Totes Guppy Weibchen


    • Georg78
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    • Totes Guppy Weibchen

      Eines meiner letzten 3 weiblichen Guppys ist heute verstorben. Und so wie der Bauch aussieht war es wahrscheinlich trächtig. Meine Wasserwerte passen, ich kümmere mich Vorbildlich um mein Aquarium, aber trotzdem ist das schon mein 2ter toter Fisch. Ich hab zwar 8 Junge die ich alle durchgebracht habe ohne extra Becken wo ich die Babys isoliere. Trotzdem Frage ich mich warum die 2 gestorben sind. Waren sie schon krank als ich sie gekauft habe ? Überzüchtet und deshalb anfällig ? Was meinen die erfahrenen Aquarianer hier im Forum ? Und noch eine Frage......sind Guppys lebend gebärdend ?
      Bilder
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    • Hallo Georg,

      die meisten Guppys, die im Zooladen gekauft werden, werden im "Medikamentenwasser" großgezogen. Wenn diese Fische dann in normalen Leitungswasser gehalten werden, gehen sie mit der Zeit ein.
      Versuche Guppys von privaten Züchtern, oder auf Zierfischbörsen zu kaufen, da hast Da länger Spaß dran.
      Richtig, Guppys sind lebengebärend.
      Gruß Wolfgang
      ___________________
    • HiHi Georg

      Es scheint mir nach dem Bild, dass das Guppy-Weibchen eventuell an einer Verstopfung des Geburtskanals gestorben sein könnte. Das ist bei Lebendgebärenden immer ein Risiko, dass sich ein Tier des Wurfes im Geburtskanal fatal verklemmt.

      Aber es ist eben natürlich. Die Natur geht oftmals wahnsinnig verschwenderisch mit Leben um. Vor allem bei r-Strategen.

      Klingt erstmal für uns Menschen psychologisch schwer zu akzeptieren, könnte sich aber aus der "Biologie" dieser Fische heraus erklären.

      Guppys sind von der Vermehrungsstrategie her eindeutig r-Strategen: Ohne jede Brutpflege ist die Zahl des Nachwuchses von vornherein auf große Verluste angelegt, kurze generative Folge, relativ geringe Lebenserwartung des einzelnen Individuums. Hohe Verluste an Individuen sind da in der Natur einfach schon "eingepreist". Die gehören quasi dazu.

      Wobei es bei r-strategischen Spezies gar nicht so ungewöhnlich ist, dass sogar eine ganze Population einer Region - aus allen möglichen Gründen heraus - zusammenbricht und ausstirbt. Dann folgt es den Regeln dieser Vermehrungsstrategie, dass solche "Leerräume" entsprechend von außen nachgefüllt werden. Die hohe Reproduktionsrate und Individuenzahl dieses Vermehrungstypus ermöglicht das ja. In entsprechend großen, natürlichen Ökosystemen.

      Es fällt uns Homo sapiens – wir sind eben extrem brutpflegende K-Strategen, die ihren Nachwuchs oftmals jahrzehntelang hätscheln und versorgen, Studiengebühren für die Kinder und Alimente für die Enkelkinder bezahlen - halt psychologisch nur sehr schwer, solche Ausfälle einfach als „natürlich“ zu akzeptieren! Unnatürlich sind eben unsere glaswandbegrenzten Aquarien, die keine Rückbesiedlung erlauben.

      Insofern... muss das nicht zwangsläufig bedeuten, dass Du jetzt "schlechte Fische" hast, oder etwas falsch gemacht hast. So lange Du Nachwuchs im Becken hast, der überlebt, würde ich da jetzt erstmal nicht weiter tätig werden. Denn neue Guppys aus einer anderen Quelle einzusetzen, bedeutet eben auch wieder ein gewisses Risiko für den bisherigen Bestand.

      Grüße,
      Stefan
    • @Prestutnik12....nachkaufen tu ich mir eh keine mehr. 10 Guppys und der Wels reichen für mein 60l. Und von Anfang an waren es 8 Babys, die noch alle da sind und schon schön gewachsen sind. Bin schon auf die Farben gespannt und Wie viel Männchen/Weibchen. Wie ich ja schon in einem anderen Poste geschrieben habe, nehme ich eventuell nochmals Garnelen aber das überlege ich mir noch gut. Aber das mit den "Strategen" wusste ich auch nicht. Du scheinst ja ein echter Profi zu sein. Hut ab und LG.