Guppy Gebärstation


    • Timmy88
    • 251 Aufrufe 20 Antworten

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    • Guppy Gebärstation

      Hallo, ich habe heute meine 3 prallen Guppy-Damen in sog. Ablaichkästen setzen müssen, da ich noch 2 Skalare aufnehmen musste und ich die jetzt natürlich nicht mehr raus bekomme, sind einfach zu schnell. ;)
      Muss ich bei den Guppy-Damen in "Einzelhaft" noch auf etwas spezielles achten, oder einfach schwimmen lassen, füttern und warten bis die "Kleinen" da sind?

      Gruß
      Chris

    • HiHi Chris

      Passt schon. Du solltest bei diesen "Schwimmschulen" - so heißen die wohl offiziell ? - nur auf eine gute Durchströmung achten.

      Bei anderen Fischen, vielen Salmlern etwa, würde ich auf eine Beschattung durch Pflanzen achten, aber das ist bei Guppys wohl nicht ganz so existenziell. Trotzdem würde ich ihnen ein bisserl Grünes spendieren, damit sie das Gefühl der "Deckung" haben. Denn wenn ich mich recht entsinne, verkriechen sich hochträchtige Guppy-Weibchen ganz gerne zum Werfen einsam ins Dickicht.

      Viel Glück,
      Stefan
    • Hallo,

      hast Du Dich mal gefragt, wohin mit den vielen Guppynachwuchs?
      Lass der Natur ihren Lauf und lass die trächtigen Guppyweibchen im Aquarium und nicht in so einem Quälkasten!
      Nachwuchs produzieren die Guppys jede Menge, soviel können die Skalare gar nicht fressen.
      Gruß Wolfgang
      ___________________________

      Sollte...Hätte...Könnte...Würde... ---> MACHEN!
    • Hallo Chris,

      wenn Du Guppynachwuchs haben willst, dann nimm doch ein 30l oder 40l Becken, dies eingerichtet mit viel Grünzeug, dann die trächtigen Weibchen einsetzen und gut ist, da kommen dann jede Menge durch.
      Aber doch nicht in solch kleinen, nicht Tiergerechten Kästen, dass ist Stress pur für die Fische.
      Gruß Wolfgang
      ___________________________

      Sollte...Hätte...Könnte...Würde... ---> MACHEN!
    • HiHi Chris

      Wozu es solche Ablaichkästen überhaupt gibt? Die dienen ja nicht zur Dauerhaltung der Fische, sondern dazu, dass ein geschützter Raum entsteht, in dem die Mutter ablaichen oder unbelästigt gebären / werfen kann. Danach setzt man das Muttertier wieder frei und hat einen Aufzuchtraum für den Nachwuchs in den ersten Tagen, in dem ihm nicht nachgestellt werden kann. Ist halt eine Möglichkeit zur Vermehrung in nur einem Gemeinschaftsbecken.

      Ist jetzt keine Strategie für großangelegte Zucht, aber ne gute Möglichkeit zur Bestandserhaltung. Auf diesem Level würde ich das sehen. Es gibt zudem ja auch ne Menge Fischarten, die auch innerartlich kannibalisch sind, ihren Nachwuchs nicht verschonen. Bei ablaichenden Fischen fallen die Eier dann durch den Gitterrost – und sind auch vor dem Hunger der Mutter geschützt.

      Ein eigenes Zuchtaquarium ist zwar besser, macht aber halt mehr Aufwand.

      Dann mal Viel Glück für die Kleinen. Wieviele sind es denn schon?

      Stefan
    • Timmy88 schrieb:



      Finde die auch nicht besonders toll, aber warum gibt es die dann überhaupt?
      Warum es diese Kästen überhaupt gibt?

      Das weiß ich auch nicht, in meinen Augen sollten die verboten werden, ich sehe das als Stress und Quälerei für die Fische an.
      Gruß Wolfgang
      ___________________________

      Sollte...Hätte...Könnte...Würde... ---> MACHEN!
    • So, nachdem es jetzt über 20 sind habe ich sie mal umquartiert in einen Anhängerahmen mit Gazee, so bekommen sie gut Wasser und haben jetzt erst mal ihre Ruhe um sich zu entwickeln. Hoffe ich. Auch ist so etwas mehr Schwimmraum. ;)
      Ein spezielles Weibchen habe ich noch in einem sog. Guppytank damit sie ablaichen kann, dann kommen die kleinen zusammen.
      Gruß
      Chris
    • HiHi zusammen

      Was soll ich sagen? Ne Geburt - egal wo - ist immer maximaler Stress und "very special"!

      Dabei ist die Sache für mich so klar: Ne schwangere Frau braucht zur Geburt kein Riesen-Fußball-Stadion und Riesenplatz außenrum, nein, ein nettes kleines Zimmer im Kreissaal mt einem Bett und ne Wanne zum Entspannen. Ist das so schwer zu verstehen? Ich war bei zwei-einhalb Geburten dabei: Man geht dazu eigentlich nie aufs Open-Air-Festival unter die tanzende Meute... Platzfragen sind nicht wirklich relevant...

      Und bei gebährenden Fischen ist es wohl ähnlich: die brauchen gleichermaßen Ruhe und Schutzzonen, kein Remmidemmi umkreist von hungrigen Skalaren! (DAS ist Stress im Quadrat.)

      Insofern passt es für mich persönlich schon, dass man da über solche Behältnisse stressfreie und sichere Räume für die werfende Mutter zu schaffen sucht.

      Und: Niemand hält ne Menschen-Frau längere Zeit im Kreissaal gefangen - und niemand ein Guppy-Weibchen im Ablaich-Kasten. Nach dem Werfen dürfen sie wieder raus.... Gerne auch ins Fußballstadion oder nach Balingen aufs Heavy-metal-Festival... oder zu den Skalaren. Aber halt hinterher...

      Wollen nicht die geburts-erfahrenen DAmen des Forums ihre Einschätzung kundgeben? Da reden wir Kerle und Männer - ohne gebärfreudiges Becken - untereinander. Und wo seid Ihr?

      Für mich ist Chris kein Tierquäler, sondern er/sie hat eigentlich in meinen Augen alles richtig gemacht. Die Mutter für die Geburt isoliert, die Kinder gerettet! Und für gute Start-Bedingungen gesorgt. Das ist doch eigentlich super für einen Aquarianer.

      Stefan


      P.S. Für die Hypermoralisten und Peta-Jünger unter uns: Darf man Fische überhaupt in Glaskästen halten?

      (Da diskutiere ich dann aber nicht mehr mit! Habe zwei pubertierende Hypermoralisten-Kinder daheim am abendlichen Küchentisch, das reicht mir...! Die zwinge ich gerade dazu, Arnold Gehlen zu lesen, der diesen Begriff - ich glaube es war 1969, gegen Habermas - ja erfunden hat :ablv: . )

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Prestutnik12 () aus folgendem Grund: Habermas muss rein!

    • Hallo Männer,
      dann will ich mal den Senf meiner einen Geburt dazugeben:
      Ich hätte lieber in dem Kasten gesessen als von einer Horde hungriger Skalare umkreist zu werden.
      Die Guppydamen ziehen sich zum Werfen ja auch zurück.
      Nicht in Höhlen, Kästen oder dergleichen,aber ins Dickicht.
      Und wenn das nicht da ist, hinter den Innenfilter oder den Heizstab.
      Da allerdingsist es durchaus enger als im Kasten, aber ruhiger.
      Ich habe keine Ahnung, ob die Guppyfrau das auch so entschieden hätte,
      und auch ich möchte mich nicht der Diskussion hingeben, ob Fische in Glasksten gehören.
      Stefan, deine Herangehensweise ist mir sympatisch.
      Die Frage ist nur, ob sie nicht etwas ZU vermenschlicht ist.
      Die Natur hat den Millionenfisch dazu auserkoren, dass viele Jungtiere nicht überleben, aber
      das Überleben anderer sichern.
      Das allein nimmt ja schon die menschliche Haltung von Zierfischen auseinander - so man sie nicht wie ich
      auschließlich dazu hält, Lebendfutter zu produzieren. Deshalb gibt´s bei mir auch keinen Kasten.
      Der Natur ihren Lauf zu lassen, ist nicht immer Tierschutz.
      Es nicht zu tun, vielleicht auch nicht. Aber die durchkommenden Jungguppies würden es Chris danken.
      Viele Grüße, Corinna :fish:
      Glück ist, wenn du gesund bist und wenn die, die du liebst, auch gesund sind.
    • Hallo zusammen,

      als ich vor über 30 Jahren mein erstes Aquarium hatte, war eines der ersten gekauften Gegenstände ein solcher Ablaichkasten. Würde ich heute wieder junge Lebendgebärende durchbringen wollen, würde ich diesen Kasten wieder einsetzen. Man packt einen Fisch ja nicht aus Spaß mehrere Wochen da rein, sondern lediglich zum Ablaichen. Danach wird der Fisch ja wieder freigelassen. Für mich ist da überhaupt nichts verwerfliches dran!

      Die Frage ob man Fische überhaupt in einem Aquarium halten sollte, ist nicht ganz so einfach zu beantworten: Ja, weil sie uns Freude bereiten. Und nein, weil es meiner Meinung nach gar keine artgerechte Haltung in einem Glaskasten geben kann. Uns Aquarianern bleibt nur die Aufgabe die Lebensbedingungen für unsere Schützlinge so gut wie möglich zu gestalten.


      Gruß Roland
    • Schniefxx schrieb:

      Stefan, deine Herangehensweise ist mir sympatisch.

      Die Frage ist nur, ob sie nicht etwas ZU vermenschlicht ist.

      Well, my Dear,

      was soll ich tun? Ich bin seit mehr als 5 Jahrzehnten ein Mensch, eine anthropomorphistische Sichtweise gehört halt zu mir. Da kann ich - bei aller hermeneutischen Entfremdung - nicht drüber weg. Das bin eben ich, homo stefani sapiens. (Ich konnte die Welt noch nie aus der Sicht der Engel oder der Amöben betrachten.)

      Und je älter ich werde, desto mehr glaube ich an Universalien - Gemeinsamkeiten - des Lebens. Deshalb auch die Parallele zu Menschenfrauen.

      Radikaler formuliert: Auch, wenn eine Reihe namhafter Fisch-Biologenden Sprotten generell die Fähigkeit zu Leiden oder Schmerzempfinlichkeit absprechen. Ich fürchte, sie irren da...

      Nö! Ich habe kein Problem mit meinem alteingesessenen Anthropomorphismus, ich habe eher ein Problem, wenn all das dann mit einer überstilisierten Ethik und Moral verknüpft wird. Ich konnte mit Ethik halt noch nie was anfangen. (Tsss... Ethik, Moral, Hypermoral... Oje! Wir Logiker sind halt nun mal das feindliche Lager.)

      Aber im Grundgedanken, dass Wirbeltiere leiden können - und dass es unser Job ist, dieses Leiden zu minimieren - da treffe ich mich schon mit all den seltsamen Moralisten. Auch, wenn ich sie sonst so gar nicht leiden kann! :denknach:

      Es ist schon wichtig, fest zu stellen: Wir reden darüber, was denn nun konkret das Leiden ist. Und wo es im konkreten Fall bei Fischen anfängt.

      Dass es dieses Leiden gibt - und dass es verhindert werden muss / sollte, da treffe ich mich doch sofort mit Wolfgang oben! Da geht kein Blatt Papier zwischen uns. Wir diskutieren eher darüber, WO Leiden beginnt...

      Das ist es, was mich von Wolfgang (hier konkret) und von Peta, den Pienzen und den Hypermoralisten (im Allgemeinen) trennt.

      Jo, ne, so irgendwie, hab' ich das wohl irgendwann so gemeint,

      Stefan :cool:

      - der gerade heute mit seinem hypermoralischen Buben über die Ethik des ollen Aristoteles heftig streitet... :hammer: :hammer: :hammer: - und der sich aufregt, dass dieser kleine Viertel-Pfosten einfach nicht zugibt, dass ich natürlich Recht habe...! :yes: Absolut! :motz:
    • Bitte keine Aufregung hier, alles gut. Mutter ist wieder on Tour und die 25-30 Babyguppies habe ich erstmal in ein Brutnetz zum einhängen gesetzt, da schwimmen sie munter rum. Habe auch etwas Hornkraut rein damit es etwas wohnlicher wird. ;)
      Jetzt muss ich mal schauen wie ich die aufpäpple so das sie die Skalier nicht mehr als Futter sehen. Gebe jeden Tag 2-3 mal etwas Staubfutter.
      Wie lange geht das etwa ?

      Chris
    • Hi Chris,
      niemand regt sich auf, das ist doch eine schöne, muntere Diskussion.
      Wir müssen nicht alle einer Meinung sein.
      Für dich ist es die einzige Möglichkeit, ein paar Guppies durchzubringen.
      Dann nutze sie. Es wird ein paar Wochen dauern, bis sie den Zentimeter überschritten haben
      und nicht mehr in Skalarmäuler passen.
      Ich habe in meinem Pflegebecken Jungfische in einer Filterkammer.
      Dort werden sie gemâstet, bis sie nicht mehr als Futter enden. Dann dürfen sie raus.
      Ja, da ist es dunkel und einsam... Also dreisam...
      Aber es würde sie sonst nicht mehr geben.
      Und klar, auch das ist vermensclicht, denn die Natur hat das so nicht vorgesehen:
      Lieber überlebt als gefressen.
      Nicht umsonst werden Tiere in Gefangenschaft oft älter als in Freiheit.
      Und eigentlich ist das doch gar nicht so schlecht.
      Viele Grüße, Corinna :fish:
      Glück ist, wenn du gesund bist und wenn die, die du liebst, auch gesund sind.
    • HiHi zusammen

      Da hat unsere Corinna völlig Recht, da gibt es aktuell noch keinerlei Aufregung! (Zumal Wolf und ich alte Foren-Kumpels sind, die es durchaus ertragen können, auch mal freundschaftlich-unterschiedlicher Meinung zu sein.)

      Chris, Du hast aber insofern Recht, dass mich dieser Ethik-Kram derzeit sehr beschäftigt. Und auch nervt. Schuld dran sind aber diese hypermoralistischen Lehrerinnen im Schulfach Ethik (aber auch in Geschichte, beispielsweise), die ihre oftmals doch eher geringen Fachkenntnisse mit gaaaanz viel Überzeugung und „Gutmenschentum“ zu kompensieren suchen! Ja, deshalb habe ich meine Krampen auch zur Aristoteles-Lektüre verdonnert, wo die Tugend nicht im Maximieren von „Gutem“ ad infinitum besteht, sondern im Bereich des richtigen Maßes und der Mitte.

      War natürlich auch ein Schuß ins eigene Knie, denn jetzt wollen sie darüber mit mir diskutieren...

      flucht
      Stefan :cool: