-Unterschieden.

      CPOs versende ich grundsätzlich einzeln in 0,5 Liter Flaschen, weil ich
      denke dass sie sich sonst gegenseitig verletzen könnten.

      Garnelenversand: 1,5 Liter PET-Flaschen
      zu maximal 20 Tieren. Zusätzlich bekommen die Tiere
      Schaumstoff-Stückchen zum Festhalten in die Flaschen. Pflanzen sollen
      sich für den Versand nicht gut eigenen, da sie Sauerstoff verbrauchen in einer dunklen Verpackung.

      Ich verwende NUR Flaschen, in denen Mineralwasser enthalten war.

      Als Trichter hat Wuschel den oberen 1/3 Flaschenhals einer Cola-Flasche abgeschnitten. So kann ich die Tierchen gut einfüllen.


      Bevor die Tiere auf die Reise gehen, bekommen sie ein Gemisch aus je einer Hälfte Aquarien- und Frischwasser zugegeben, so dass die Flasche 1/2 - 2/3 voll ist.


      NIEMALS Futter in die Flaschen geben - die Wirbellosen überstehen ein paar Tage ohne Futter bestens.


      Ich habe sie für den Versand meist einen Tag früher aus dem Aquarium gefangen und in einer Dose mit Deckel aufbewahrt, damit sie ihren Darm entleeren. Vor dem Versand habe ich sie dort raus gekeschert und "abgefüllt".


      Das Paket gut mit zerknülltem Zeitungspapier ausfüllen, dass die Flasche unterwegs nicht unnötig umherkullert.


      Meine Sendungen sind immer wohlbehalten und fit angekommen, dass ich
      auch weiterhin so verfahren werde. Es gibt keinen Grund für mich, dieses
      zu ändern. Ich habe auch ein paarmal ins Ausland verschickt und eine Sendung war innerhalb Deutschland sogar mal eine Woche unterwegs. Es hat immer bestens geklappt und gab keine Ausfälle."


      Ach, und im Sommer hab ich mich mal an der Autobahn mit einem Forenkollegen getroffen, um mit ihm und seiner Frau zu einer Hochzeit nach Bayern zu fahren. Eine Styroporbox mit Endler-Guppys hatte ich im Kofferraum, die er anschließend mitnehmen sollte. Die Box war zusätzlich noch mit einer Decke abgedeckt.
      Als wir nach der Hochzeitsfeier 40 Stunden später an meinem Auto ankamen, hatte ich schon Bedenken...
      Aber den Tieren ging es gut, trotz der tierischen Hitze! Sie haben es alle überlebt :top:


      Ein paar ergänzende Worte habe ich eben noch eingefügt.
      Liebe Grüße
      Marlis
      ____________________________

      Ein Tourist ist ein Mensch, der auf Reisen geht, um mal was anderes zu sehen und sich dann beklagt, dass alles so ganz anders ist.
    • Huhu zusammen,

      ich habe jetzt noch ein wenig was im Becken gemacht, nur ein wenig, ein wenig das verstecken ermöglicht und hoffe das es nun genug ist. wahrscheinlich könnte man dauernd umsetzen, bis man wirklich zufrieden ist, auch wenn ich nicht ganz so talentiert bin.
      Nächste Woche dann sollen die Garnelen einziehen, sollte da noch Mal ein WW statt finden?

      Liebe Grüße
      Angie
      Bilder
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    • Hallo zusammen,

      ich kann nun verkünden, es sind Garnelen eingezogen. :klatsch:
      Leider gab es ein Rückschlag, gleich am Anfang zwei verloren, sahen auch geschwächt aus. :cry:
      Die anderen 8 tummeln fröhlich im Becken rum und es ist toll !!!
      Bin tatsächlich am überlegen ob ich nur Garnelen nehme, immer diese schwere Entscheidungen. Aber in Moment bin 8ch darauf fixiert das es den 8 gut geht und das Wasser stabil bleibt und dann kommt der nächste Schritt.

    • Hallo Patrick,

      ich fürchte die sind im Garnelen Himmel, einen hatte ich gleich am nächsten Morgen gefunden, der andere habe ich nicht entdecken können. :zick:

      Die Eingewöhnung war zuerst, mit Beutel, im Aquarium wegen der Temperatur, das gut 40 min oder sogar länger. Dann folgte 3 Std. die Eingewöhnung ans Wasser, immer stückchenweise. Vielleicht nicht genug Wasser bei Eingewöhnung? Kann es leider nicht sagen.

      Aber den anderen geht es gut, habe grade gesehen das sich eine sogar gehäutet haben muss, da lag die alte im Kies. Was mich riesig freut.
      Füttern ist noch ein Abenteuer, da ich nicht weis wie viel und gebe da hoffentlich nicht zu wenig :confused:

      Liebe Grüße
      Angie
    • Hallo Angie

      Dass es Verluste bei Garnelen nach dem Einsetzen gibt, ist leider nicht selten. Das hat auch nichts damit zu tun, dass man einen Fehler beim Akklimatisieren gemacht hätte. Einige Garnelen schaffen einfach die Umstellung nicht, auch, weil ihr Immunsystem mit den Bedingungen des neuen Wassers nicht klar kommt.

      Dass sich Garnelen kurz nach dem Umsetzen häuten, kann passieren. Das ist aber kein gutes Zeichen. Manche Krabbler reagieren auch mit Schreck- oder Schockhäutung. Musst Du beobachten. Gut ist auf jeden Fall, wenn die Exuvie vollständig ist, das ganze Exoskelett auf dem Boden liegt.

      Füttern? Am Besten erst mal gar nicht. Wirf ihnen ein Brennnesselblatt rein (damit es schneller untergeht, kannst Du es kurz blanchieren) - und gut ists.

      Viel Glück mit den Neuen,
      Stefan
    • Hallo Angie,

      mit was fütterst du deine Garnelen?

      Ich habe in mein Becken nach ca.2,5 Wochen die ersten 5 Bienengarnelen, eine Woche später weitere 5 Bienengarnelen eingesetzt. Habe mir am Anfang auch viele Gedanken ums füttern gemacht und dabei folgendes beobachtet:

      Ein Fingerkuppe-größer Würfel (kleiner Finger) Bio-Blattspinat (gefroren) hat bei meinen Garnelen zum Paarungsschwimmen geführt (sehr eisenhaltig).

      Wenn du ca.1/4 Würfel Artemia (gefroren) hinzugibst, führt das zu Häutungen.

      Das ganze habe ich ca.1x pro 1-2 Wochen gemacht. Hat jedes mal die gleichen Auswirkungen gehabt.

      Bedenke: Eine Garnele häutet sich eine bestimmte Anzahl/Leben. Wenn man also das häuten zu oft herbeiführt (mit proteinhaltigem Futter) verkürzt man damit die Lebenszeit. Allerdings ist dadurch auch Nachwuchs die Folge. Nun ist es sicher ein Balanceakt dies genau richtig abzustimmen.

      Heute, 2 Monate später, habe ich bereits Fische im Becken und füttere mit Artemia-Nauplien. Diese sinken zu Boden und rufen die ganzen Garnelen auf den Plan, welche diese aussaugen. Da Nauplien etwas kleiner sind, als die großen Brocken der gefrosteten Würfel, Häuten sie sich dadurch nicht so sehr/oft.

      Alles in allem kann man aber sagen: Garnelen muss man, in einem eingefahrenen Becken, gar nicht füttern, da sie sich durch bereits im Becken vorhandene Miterialien, Bakterien, usw.ernähren können.

      Jetzt gibt es auch diese „Wundermittel“ in Form von Kalzium, für Garnelen, die man zugeben soll, damit sie sich gut häuten können. Soetwas habe ich noch nie hinzugegeben und habe bis jetzt auch noch keine Häutungsprobleme feststellen können.

      Kann allerdings auch mit meiner dGH zusammenhängen, obwohl diese nicht sehr hoch ist: 8 Grad.

      Wie entsteht die dGH: Wenn wir unseren Hahn aufdrehen, wird das Leitungswasser viele Mineralien enthalten, die es auf seinem Weg zu uns aufgenommen hat, meistens Magnesium & Kalzium, mit kleinen Spuren anderer Metalle, wie Eisen und Zink. Die Konzentration dieser Mineralien bestimmt die generelle Härte unseres Wassers.

      Die dGH besteht zu ungefähr 4 Teilen aus Kalzium und zu 1 Teil aus Magnesium - manchmal auch 3:1, je nach dem wo das Wasser langeflossen ist, bis es aus dem Hahn kommt.

      Bedeutet also, dass wenn du feststellen solltest, das deine Garnelen Häutungsprobleme haben, reicht in den meisten Fällen etwas Leitungswasser. Bei dem überall vorgeschlagenem Wasserwechselturnus von 2 Wochen, sollte also soetwas nicht passieren.

      Alles in allem zusammengefasst, kann man sagen, das Garnelen keine besonderen Maßnahmen des Aquarianers voraussetzen. Sie kommen auch sehr gut allein zurecht.

      Viele Grüße
      Patrick
      Alle sagten immer „Das geht nicht!“.
      Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s einfach gemacht.

      Mit dem Unmöglichen verhält es sich wie mit dem Unkraut.
    • Hallo ihr lieben,

      ich hoffe es ist keiner davon geschmolzen bei dem Temperaturen.

      Also erstmal ich füttere meine Garnelen mit Crusta Gran von Dennerle, aber noch ganz wenig. Dann gibt es noch Hasselnussblätter, Seemandelblätter und Erlenzapfen. Also die Fütterung ist noch sperrlich und bin am überlegen was sie noch bekommen könnten.Mineralien ist auch noch Thema.

      Dann habe ich zum Glück nur eine Garnele verloren die andere hat sich einfach sehr gut versteckt :tanz:
      Wie ich festgestellt habe ist die auch Abenteuerlich unterwegs, da macht man den Filter Garnelen sicher und Zack, genau diese findet eine Lücke und die Rettungsmission darf Beginnen. :kopfkl:
      Sonst alle putzmunter, gab auch eine weitere Häutung, aber keine ist schwanger, jedenfalls ist nichts zu erkennen.

      Das einzige was mir zu schaffen macht ist die Wärme im Aquarium.

      Tjaaa sonst, Blasenschnecken sind immer noch fleißig :yes: Turmdeckelschnecken haben auch schon Nachwuchs bekommen. Demnächst heißt es entweder Garnelen aufstocken oder Panda Welse rein.

      Liebe Grüße
      Angie
    • HiHi Angie

      Ja, die Pfalz ist eine warme Gegen gerade! Wem sagst Du es?

      Aber sei nicht besorgt, die Nominalform und auch die roten N. davidi können 30 Grad gut, sogar 32 Wassertemperatur eine Zeitlang ab. Nur Welse würde jetzt keinesfalls einsetzen wollen. Warte lieber auf bess'res Wetter.

      Du brauchst die Davidi nicht extra aufstocken. Ein gelungener Wurf – und Du hast mehr als genug. Dass Du keine Eier bei den trächtigen Weibchen siehst, ist ganz normal. Denn zuerst werden diese im Genick des Weibchens ausgetragen. Dunkler Fleck. Erst mit der nächsten Häutung dann wandern sie an die Unterseite, an die Hinterbeine, wo sie ausreifen und wo die Eier besser mit Sauerstoff versorgt werden können. Deshalb wedeln trächtige Weibchen auch andauernd mit ihren Beinchen...

      Was ich machen würde: Kühle das Becken unter 28 Grad runter. Denn auch wenn die Garnelen höhere Temperaturen abkönnen, sie stellen dann die Vermehrung ein.

      Futter? Da reicht einmal die Woche etwas Frostfutter, das versorgt sie mit den nötigen Mineralien, beugt Häutungsproblemen vor. Und gut ists. Mehr musst Du nicht tun, zumal wenn Du Blätter und Algen im Becken hast.

      Gruß aus den südlichen pfälzer Sümpfen,

      Stefan