Invitro Pflanzen


    • Maxb
    • 515 Aufrufe 17 Antworten

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    • Invitro Pflanzen

      Hi zusammen,

      ich habe Anfang Februar mein kleines 80 Liter Becken wieder in Betrieb genommen.

      Bei unserem lokalen Zoohandel haben sie auf invitro Pflanzen umgestellt. Aus dem Topf bzw. Becken gibts da gar nichts mehr.

      Bisher bin ich echt begeistert. Die wachsen gut, keine Schnecken und ein Becken fast ohne Algen von Anfang an.

      Sind halt relativ kleine Pflanzen die ne Weile gebraucht haben um anzuwachsen. Aber jetzt gehts gut.

      Was habt ihr für Erfahrungen mit Invitro gemacht?

      Gibts Nachteile die sich mir nicht erschließen? Wenn nicht warum sollte man überhaupt noch Topf kaufen und sich ggf. Schnecken oder Algenarten einschleppen?

      Lg

      Max
    • Hallo,

      ich kann Stefan´s Meinung nur zustimmen, allerdings mit einer Ausnahme:
      Hat man viele "fleißige" Bodenbewohner, wird man mit Invitro-Pflanzen nicht viel Freude haben. Ich habe nun 2x versucht Invitro Staurogyne repens einzupflanzen. Tja, die Welse haben über diese Winzlinge nur gelacht! Letzte Woche dann der Versuch diese Pflanze in Topfform einzupflanzen scheint zu klappen. Bisher zumindest!
      Bei einer Neueinrichtung ist Invitro kein Problem, sogar sehr zu empfehlen, aber im laufenden Betrieb tue ich mich da schwer. Vielleicht hatte ich aber auch nur Pech. Meine Staurogyne repens waren max. 1 cm lang! Mit Welsen hat man da keine Chance solche Winzlinge groß zu kriegen.


      Gruß Roland
    • Hallo zusammen,

      der Thread ist zwar nicht mehr ganz jung, trifft meine Gedanken jedoch sehr gut.

      Ich überlege auch, mir in vitro Pflanzen beim Einrichten ins neue Becken zu setzen, v.a. weil ich ungebetene Gäste nicht soooo gern habe. Ich weiß wohl, dass Schnecken auch beim Einfahren nützlich sind, hätte aber gerne die Kontrolle darüber, wer sich bei mir einnistet.

      Ihr sagtet ja, die Pflanzen seien recht klein und bräuchten länger zum Anwachsen. Wie lange dauert es denn, bis die in vitro-Pflanzen eine gute Größe erreicht haben?

      Nach dem Einfahren werde ich wohl, was den Besatz betrifft, mit Panzerwelsen beginnen, gefolgt von einem Antennenwels, bevor später der Rest dazukommt. Ich möchte natürlich nicht, dass er mir die Pflanzen gleich zunichte macht. Daher meine Frage...

      Wie seht Ihr das? Und würdet Ihr bei reiner in vitro Bepflanzung zusätzlich Schnecken in der Einlaufphase einsetzen? Wenn ja, welche?

      Liebe Grüße,
      Julia
    • Hallo Julia,

      wie ich weiter oben schon schrieb, sind solche Pflanzen im Töpfchen wirklich winzig. Man kriegt damit keine Schnecken ins Aquarium, das stimmt schon, aber ob ich mit Ausnahme von Bodendeckern nochmal zu Invitro greifen würde? Eher nicht! Bei den Bodendeckern braucht man ja eine große Menge an einzelnen Pflanzen, da macht Invitro tatsächlich Sinn, alles weitere würde ich in Töpfen kaufen.
      Die Sache mit den Schnecken lässt sich ohnehin kaum aufhalten. 1x in der Börse- oder von einem Bekannten einen Ableger mitgenommen, hast Du sie sowieso im Becken. Wenn Du nicht zu üppig fütterst hat man die Population auch ganz gut im Griff. Posthorn- oder Turmdeckelschnecken, die man sich mit den meisten Pflanzen einfängt, machen durchaus Sinn im Aquarium und sind keine Plage, sondern eine gute Putzkolonne.

      Ein Tipp am Rande: Wenn ich lese dass Du einen Antennenwels halten willst, werden die kleinen Schnecken das kleinste Übel in Deinem Aquarium sein. Filigrane Pflanzen kannst Du mit diesen ruppigen Gesellen vergessen. Das würde ich mir nochmal gründlich überlegen. Ich bin froh dass ich meine zwei Antennenwelse endlich aus dem Becken raus habe und einen Abnehmer dafür gefunden habe.

      Anwachsen werden Invitro-Pflanzen auch schnell, sie brauchen aufgrund der geringen Größe halt wesentlich länger bis sie groß sind, oder stabil genug um einem Antennenwels standzuhalten. Wobei bei diesen Welsen die Größe der Pflanze egal ist, denn die schaffen es mühelos selbst große Stöcke auszugraben.


      Gruß Roland
    • Roland schrieb:




      Ein Tipp am Rande: Wenn ich lese dass Du einen Antennenwels halten willst, werden die kleinen Schnecken das kleinste Übel in Deinem Aquarium sein. Filigrane Pflanzen kannst Du mit diesen ruppigen Gesellen vergessen. Das würde ich mir nochmal gründlich überlegen.
      Hallo zusammen,

      Wenn man das ganz genau beurteilt, dann dürfte man auch keine Corydoras einsetzen, da haben bei der Neueinpflanzung filigraner Pflanzen, diese auch keine Chance!


      Roland schrieb:




      Anwachsen werden Invitro-Pflanzen auch schnell, sie brauchen aufgrund der geringen Größe halt wesentlich länger bis sie groß sind, oder stabil genug um einem Antennenwels standzuhalten. Wobei bei diesen Welsen die Größe der Pflanze egal ist, denn die schaffen es mühelos selbst große Stöcke auszugraben.
      Ich hatte in meinem Südamerika Becken u.a. jahrelang einen Antennenwels drin, was ausgegraben hat der in etlichen Jahren überhaupt nicht, lediglich die Blätter der Echinodorus Pflanze, lies er sich schmecken.
      Dann muss man sehen wohin die Reise geht, entweder tolle Pflanzen, oder tolle Fische.
      Bei mir waren es letztendlich die Fische, dadurch Echindorus raus, Cryptocorynen und Tigerlotus rein und alles war wieder gut.
      Gruß Wolfgang
      ___________________
    • Ach Wolfgang,

      wäre es doch nur so einfach eine Besatzfrage so pauschal beantworten zu können. Ich denke dass es wohl mehrere Faktoren zu beachten gilt, ganz besonders halt welche Pflanzen man einsetzt. Mit Corydoras hatte ich selbst mit kleineren Pflanzen keine Probleme. Wohl aber mit Antennenwelsen. Monatelang hatte ich mehrmals pro Woche mit der Pinzette ausgerissene Pflänzchen wieder einsetzen müssen. Das war meine Erfahrung mit diesen Tieren! Und deshalb bin ich froh dass ich diese Randalierer losgeworden bin.


      Gruß Roland
    • Danke für Eure Antworten.

      Hm, dann vllt doch keine invitros...

      Angst vorm Ausgraben habe ich eigentlich nicht - eher davor, das die Pflanzen beim bzw. nach dem Einfahren noch zu klein sind.

      Dann nehme ich doch normale Pflanzen und hoffe, dass sie nach dem Wässern nicht mehr zu viele Schneckeneier tragen.

      Gegen Posthorn- und Turmdeckelschnecken habe ich rein gar nichts, im Gegenteil. Lediglich die Blasenschnecken werden mir schnell zur Last (zumindest habe ich das noch so in Erinnerung :cool: - die letzte Erfahrung ist ja schon über 10 Jahre her...)

      Liebe Grüße,
      Julia
    • Hallo Stefan,

      stimmt, da hast Du Recht.

      Wässern in kohlensäurehaltigem Wasser? Das werde ich ausprobieren. Reicht da das normale Sprudelwasser aus Trinkflaschen?

      Kaliumpermanganat klingt nach großer Sauerei :schiel: Mit Baby im Krabbelalter zuhause für mich keine gute Option :noe:
    • Roland schrieb:




      wäre es doch nur so einfach eine Besatzfrage so pauschal beantworten zu können. Ich denke dass es wohl mehrere Faktoren zu beachten gilt, ganz besonders halt welche Pflanzen man einsetzt. Mit Corydoras hatte ich selbst mit kleineren Pflanzen keine Probleme. Wohl aber mit Antennenwelsen. Monatelang hatte ich mehrmals pro Woche mit der Pinzette ausgerissene Pflänzchen wieder einsetzen müssen. Das war meine Erfahrung mit diesen Tieren! Und deshalb bin ich froh dass ich diese Randalierer losgeworden bin.
      Hallo Roland,

      bei mir gab es so gut wie keine kleinere Pflanzen, die mir der Antennenwels hätte rausrupfen können. Mir waren damals robustere Pflanzen wie verschiedene Cryptocorynen, Echinodorus sowie Anubien, Javafarn und Vallisnerien lieber.
      Wenn mein Antennwels mal ne Echinodorus zerlegt, egal, kaputte Pflanze raus, neue rein.
      Klar, bei Dir sah das anders aus, ich hätte auch keinen Bock gehabt immer und immer wieder, mit einer Pinzette kleine Pflänzchen neu einzupflanzen. Bei sowas sieht die Besatzfrage natürlich anders aus.
      Gruß Wolfgang
      ___________________
    • Julia!

      Simples Mineralwasser? Nun, besonders bewährt hat sich angeblich, wenn das Wasser aus den Tiefhöhlen der Ardeche in sternklarer Nacht bei Neumond gewonnen wurde. Abgefüllt von einer blondgelockten Jungfrau, die auf einem weißen Einhorn angeritten kommt. Bevor ein esoterischer Chemienobelpreisträger das Wässerchen dann freundlich mit Kohlensäure versetzt, sollte sicherheitshalber nochmal ein keltischer Druide seinen Segen geben... Bei Cryptocorynen und Froschbiss - beispelsweise - sollte man allerdings den Altkelten durch einen mongolischen Schmerzschamanen ersetzen. Sicherheitshalber. Für Aquascaper.

      Allerdings habe ich auch gehört - ich mag es kaum glauben - dass es gar Leute gibt, die einfach im nächsten Aldi ne Buddel Mineralwasser kaufen... Selbst an SAmstagen! Hauptsache viel Kohlensäure,

      consideriert
      Stefan


      P.S. Einen Krabbler hast Du daheim? :top: Na, dann bist Du ja gut beschäftigt! Glaube ich zumindest: Denn ein konkretes Zurückerinnern an diese Phase meiner Krampen habe ich in Folge notorischen Schlafmangels leider so gar keine mehr... Ich weiß nur noch, dass wir so ziemlich alles auf Schränke und Kühlschränke hoch geräumt haben. Ich fürchte, vieles ist jetzt noch dort oben...
    • Tja, am mongolischen Schmerzschamamen wird es wohl scheitern. Der mag keine Babies in seiner Ritual-Umgebung. So greife ich dann doch zum Discounter-Mineralwasser :zwinker:

      Am Dienstag geht's los. Ich bin schon sehr gespannt :tanz:

      Liebe Grüße, Julia
    • Hallo,

      jetzt nochmal ne ganz doofe Frage :schaem:
      Das Aquarium ist jetzt da, Kies, Steine und Wurzel wässern fleißig vor sich hin und die Pflanzen schwimmen in der Kohlensäure-Suppe. Soll ich das Sprudelwasser eigentlich zwischendurch wechseln oder lasse ich die Pflanzen einfach bis morgen in der Brühe?

      Da kommt ziemlich viel hoch und es schwimmt so einiges im Spülwasser...

      Liebe Grüße,
      Julia