Juwel Lido 200 - Besatzfragen


    • Akane
    • 1856 Aufrufe 54 Antworten

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    • Hallo zusammen,

      puh, das ist ja wieder eine hitzige Diskussion...ich habe jetzt alles nur kurz überflogen, möchte aber noch etwas dazu sagen:

      @Egbert: Skalare und Mosaikfadenfische kämen für mich definitiv nicht in Betracht. Sie werden einerseits viel zu groß und andererseits möchte ich niemanden im Becken, der meine anderen Pfleglinge als Mittagessen ansieht.

      @Corinna: Das fände ich wirklich traurig. Ich beobachte die kleinen Krabbelputzer so gerne :-)

      @Egbert: Was die Bärblinge angeht...ja, da gebe ich Dir bzgl. der Wasserwerte recht...sie sind grenzwertig...und mein Becken ist zwar dicht bepflanzt, aber dennoch nicht wirklich dunkel, was sie ja eher zu mögen scheinen. Deshalb bin ich noch unsicher, ob sie es wirklich werden sollen.

      Ein Pärchen Honigguramis wäre für mich noch immer eine schöne Alternative. Oder welche Ideen hättet Ihr noch? Wichtig ist, dass der mittlere/obere Besatz meine Bodenbewohner nicht ärgert.

      Liebe Grüße,
      Julia
      Liebe Grüße,
      Julia
    • Hallo nochmals,

      ich äußere mich jetzt nur zur eigentlichen Ausgangsfrage des Besatzes der Beckenmitte und der oberen Schicht.

      Gerade war ich im Zoogeschäft, um Frostfutter zu kaufen und dann hole ich mir immer gerne optische Inspiration an den Becken :zwinker:

      Heute fielen mir 2 Fischarten auf, denen ich zuvor noch keine Beachtung schenkte:

      Der Rote von Rio "gold" und der Kardinalfisch "gold".

      @Schniefxx: Corinna, Kardinalfische hattest Du schonmal ins Spiel gebracht. Die gold-orangene Variante fand ich heute wirklich ausgesprochen anschauenswert.

      Der Rote von Rio wird meinen 7.5er pH wahrscheinlich nicht so sehr mögen, oder? Spräche sonst noch etwas gegen ihn? Wie schwimmfreudig ist er? Wäre das Becken zu klein?

      Und dann ist da natürlich immer noch Colisa chuna, den ich mir als Pärchen wundervoll vorstellen kann. Auch Colisa lalia hat es mir angetan, aber die sollen ja empfindlicher sein, gell?

      Ich sprach dann kurz mit dem Verkäufer und beschrieb ihm mein Becken inkl. Besatz und Wünschen. Er meinte, bei 15 kleinen Corys am Boden könnte ich ein Pärchen Zwergfadenfische oder Honigguramis und einen Schwarm Salmler o.ä. zusätzlich einsetzen. Er meinte, das sei kein Problem. Was die Wasserwerte angeht, sagte er außerdem, er hielte alle seine Fische im Geschäft in "unserem" Leitungswasser, sodass sie das schon gewohnt seien und die Umstellung dann weniger Stress verursache.

      Was haltet Ihr von diesen Aussagen? Klingt das für Euch seriös? Und was die Schwarmfische angeht: Wie groß dürfte jeweils ein Schwarm o.g. Salmler oder Kardinalfische in meinem Becken sein? Und wäre die Kombination Schwarmfisch + Schaumnestbauer möglich und gut?

      Das sind nochmals viele Fragen, aber so langsam komme ich dem Ziel, glaube ich, näher.

      Liebe Grüße, Julia
      Liebe Grüße,
      Julia
    • Akane schrieb:

      @Egbert: Was die Bärblinge angeht...ja, da gebe ich Dir bzgl. der Wasserwerte recht...sie sind grenzwertig...und mein Becken ist zwar dicht bepflanzt, aber dennoch nicht wirklich dunkel, was sie ja eher zu mögen scheinen. Deshalb bin ich noch unsicher, ob sie es wirklich werden sollen.

      Ein Pärchen Honigguramis wäre für mich noch immer eine schöne Alternative.
      Moin Julia,

      entschuldige bitte, ein Zitat ist mir verrutscht...

      Die kleineren Fadenfische (bei mir waren die Lalias nicht unzufrieden, aber scheu) scheinen mir schon brauchbare Alternative zu sein (2 Pärchen?). Um Empfindlichkeiten vorzubeugen, würde ich trotzdem über Dein "grenzwertig" nachdenken. Leider würden auch Gürtelbarben Gefallen an den "Leckerlis" finden... Ich hatte mal Zebra-Bärblinge, deren Hobby es war, Schnecken den Kopf abzubeißen.

      Welche Fische nun empfindlich sind und welche nicht, da kann man sich wohl schnell irren, wie ich hier schon gelernt habe. Auch die anerkannte Literatur, deren ich einige gewälzt hatte, scheint da nicht zuverlässig. Und bei allem, was mir einfällt, sehe ich immer die Wasserwerte...

      Tschüß
      Egbert
    • Hallo Julia,
      jaaa, die Goldkardinälchen, genau die hab ich auch!
      Ich hab immer gedacht, das sind mausgraue, farblose 0/8/15-Fische.
      Aber die Männer können richtig was, die imponieren und balzen, dass es eine Freude ist.
      Und das in der Größe! Manchmal muss ich lächeln, wenn die sich aufspielen, als seien sie ruppige Malawibuntbarsche.
      Ich hatte mal Kaisersalmler. Die haben das auch getan, nur denen hat man's geglaubt.
      Und... Bei denen wird's auch keiner Garnele mulmig.
      Viele Grüße, Corinna :fish:
      Glück ist, wenn du gesund bist und wenn die, die du liebst, auch gesund sind.
    • Hallo Corinna,

      @Schniefxx: Bei welcher Temperatur hältst Du sie? Ich habe gelesen, dass sie es eher kühler mögen. Sind 23°C dauerhaft ok?

      Und würdest Du meinen, dass man sie mit Zwergfadenfischen vergesellschaften kann oder sind sie zu lebhaft?

      Und welche Gruppengröße würdest Du auf 200l einsetzen?

      Liebe Grüße,
      Julia
      Liebe Grüße,
      Julia
    • HiHi Mädels

      Ich hätte Bedenken bei dieser Kombination aus Kardinälchen und Zwergfadenfischen. Genau aus dem angesprochenen Grund: die Temperatur. Quasi-Kaltwasserfische gegen wärmeliebende Labyrinther.

      Schon unrter Idealbedingungen ist das gemeinsame Temperaturfenster beider Arten arg schmal.

      Julia, schau aus dem Fenster: Siehst Du die Rheinebene? Wir unten in den Rheinsümpfen hatten diesen Sommer lange Phasen von 40 Grad draußen. Solange man zu Hause ist, kann man seine Becken - obwohl das bei 200 Litern ein ziemlicher Aufwand ist - schon auf 23 Grad halten. Aber wehe, man ist einige Tage auf einer Reise!

      Ja, ich bin da eben nach den Erfahrungen diesen Sommers traumatisiert, nachdem nach einer Rückkehr so ziemlich alles in meinen Becken tot war. Temperaturresistenz ist für mich in unserer Gegend deshalb ein zentrales Kriterium meines Neubesatzes.

      Rheinebenen-Bedenkenträger
      Stefan
    • Hi Stefan,

      vielen Dank für Deine Gedanken. Ja, das waren auch meine Bedenken.

      Dann sind die Kardinälchen wohl leider raus, denn ein Gurami-Pärchen soll in jedem Fall einziehen.

      Da die Espei wohl mit meinem pH eher zu kämpfen haben werden, bräuchte ich eine Schwarmfisch, der:

      - mit pH 7.5 zufrieden ist
      - mit mittelhartem Wasser zurecht kommt
      - die Guramis nicht stresst
      - so klein ist, dass ich ihn auch in kleiner Schwarmgröße einsetzen kann.

      Fällt Dir da etwas ein? Der Rote von Rio, der mir so gut gefällt, ist sicher zu ruppig und mag pH7.5 auch nicht so sehr, gell?

      Liebe Grüße,
      Julia
      Liebe Grüße,
      Julia
    • Akane schrieb:

      Rote von Rio "gold"
      Mein Gott, da hat man diesem kleinen fiesen, aber liebenswerten Stänkerer auch noch die markanten Vertikalstreifen weggezüchtet,
      das ist für mich schon fast ne Qualzucht, aber nicht im üblichen Sinne für den Fisch , dem ists sicherlich vielleicht egal...
      Aber mir persönlich wars eben eine Qual, als mir Google den RvR ohne Streifen vorzeigte....
      Das hat er denn wirklich nicht verdient...
      tschüss, common :grandpa:
    • Sorry, Julia

      Da passe ich. Wennn Du die Colisa lalia als "unbedingt" setzt, traue ich mir keine weiteren Empfehlungen zu. Denn diese Zwergfadenfische waren zwar zweimal in meinem Becken, leider immer nur sehr kurz. Diese Spezies ist leider oftmals total verzüchtet, ich konnte keine stabilen Tiere finden. Und einen dritten Anlauf habe ich dann nicht mehr gemacht, weil es keine Freude bringt, dreimal unglücklich die Kadaver rauszufangen... Meine nur: Bei dieser Art solltest Du erstmal losgehen und einen guten Züchter finden! (Oder vielleicht auf weniger empfindliche Guramis ausweichen.)

      Der Grund meiner Unsicherheit aber ist: Wie es der Name sagt, diese Fadenfische haben eben auch empfindliche Fäden, einige Barben etwa knabbern die gerne an. Stichwort: "Flossenzupfer". Ich weiß also nicht genau, mit welchen Fischen man diese Fadenfische vergesellschaften darf. Meine Tipps unten sollten also nochmal gegengecheckt werden von Fadenfisch-Erfahrenderen...

      Als weitere Besatzideen könnte ich mir vorstellen: Danio rerio. Zebrabärbling. Von den Werten okay, aber Dein Becken ist in der Kantenlänge schon eher grenzwertig für diese "Sprinter"! Für sie spricht: Diese sehr robusten Fische könntest Du um die Ecke geschenkt bekommen! Meine waren Laborfische aus Heidelberg. (Ich glaube aus dem EMBL, dort werden sie als Modell-Fische der Genetiker in Massen gezüchtet.) Die sind dann seit Generationen an Euer HD-Wasser akklimatisiert.

      Was für mich aber die schönste Lösung wäre: Pseudomugils! Okay, das ist dann nicht mehr "Landsmannschaft" in Egberts Sinne, aber... Denn dann bist Du in der Gegend Australien, Neuseeland, Papua Neuguinea. Der Pseudomugil-Kreis hat einige ganz spannende Fische zu bieten. Die P. furcatus passen und sind mittlerweile recht geläufig zu finden.

      Allerdings geht es dann ziemlich unruhig zu: Meine 10 Pseudomugil furcatus machten mehr Gewussel und Dampf im Becken als zwei Dutzend Salmler und Bärbinge zusammen. Die Männchen sind untereinander manchmal rechte Rabauken, aber nie langweilig. Nach meinen Beobachtungen ist das aber stark abhängig vom Geschlechterverhältnis. 1:1 führt zu ziemlichen Kappeleien zwischen den Männchen. (Allerdings sind sie dann auch besonders prächtig in den Farben und der Flossengröße.) Je stärker der Weibchenüberschuss ist, desto zivilisierter benehmen sich die Herren. Bei 1:3 oder 1:3,5 wird es dann fast schon brav…

      Für mich sind die P. furcatus – nach dem, was ich gehört habe, sind die I. wernerii ähnlich drauf – eine echt interessante Alternative zu kleinen Salmlern oder Bärblingen. Was mir besonders gefällt – außer den wahnsinns-tiefblauen Augen – ist, dass sie keine Angst vor Licht haben und sich auch in hell beleuchteten Becken wohlzufühlen scheinen.

      Also: ne Überlegung sind sie allemal wert.

      Viel Glück,
      Stefan

      P.S. Ja, Bernd, harte ruppige Hunde, diese Roten vom Rio. Und nicht tot zu kriegen. Hatte mal ein Dutzend. Dann - altersbedingt - nur noch einen. Aber dieser verdammte zähe Hund zog noch zwei oder drei Jahre lang als einsamer Methusalem alleine seine Kreise! Ganz ehrlich: Der einzige Fisch, der bei mir beinahe mal einen Namen gekriegt hätte!

      Aber optisch so modern weichgespült - wie man sie jetzt findet - gefallen sie mir auch nicht mehr...

      P.P.S.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Prestutnik12 ()

    • Hallo zusammen,

      ich habe in meinem Bekanntenkreis einen Kumpel der ein Pärchen Honigguramis in seiner "Fischsuppe" hält.
      Die Wasserwerte liegen bei 10dGH und einem ph-Wert von leicht oberhalb 7.

      Zur Fischsuppe gehören in diesem Becken Espeis, Endler-Guppys, Honigguramis, Panzerwelse und Neonsalmler. Optisch passen die Fische natürlich nicht zusammen, zumindest nicht für mich. Es ist ein fürchterliches Gewusel! Aber ich kann beobachten dass diese Zusammenstellung bestens funktioniert. Und das schon über einen längeren Zeitraum.

      Julia, ich will Dir auf keinen Fall dazu raten Dein Aquarium jetzt so zu besetzen! :-O
      Nein! Ich will Dir damit sagen dass man nicht alles, was man liest, überbewerten sollte. Für mich war die anfängliche Idee mit den Espei´s, zusammen mit den Guramis, die bisher beste. Und ich glaube auch nicht dass die Espei´s Probleme mit Deinem PH-Wert hätten. Ich vermute sogar dass sich der PH-Wert sowieso noch nach unten bewegen wird.


      Gruß Roland
    • Hallo Ihr Zwei,

      lieben Dank!

      Prestutnik12 schrieb:

      Wennn Du die Colisa lalia als "unbedingt" setzt, traue ich mir keine weiteren Empfehlungen zu.

      Stefan, Colisa lalia soll es nicht unbedingt werden. Colisa chuna ist die andere Option. Ich wünsche mir einfach ein imposantes Pärchen unter den vielen kleinen Fischen. Das kann genauso gut ein Pärchen Honigguramis sein.

      Roland schrieb:

      Für mich war die anfängliche Idee mit den Espei´s, zusammen mit den Guramis, die bisher beste. Und ich glaube auch nicht dass die Espei´s Probleme mit Deinem PH-Wert hätten. Ich vermute sogar dass sich der PH-Wert sowieso noch nach unten bewegen wird.
      Für mich ist die Kombination mit den Espeis auch die schönstmögliche. Ich hatte nur aufgrund des pHs und Egberts Einwand Bedenken bekommen. Man ist als Anfänger ja irgendwie auf die Meinungen und Erfahrungen der anderen angewiesen, wenn man nicht kompletten Blödsinn machen will. Wenn Ihr Beide der Meinung seid, dass es funktionieren kann, werde ich es gerne wagen.

      Ich gestehe, den pH schon seit 2 Wochen nicht mehr gemessen zu haben. Ich war komplett Ammoniak/Nitrit-fixiert. Das werde ich morgen nachholen, dann messe ich einfach mal wieder alles durch. Wird vielleicht ganz interessant :-)

      Liebe Grüße
      Julia
      Liebe Grüße,
      Julia
    • Hi,
      ja, ich gestehe, die Kardinälchen stehen bei mir grenzwertig warm.
      Ich habe aber Gott sei Dank keine Probleme mit weiterer Erwärmung zB durch Sonne im Sommer. Der Niederrhein hat nicht die Hanglagen, die den Pfälzer Wein so gut gedeihen lassen.
      Zu deinen Überlegungen:
      Vielleicht ist der C.chuna die robustere Wahl.
      Ich selbst hatte kein Glück mit ihnen, aber hier haben ihnen schon einige User eine bessere Standfestigkeit bescheinigt als den lalia.
      Zum Schwarmfisch: die Boraras- Arten haben es doch auch gern wärmer, wäre da nicht was für dich dabei?
      Viele Grüße, Corinna :fish:
      Glück ist, wenn du gesund bist und wenn die, die du liebst, auch gesund sind.