Planungsstart erstes Meerwasserbecken


    • Lars81
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    • Planungsstart erstes Meerwasserbecken

      Hi zusammen,

      Nachdem mich das aquaristische Fieber gepackt hat bestand die Wahl zwischen 500 Süss...und 300 Meer...letzteres soll es werden.

      Das ganze wird noch etwas dauern. In der Zwischenzeit befasse ich mich mit Theorie und Technik und Löcher euch.

      Beleuchtung steht die Planung bereits via LED mit 0,8 Watt/l...Sollen später halt auch Sps rein.

      Aktuelle Frage bezieht sich auf das Wasser. Leitung ist so schlecht nicht tendiere jedoch zur Aufbereitung.

      Uoa mit Mischbettharz oder nur Mischbettharz?

      Leitung:

      Po4 n.n.
      No3 16mg/l
      Ph: 7,9
      Leitwert: 402

      Silikate recht hoch mit 2,8.

      Leitung mit Silikatabsorber im Technikbecken? Uoa mit Mbh?nur uoa?nur mbh?

      VE Anlage schliesse ich aus...Säuren und Kleinkinder ist nichts.

      Gruß Lars
    • Hallo Lars,

      ich persönlich mag keine Umkehrosmoseanlagen. Damit wird mir viel zu viel Wasser verpantscht. Meine gesamte Meerwasserzeit habe ich das Wasser mit einer VE aufbereitet, aber die schließt Du ja aus. Deshalb ganz klar: Nur Mischbettharz!
      Einen Silikatadsorber brauchst Du nicht zwangsläufig. Gutes Mischbettharz wird das Silikat aus der Leitung aufnehmen. Solltest Du später Probleme haben kannst Du noch immer reagieren.


      Gruß Roland
    • Hallo,

      Du meinst meine Abneigung gegen die UOA? Wie schon geschrieben habe ich pers. ein Problem damit viel zu viel Wasser zu verpantschen.

      Beispiel: In meinem damaligen 360 Liter Becken wurden wöchentlich 40 Liter Wasser gewechselt. Hochgerechnet auf´s Jahr sind das inkl. Erstbefüllung 2440 Liter. Hinzu kommen wöchentlich ca. 10 Liter Verdunstungswasser, also rund 3000 Liter Wasser pro Jahr.
      Mit einer UOA hätte ich für die benötigten 3000 Liter Reinstwasser stolze 15000 Liter vom Hahn zapfen müssen! (1 Teil Osmosewasser : 4 Teile Verschleiß)

      Dazu kommt jetzt noch, dass Du damit kein Reinstwasser hast, sondern mit einem nachgeschaltetem Mischbettfilter zusätzlich das Silikat entfernen musst!

      Wieso also nicht in einem Arbeitsgang Reinstwasser herstellen und sehr viel Wasser sparen? Ein weiterer Punkt ist die Geschwindigkeit. Die benötigten 40 Liter für den Wasserwechsel habe ich mit der VE in einer halben Stunde. Mit der UOA dauert das wesentlich länger!

      Mir geht es dabei gar nicht so sehr um die Kosten für das Wasser, sondern tatsächlich um das Wasser selbst. Wer je ein MW-Becken betrieben hat, weiß dass die Herstellung des Wassers finanziell gesehen das kleinste Problem ist. Wie bereits geschrieben, habe ich damals eine VE verwendet. Das Regenerieren der Harze 2x pro Jahr war kein Problem für mich. Ich habe mich in der Garage entsprechend angerichtet um keine Sauerei zu machen und niemanden damit zu stören oder in Gefahr zu bringen.

      Ob sich der Einsatz von Mischbettharz für Dich rechnet kann ich Dir nicht sagen. Das müsstest Du durchrechnen. Das kommt ja vor allem auch auf Deine Wasserhärte an. Es wird aber auf Dauer sicherlich etwas kostenintensiver sein als mit einer VE. Dafür ist es halt wesentlich komfortabler.



      Gruß Roland
    • Hallo Lars,

      ich habe nun etwas Zeit gefunden um genauer nachzulesen. Ein Vollentsalzer mit insgesamt 10 Litern Harz wird mit 22500 Härtelitern angegeben und bringt demnach bei Deiner Wasserhärte von 11 dGH ca. 2045 Liter Reinstwasser bis die Harze regeneriert werden müssen. Mischbettharz wird mit 1500 Härtelitern pro Liter Harz angegeben und bringt demnach bei ebenfalls 10 Litern Harz ca. 1363 Liter Reinstwasser.

      Ein Vollentsalzer wäre laut diesen Angaben also deutlich wirtschaftlicher. Man muss aber natürlich auch bedenken dass das Anionenharz des Vollentsalzers früher erschöpft ist als das Kationenharz. Deshalb sollte die ANI größer gewählt werden als die KATI. Zumindest im MW-Bereich.

      Mit Deinem 300 Liter Aquarium wirst Du inkl. Erstbefüllung in etwa 2500 Liter Reinstwasser pro Jahr benötigen. Dafür benötigst Du ca. 18 Liter Mischbettharz. Kostenpunkt hierfür: Ca. 50-60 Euro(für Austauschharz). Das ist weniger als man für den Wasserverlust mit einer UOA zahlen würde. Zumindest in meiner Gegend. Ich bleibe also bei meiner Aussage. Lieber Mischbett als UOA!


      Gruß Roland
    • Auf die Zahlen bin ich auch im groben gekommen.

      Zumal die Filter/Membrane ja auch getauscht werden wollen.

      Hab mich für VE via Mischbettharz entschieden. Die Uoa hätte sich zwar in Jahr zwei rentiert dennoch bin ich gegen diese immense Wasserverschwendung.Hätte ca 1:3.

      Abgesehen davon ist ne Uoa einfach deutlich langsamer.

      Gruss Lars
    • Technikfrage zum AS:

      Zur Wahl stehen der AM Midiflotor oder Bubble Magus C5.

      Abschäumer sind ja nun völlig neu für mich. ..AM Luftbetrieben...C5 "autonom"...gibt's zu den Modellen Erfahrungen oder würdest du evtl etwas völlig anderes empfehlen?

      Gemäß Sandokai sollte man ja keinen zu großen AS wählen..und der C5 reicht lt. Hersteller für 500 Liter.
    • Hallo Lars,

      planst du mit Technikbecken oder ohne.
      Meine Erfahrung bei 250 Liter Beckenvolumen
      und ca. 50 Liter Technikbecken wirst du mit den
      Luftbetriebenen Abschäumern an deine Grenzen kommen.
      Es sei denn du planst ohne, oder nur mit geringem Fischbesatz.
      Glaub mir ich habe eine Menge Abschäumer ausprobiert,
      hängen geblieben bin ich beim Nyos Quantum 120.
      Er tut das was er soll recht ordentlich und leise und das
      noch bei geringem Verbrauch.
      Für die Beleuchtung kann ich dir eigentlich nur eine Hybrid Beleuchtung empfehlen,
      T5 Röhren mit LED.
      Meiner Meinung ist diese Kombi recht flexibel in den Einstellungen( je nach Hersteller)
      Für die Wasserherstellung verwende ich eine UOA mit nachgeschaltetem Mischharzfilter.

      Ich würde an deiner Stelle in der Bucht mal nach gebrauchtem Material ausschau halten,
      am Anfang rappelt es ganz schön in der Geldbörse.
      Gruß Jue
    • Hallo Lars,

      da hat der Jü Recht. Auch ich habe damals einiges gebraucht gekauft und es nicht bereut. Lieber vernünftige gebrauchte MW-Technik als günstigen neuen Schrott.

      Den Bubble Magus kenne ich nicht, allerdings hatte ich einen Abschäumer aus der gleichen Schmiede: Den H&S 150-F2001
      Soweit ich mich erinnere lag der damals gebraucht bei ca. 150 Euro.

      Wenn Du Dich jetzt fragst wieso ich einen Abschäumer im 360 Becken betrieben habe, der für 1000 Liter ausgelegt war. Das ist ganz einfach, weil ich immer der Meinung war dass die Abschäumerleistung deutlich höher liegen sollte als angegeben. Der BM C5 ist bestimmt kein schlechter Abschäumer, aber ich befürchte dass er für Deine 300 Liter einfach zu schwach sein wird.

      Systeme wie Sagokai oder ähnliche haben mich nie interessiert. Ich wollte nie irgendwelche mysteriöse Substanzen in mein Aquarium kippen, sondern baute von Anfang an auf die gute alte und bewährte Balling-Methode, mit der ich den Mineralstoffbedarf exakt bedienen konnte.


      Gruß Roland
    • Ok...ja...Gebraucht werd ich auch in Anspruch nehmen und mir auch Zeit lassen um das System gescheit zu bauen..Keine hastige Aktion draus machen...und wenn es ein Jahr dauert.

      Besatztechnisch hätte ich gern 1 Paar Occelaris und 1 Paar kleine Zwergkaiser (sofern man da welche findet die Korallen in Frieden lassen). Hawaidoc scheidet in 300 Liter ja leider aus.

      Benötigt man Balling von Beginn an?

      Hätte gedacht erst wenn man den KH/Mineralienverlust nicht mehr durch TWW ausgleichen kann. Aber hab auch grad erst mit der Theorie begonnen :grinz:

      Gruss Lars

      Edith sagt: Sollen 300 Liter Beckenvolumen plus zusätzlich Filterbecken. .Also zusammen eher 350 grob
    • Hi nochmal,

      weil ich weiter oben gerade Deine Frage gelesen habe: Nein! Balling brauchst Du nicht von Anfang an, aber es schadet bestimmt nicht sich mit dem Thema bereits im Vorfeld auseinanderzusetzen. So kompliziert sich dieses Balling auch anhört, so einfach ist es doch wenn man es versteht.

      Mit dem Thema Fische würde ich mich dagegen noch nicht zu sehr beschäftigen. Aber Du hast schon Recht dass ein Hawaii-Doc in 300 Litern nicht geht. Und die Sache mit den Ocellaris würde ich mir sehr gut überlegen. Für mich ist es einer der (sorry) dämlichsten Fische, die man sich in ein MW-Becken setzen kann. Ja, auch ich musste diese Erfahrung machen :lach:


      Gruß Roland
    • Lach Roland^^

      Für mich neben Acropora ein richtiger Hingucker^^

      Aber gut...Manche lieben den LSD...Der gibt mir widerum wenig...und da hätte ich futtertechnisch in 300 Liter auch bedenken:)

      Aber erstmal geht das Theorie lesen weiter und festlegen auf die Technik.

      Gibt's ne gute Quelle bzgl. Wasserchemie und Balling?

      Gruss Lars
    • Danke Jue!:)

      Bin vorhin schon auf die Videos von Fauna Marin gestoßen und wollte se mir heute Abend mal zu Gemüte führen.

      Notfalls bestell ich mir mal ein Buch zum Thema Chemie..Ca:Mg Verhältnis. ..Phosphat Nitrat Level etc etc, Einfahrphase, richtiges Algenhandling..Umgang mit Plagen wie Glasrosen etc.

      Gibt noch viel zu lernen:)

      Hab nun schonmal ne Mischbettharz -VE bestellt als erste "Technik"