Welche Bedeutung hat der Kaufpreis von Fischen für Euch?


    • Klex
    • 489 Aufrufe 9 Antworten

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    • Welche Bedeutung hat der Kaufpreis von Fischen für Euch?

      Hallo liebe Aquarienfreunde,

      jetzt wag ich mich mal an ein Thema, das mich immer wieder beschäftigt, auch wenn ich nicht weiß ob es Euch interessiert.

      Ganz wichtig ist mir, dass es dabei kein richtig oder falsch gibt, sondern nur persönliche Standpunkte. Was und wieviel Ihr von Euch preisgeben wollt, bleibt Euch überlassen. Und niemand muss sich rechtfertigen.

      Ich geh es mal so an: Klar, Geld, das man nicht hat kann man auch nicht ausgeben. Schon gar nicht für ein Hobby oder eine Leidenschaft. Ein 16jähriger Schüler, der ein gebrauchtes Becken geschenkt bekommen hat und sich für ein paar Euro Fischchen gekauft hat, ist bestimmt genau so glücklich, wie der Großindustrielle der für ein paar Millionen ein Aquarium mit Panoramascheiben im Keller um die Villa gebaut hat, um dort seltene Rochen oder wertvolle Kois zu pflegen.

      Menschen, die mag, meinen Kindern und Freunden gegenüber bin ich gern großzügig, wenn ich kann. Auch mir selbst gegenüber. Jedem der meine Posts liest ist klar, dass ich eine Menge Geld für meine Leidenschaft ausgegeben habe. Dabei geht es nicht um angesammelte Werte, Statussymbole oder Macht, sondern um Erlebnisinhalte. Eine erfolgreiche Zucht oder eine gelungene Beckeneinrichtung und das Gedeihen der Tiere und Pflanzen in meiner Obhut machen mich glücklich und stolz.

      Mich würde Interessieren, wieviel der Euch zur Verfügung stehenden Ressourcen Ihr in Euer Hobby/Passion investiert; insbesondere in die Tiere die Ihr pflegt.

      Vielen Dank für Euer Vertrauen
    • Klex schrieb:

      Mich würde Interessieren, wieviel der Euch zur Verfügung stehenden Ressourcen Ihr in Euer Hobby/Passion investiert; insbesondere in die Tiere die Ihr pflegt.
      Tom! Tom! Tom! Tom!

      Diese Frage ist nicht gut! Aber so gar nicht ersprießlich und gut! Für Dinge, an die man nicht rühren sollte, wurde das Wort "Tabu" erfunden... Man sollte jede mögliche Antwort meiden.

      Manche Dinge und Sachverhalte addiert und bilanziert man besser nicht. Des Seelenfriedens, der Ataraxia, willen. Es ist eine besondere Gnade, nicht zu wissen, was einem Kinder, Hunde, Rotweine, Damenhandtaschen und Pumps, Damaszener-Messer, HiEnd-Anlagen und Aquarien wirklich kosten...

      Es ist eine der evolutionär entwickelten schönsten Bedingungen des menschlichen Geistes, dass wir Vergessen können: Du legst ein Kistchen Bordeaux-Wein in den Keller - und schon beim Aufsteigen der Treppe hast Du den Preis gnädig aus dem Sinn.

      Nur so funktioniert es! Das Glück des Nicht-Wissens. Alles andere stürzt Dich nur in schwarze Verzweiflung. Kann man das wollen?

      Stefan :zigarre:
    • Hallo Thomas.

      Das ist ein Thema, wo jeder seine eigenen Entscheidungen treffen muss.

      Vieles liegt im Auge des Betrachters und in der Tat kommt es auch darauf an, was der
      Einzelne bereit ist auszugeben. Ein vernünftiger Mensch gibt sicherlich nicht sein gesamtes
      Monatsgehalt für die Aquaristik aus. Ich bin der Meinung, egal ob man ein dickes Konto hat
      oder nicht, die Vernunft sollte eine große Rolle spielen. Ich persönlich würde z.B. niemals einen zweistelligen Betrag für einen einzelnen Panzerwels zahlen, ist in meinen Augen nicht angemessen.

      Der ganz normale Metallpanzerwels kostet etwa 3-5 € und er wird genau wie alle anderen Corydoras
      auf die gleiche Weise geboren. Nur wegen der schönen Farbschläge viel zu zahlen sehe ich
      nicht ein. Mehr wie 7 € gebe ich für einen Panzerwels nicht aus.

      Wenn der Besatz komplett ist, braucht man nicht viel Geld. 1x im Jahr eine Dose Flockenfutter,
      3 Sorten Frostfutter kosten in der Anschaffung keine 20 €. Ab und zu etwas Lebendfutter.
      Auf den Monat umgerechnet noch keine 0,50 €.
      Weitere Kosten für Dünger, frisches Leitungswasser, Strom und eventuelle Medikamente
      kommen noch dazu. Hierzu eine Summe zu nennen ist schwierig und fällt auch unterschiedlich
      aus.
      Gruß Uschi :zwinker:
    • Hi,
      ach Quatsch, jeder kann antworten oder weiter scrollen. Je nach Gusto.

      Bei mir war es mithin so, dass ich einen alten Gesellen aus einem trockengelegten Becken übernommen habe.
      Hat mich ein wenig Gartenabfall gekostet.
      Und ich stellte fest, dass sie mir Spaß machen. Jetzt tummeln sich derer drei bei mir und machen dreimal soviel Spaß.
      Auch umsonst kann Sinn machen.
      Man sollte sich nur vorher Gedanken drüber machen und die Folgen tragen können.
      Wenn es Mord und Totschlag gegeben hätte, hätte ich dicke Backen gemacht.

      Generell bin ich eher ein Lowbudget Typ.
      Ich kann gut Gebrauchtes um mich haben.
      Mein jetziges Becken ist neu, das lag aber an den Maßen. Hätte lange nach einem Gebrauchten gesucht.

      Pflanzen lassen sich total gut tauschen.
      Dann weiß ich auch, dass kein Dünger, superhellen Licht oder Parasiten dran sind, wenn ich das Becken kenne.
      Und man gelangt immer wieder an Arten, die es im Wald und Wiesen Laden nicht gibt.
      Viele Grüße, Corinna :fish:
      Glück ist, wenn du gesund bist und wenn die, die du liebst, auch gesund sind.
    • Nein, nein, Thomas. Deine Frage hat mir doch Spaß und Vergnügen gemacht! Ich wollte vielmehr augenzwinkernd zu erkennen geben, dass ich mache Dinge lieber einfach gar nicht wissen möchte... Wohlweislich habe ich nie ausgerechnet, was mich meine Hobbys und Freuden so kosten. Auch nicht die 7 Aquarien, die bei mir stehen...

      Tout va bien!,
      Stefan


      P.S. Eine sachliche Bemerkung: Wobei ich schon finde, dass ein Fisch, der mir sieben oder acht Jahre jeden Tag Freude macht, zur Not auch mal 20 Euro oder mehr kosten darf. Habe gerade gesehen, was Autofelgen kosten.... Ein Tausender und mehr. Nur: Ein Corydoras-Wels hält eigentlich länger... :yes:
    • Hallo Leute,

      da fällt mir jetzt ein Stein vom Herzen, dass ich nicht so voll ins Fettnäpfchen getreten bin. :grinz:
      Tatsächlich interessiert mich, was die Aquaristik für Euch bedeutet. So wie Corinna das aufgefasst hat. Und ja, selber gebastelt und getauscht macht mir auch noch mehr Spaß.
      Wegen sowas hab ich mich ja hier angemeldet.

      Grüßle
    • Klex schrieb:

      Hallo Leute,

      da fällt mir jetzt ein Stein vom Herzen, dass ich nicht so voll ins Fettnäpfchen getreten bin. :grinz:
      Ach, Tom

      darf ich es so sagen: Du hast kein Fettnäpfchen betreten. Und wenn, dann wäre es auch nicht schlimm! Schau, wir sind hier ein ziemlich egalitärer Haufen (von wirren Individualisten, das soll so!) Selbst wenn Du mit einer Frage jemanden verärgerst: Auch das darfst Du! Du hast das Recht, jede Frage zu stellen hier! (Stimmt nicht so ganz, aber fast.)

      Dich interessiert, was Aquaristik bedeutet für uns? Es gibt hier einen Thread, in dem Member dazu interviewt werden. Meine Antwort damals war einfach:

      3. Wie kamst Du zur Aquaristik?

      Es war eine Liebe auf den zweiten Blick. Meine Lady hatte sich kurz vor der Geburt unseres Sohnes ein Ein-Meter-Becken zugelegt. Und mit dem Argument: „Schließlich bin ich wegen DIR ja schwanger, so dass ICH jetzt auf keinen Fall mehr die schweren Wasserwechsel mehr machen kann!“ wurde es halt peu à peu an mich abgedrückt...

      Ein Glücksfall, denn von mir selbst aus wäre ich niemals auf die Idee gekommen!

      Ja, und danach wurde die Aquaristik ein Kontinuum in meinem Leben. Nicht das wichtigste Element, aber etwas, das sich seit 17 Jahren durchzieht. (Du ahnst, der wasserwechsel-verhinderte Fötus macht jetzt bald den Führerschein... Wir üben schon. Natürlich illegal mit dem Auto seiner Mutter...)

      Klar, Thomas, ich bin da privilegiert, ich kann neben meinem(n) Schreibtisch(en) so viele Aquarien aufbauen, wie ich möchte. Und auch einsetzen, was ich möchte. Ja, das hat mit Freiheit zu tun.

      Und jedesmal wird mein alter Kumpel Jean Jacques Rousseau ganz kleinlaut, wenn er – schon wieder! - sagen möchte: „Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will."

      Ich sage J.J. dann immer breit grinsend : „Nö, Alter! In der Aquaristik trifft für mich – verdammt nochmal: akzeptiere die Negation – schon der erste Halbsatz zu!“

      My five Cents,
      lacht
      Stefan, der zu Dir, Tom, meint: "Mach' weiter so."

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Prestutnik12 ()

    • Huhu,

      ich finde, man sollte nicht an der Qualität der Fische sparen. Wenn ich es mir leisten kann, ohne, dass es mich finanziell ruiniert, würde ich mir auch ein schönes Meerwasseraquarium einrichten, was wesentlich mehr Geld frisst und Fische, wie ich letztens gesehen habe, schon mal 80,00 € oder mehr das Stück kosten :schiel: Das würde ich aber, wie gesagt nur dann, wenn ich dann nicht an der Qualität von Fischen und Zubehör sparen müsste. Da ich mich aber nicht zur "Oberschicht" zähle, sondern eher zu "Mittelschicht", bleibe ich bei dem was ich mir mit meinen Mitteln erlauben kann, ohne das es weh tut :zwinker: Ca. 800,00 € mit allem drum und dran für die Ersteinrichtung waren da schon ok. Jetzt hin und wieder mal einen Fisch, eine Pflanze, etwas Futter, da halten sich die Kosten in Grenzen. Mit Chemie und Wasserwerten rumexperimentieren mache ich nicht, daher keine Kosten. Medikamente brauchte ich bisher nur ganz selten, daher nicht erwähnenswert. Wenn mir aber ein Fisch, wie zuletzt mein Kafi, gut gefällt, gebe ich auch gerne 40,00 € für ihn aus. Wenn ich sparen wollte, hätte ich männliche Kafis ganz in der Nähe von einem "Zoofachgeschäft" für 8,00 € bekommen können. Ich weiß ja nicht, aber so wie die da rumhingen, waren sie auch nicht mehr wert. :lach: Bevor ich mir solch ein Tier anschaffe, bleibe ich lieber bei günstigeren Fischen, die auch in guter Qualität preiswert zu bekommen sind.

      Ich denke immer, wenn ich rauchen, trinken und jedes Wochenende feiern gehen würde, wäre das Geld auch weg. Ich stecke es lieber in mein Hobby (und manchmal auch in Klamotten :pfeifen: ). Irgendwas muss man sich ja gönnen :mklimp: und man hat ja auch Spaß dran.
    • Hallo an alle,

      erst mal vielen Dank, dass Ihr so offen zu einem schon etwas heiklen Thema postet.
      In den Haufen von wirren, egalitären Individualisten pass ich wohl ganz gut rein.

      Für die Entscheidung zum Fischkauf brauch ich manchmal lange. Für die Channae hab ich ein halbes Jahr gebraucht. Der Preis hat dabei keine Rolle gespielt. Trotzdem spielt sich in meinem Kopf folgendes ab: "Crenicicla striata? Tolle Fische! Oh, 167,-€..." und dann sofort: "Thomas, da gibst du rund 2000,- € für ne Aquarienanlage aus und machst dann wegen dreifuffzig bei ´nem Fisch rum??" (Es wurden dann die Schlangenköpfe).

      von meinem ersten Anstubser möcht ich Euch erzählen. Als Teenie hab ich im 3. Programm (noch in sw) einen Bericht über einen älteren Mann gesehen, der die Forellen im Bach hinter seinem Haus dressiert hatte (ein echter Freak). Er ließ sie in Gläser, durch klein Ringe und in die Hand springen und hat sie mit Mistwürmchen belohnt. Als Highlight sogar durch eine Brennenden Ring. Das ganze hat er mit liebevollen schäbischen Worten kommentiert. Das waren wilde Forellen im Bach! Ich bin mit offenem Mund vor der Glotze gesessen und hab´s nie vergessen. Den endgültigen Anstoß gab erst viel später eine gute Freundin, die meinte ich müsse etwas Lebendiges im Zimmer haben. Meinen damaligen Einwand, das sei doch so teuer, hat sie nicht gelten lassen. Wir sind losgezogen und ich hab mein erstes 160 l Becken mit Rucksackfilter und ohne Beleuchtung für nicht mal 100 Mark gekauft. Seither bin ich infiziert.

      Grüßle