Wiedereinstieg mit Südamerika


    • Franz.na
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    • Wiedereinstieg mit Südamerika

      Hallo in die Runde,

      ich brauche mal euren Rat da mein Wissen über Aquaristik schon ein bisschen in die Jahre gekommen ist un man bei der Recherche unglaublich viele verschiedene Aussagen feindet.
      Aber erstmal kurz zum Projekt.

      Ich konnte nun mein Weibchen endlich überreden ein Aquarium aufstellen zu dürfen. Nachdem ich das i.O. bekommen hatte ging es also los mit der Planung. Bedingung war ein kleines Standardbecken mit maximal 80cm Länge aus der Zoohandlung. Nach schwierigen Verhandlungen und tagelangen Diskussionen konnte ich dann folgendes erreichen:

      - Aquarium mit Unterschrank vom Aquarienbauer
      - Größe 120x60x60
      - Filter: Filterbecken extern mit Überlaufschacht
      - Beleuchtung: 2x LED mit Dimmung und Programmierung (1x Tageslicht, 1x für Pflanzen)
      - 600W Heizstab mit externer Steuerung (extra klein für das Filterbecken)

      Ich denke das kann man schon als Erfolg verbuchen :lach:
      Lieferung ist aber erst Mitte Juni avisiert.


      Thema des Beckens: Südamerika
      Untergrund: Der ist sogar schon da; schwarzer Sand und Kies in verschiedenen Körnungen.
      Deko: Wurzeln und Steine sind gefunden und gekauft.

      Das ist der bisherige Stand, jetzt zu dem Teil wo ich nicht so richtig weiterkomme -> der Besatz

      Folgende Wasserwerte hat das Leitungswasser (Tröpfchentest):
      KH: 7
      GH: 17
      PH: 7,5 (Laut Wasserversorger 7,2) -> Hier ist der Tröpchentest vermutlich nicht genau genug

      Man findet nun immerwieder gegensätzliche Informationen zur Härtetoleranz von Fischen. Daher möchte ich euch mal um Rat fragen was Ihr von der bisherigen Planung haltet.
      Da ich eine Wasseraufbereitung nicht durchgesetzt bekomme müsste ich mich sonst eher richtung Mittelamerika orientieren (?)

      Der Boden:
      1m, 3-4w Apistogramma agassizii (Alternativ wegen der Wasserwerte Mikrogeophagus altispinosus -> 1 oder 2 Paare???)
      2w Ancistrus dolichopterus (alternativ ein paar Ancistrus sp)
      1 Trupp Panzerwelse -> Die fallen vermutlich raus weil die mit den Buntbarschen konkurrieren; Hier gerne eure Meinung (ja?, nein??

      Die Mitte:
      10/15/20 (?) Hyphessobrycon anisitsi
      4-6 Skalare (Hier muss ich noch sehen ob ich genügend Schwimmraum erreiche)

      Oben:
      Hier hab ich keine Ahnung (Beilbäuche, Ziersalmler, Aphyocharax anisitsi) ???

      Pflanzen:
      Schwimmpflanzen werden auf jeden Fall dazukommen, ansonsten wird es wohl auch hier südamerikanisch bleiben mit Schwertpflanzen und was sonst noch reinpasst. Insgesamt aber nicht zu viele Pflanzen, also kein Urwald im Becken.

      Ich bedanke mich schon einmal fürs Lesen und bin mal auf eure Vorschläge und gespannt. Zu viel? Zu wenig? Wenn noch weitere Fragen sind werde ich die natürlich versuchen bestmöglich (in diesem Planungsstaium ist ja noch einiges offen) zu beantworten.


      Viele Grüße,

      Franz
    • Hallo Franz,
      gerade Skalare und Wald- / Wiesen- Ancistren sollten mit den Werten keine Probleme bekommen.
      Sie sind ja schon seit Generationen in unserem Wasser und vermehren sich hier bestens.
      Das Becken mit seiner Höhe schreit ja geradezu nach Skalare.
      Echinodoren und Wurzeln Stelle ich mir vor. Damit kann man gut Grenzen bilden für Reviere.
      Mit Aistogramma/ Microgeophagus hatte ich nie Glück... Vielleicht lag es am zu harten Wasser mit zu hohen pH? Tja...
      Ich würd den Panzerwelse den Vortritt lassen.
      Die Salmler sind sehr schön, nichts standardmäßiges, gefällt mir, aber auch hier kann ich mit Rat nicht dienen.
      Beilbäuchen konnte ich noch nie etwas abgewinnen, generell würde ich auch nicht zuviel verschiedenes nehmen, letzten Endes sind 1,20m nicht die Welt, auch wenn das Volumen Dank Höhe und Tiefe ja stattlich ist.
      Lieber langsam füllen und dann sehen, wann es gut ist. Das wird schön.
      Viele Grüße, Corinna :fish:
      Glück ist, wenn du gesund bist und wenn die, die du liebst, auch gesund sind.
    • Hallo Corinna,

      zunächst vielen Dank für den Input.

      Ich wollte das Becken ohnehin sehr langsam besetzen um das Gleichgewicht nicht zu gefährden. Alles mit jeweils mindestens 2 Wochen Abstand.
      Zu viele Arten wollte ich auch nicht besetzen, aber ich habe bedenken ob der obere Bereich des Beckens sonst nicht zu leer wirkt? Muss man sicherlich abwarten wie sich die Bewohner verhalten und welche Bereiche tatsächlich genutzt werden.

      Panzerwelse oder Cichliden ist die Frage der Fragen. Mir wäre ein Rudel Corydoras sterbai neben den Antennenwelsen am liebsten, aber ich muss ja auch Frau und Kindern gerecht werden. Da kommt natürlich der Wunsch nach was "buntem" eher zum Tragen.

      Von den Wasserwerten würde (zumindest theoretisch) der Mikrogeophagus altispinosus besser passen als die Apistogramma agassizii aber mit denen hatte ich noch nie zu tun. Von denen weiß ich nur, dass sie vergleichsweise friedlich sind, mit den Wasserwerten klarkommen und von der Größe her passen würden. Aber wie viele davon in das Becken? Paar, Gruppe oder Harem? Vielleicht gibts ja hier jemanden der die relativ gut kennt. (?)


      Viele Grüße,

      Franz
    • Hallo Franz,

      Du scheinst einen Plan zu haben. Die Hardware hört sich so weit ganz gut an, wenn da für Dein Vorhaben nicht die entscheidende Komponente fehlen würde: Ein Vollentsalzer zum Verschneiden des Wassers! Denn so richtig glücklich wirst Du die wenigsten der genannten Fische mit Deinem Leitungswasser machen können. Ein solcher Filter lässt sich ganz gut im Unterschrank verstauen und wird nur beim Wasserwechsel zum Einsatz kommen. Ich spreche da aus Erfahrung :lach: Oder Du gehst einen völlig anderen Weg und passt den Besatz Deinen Wasserwerten an, z.B. mit Regenbogenfischen.


      Gruß Roland
    • Hallo Roland,

      ich habe mich der Problematik der Wasseraufbereitung nun doch angenommen.
      Allerdings läuft es bei mir auf eine Umkehrosmoseanlage hinaus. Den Entsalzern traue ich mit dem Chemikaliengepansche nicht so recht über den Weg :-O

      Was nun zusätzlich kommen wird ist eine DirectFlow UOA mit 1,6 Litern Permeat pro Minute.

      Hat mit solchen Anlagen jemand Erfahrung? Kann ich die Mit Bypass betreiben um die Verschneidung automatisch hinzubekommen? Dann würde das Auffangen und verschneiden in großen Gefäßen wegfallen.

      Ungefähr so hatte ich mir das gedacht. Aber geht das? Muss Permeat Druckfrei ablaufen können?
      So Könnte man mit den Kugelhähnen den Anteil von Osmosewasser einstellen und müsste nicht jedes mal wieder neu mischen.

    • Hallo Franz,

      ich muss gestehen dass ich mich mit solchen Anlagen nicht besonders gut auskenne. Eine Osmoseanlage war nie eine Option für mich. Früher, in meiner Meerwasser Zeit, habe ich mein Wasser mit einem Vollentsalzer aufbereitet, also mit Ani- und Kati-Säulen. Die Harze habe ich selbst mit Säure und Lauge regeneriert. Dazu habe ich hier schon mal etwas geschrieben: Wasseraufbereitung mit einem Vollentsalzer

      Heute, mit meinem Süßwasserbecken, ist mir die Panscherei mit Säure und Lauge zu viel Trouble. Deshalb arbeite ich nur noch mit einem Mischbettharz. Dadurch entfällt die Regenerierung. Das Harz muss bei mir 1-2x pro Jahr getauscht werden.

      Ich würde mich vor dem Kauf beim Händler über die Osmoseanlage genau erkundigen. Versuche eine Anlage zu finden, die möglichst wenig Abwasser verursacht.
      Aber Deine Zeichnung sieht für mich recht logisch aus. Ich wüsste nicht wieso das nicht funktionieren sollte! Aber wie gesagt, ich bin da kein Profi.

      Als Permeat wird meines Wissens doch nur das demineralisierte- und entkalkte Wasser bezeichnet. Also das, was hinter der Anlage rauskommt.



      Gruß Roland
    • HiHi zusammen

      Hier spricht der Zweite, der keine besondere Ahnung von diesen Umkehrosmose-Anlagen hat. Aber zumindest eine Korrelation zu bedenken geben möchte.

      Setzen wir an mit Rolands wohlmeinendem Zitat: "Versuche eine Anlage zu finden, die möglichst wenig Abwasser verursacht". Denn bereits da liegt der Hase im Pfeffer! Der Wirkungsgrad einer Umkehrosmoseanlage ist unmittelbar abhängig vom Leitungsdruck, mit dem das Wasser in die semipermeable Mebran der Anlage gepresst wird. Je höher der Druck, desto effizienter arbeitet das System. (Franz, deshalb wird auch kein Händler seriös sagen können, wie die Anlage bei dir zu Hause funktioniert.)

      Wenn man also den Druck des Hauswassersystems auf die Membran durch einen parallelen Abgriff reduziert, dann wird man unweigerlich auch die Leistungsfähigkeit der Anlage reduzieren.

      Nur so am Rande bemerkt: Und die ist doch eh schon nicht gut. Das Verhältnis von Permeat zu Abwasser ist streng genommen schon bei einer gut funktionierenden UO-Anlage völlig indiskutabel! Ein Mehrfaches der Wassermenge, die man als Reinwasser erhält, geht als Abwasser verloren. Eine weitere Effizienz-Reduzierung durch bewusst verschlechterte Betriebsbedingungen, will man die?

      Ich habe/hatte zwar eine solche Anlage in Betrieb, aber für die Aufbereitung von Wasser für ein 60er Nano, in dem ich Bienengarnlen und Pintos hielt. Alles was über die gelegentliche Aufbereitung von solchen Mini-Mengen geht, ist eine völlige "Verplemperei!"

      Okay: Für weiches Wasser für die Espressomaschine, wenn man süditalienische Mischungen trinkt, da ist ne UOA auch noch ganz praktisch! :zigarre:

      Grüße,
      Stefan
    • Hallo Roland und Stefan,

      also die Anlage die ich mir angesehen habe soll das Verhältnis 1:1 haben, alles Andere wäre auch für mich indiskutabel.
      Da Anlagen in der Größe mit eigenen Druckerhöhungspumpen vor der Membran arbeiten um die Effizienz und Ausbeute zu erhöhen dürfte das eigentlich kein Problem darstellen. Das einzige was ich mir vorstellen könnte wäre, dass nicht genug Wasser für beide Wege aus der Leitung kommt.

      1,6 Liter Permeat/ Minute bei einem Verhältnis von 1:1
      1,6 Liter Abwasser /Minute

      Sagen wir ich muss noch 1:1 Verschneiden, dann brauche ich demnach nochmal
      1,6/liter/Minute Leitungswasser

      Sind in Summe 4,8 Liter pro Minute, falls man das so rechnen kann. Muss mal sehen ob meine Leitung so viel Wasser hergibt :cry:

      Was ich auch nicht weiß, ist ob der Bypass so funktioniert, weil das Permeat dann theoretisch nicht mehr drucklos ablaufen kann.

      Abwasser wird, zumindest im Sommer, mit Brunnenwasser gemischt und dann im Garten genutzt.
      -> Brunnenwasser muss ich auch bei Gelegenheit mal testen, aber da wird zu viel Eisen drin sein.

      Viele Grüße
    • Hallo,

      Stefan, aus diesem Grund war eine Osmoseanlage nie eine Option für mich, und wird es auch nie sein. Der Verlust ist selbst mit einer teuren Anlage enorm.

      Franz, ich würde an Deiner Stelle das Brunnenwasser unbedingt testen. Vielleicht wäre es sinnvoller das Wasser aus dem Brunnen durch die UOA zu jagen. Dann aber unbedingt zusätzlich über Aktivkohle filtern!

      Dass Deine Wasserleitung keine 5 Liter pro Minute schafft kann ich mir gar nicht vorstellen. Das dürfte kein Problem sein. Wegen dem Gegendruck würde ich mir auch keine großen Gedanken machen, es sei denn die Zuleitung zum Aquarium wäre sehr lang.


      Gruß Roland
    • Hallo,

      leider ist die Wasserleitung aus dem Brunnen nicht frostsicher, da eigentlich nur zur Gartenbewässerung vorgesehen.
      Heißt ich könnte nur ca 8 Monate auf dieses Wasser zurückgreifen.
      Versuche das die Woche trotzdem mal zu testen.

      Aktivkohlefilter ist bei der UOA integriert ;)

      Viele Grüße,
      Franz