Leitwertmessgeraet??????


    • Oliver70
    • 141 Aufrufe 7 Antworten

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Leitwertmessgeraet??????

      Moin, liebe Aquariumfreunde,

      habe mir weil ich viel von Leitwert, Millisiemens, gelesen habe ein Leitwertmessgeraet zugelegt. Ist so ein Billiggeraet fuer etwa 20 EUR.
      Das erste habe ich wieder zurueckgeschickt (Amazon) weil es in der Kalibrierfluessigkeit einen Wert von 680 angezeigt hat. Die Kalibrierfluessigkeit hatte ich mitbestellt, 1.413 Millisiemens, weil viele geschrieben haben das sie das Geraet neu kalibrieren mussten. Kalibrieren ging nicht nur bis zu einem Wert von 800. Heute ist ein neues Geraet gekommen mit Leitungswasser gemessen, Wert ca. 400, mit der Kaliebrierungsfluessigkeit ca. 800.

      Entweder liegt der Fehler bei mir oder das Ding funktioniert auch nicht.
      Wie denkt ihr darueber?

      LG von der Ostsee Oliver
    • Hallo Oliver,

      wieso fragst Du nicht vor dem Kauf hier im Forum? :lach:
      Ich hielt es bisher immer so, dass ich mein Leitwertmessgerät mit destilliertem Wasser bei Raumtemperatur kalibriert habe. Das mag zwar nicht ganz auf die Kommastelle stimmen, aber für unsere Zwecke ist das völlig ausreichend.
      Also: Dest. Wasser in einen sauberen Becher füllen, Gerät ins Wasser halten und auf Leitwert Null drehen. Fertig! So einfach wäre das gewesen :zwinker:

      Ja, ich weiß schon dass eine (gute) Kalibrierflüssigkeit besser geeignet ist. Trotzdem reicht mir das Ergebnis auch so. Wenn mein VE Wasser mit einem Leitwert von 10 µS aus der Säule läuft weiß ich dass ich bald regenerieren muss.


      Gruß Roland
    • Oliver,

      was hast Du für ein Leitwert-Messgerät gekauft: Misst es Mikrosiemens oder ppm? Passt die Kalibrierflüssigkeit dazu?

      Denn der in Amerika übliche ppm-Wert findet sich - leider - auch immer öfter hierzulande, vor allem verbreitet durch billige chinesische Geräte. Faustformel in etwa: 2 Mikrosiemens = 1 ppm (parts per million).

      Könnte das Dein Kalibrierungsproblem erklären?

      LG
      Stefan
    • Moin, von ihr wisst ja schon von wo,

      das Ding kann beides, ich war mal wieder zu bloede und hatte es auf ppm gestellt, jetzt habe ich das noch mal auf Microsiemens gestellt und da war ich bei 1.220, der Rest wird sich kalibrieren lassen.
      Also scheint es diesmal zu funktionieren.
      Das mit dem destillierten Wasser ist klar, aber daran habe ich nicht gedacht.
      Gut, morgen wede ich mal kalibrieren und dann mal meine Waesserchen pruefen.

      Aber noch mal zu meinem Verstaendnis, der Leitwert des Wassers beinhaltet, alle Substanzen im Wasser, wie Natrium etc. die Strom leiten. Weiss nur nicht was alles dazugerhoert auch Magnesium, Chlor wohl eher nicht, aber wohl auch Eisen ob Nitrit dazugerhoert weiss ich auch nicht. Na ja, in Chemie nicht so sehr aufgepasst, ist auch schon lange her.

      Jedenfalls Danke fuer eure Antworten

      und LG
      Oliver
    • Hi Oliver,

      Du kannst Fragen stellen… Schau, der Leitwert ist ein hochgradig unspezifischer Wert. Er bestimmt nur die Anzahl von in Wasser vorhandenen geladenen Teilchen. Gemessen und berechnet auf eine bestimmt Strecke zwischen zwei Dioden. Was ihn bewirkt, bleibt aber unbestimmt. (Mikro-) Siemens ist einfach nur der physikalische Umkehrwert zu Widerstand, Ohm. Der Ohmwert selbst verrät Dir ja auch erstmal nichts darüber, ob das gemessene Material nun Silber oder Eisenschrott ist.

      Du solltest also schon wissen, WAS du mit Deinem neuen Super-Gerät überhaupt messen möchtest. Was Du dann erreichen möchtest. Im Normalfall setzt man den Leitwert – er sagt zudem nichts über die grundsätzliche biologische Qualität des Wassers aus – zur Erstellung eines bestimmten Wassers, bestimmter Wasserwerte, ein: Da ist er sinnvoll einzusetzen. Wenn Du für pienzige Garnelen oder für die Fischzucht eine bestimmte Wasserhärte etwa einstellen möchtest. Beispiel: Osmosewasser, solange mit Bienensalz anreichern bis 200 Mikrosiemens erreicht sind: passt dann für Bienen und Pintos.

      Nur: Wenn ich bestimmte Härte-Werte einstellen möchte, messe ich das Wechselwasser: das Ausgangswasser, bevor ich es ins Aquarium gebe. Denn Messungen im Becken hinterher sagen dann nicht mehr viel aus.

      Der Leitwert in Aquarienwasser wird eben durch alles Mögliche bestimmt. Der sog. "minimale Leitwert" mag ja durch die Härten bestimmt sein, aber es kommt in einem laufenden Becken dann zusätzlich alles Mögliche obendrauf: Dünger, Wasseraufbereitungs-Chemie, Nitrate und Fisch-Kacke, Kochsalz über das Futter etc. Diese Faktoren können den LW durchaus multiplizieren.

      Ich weiß zwar: Manche Aquarianer nutzen den LW auch als Indikator, wann ein Wasserwechsel ansteht. Aber in der Richtung habe ich selber ihn nie benutzt, wäre für mich einfach zu fehlerbehaftet.

      Grüße,
      Stefan

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Prestutnik12 () aus folgendem Grund: Versucht, besser zu erklären

    • Hallo Stefan,
      erst mal vielen Dank fuer Deine Muehe die Du Dir gemacht hast.

      Dann ist das Teil erst mal ueberfluessig und ich werde weiter die guten Troepfchentests fuer meine Wasserwerte verwenden.

      Ach so, den Leitwert nach der Wasserenthaertungsanlage dene ich gemessen habe ist 1020 Mikrosiemens, was das auch immer heisst.
      Und dann noch eine neue Messeinheit, die Wasserwerke haben den Karbonatgehalt mit mmol/l 3.5 angegeben, was das ist weiss ich auch nicht.

      LG Oliver
    • Auweia, wenn der Leitwert nach der Enthärtungsanlage so hoch ist ist das Wasser für Aquarien völlig ungeeignet. Dann macht die wirklich nur einen Neutralaustausch und du hast ein völlig versalzenes (Natrium) Wasser. Das ist dann zum Waschen gut zu brauchen, sonst aber für nichts. Nicht einmal zum Blumen gießen und auf keinen Fall zum trinken. Nach den Austauscher sollte es höchstens bei 10uS/cm liegen. Dann wird deine Anlage wohl auch mit Salz regeneriert. Für Aquarien nur Kation und Anion mit Salzsäure und Natronlauge. Niemals nur den Kation nur mit Salzsäure.
      Alle sagten das geht nicht! Da kam einer der wußte das nicht und hat es einfach gemacht.
    • Thema wurde von 1 Benutzern gelesen