Tote Fische im Zoohandel


    • Oliver70
    • 1240 Aufrufe 19 Antworten

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    • Tote Fische im Zoohandel

      Moin von der Ostsee,

      Fische im Onlinehandel haben wir hier ja schon mal ausgeschlossen, glaube ich wenigstens.

      Ich wollte mir meine Fische eigentlich in einer kleineren Zoohandlung in Rostock kaufen aber da waren schon mal ein paar tote Fische in den Aquarien.
      Dann war ich bei Megazoo Rostock und habe da auch 2 tote Fische entdeckt.

      Ist das normal, darf das passieren, oder mangelt es da an der richtigen Pflege oder Aufsicht?

      Jedenfalls fahre ich morgen nach Schwerin, da gibt es einen Zierfischhandel und einen Fressnapf mit Zierfischen. In Chemnitz habe ich gute Erfahrungen mi Fressnapf gemacht.

      Mal sehen wie es da aussieht.

      LG :wink:
      Oliver
    • Morgen,

      also ich habe bisher keine Zoohandlung gesehen, wo nicht irgendwo ein toter Fisch in irgendeiner Ecke irgendeines Aquariums lag. Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen, es ist wohl so :lach: Vielleicht gibt's ja irgendwo den perfekten Laden, wo die Mitarbeiter jeden Tag alle Becken ganz genau inspizieren, aber das glaube ich irgendwie nicht, stelle ich mir auch schwierig vor, wenn ich sehe wie viele Becken es in manchen Läden gibt.
      Was ich aber schlimmer finde als irgendwo ein toter Fisch ist, eindeutig kranke Fische die trotzdem verkauft werden. Das habe ich leider auch schon in so vielen Zoohandlungen gesehen. Ganze Becken mit Buntbarschen, denen die Fräskopfwürmer so stark aus dem After hingen und die total abgemagert waren, das man das nicht übersehen kann. Da frage ich mich doch, fällt denen das nicht auf, wenns mir schon im vorbeigehen auffällt? Sowas kann man doch leicht erkennen und das Becken erstmal für den Verkauf sperren und behandeln! :schiel:
    • HiHi Oliver

      Ja, permanenter Stress, Umsetzen, Jagen etc. sorgen im Händlerbecken für recht hohe Todesraten… Die man eben als Kunde auch sieht.

      Von einem alten Hasen bekam ich mal den Tipp: Kaufe Fische am Montag abend oder Dienstag früh! Denn Mitte der Woche kommt zumeist die neue Lieferung, und diejenigen Fische, die Montag abend noch leben, haben zumindest schon mal das Wochenende überstanden!

      Grüße,
      Stefan
    • Hallo zusammen,

      die MAs bemühen sich glaub ich schon, haben aber auch eine Menge andere Sachen zu erledigen (Kundengespräche, Lagerverwaltung, Regalgestaltung, evtl. Buchhaltung und und ...). Da kann auch mal was hinten runterfallen.

      Prestutnik12 schrieb:

      Ja, permanenter Stress, Umsetzen, Jagen etc. sorgen im Händlerbecken für recht hohe Todesraten… Die man eben als Kunde auch sieht.
      Das ist sicher richtig. Dazu kommt auch die Art wie viele, vor allem die beliebtesten Arten, seit einigen Jahren vermehrt werden. Stichwort Massentierhaltung auch in diesem Bereich. Vor allem in Südostasien wird auch da mit Antibiotika und Medikamenten gearbeitet. Das macht die Tiere anfällig, und selbst die Händler beklagen das. Sowas wie natürliche Auslese gibt´s da auch nicht. Einige Arten sind wohl besonders betroffen.

      Nicht wenige Aquarianer bevorzugen deshalb Tiere aus Hobbyzuchten. Das Risiko der Einschleppung kriegt man in den Griff. Und um uns selbst ein wenig den Bauch zu tätscheln: Dafür sind Foren, wie dieses natürlich ungeheuer wertvoll.

      Gruß
    • Hallo zusammen,

      das ist richtig! Bei meinem Stammdealer stand ich vor einiger Zeit vor einem Becken mit Zwergfadenfischen. Ohne überhaupt irgendetwas gesagt zu haben kam der Händler auf mich zu und sagte: "Die kann ich Dir nicht geben. Da sind mir in den ersten drei Tagen mal wieder fast die Hälfte der Tiere weggestorben. Diese Fische wird es künftig bei mir nicht mehr geben!"
      Das sagt schon sehr viel aus! Es wäre wohl das beste wenn kein Händler mehr solche Fische kaufen würde. Irgendwie muss diese "Schweinerei" doch mal unterbrochen werden. Das Problem ist halt die Nachfrage!


      Gruß Roland
    • Roland schrieb:


      "Die kann ich Dir nicht geben. Da sind mir in den ersten drei Tagen mal wieder fast die Hälfte der Tiere weggestorben. Diese Fische wird es künftig bei mir nicht mehr geben!"

      Vielleicht bin ich betriebswirtschaftlich naiv, aber es wundert mich eh', wie dieses System funktionieren kann: Wie kann ein Kaufmann fast die Hälfte seines Wareneinkaufs in die Tonne treten - und trotzdem ökonomisch noch auf seinen Schnitt kommen? Wie sind in dieser Branche da die Spannen?

      Zumal: Ein Einzelhändler gibt sich im allgemeinen sehr viel Mühe, einen zufriedenen Kundenstamm zu erzeugen und zu halten. Wenn dann die Kunden brüllen "Du verkaufst mir Schrott-Fische!", dann funktioniert auch die Mischkalkulation nicht mehr, dass das Döschen Futter, das der Kunde zusätzlich mitnimmt, alles rausreißt...

      Mein Stamm-Dealer in der Pfalz hat jetzt die Notbremse gezogen und bietet nun gar keine lebenden Tiere mehr an.

      Grüße,
      Stefan
    • Prestutnik12 schrieb:

      Vielleicht bin ich betriebswirtschaftlich naiv, aber es wundert mich eh', wie dieses System funktionieren kann: Wie kann ein Kaufmann fast die Hälfte seines Wareneinkaufs in die Tonne treten - und trotzdem ökonomisch noch auf seinen Schnitt kommen? Wie sind in dieser Branche da die Spannen?
      Vielleicht ist der Einkaufspreis für solche Schrottfische ja extrem billig, vor allem wenn sie massig davon abnehmen, und der Verkaufspreis dann das vielfache des Einkaufpreises, was der Fisch dann eigentlich qualitätsmäßig nicht wert sein dürfte :denknach: Ist doch heute oft so, Hauptsache viel für billig, statt weniger, dafür mehr Qualität.
    • Jani, deshalb ja auch meine Frage nach den Spannen in dieser Branche. Aber selbst der günstigste Einkaufspreis kann einen Einzelhändler im Bayerischen Wald nicht retten, wenn seine Kunden ihn nicht mehr gezielt anfahren wollen. Laufkundschaft aus dem Dorf wird der Händler kaum haben, er ist auf ein positives Image bei seiner Stammkundschaft in einem gewissen Radius angewiesen...

      Da steht der Händler in einem doppelten Dilemma! Denn schlechte Qualität zu verkaufen, das passt auf Dauer nicht. Wenn er aber im Gegenzug zu viele der oft nachgefragten, geläufigen Arten dann nicht (mehr) führt...

      Na, eine spieltheoretisch durchaus interessantes Problemstellung, "schlechte Fische" gegen "keine Fische", was wirkt sich desaströser aus?

      überlegt
      Stefan
    • Hier bei uns gibt's viel Laufkundschaft und wie oft habe ich komplett Ahnungslose gesehen, die gerade bei einem Beratungsgespräch waren, die ihr erstes Aquarium einrichten wollten, denen dann Fische mitgegeben wurden aus Becken, aus denen ich bestimmt nichts mitgenommen hätte. Die Leute kaufen ja gutgläubig und paar Wochen später stehen sie dann wieder da und lassen sich beraten, weil ihre Fische irgendwelche Krankheiten haben. Dann wird denen bestimmt nicht gesagt, dass diese möglicherweise schon krank verkauft wurden. Stattdessen hat der Händler dann aber genau das richtige Mittel, welches er wieder verkaufen kann und die Leute sind glücklich und dankbar und denken sie wären selbst Schuld :lach: Ich bin ja selbst am Anfang in Falle getappt, habe Barsche mit Fräskopfwürmern gekauft, da wusste ich noch nicht einmal, dass es sowas gibt :pfeifen: Seitdem habe ich das immer wieder beobachtet (kann das ja jetzt gut erkennen :lach: ) und muss leider feststellen, dass ich in vielen verschiedenen Läden ständig Fische sehe, die z.B. von diesen Fräskopfwürmern befallen sind, die trotzdem weiterhin verkauft werden so wie sie sind :denknach:
    • Hallo Leute,

      ich glaube, Ihr tut den Händlern Unrecht. Zum einen stehen Zwergfadenfische diesbezüglich in besonders schlechtem Ruf. Zum anderen funktioniert das System so eben nicht. Auch für den Händler ist der Verlust einer halben Lieferung ein Griff ins Klo. Und, wie Ihr das ganz richtig formuliert habt, der Verkauf solche Fische vertreibt die Kunden. Das können sich selbst Händler in Großstädten nicht erlauben. Die Kunden fallen vllt. einmal drauf rein, aber der Ruf ist dauerhaft ruiniert und das spricht sich rum. Fisch verramschen ist kontraproduktiv.
      Die Händler sind auch Opfer des Systems. Es bleibt ihnen nix anderes übrig, als den Verlust anderweitig auf zu fangen und Konsequenzen zu ziehen. Da entgeht ihnen das eine oder andere Geschäft, aber es schafft Glaubwürdigkeit. Alle Offlinehändler stehe in Konkurrenz zum Onlinehandel. Sie müssen sich, wie auch schon gesagt, einen Stammkundenkreis aufbauen und halten.

      Gruß
    • Hallo,

      dazu möchte ich nochmal etwas sagen. Den Händler, den ich da weiter oben ganz speziell anspreche, ist einer der Händler, der mich schon seit Jahrzehnten durch die Aquaristik begleitet. Er ist einer der ganz wenigen die sich so lange halten konnten. Kranke Fische oder Hungerhaken habe ich dort noch nie gesehen. Wenn der das Gefühl hat dass da etwas nicht stimmt, werden diese Tiere sofort aus dem Verkauf genommen. Andersrum kommen die Fische erst in den Verkauf wenn sie aus der hauseigenen Quarantäne kommen und absolut futterfest sind. Wenn man so will, ein Exot unter den Aquaristikhändlern. So Geschichten, wie heute angekommen und morgen verkauft, wie man es bei vielen Ketten immer wieder sieht, gibt es dort nicht.
      Nebenbei bemerkt läuft im Laden AC/DC und es gibt eine Flasche Bier, wenn man das möchte :headbang:
      Nein, dieser Händler wird nicht daran scheitern weil er künftig keine Zwergfadenfische mehr anbietet. Ganz im Gegenteil. Man weiß dass seine Fische kerngesund sind und der Preis passt. Die 20 Kilometer Fahrt nehme ich da gerne in Kauf.


      Gruß Roland
    • Muss auch noch mal meinen Senf dazugeben,

      in Chemnitz hatte ich einen Zierfischhaendler der mich sehr gut beraten hat. Er hatte nur Fische und auch etwas Equipment dazu. Im Laden wurde dauernd Wasser in den Aquarien gewechselt und die Fische sahen sehr gesund aus. Ich hatte da auch keine Todesopfer.

      Jetzt war ich in Schwerin, irgendwo abseits, ein kleiner Laden voll mit Aquarien. Der Chef stand irgendwo dazwischen und schaute nach seinen Fischen, es lagen Schlaueche da rum fuer den Wasserwechsel, und meine Brille hat erst mal von der Luftfeuchtigkeit beschlagen. Zubehoer gab es nichts, ausser etwas Fischfutter und die Fische sahen alle gesund aus.
      Ich habe ihm dann auch mal mein Problem mit dem rechnerischen Problem PH zu dem GH Wert geschildert. Antwort, die PH Wertmessungen sind sehr ungenau, die KH Werte stimmen meistens und ich soll mir mal einen Dauertester ins Aquarium haengen. Gut habe ich und der ist dunckelgruen, na dann ist doch alles in Ordnung.
      Habe 5 Amanogarnelen da mitgenommen, meine Metallpanzerwelse hatte ich leider vorher bei Fressnapf gekauft, aber die sind auch gesund und munter.

      Das hat mich ueberzeugt und da werde ich mir meine zukuenftigen Fischlein da kaufen.
      Ist halt, meiner Meinung nach, so ein Haendler der fuer seine Fische und Kunden da ist.

      LG von der Ostsee, :wink:
      Oliver
    • Abend,

      das große Schwärme in kleinen Aquarien mit wenig Versteckmöglichkeiten Stress haben ist klar. Da kann schon mal einer hopps gehen.

      Ich kaufe meine Fische bisher bei Futterhaus oder auf dem Baumarkt. Bis auf eine Ausnahme, hatte ich keine Probleme mit der Qualität der Fische.

      Bezüglich der Beratung sieht es ein bisschen anders aus. Beim Baumarkt gab es einen netten Herren der von sich aus von Eigenheiten der jeweiligen Art berichtete und auch, wegen der Anzahl und der zukünftigen Größe der Fische, nach der Größe des Aquariums fragte. Im Futterhaus muss man nach Informationen fragen, um welche zu bekommen. Das hätte einigen Fischen das Leben gerettet und meinen Geldbeutel geschont. OoO

      LG
      Anja
      Ein Aquarium ist auch ein guter Bauchiwärmer für Katzen.
    • Catfish schrieb:

      Im Futterhaus muss man nach Informationen fragen, um welche zu bekommen. Das hätte einigen Fischen das Leben gerettet und meinen Geldbeutel geschont. OoO
      Hallo
      @ Catfish,

      sorry, aber da machst Du es Dir doch etwas zu einfach. Nicht immer alles auf die Verkäufer schieben, die wissen u.a. auch nicht alles.

      Du, solltest Dich vor dem Kaufen der Fische, selbst informieren (z.B. im I-net, hier im Forum, in diversen Büchern), was die ausgesuchten Fische für Haltungsbedingungen brauchen, auch das hätte dann einigen Fischen das Leben gerettet und Deinen Geldbeutel geschont.

      Beim nächsten Fischkauf daran denken, erst vorher informieren, dann kaufen, dass ist der richtige Weg, damit alles passt.
      Gruß Wolfgang
      ___________________
    • Hallo Wolfgang,

      damit magst du Recht haben. Aber erkläre mal einer 16 jährigen im Zoohandel, dass sie sich erstmal belesen soll vor dem Kauf.
      Der Skalar hat sich auf jeden Fall über die Neons gefreut. :fish: Learning by doing.

      Liebe Grüße
      Anja
      Ein Aquarium ist auch ein guter Bauchiwärmer für Katzen.
    • Catfish schrieb:


      erkläre mal einer 16 jährigen im Zoohandel, dass sie sich erstmal belesen soll
      Ach, Anja,

      nein! Mit 16 war ich ein wacher, intellektuell neugieriger Mensch. Der die Welt mit Interesse und geistiger Offenheit erkundet hat. Mittlerweile habe ich so viele Verdummungsprozesse mitgemacht, dass ich dies nun nicht mehr von mir behaupten möchte... (So rum wird ein Schuh draus...)

      Gruß,
      Stefan :zigarre:
    • Hallo Anja,

      auf das Alter kann man sich hier also nicht rausreden :lach: Aber ich kann Dir versichern, es gibt hier keinen, der nicht auch irgendwelche Leichen im Keller hätte. Wir alle haben am Anfang Fehler gemacht. Früher gab es halt noch nicht so viele Informationsquellen wie heute. Aber dadurch auch noch nicht so viele Fehlerquellen! Man vertraute seinem Stammdealer und alles war gut. Das ist heute anders, denn die richtig guten Aquaristik-Läden werden mehr und mehr durch Ladenketten verdrängt.

      Die Vergesellschaftung von Neons und Skalaren ist ein Klassiker. Auch ich hatte vor langer Zeit diesen Fehler gemacht :schaem:


      Gruß Roland
    • Catfish schrieb:

      Aber erkläre mal einer 16 jährigen im Zoohandel, dass sie sich erstmal belesen soll vor dem Kauf.
      Hallo Anja,

      mit 16 Jahren sollte man eigentlich mehr Eigeninitiative erwarten können und dies gerade beim Kauf von Lebewesen.

      Wenn sich solche Personen, z.B. ein Handy zulegen, wird sich ja auch vorher informiert, welches am besten passt...weshalb dann nicht beim Kauf von Lebewesen?

      Ok, Ihr habt jetzt Lehrgeld bezahlt (Learning by doing), beim nächten Mal solltet Ihr vorbereitet in den Zooladen gehen, damit sowas nicht mehr passiert.
      Gruß Wolfgang
      ___________________
    • Moin Anja,

      ich hatte mit 16 Jahren mein erstes Aquarium und viele Buecher dazu. Da schwamm dann auch alles moegliche darin rum was nicht unbedingt zusammenpasste.

      Bei meinem letzten Aquarium wollte meine Frau unbedingt Skalare zu meinen Neons haben. Gut die Skalare haben sich ueber Lebendfutter gefreut.
      Aber ueberzeuge mal eine Ehefrau ohne Fischahnung die auf Skalaren besteht.

      LG von der Ostsee :wink:
      Oliver
    • Hallo zusammen,

      naja, wohin sich die Initiative 16jähriger bewegt, erschließt sich der "Erwachsenenlogik" nicht unbedingt. Manchmal geht´s einfach nur darum, die eigene Entscheidung durch zu setzen.
      Ganz ohne Spaß, in der Lebensphase geht es darum, eine eigene Identität zu entwickeln und ab zu grenzen. Manchmal werden da auch ungeeignete Gelegenheiten genutzt. :denknach:
      Wir hatten es in den 60ern leicht und mussten uns nur die Haare wachsen lassen. Das hat gereicht zum Provozieren. :couch:

      Gruß
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