Bio Co2 anlage für 180l


    • fischlein
    • 5278 Aufrufe 15 Antworten

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    • Bio Co2 anlage für 180l

      Servus
      Hab mal wieder ne frage
      Möchte mir eine Co2 Anlage irgentwann mal kaufen, da mir aber im Moment corona bedingt das Geld fehlt, muss es erstmal eine billige variannte werden. Nun bin ich auf eine Bio co2 Anlage gestossen von jbl für mein 180l Becken,
      amazon.de/JBL-ProFlora-Bio-CO2…lanzenwuchs/dp/B003IPVAOY

      Was meint ihr würde die erstmal seinen Dienst machen
    • Hi Fischlein

      Ich bin da skeptisch. Hatte eine ähnliche Anlage - eines anderen Herstellers - in 200 Liter und war enttäuscht (Mittelhartes Wasser, ph 7). Erst als ich dann selbst einen soliden 5-Liter-Kanister als Gärtank gebaut habe, lief es. Als Indikator hatte ich einen dieser Dauertests, die immer im Becken bleiben.

      Nach meinen Erfahrungen wirst Du da auch bei einem 180 Liter-Becken aufrüsten müssen.

      Grüße,
      Stefan
    • Servus Fischlein,

      da hat Stefan absolut Recht! Hol Dir einen 5 Liter Kanister und einen Luftschlauch. Das ist wesentlich effektiver und günstiger obendrein. Anleitungen gibt es ja genug im Netz.
      Und soll es später mal eine Co² Anlage werden, hol Dir unbedingt die Flasche im Gashandel. Die Dinger kriegt man dort gemietet, müssen also nicht gekauft werden. Dann brauchst Du nur noch das "Kleinzeug" um unter 100 Euro.


      Gruß Roland
    • Hi Fischlein

      Die Idee, diese ganze CO2-Düngung mit ner Biogas-Anlage erstmal auszuprobieren, ist ja durchaus in Ordnung und klug. Man muss es wirklich in der Praxis ausprobieren. Denn wenn ich meine Becken betrachte: ich habe das wieder aufgegeben! Denn für mich waren es unterm Strich zu viele Nachteile. Meine Aquarien laufen ohne zusätzliches CO2 einfach besser und problemloser...

      Weiß man halt erst hinterher,
      Stefan
    • Hallo,

      Ich habe vor Kurzen von der DIY CO2 Anlage gelesen und bei You Tube gesehen, die auf Natron und Zitronensäure basiert. Ich überlege diese mal auszuprobieren. Diese ist deutlich weniger aufwendig und kann mit Nachtabschaltung betrieben werden, ohne Druck aufzubauen. Vielleicht wäre das eine gute Alternative zu Bio CO2.

      Beste Grüße
      Ruth
    • Hallo Ruth,

      diese Version kannte ich noch gar nicht. Hört sich interessant an. Dennoch würde ich keine Bio-CO² Anlage mehr nehmen, da sie für mich nur Nachteile gegenüber einen richtigen CO² Anlage hat. Eine "richtige" CO² Anlage ist jederzeit exakt regelbar. Damit steuere ich das CO² genau wie ich es haben möchte.


      Gruß Roland
    • auch Interessant - 250,- Euro für ne CO2 Anlage wäre mir auch zuviel - deshalb gefällt mir die Idee mit dem BioCO2 recht gut .

      1.Mein Co2 Dauertest zeigt aber auch ohne Co2 Anlage grün (ausreichend) an - das bedeutet doch ich muss kein Co2 ins Wasser leiten , die Pflanzen haben genug - Richtig ?

      2.Dosiert man mit der Co2 Anlage dann bewusst über für die Bepflanzung oder ist das eher für Aquarien wo der Co2 Wert von Natur aus nicht (grün) ausreichend ist ?

      Grüsse
      Daniel
      Wer zweideutig denkt, hat eindeutig mehr zu lachen.
    • Hallo Daniel,

      wenn Du ausreichend CO² im Aquarienwasser hast, oder anders ausgedrückt, wenn Du Pflanzen hast die auch ohne Co² Anlage zurecht kommen, dann brauchst Du keine CO² Anlage!

      Vom Kostenfaktor her muss ich Dir aber leider widersprechen! Du darfst hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen! Was Du brauchst ist ein Druckminderer und - weil es Sinn macht - ein Magnetventil für die automatische Nachtabschaltung. Beides ist deutlich unter 100 Euro zu haben, teilweise um gut 50 Euro. Alles weitere, also Schlauch, Reaktor, usw. brauchst Du bei einer Bio-CO²-Anlage auch. Die Flasche, die sich in einem Komplettset befindet, musst Du nicht kaufen. Die gibt Dir der Gashändler kostenlos mit. Alles was Du bezahlen musst ist die Füllung der Flasche. Und die liegt bei meinem Dealer bei 14 Euro für 2 Kilo. Das reicht für mein 300 Liter Becken ganze 2 Jahre!
      Wenn ich hochrechne wie viel Zucker und Hefe man für den Betrieb einer Bioanlage braucht, relativiert sich sogar die Füllung meiner Flasche.

      Der ganz einscheidende Vorteil ist für mich aber die Gewissheit dass ich immer exakt die Menge CO² zugebe die benötigt wird und dass mir niemals etwas von der Plörre aus dem Kanister ins Aquarium gelangt. Ich weiß dass es viele Anhänger dieser Bioanlagen gibt. Für mich persönlich ist das aber nichts. Ich habe es probiert und für nicht gut befunden. Wie gesagt, das ist meine persönliche Meinung dazu.


      Gruß Roland
    • Roland schrieb:

      Ich weiß dass es viele Anhänger dieser Bioanlagen gibt.
      Moin,

      ja. Ich. Auch ich hatte früher Bio-Anlagen. Und habe brav alle paar Wochen die Füllungen gekocht und im Kühlschrank zwischengelagert... So richtig mit Zucker und Tortenguss. Aber irgendwann hat es mir dann keinen Spaß mehr gemacht… Roland, Du hast Recht: diese Anlagen sind schwer zu steuern. Aber mit ein bisserl Erfahrung geht auch das, über die Menge der eingesetzten Trockenhefe hat man einen gewissen Spielraum.

      Was in meinen Augen absolut für diese Anlagen spricht: Es gibt auch schöne und unauffällige zu kaufen oder zu bauen. Wenn ich ein freistehendes niedliches Nano-Becken damit befeuere, dann werfe ich mir doch nicht so ne häßliche Manometer-Flaschen-Anlage zum Verstauben ins Eck! Nein, dann verstecke ich eine kleine Buddel schamhaft hinter dem Aquarium und gut – besser: schön und unsichtbar – ists.

      Manche wollen tatsächlich filigrane Aquaristik ohne Unterschränke und Kastenmöbel betreiben...,

      grinst
      Stefan :wink:
    • Hallo Stefan,

      ach, ich weiß schon um was es Dir geht. Aber selbst dieses Argument zieht nicht bei mir :lach: Es gibt doch mittlerweile so winzige CO² Anlagen fast schon im Hosentaschenformat!
      Ich hatte damals für ein großes Altumbecken auch Bio CO² hergestellt. Da war nichts filigranes dran. Ein Benzinkanister! Daneben stand noch eine weitere Wasserflasche, die verhindern sollte dass das Zucker-Hefe Gemisch ins Aquarium gelangt. Aber ich habe fast ein Jahr durchgehalten, bevor ich mir damals meine erste leider noch sehr teure Anlage gekauft habe. Heute sind die Teile ja schon richtig günstig.
      Ich bin ja eigentlich auch der Typ Aquarianer, der sich über jedes DIY-Projekt freut wenn es funktioniert, aber beim CO² mache ich gerne eine Ausnahme. Da bin ich lieber auf der sicheren Seite.


      Gruß Roland
    • HöHö! Und dazu läuft eine gebügelte Form von Beethovens Mondscheinsonate!

      kopfschüttelt
      Stefan

      P.S. Das sehe ich auch so: das größte Manko einer Bio-Anlage ist die fehlende automatische Nachtabschaltung. Hier dann das Gleiche mit Flasche für 59,99. Das Blödste aber: Das scheinen Einweg-Flaschen zu sein, die man 3 Stück für 40 Euro nachkaufen muss...
    • zu BioCO2 kann ich nix sagen......
      eine konventionelle Co2-Anlage war mir von den Anschaffungskosten immer zu teuer(ist doch alles grün und wächst und gedeiht)...vor ca. 5 Jahren hab ich son gebrauchtes Teil für 50Euronen geschossen die Flasche war schon 9 Jahre alt.
      Was ich aber dann erlebt habe hat meine Einstellung zu Co2 komplett geändert:...Pflanzen die ich schon jahrelang im Becken hatte haben sich KOMPLETT verändert!!! Grösser Breiter Grüner...Bekannte fragten ob ich das Becken neu bepflanzt hätte der Unterschied ist gewaltig....Algen? Fehlanzeige! die haben 0 Chance! ich mache 2x im Jahr die Scheiben sauber da ist einfach nix mehr dran...
      ein Bsp. Javafarn ca 40cm hoch ,Blattbreite über 6cm...vor Co2 war die Pflanze halb so gross…..mittlerweile hab ich natürlich eine neue moderne Co2-Anlage
      mein Tipp: nicht rumexperimentieren...die Investition lohnt sich in jedem Fall!!

      im neuen Becken hab ich eine Bodenheizung verlegt...absolutes Neuland für mich...man soll sogar auf Co2 komplett verzichten können...auf alle Fälle macht das Teil den Boden schön sauber hab ich in nem 10Jahre alten Becken bestaunen dürfen.....
      "Der Schlaue kann sich dumm stellen"……..umgedreht wird es deutlich schwieriger" :crazy:
    • HiHi Wanderer

      Komm', lass mich auch mal ne Predigt halten! (zum Aufwärmen an der Tastatur...)

      Prima, dass Du so glücklich bist mit Deiner CO2-Anlage. Aber als universell empfehlenswertes Allheilmittel kannst Du mir die CO2-Düngung trotzdem nicht verkaufen! Nö!

      Denn: Natürlich kann eine CO2-Zugabe auch Nachteile haben.

      Es ist recht trivial: Wenn Du bei einem bestehenden und funktionierenden ökologischen System einen Parameter veränderst, wird das Auswirkungen auf andere Faktoren haben. Auf die benötigte Lichtmenge etwa, auf die Notwendigkeit Spurenelemente stärker zuzudüngen etc. Dann finden sich plötzlich Nekrosen an solchen Pflanzen, die vorher sowas gar nicht kannten...

      Und: Manche Pflanzen werden einfach häßlicher in ihrem Wachstum. Und Du musst öfter gärtnern... Außerdem: Von CO2 profitieren ja nicht nur die höheren Pflanzen, die Du magst, sondern auch diejenigen, die Du vielleicht nicht magst: die Algen.Denn die funktionieren nach den gleichen biologischen Regeln wie die höheren Pflanzen...

      Eine pauschale und generelle Empfehlung zugunsten von CO2 im Becken würde ich deshalb nicht geben. Ich habe Becken, da geht ohne CO2 gar nichts. Etwa weil recht viele Pogostemon helferi drin sind, die ohne CO2 ganz schnell anfangen zu kümmern. Oder die Dich ansonsten mit biogener Entkalkung brutal nerven.

      Aber: Bei anderen Pflanzen, etwa Sessiliflora, finde ich den CO2-unterstützten Wuchs deutlich weniger attraktiv. Ohne Zugabe wachsen sie gedrungener und dichter, die Internodien werden kürzer, die Pflanze sieht deutlich besser aus als das hochgeschossene hellgrüne "CO2-Kraut". Nach meinem Eindruck wirken viele meiner Stängelpflanzen ohne CO2 besser. Oder auch die Sagittaria subulata, die ich gerne als Vordergrundpflanze einsetze: Mit CO2 wird mir die Pflanze einfach zu hoch, ohne Gas bildet sie eher einen dichten, flachen Rasen. Das nur mal schnell als zwei Beispiele, wo ich auf Gas verzichtet habe. Grüne Höllen gehen auch ohne.

      In gut besetzten Fischbecken - und die meisten Becken sind eh überbesetzt - atmen die Sprotten eigentlich genügend CO2 aus, so dass man bei vielen Pflanzenarten auf eine Zugabe pfeifen kann. Bei reinen Garnelenbecken ist das anders, da feuere auch ich - bewuchsabhängig - CO2 zusätzlich rein. Nicht nur den Pflanzen zuliebe, sondern auch, um den PH-Wert ein bisschen zu senken.

      Aber das muss man für jedes Becken ausprobieren. Dann macht man nach vier bis sechs Wochen den "Vorher-Nachher-Test". Dann weißt Du, was Dir in Deinem Becken besser gefällt. Kurz gesagt: In einigen meinen Becken hatte CO2 durchaus auch Nachteile.

      Viel Glück, und Dank Euch fürs lange Lesen meiner Predigt, :wink:
      Stefan
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        Ursula Oto2020