Aqua, das 2the: 66 Liter Schwarzwasser


    • derTeichfloh
    • 3762 Aufrufe 54 Antworten

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    • HiHi

      5 Grad Delta? Das erscheint mir viel. Ich würde eher mit weniger ansetzen.

      Ganz allgemeine Überlegung: Ja, Tiere können bestimmte Variable in ihrer Umwelt ab. Dass Schwankungen in der Natur vorkommen, jepp. Aber "Natur zu simulieren" bedeutet ja nicht per se, dass das gut oder angenehm für die Tiere ist. Sie können es halt ertragen...

      Auch Du könntest einen durchschnittlichen deutschen Winter in einem jungsteinzeitlichen Pfahlbau am Bodensee durchstehen! Dann pfeift es halt durch die Ritzen...

      Will ja nur zu bedenken geben: Natürliche Schwankungen werden von der Fauna erduldet und ertagen. Für mich heißt das aber noch nicht, dass das in jedem Fall besonders toll oder angenehm für die Tiere ist...

      Ich sage nur: Ich bin froh, dass die Römer in meiner Gegend schon die Fußboden- und Zentralheizung erfunden haben. Ne Idee, die ich gerne aufgegriffen habe!,

      grinzt
      Stefan :pfeifen:
    • Hi,

      gut geschrieben!
      Ich hab auf 2 Grad Delta eingestellt - falsch beschrieben.
      Insgesamt sind es (entsprechende Raumtemp. vorausgesetzt):
      - Tag: 24 - 25 Grad
      - Nacht: 22 - 23 Grad
      ist bestimmt noch nicht die beste Einstellung, aber ich probiere ja noch.

      Ich bin der Meinung, dass ein gewisser Temp.-Unterschied zw. Tag und Nacht natürlich und gesünder ist. Wir selbst nutzen das ja auch. Und letzlich sind wir ja auch nur Tiere (wenn auch hoch entwickelte - auch wenn ich das bei einigen bezweifle ;-) ). In einige Aqua-Büchern wurde das auch so beschrieben. In neueren komischerweise nicht mehr, ohne das es einen offensichtlichen Grund für diese Änderung gibt.

      Meine Erfahrung aus den letzten Jahren "scheint" das zu bestädigen, dass Temp.-Änderungen zw. Tag und Nacht nützlich sind. Mir erscheinen die Tierchen vitaler und lebendiger. Und Krankheiten hatte ich schon lange nicht mehr - auch nicht, als ich neue Tiere langsam(!!!) hinzu setzte.

      Zuhause muß ich mich mit einer normalen Heizung begnügen.....
      mfg
      David Teichfloh

      ( ich weiß ja nix von Fischen ... )
    • Hi!

      "Wechselnde Temperaturen (statt "Einheitstemperatur" durch fix eingestellt Reglerheizer) stärkt auch das Immunsystem der Fische und Pflanzen.
      Ich kenne das aus alten Aqua-Büchern her, wo es wirklich empfohlen wurde."


      Von da stammt auch der Tipp, zwei unterschiedlich starke Heizer zuverwenden. Der kleine blieb ständig am Strom, der große lief mit dem Licht. Der kleine war zu schwach, um das Aqua zu überhitzen. Und so sank
      nachts die Temperatur "etwas" ab. -> auch eine Lösung, besonders für große Aquas, die viel Heizleistung benötigen.
      Ist auch soetwas wie einen Lebenversicherung für Fische - damit sie nicht am nächstem Morgen als Fischsuppe aufwachen! (hilft leider nicht tagsüber - aber ich arbeite noch daran.)


      Zitat aus einem anderem Forum dazu:
      "Gerade auch aus alten Büchern können wir auch heute noch viel lernen!
      Warum?
      Nun, unsere "Altvorderen" konnten damals noch längst nicht auf eine derartige Auswahl von Equipment zurückgreifen, wie wir es heute können - weder an Technik, noch an Futter- und Pflegemitteln oder Medikamenten. Sie mussten sich gezwungenermaßen viel mehr und intensiver damit befassen, ein Becken zum Laufen zu bringen und es am Laufen zu halten. Ebenso zwangsläufig haben sie dadurch (nicht selten auch durch Rückschläge) vielmehr lernen müssen/können, als dies heutzutage typischerweise der Fall ist - wobei in meinen Augen auch ganz maßgeblich die Einstellung und Herangehensweise eine ganz entscheidende Rolle
      spielt.

      Der typische Start eines heutigen Aquarianers:
      Er kauft sich ein "Convenience-Starter-Set" mit allem Drum und Dran. Und legt dann los. Ist ja alles dabei! Komplette Technik, Futter, "Wässerchen" (= Wasseraufbereiter, Torfextrakt, Bakterienstarter...). Dazu meist noch eine knapp gehaltene Broschüre, in der drin steht, in welcher Reihenfolge man das ganze "mixen" muss.
      Also gewissermaßen die "Aquarianer-Backmischung mit Geling-Garantie"!
      Und nicht selten gelingt es ja wirklich!
      Nur: Die meisten wissen dann gar nicht (können gar nicht wissen) warum es gelungen ist - und nicht in die Hose gegangen ist.
      Und wenn dann die ersten Probleme auftauchen, sind sie ratlos - weil sie nicht zuerst lernen mussten, wie das System Aquarium überhaupt funktioniert."

      Danke, Otocinclus2!
      Leider interessieren sich viele auch garnicht dafür, warum es geklappt hat!
      mfg
      David Teichfloh

      ( ich weiß ja nix von Fischen ... )
    • Hallo!


      ein kleinens Zwischenergebnis zum Filter "CristalProfi m":

      - Standzeit: in meinem Becken (viele Blätter) hat sich eine Standzeit von knapp einem Monat eingepegelt. Dabei muß nur die Wasserführung und der Motor gereinigt werden - die Filtermaterialen selbst halten sicher 3
      Monaten
      - Motor: DAS ist der Schwachpunkt des Filters!
      a) er ist "kopfüber" eingebaut. Das heißt, der Impeller zeigt nach unten und "hängt" damit in dem Magnetfeld. Keine so gut Idee - meine ich. In der Anfangszeit rasselte der Impeller, da er auf dem Innenteil des Motors aufsaß
      b) im Motor wird das Wasser 3x um 90Grad umgelenkt. Das schafft Widerstände. Zudem sind die Öffnungen nicht groß (ca. 20x4 mm) und sind schlecht zu reinigen. Sie setzten sich zuerst zu. Da hilft nur ein Ausspülen mit kräftigem, heißem Wasserstrahl!
      - der Ausfluß kann und muß regelmäßig mit einem Pfeifenreiniger oder ähnlichem gereinigt werden. Hier verkriechen sich gern Kleinstschnecken - dann verstopft das ganze. Man kann den Deckel auch abnehmen - ich befürchte allerdings, dass das dann rasch "ausnuddelt" - es ist Weichplaste.
      - die Filtermatten empfinde ich als zu fein und - leider - zu dünn. 2cm sind eben die unterste Grenze für einen HMF

      Ich habe nun, probeweise, wieder die "dicken" (3,5cm) blauen und groben Matten eingesetzt. Will mal sehen, wie die sich machen.


      So richtig zufrieden bin ich mit dem CristalProfi m nicht. Insbesondere der Motor und hier die Wasserführung gefallen mir nicht. Zu eng, zu anfällig. Der Durchfluß läßt immer sehr schnell nach, bleibt dann lange konstant auf niedrigem Niveau und bricht dann ganz ein.
      Mal sehen....


      Parallel dazu läuft mein AQ70 auf minimalster Stufe - ohne besonderen Grund, ich mag ihn halt.
      mfg
      David Teichfloh

      ( ich weiß ja nix von Fischen ... )
    • HiHi David

      Da verstehe ich Dich! Schlechte technische Lösungen wie die Wasserführung dieses Filters sind einfach nervig. Ist fast schon grundsätzlich, so quasi ästhetisch: Wenn ich weiß, dass es besser geht, nervt mich der Murks umso mehr! (Ob die Position des Impellers da was macht, weiß ich allerdings nicht. Bei meinen Eheim- und beim Dennerle Filter hängen die Rotorschaufeln auch im Magnetfeld nach unten. Das wäre zumindest mal nichts ungewöhnliches.)

      Aber Aquaristik - Süß-, Salz kenne ich nicht - ist eh seltsam: In eigentlich jedem anderen Hobby gibt es eine Reihe von Special interest- und Fachzeitschriften, die auch Technik vorstellen und bewerten. Bei Fotografie, bei Fahrrädern, Stereo-Kram, selbst bei Taschenmessern, überall werden Produktvergleiche, Tests etc. gemacht. Manchmal auch mit kritischem Ton. In der Aquaristik kenne ich sowas leider nicht. Da wird Fauna und Flora vorgestellt, Bienchen und Blümchen, aber selten nur was Technisches angesprochen. Geschweige denn, etwas Kritisches geäußert. Oder irre ich da? Kenne ich ausgerechnet diese Magazine nicht?

      Wenn, dann werden unter "Neuheiten" etc. Pressemeldungen der Hersteller und Anzeigenkunden eins zu eins abgedruckt. Das wars. Mir fehlt da schon auch der kritische Journalismus, der auch mal den Mut findet, von vermurksten Produkten abzuraten.

      So steht man halt als Kunde leider zumeist in solchen Fragen auf sich gestellt und alleine...

      Dir nen Guten Tag,
      Stefan :wink:
    • Hi,

      da hast du völlig Recht - im Aqua-Bereich geht es zumeist nur um Tiere und Pflanzen. Technik wird oft nur beschrieben, aber nicht bewertet...
      Das ist aber auch kein Wunder - die Tester bekommen die Geräte vom Hersteller. Und: Wessen Brot ich eß, dessen Lied ich sing.
      Früher, von mehr als 10 Jahren, gab es negative Bewertungen und Erfahrungsberichte noch - heute wirklich nicht mehr.
      Allerdings, so die Erfahrung aus einem Nachbarforum, wollen viele das auch nicht wissen. Sie wollen nur das Beste - was auch möglichst wenig kosten soll.
      Nun, wir kennen das: wer billig kauft, kauft zweimal.

      Ich beobachte jetzt den Filter noch eine Weile. Wenn es mir nicht mehr gefällt, geht er in die Kiste. Dann muß halt der "alte" AQ70 ran. Der ist zuverlässig (wenn er eingefahren ist).....
      mfg
      David Teichfloh

      ( ich weiß ja nix von Fischen ... )
    • Hallo!

      Zwischenbericht über den Filter CristalProfi_M: (was so nicht in der Anleitung/Werbung steht)
      Ich betone, dass das nur für mein Schwarzwasserbecken (66Liter) mit mäßigem Besatz und Laub (also Teilchen im Becken) gilt. In einem Pflanzenbecken dürfte der Filter nahezu ewig halten...

      Der Filter wird ja als HMF-Alternative beworben. Und das zu Recht! Hier darf ich ein großes Lob an den Hersteller aussprechen. Der Filter arbeitet tatsächlich als HMF und erfüllt seine Aufgabe.
      ABER….
      Nun, das große ABER ist leider berechtig.
      Der Filter wird, in der Grundausstattung, für Aquas mit 20 bis 112 Liter gekennzeichnet. Jedes ZusatzModul bring nochmals plus 20 bis plus 40 Liter. Dazu hat der Filter einen Durchfluß (oder eine Umwälzleistung) von 200 l/h.

      Soweit, sogut.
      Wir alle wissen, dass der Durchfluß ein ideller Wert ist, der einfach die Leistung der Pumpe (allein, ohne das drumherum) kennzeichnet. Zusammengebaut sinkt der Durchfluß in der Regel um 25 bis 50% ab (Erfahrungswerte). Normalerweise stört das nicht, da unsere Filter auch bei geringerem Durchfluß hervorragend arbeiten.
      Leider ist das hier nicht der Fall. Daran – und das betone ich – ist allerdings nicht der Filter an sich schuld. Sondern die komplizierte Wasserführung der Pumpe.
      Die Bilder kennzeichneten das Problem.



      Das Wasser wird, von unten, über einen dreiflügliges Laufrad in die Pumpe gesaugt/gedrückt. Warum nur drei Flügel? Keine Ahnung – ein Vierflügel wäre leistungstärker gewesen.
      Dann aber wird der Wasserstrom gleich viermal um 90 Grad umgelenkt! Hier geht nicht nur eine Menge Energie verloren, hier wird auch kräftig der Durchfluß gebremst. Und noch schlimmer: der Kanal ist eng, nur ca. 2 x 0,5 cm. Mit drei 90 Grad-Umlenkungen! Zudem nicht zu öffnen und damit schlecht zu reinigen.
      Die fünfte und letzte Umlenkung geschieht beim Auslauf. Auch hier sind es 90 Grad. Und aus 1,5cm Durchmesser des Rohres werden 4 x 0,5 cm Auslauf.
      Nach meinen eigenen Messungen bleiben von den 200 l/h nur ca. 75 l/h übrig – bei neuer/gereinigter Pumpe.
      Aber hier kommt das zweite Problem: die Pumpe ist anfällig für Zusetzung der Strömungswege. Bereits nach kurzer Betriebszeit verringert sich der Durchfluß deutlich sichtbar.

      Der Hersteller gibt an, dass der Filter nach dem HMF-Prinzip arbeitet und als solcher etwa aller 3 - 4 Monaten (bei schwach besetztem Becken auch länger!) gereinigt werden sollte. Was er nicht sagt: das gilt nur in einem sehr schwach besetztem Becken! Mein Becken ist mittelstark besetzt – und der Filter nach spätesten vier Wochen/1 Monat komplett dicht. Dabei sind es nicht die Filtermaterialen! Sondern die Kanäle im Motor, die sich zusetzten!
      So gesehen ist der Filter für mein Becken nicht brauchbar.

      Lösungsmöglichkeit:
      - Austausch des Laufrades. Das habe ich schon einmal getan, da das Laufrad fürchterlich klapperte (genau: es schliff an der Stömungsführung, die dann klapperte). Das ändert allerdings nichts an der ungünstigen Wasserführung – und hat letztlich auch nicht geholfen
      - Austausch des Motors gegen einen anderen.
      Genau das habe ich getan. Der neue Motor stammt von einem Zimmerspringbrunnen (er wird so verkauft und kostet weniger als 6€). Der Motor ist ein GleichstromMotor mit 6 – 12Volt und läßt sich so regeln. Das wird hier nicht erforderlich sein. Wichtig ist die neue Wasserführung. Sie wird nun nur noch am vierflügligem Laufrad einmal umgelenkt und geht dann gerade bis zur letzten Umlenkung im Auslauf. Aus 5 x 90 Grad werden zwei!



      Bereits der erste Test brachte eine deutliche Verbesserung. Schon bei 6 Volt leistete die Pumpe (die ist nur halb so groß wie das Original) die gleich Leistung. Ich betreibe sie mit 9 Volt – da ist sie unhörbar. (Bitte beachten: die Pumpe wird ursprünglich mit einem festem Trafo 12Volt ausgeliefert, es ist etwas Lötarbeit erforderlich).
      Nun werde ich das mal beobachten. Besonders von der veränderten und deutlich günstigeren Wasserführung verspreche ich mir viel.

      Ein Wort zur Befestigung:
      Die Idee mit den Hebel-Sauger ist eigentlich Klasse – wenn nicht der geringe Hub wäre. Der Hub bestimmt die Saugkraft/Haltekraft. Hier beträgt der Hub gerade mal 2mm. Vergleichbare Hebelsauber bei Navi´s haben mehr als doppelt so viel.
      Dennoch stört das nicht. Der Filter ist sehr leicht und im Wasser fast schwerelos. So genugt das Kabel, um ihn an Ort und Stelle zu halten….

      Ein Wort zum Gehäuse:
      Die Idee mit dem dreieckigem Gehäuse ist wohldurchdacht und macht den Filter schlank und nahezu unsichtbar. Die glatte Rückseite hilft bei der Befestigung – auch wenn der Sauger versagt.

      Ein Wort zu den Filtermatten:
      Anfangs ging ich davon aus, dass die Matten zu fein und zu dünn sind. Da hab ich mich geirrt! Sie funktionieren ausgezeichnet.
      Es gibt im Netz den Tipp, weitere Filtermaterialen wie keramische Elemente in den Filter zu geben. Meine Erfahrung: nutzlos, kostet nur Geld. Ein HMF funktioniert eben am besten in seiner ursprünglichen Form – mit Matten.
      Was man allerdings machen sollte: der Filter sollte so groß wie möglich sein. Wenn also Zusatzmodule angebracht werden können, dann sollte man das auch tun.

      Fazit:
      Wenn dieser dämliche Motor nicht wäre, könnten man den Filter uneingeschränkt empfehlen. So, das ist meine Meinung, ist er nur für sehr schwach bis schwach besetzte Becken geeignet. Und die Empfehlung für die Beckengröße ist darauch ebenfalls zu halbieren….
      mfg
      David Teichfloh

      ( ich weiß ja nix von Fischen ... )
    • Fünf Umlenkungen mit 90°??? Wer denkt sich den sowas aus! Ist ja Irrsinn!

      Der Vater eines Bekannten wollte immer alles 1000%ig machen und der wollte einen Wasseranschluss für Brunnenwasser im hinteren Teil des Gartens haben. Der hat für teuer Geld lauter Kupferrohre gekauft und die Leitung um seine abgezirkelten Beete herum verlegt, auch mit 90°-Kurvenstücken. Er hat sich dann lautstark beim Baumarkt beschwert, dass die Pumpe jawohl totaler Mist wäre, weil am Ende nur ein Rinnsal herauskam.
      Sein Sohn hat ihm dann einen schönen und günstigen Schlauch verlegt, ging viel schneller und das Ergebnis war prima.


      Super, dass es mit dem Umbau geklappt hat!
      Liebe Grüße von BaBo
    • Update....


      1) Der HMF-Filter mit der neuen Pumpe läuft
      ausgezeichnet. Das ist ein großer Unterschied zu originalen Pumpe - die war nach einer Woche fast "zu".
      Daher "darf" der Filter das Aqua nun allein versorgen - der AQ70, der bisher leer mitlief, geht in den Ruhestand.


      2) da war doch mal war mit Algen???
      Vor gut einem Jahr hab ich das 66-Becken aufgesetzt. Damals hatte ich Probleme mit Cyano-Algen. Die bekam ich mit (dem wirklich letztem) Mittel AlgExit weg - allerdings gingen auch alle anderen Pflanzen mit drauf. KEINE Lösung also!
      Auf der ältesten Fingerwurzel waren noch ein paar Spuren von den Algen zu sehen. Und jetzt zeigt sich die Alge
      wieder. Soetwas zähes!
      Nun, jetzt darf sie bleiben....
      mfg
      David Teichfloh

      ( ich weiß ja nix von Fischen ... )
    • Hallo,

      so nun mal Neues!
      Ihr kennt das ja: manchmal ist es eben langweilig. Was macht man als Aquarianer? Man schaut ins Aqua.
      Trotz der Wärme hier, es sind 26 Grad im Aqua und 28 in der Wohnung, scheind es allen gut zu gehen. Bis auf… die Amanos. Die hängen mir zu oft oben, an den Schwimmpflanzen. Da fehlt doch nicht etwa Sauerstoff?
      Erinnern wir uns: je wärmer das Wasser, deso weniger Sauerstoff ist drinnen. Den Fischen reicht es, den Schnecken auch. Und auch den die RedFire-Garnelen. Die vermehren sich inzwischen prächtig.

      Abhilfe für die Amanos:
      - Wasseroberfläche bewegen
      - kühlen
      - Sauerstoff zuführen

      Die Wasseroberfläche wird durch den Filterauslauf meines „Fast“HMFs bewegt. Der war heute übrigends in der Reinigung – was für ein Schmodder nach einem Monat sich im Steigrohr angesammelt hatte! Die Bewegung ist also gut…

      Kühlen könnte ich mit einem kleinem Ventilator, den ich auf die Wasseroberfläche richte. Leider hab ich den verschmis… verlegt. Außerdem machen 26 Grad allen Tieren im Aqua eigentlich nichts aus.

      Also: Sauerstoff zuführen. Wie macht man das? Nun, mit einem Sprudelstein!
      Der müßte doch eigentlich noch irgendwo herum liegen…. Tut er auch. Allerdings machte er mir klar, dass er seine besten Tage schon hinter sich hatte. Er ist zerfallen.
      Aber in der Reservekiste ist noch mehr….

      Ein Luftheber. So ein Ding, mit dem man Wasser fördern kann. Ist nichts weiter als ein Rohr, oben rechtwinklig abgewinkelt, unten offen, an der Seite die Zufuhr für Luft. Man braucht noch eine Luftpumpe und einen Schlauch.
      Hab ich! Die Luftpumpe, nichts ganz leise, steht auf dem Balkon. Da stört ihr Brummen nicht. Der Schlauch geht nach drinnen.
      So ein Luftheber hat ein paar Vorteile:
      - er ist, richtig angebracht, leise
      - er fördert Wasser mit Luft – und nicht wenig
      - er bringt Luft mit Wasser gut in Verbindung = das brauche ich
      Nachteil: die Luftpumpe. Ist immer zu laut und nicht schlafzimmertauglich. Nun, meine steht draussen…
      Der Luftheber hat eine Besondertheit: die Luft wird nicht einfach ins Rohr geblubbert, sondern es gibt einen feinen Verteiler. So entstehen kleine Luftblasen, die die Förderleistung erheblich steigern – und die Luft innig mit dem Wasser in Verbinung bringen. So gelangt viel Sauerstoff ins Wasser.

      Aufgebaut, mit zwei Saugnäpfen im Aqua befestigt – fertsch!
      Geht klasse und mir gefällts.
      Den Garnelen auch? Nun, jetzt sind sie wieder im ganzem Aqua unterwegs….

      mfg
      David Teichfloh

      ( ich weiß ja nix von Fischen ... )
    • hoher Phosphat-Wert im Schwarzwasser .... und Hilfe dagegen


      ich habe ein Weichwasserbecken mit Schwarzwassereffekt - soviel zur Erklärung.
      Jetzt bin ich in den Besitz eines Phosphat-Tests gekommen und hab gleich mal drauflos gemessen. Und? Nicht messbar, dunkelblau und damit viel zu hoch. Mit einer Verdünnung von 2:1 hab ich mehr als 80mg/l im Becken.
      Ein Fehler?
      Also das Trinkwasser messen: 0,1 mg/l - der Test scheint in Ordnung zu sein.
      Könnte also etwas im weichem Schwarzwasser den Test beeinflussen? In der Literatur habe ich nichts gefunden.

      Stört der hohe Wert? Eigentlich nicht - es sei denn, man hat Algen. Aus meinen Altwasser-Becken weiß ich, das ein hoher Phosphat-Gehalt schnell zu Pinselalgen führen kann. Allerdings gibt es dort auch einen hohen Nitrat-Gehalt...
      In der Literatur habe ich nun gefunden, dass hohe Phosphatgehalte ebenfalls zu Grünalgen und Pinselalgen führen sollen - wenn zu wenige Pflanzen im Becken sind. In meinem Fall zur Chlorophyta, einer Grünalge, die gern Polster bildet:



      (ich hate sie schon einmal, im Vorgänger dieses Aquas, ein 54l. Damals habe ich sie mit AlgExit bekämpft - erfolgreich, aber unter Verlust ALLER anderen Pflanzen!! Also nicht nachmachen)
      Da war sie wieder. Die Fingerwurzel stammt aus meinen altem 54 - ich hatte sie geschruppt und mit heißem Wasser abgewaschen....
      Nun, jetzt darf sie bleiben. Mal sehen, wie sie sich entwickelt.

      Gegen den hohen Phosphat-Gehalt will ich etwas tun. Woher kommt er?
      - Wechselwasser: nein, 0,1mg/l
      - Futter: möglich, aber soviel füttere ich nun auch nicht. ABER: im Schwarzwasser habe ich kaum Pflanzen = Verbraucher!
      - Torf: möglich, hab aber nichts gemessen

      Wie bekomme ich diesen großen Wert (größer 80mg/l) runter?
      1) WW - da ich mein Wasser aufbereite, nicht so gut möglich. Aber derzeit fülle und wechsel ich mit getorftem destilliertem Wasser. Ein kleines Osmose-Gerät hab ich mir bestellt....
      2) Phosphat-Binder, also ein chemischer Filter:
      - die sind, zu meiner Überraschung, doch recht teuer und, wenn ich richtig gelesen habe, nicht ergiebig.
      - Eisen als Späne: verbindet sich mit Phosphat zur unlöslichem Eisenphosphat - hab ich nicht. Die früher empfohlenen Topfkratzer sind inzwischen aus Edelstahl - geht nicht!
      - Eisenoxid: gibt es als Granulat, heißt Phosphatabsorber. Im Laden recht teuer. Im Netz viel billiger. Und hohes Bindevermögen.
      Das Eisenoxid hab ich ausprobiert. Da sollen 30g für 100l Wasser a 6 Monate ausreichend sein. Mein Rucksackfilter faßt 50g. (das sind ca. 25 Cent pro Anwendung!)

      Erfolg: nach einer Woche hab ich erneut gemessen: 0,3mg/l waren noch da!
      Das Granulat war ganz schwarz geworden, sollte aber noch weiteres Phosphat binden können.

      Ob das etwas bringt? Ja, gegen den Phosphatgehalt hilft es. Und den Tieren und Pflanzen schadet es nicht - der Phosphatabsorber ist ein reines Naturprodukt, es ist Roteisenerz.
      Die Alge wird es nicht stören - sie kann Phosphat speichern und wird daher bestensfalls mit großer Verzögerung reagieren. Oder auch nicht - sie darf bleiben....
      mfg
      David Teichfloh

      ( ich weiß ja nix von Fischen ... )
    • Update:

      Hi,
      das hat man nun davon: Ich hab nachgelesen, (fast) alles über Phosphor und Phosphate. Und jetzt bin ich (ein) wenig schlauer als zuvor...

      - Phosphate sind sehr reaktiv. Sie reagieren mit vielen Stoffen, z.B. Eisen, und lagern sich gern im Boden ab. Wenn man dann große WW macht, können sich die Phosphat rücklösen...

      - ich habe keine Info darüber gefunden, ob und wie Torfwasser irgend einen Einfluß auf das Meßergebnis bei der Phosphat-Messung hat. Nur die Farbe hat Einfluß. Ich hatte mit zwei verschiedenen Test-System gemessen. Und das mehrmals - gleiches Ergebnis: abartig hoher Phosphat-Gehalt im Becken. Das WW (getorftes Wasser) hat nur 0,3mg/l, mein Trinkwasser 0,1mg/l .

      - es gibt gegen zu hohen Phosphar-Gehalt a) Austauscherharze und b) Absorber und c) Wasserwechsel.
      WW geht bei mir nicht so schnell, da ich das Wasser ja torfen muß.
      Austauscher fallen weg. Wie der Name sagt, tauschen sie aus. Und da die mit Salz (NaCl) regeneriert werden... ist das besser was für das Nudelwasser.
      Absorber absorbieren, meist Phosphat und Silikat. Gibt es auf Eisen- und Alubasis.

      - Absorber funktionieren in den ersten Tage am besten, dann langsamer - kann ich bestätigen. Ich verwende den Absorber auf Eisenbasis - sprich: Roteisenerz, kleingemahlen (2-4mm). Ein Naturstoff.

      - im Trinkwasser in D kommt Phosphor normalerweise nur in Spuren vor.
      Aber Polyphosphat eignen sich seht gut, um die (Eisen)Leitungen zu schützen und unerwünschte Stoffe wie Rost und Trübungen zu "maskieren) - Toll!
      Leider müssen sie nicht gekennzeichnet werden und werden daher "gern" eingesetzt. Polyphosphate haben einen Lebensdauer von ca. 4-8 Wochen und zerfallen dann. Erst dann kann man sie mit unseren Mitteln messen. 2xToll!
      (es "soll" aber so gehen: Tinkwasser messen, dann kochen, abkühlen lassen und erneut messen. Die Diff. sind die Polyphosphate.)
      Was mich überrascht hat: fast alle Info zu Polyphosphaten stammen von/vor 2014. Neuere gibt es in den Foren nicht - aber sehr wohl auf den Seiten der Chemie Anbieter. Hier werden Polyphosphate als
      "Allheilmittel" angepriesen!
      Ach ja - Polyphosphate "können" Kupfer aus Leitungen lösen - 3xToll!

      Als Quelle für Phosphate kommt also eigentlich nur noch das Futter in Frage. Was bei mir, als Sonderfall Schwarzwaser, sicherlich den größten Einfluß hat, ist das Fehlen von Verbrauchern - Pflanzen.
      Was für das Anreichern von Phosphaten spricht, ist das zeitliche Auftreten von Algen und hohem Phosphat-Gehalt. (Ich weiß: nicht immer ist ein hoher Phosphat-Gehalt Auslöser für Algen....) Ich hab mal in meinen Unterlagen nachgesehen: in all meinen Auqas bisher hatte ich nach mehr als 6 Monaten das Auftreten von Algen verzeichnet.
      Zumindest bei mir paßt das zusammen.
      Nach der Behandlung mit dem Absorber hat meine Alge ihre satt grüne Farbe verloren und ihr Wachstum eingestellt. Und jetzt gehen auch die Garnelen an sie - das taten sie vorher nicht. Na, mal sehen, wie sich
      das entwickelt....


      Update2:
      ich hab mir einen "billige" Umkehrosmose-Anlage zugelegt...
      mfg
      David Teichfloh

      ( ich weiß ja nix von Fischen ... )
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