Lebendfutter fuer Fische


    • Oliver70
    • 4357 Aufrufe 45 Antworten

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    • Hallo Oliver,

      das verstehe ich nicht! Wenn etwas gut klappt, dann ist es die Zucht von Artemia Nauplien. Ich vermute mal dass es bei Dir am Wasser liegt! Eine andere Erklärung habe ich nicht.
      Verwende doch einfach mal destilliertes Wasser, damit klappt es bei mir am besten. Die entkapselten und schlupffähigen Eier bewahrst Du ja bei minus 18 Grad auf, oder?


      Gruß Roland
    • Nein, Roland, ich habe ein Herz für Oliver! Denn bei mir klappt die Artemien-Zucht im 60-Literbecken auch nicht. Die Viecher schlüpfen, leben einige Tage - und sind dann schlagartig verschwunden. Das Salzwasser habe ich allerdings schon mit Osmosewasser angesetzt.

      Da muss es noch ein Geheimnis geben, das zu finden wäre...,

      vermutet
      Stefan
    • Hallo Stefan,

      das verwundert mich nun doch ein wenig! An was könnte das liegen? Das Wasser ist bei mir schon immer eine wichtige Entscheidung. Mit Leitungswasser funktioniert das bei mir nicht richtig. Erst die letzten Tage hätte ich versucht Infusorien in Leitungswasser anzusetzen. Das ging 2x daneben. 1x mit frischem und 1x mit abgestandenem Leitungswasser. Auch ein dritter Versuch mit Aquarienwasser war zum scheitern verurteilt. Erst beim vierten Versuch mit weichem Teichwasser hat es dann geklappt.

      Also: Versucht es doch mal mit destilliertem Wasser! Das klappt bei mir immer. Oder nehmt Regen- oder Teichwasser. Beim Salz mache ich keine Experimente. Kein Geschirrspülersalz, kein Streusalz. Zuletzt habe ich das hier genommen: amazon.de/Kattus-Meersalz-grob…3b-b2f8-c44f2e1370d4&th=1 Bei einem 60er Becken mit 54 Litern Inhalt macht das gut 3 solche Packungen.

      Lasst das "Gemisch" dann für ein paar Tage einfahren und gebt das erste Futter zu bevor ihr überhaupt an die Krebse denkt. Aber nur ganz wenig! Im Freien gebe ich immer ein paar Körner Trockenhefe ins Wasser um alles in Schwung zu bringen.

      Was ist noch wichtig? Ein Luftschlauch und eine kleine Membranpumpe! Den Schlauch am besten auf den Boden lagen und nur ganz wenig Luft aufdrehen. Es soll damit ja nur das Futter in der Schwebe gehalten werden.

      Zu guter Letzt dürfen nun bereits geschlüpfte Nauplien im Aquarium einziehen. Ab hier braucht man nur noch füttern und verdunstetes Wasser nachfüllen(natürlich nur Süßwasser!). Keine Wasserwechsel und wie gesagt, nur ganz wenig füttern damit die Brühe nicht kippt!

      Wäre nicht gerade wieder ein Pärchen Perlhühner ins kleine Zuchtbecken eingezogen, ich hätte es selbst nochmal versucht. Aber ich warte da viel lieber auf wärmere Temperaturen und setze wieder in einen Mörtelkübel im Freien an.


      Gruß Roland
    • Ach, Roland, ich vermute den Pferdefuß eher in der Temperatur.

      Denn ich habe zweimal angesetzt: das erste Mal mit Meersalz und Osmosewasser. Der zweite Versuch war dann Spülmaschinensalz und Osmosewasser. (Davon liest man ja wahre Wunder des Gelingens!) Beides war bei mir ein Schuß in den Ofen. Trotz Belüftung und leichter Strömung.

      Mein Verdacht ist: Es ist die Wassertemperatur. Das Becken steht in einem sehr abgelegenen Zimmer, dass ich kaum mal besuche und das eben auch nur schwach geheizt wird. Der Versuch mit einem Extra-Heizstab ging in die Hose, der Glaskolben des verdammten China-Teil ist nach zwei oder drei Tagen geplatzt...

      Ich werde jetzt mal die Jahreszeiten für mich arbeiten lassen, im Sommer noch einen Versuch starten. Solange reicht mir die Ausbeute aus der kleinen Artemia Zuchtschale auf dem warmen Fensterbrett.

      Grüße,
      Stefan
    • Hallo Stefan,

      mindestens Zimmertemperatur sollte es im Artemiabecken schon haben! Ein Eck eines Raumes, in dem die Fußbodenheizung besonders warm wird, oder so ähnlich halt( so wird die Zuchtanlage in meiner Küche betrieben). Oder eben mit einem Heizstab. Aber dann stünde die Ausbeute in keinem Verhältnis zu den Stromkosten!


      Gruß Roland
    • Moin Roland, moin Stefan,

      ich dachte schon ich bin zu bloed um die Krebschen grosszuziehen, aber Stefan, wenn es Dir auch so geht......

      Also, noch mal von vorne, der 1. Versuch war eigentlich ganz vielversprechnd. Die Artemia sind etwas gewachsen wurden aber immer weniger. Ich hatte nur den Fehler gemacht die nicht entkapselten Eier zu nehmen und da sind dann noch eine Menge geschluepft und die Schalen schwammen oben auf dem Wasser. Die Artemia rauszufangen waere nur mit reichlich Eihuellen moeglich gewesen.

      2. Versuch, 10L Osmosewasser, Spuelmaschinensalz ca. 35g pro Liter. 24 Stunden mit der Durchlueftung stehen lassen und dann die geschluepften Nauplien rein.

      Das ganze steht auf der Fensterbank ueber einer Heizung, also Raumtemperatur und Tageslicht und leicht durchlueftet.

      Am 2. Tag habe ich mit Liquifluid gefuettert. Das Wasser wurde leicht truebe und bekam einen Gruenstich.
      24 Stunden spaeter waren alle gestorben.

      Vielleicht haengt das mit der Fuetterei zusammen. Lt. Literatur ernaehren sich die Nauplien die ersten 3 Tage von ihrem Dottersack. Allerdings weiss ich nicht wann sie geschluepft sind, bestimmt einige frueher und andere spaeter.
      Die Frage ist dann halt sofort mit Liquifluid fuettern oder einen Tag warten und wieviel fuettern ist auch nicht naeher definiert.

      Ich versuche das ganze jetzt noch einmal, fuettere sofort und reichlicher damit das Wasser einen kraeftigeren Gruenton hat.

      Ueber das Ergebnis werde ich dann berichten. Irgendwo im Internet war geschrieben stand auch das die Tierchen grosszuziehen nicht immer funktioniert.

      LG von der Ostsee :wink:
      Oliver
    • Moin von der Ostsee,

      ich habe die geschluepften Nauplien aus dem Brutapparat heute erst mal an meine verfressende Bande verfuettert und ein kleinen Rest in das Aufzuchtbecken gegeben. Sie sind sofort gestorben.

      Beim Saubermachen des Beckens habe ich dann einen moderigen Geruch bemerkt.
      Moege sein das das Wasser umgekippt ist, warum ist mir schleierhaft.

      Vielleicht doch zu viel Futter oder, oder, oder.

      Jedenfalls der neue Versuch ist in der Vorbereitung.

      LG :wink:
      Oliver
    • Moin an euch Alle Lebedfutterzuechter,

      ich hab das nun auch zum 4.mal mit meinen geschluepften Artemia versucht sie zu kleinen, grossen Krebschen in dem 10L Becken aufzuziehen. Am Anfang waren die Nauplien ganz begeistert, haben das fluessige Gruenzeug auch gut gefressen. Am dritten Tag waren es nur noch wenige und morgen werden es wohl nur noch Leichen sein. Also auch diesmal wieder ein Schuss in den Ofen.

      Ich vermute mal das es in so einem kleinen Behaelter problematisch ist das Verhaeltnis zwischen zuviel Futter oder zu wenig herzustellen. Sprich, entweder verhungern die Tierchen oder das Wasser kippt um.

      Na ja, zu was gibt es das Internet, bitte jetzt nicht falsch verstehen ich habe keinen Bezug zu dem Anbieter.
      Jedenfalls bei aquakultur-genzel.de gibt es eine wunderbare Anleitung die Nauplien zu ausgewachsenen Krebschen zu bringen
      und Roland, das deckt sich auch mit Deinem Erfolg grosse Artemia heranzuzuechten.

      Also 60 L Moertelwanne, 2cm Gartenerde rein, dann irgenwelche Starterbakterien (habe ich noch nicht richtig verstanden welche, moeglicherweise Hefe), Salz und Wasser rein, ca. 35g Salz pro Liter und Spirulin rein, das ganze moeglichst an einen sonnigen Platz stellen und eine Woche warten bis sich irgenwelche Microlebewesen bilden und die Algen sich vermehren.
      Dann schon ausgewachsene Exemplare, aus den Futterbeuteln vom Handel, reinsetzten und die Artemiaeier dazugeben.
      Andere User haben von sich vermehrenden Mueckenlarven berichtet, das kann ich mir bei dem Salzgehalt allerdings nicht vorstellen.

      Jedenfalls habe ich in meinem Garten schon einen passenden, sonnigen Platz rausgesucht. Wenn das dann auch nicht klappt gebe ich auf. :sad:
      Letztendlich werde ich meine Wasserfloehe, die immer noch japanisch mit mir sprechen und sich toll vermehren, in das freie 10 L Becken umziehen.
      Jedenfalls sind meine Fische ganz wild auf auf das Japanische Festmal :tanz: .

      LG von der Ostsee :wink:
      Oliver
    • Hallo Lebendfutterzüchter,

      das mit den Artemien hat ja nicht geklappt, aber meine Kompostwürmchen gedeihen prächtig. Auch wenn sie so blumige Namen "Nightcrawler" oder "Tennesee Wiggler" haben kann man einfach deutsch mit ihnen sprechen. Zudem sind sie sehr nahrhaft und proteinhaltig, und ihr Eiweiß kann von Fischen zu nahezu 100% verwertet werden. Deshalb sind sie auch so beliebt bei großen und kleinen Sprotten. Es gibt soviel ich weiß keine Krankheiten, die sie kriegen können, sie brauchen es nur feucht, kühl und dunkel. In der Kiste findet man sie in jeder Größe und sie vermehren sich ohne Zutun. Man kann sie sogar mit Packpapier oder Karton füttern, und was übrig bleibt ist bester Pflanzendünger für Töpfe und Garten.

      Alles, was ich an pflanzlichem Material aus den Aquarien hole, landet bei den Würmern, und die Würmer landen im Aquarium, nachdem sie ein wenig abgespült wurden. Ein echter Kreislauf, was mir sehr gefällt. Dazu kommt, dass sich auch Enchyträen einstellen, die ebenfalls als Futter dienen. Gegen lästige Fruchtfliegen kann man wirksam vorbeugen, indem man Obstabfälle o.ä. erstmal einfriert, das tötet die Eier.

      Hier ein Bild von der Rasselbande...




      Gruß Thomas

      By the way, es ist wie mit Sauerteig, man kann immer wieder mal was abgeben davon.
    • Moin Thomas,

      das mit meinen Artemia hat ja nun mal auch nicht geklappt. Ich fuettere halt eben mal die Nauplien. Da sind meine Fische auch ganz wild drauf.

      Aber wie gross werden denn die Kompostwuermchen?
      Kann ich die auch an meine Neon oder Keilfleckbarben verfuettern?

      Waere ja auch eine Alternative fuer die daemlichen Artemia.

      Ansonsten gedeihen meine japanischen Fasserfloehe praechtig.
      Ist nur immer etwas muehsam die Biester einzufangen und dann wieder warten bis der Nachwuchs gross genug ist.

      LG von der Ostsee :wink:
      Oliver
    • Hallo Oliver,

      erstmal ein Wort zu den Artemien. Die Nauplien haben nach dem Schlüpfen einen Dottersack, der den größten Teil der Nährstoffe enthält. Dieser wird, wie Du weißt, innerhalb von 3 Tagen verbraucht. Deshalb sollten die Nauplien möglichst schnell nach dem Schlupf verfüttert werden. Habe mal gelesen, dass nach 12 Stunden nur noch 50% der Nährstoffe vorhanden sind. Die Kunst besteht also darin, die Nauplien auf den Punkt zum Schlupf zu bringen. Mein, zugegeben sujektiver Eindruck ist, dass bei der Fischbrut der Zuwachs größer ist als die verabreichte Menge Nauplien, wenn es so gelingt. Das werte ich als Hinweis auf die hohe Nährstoffkonzentration des Dottersackes. Der Reiz einer Weiterzucht besteht für mich eher im Entstehen eines Kreislaufes und einer Futterquelle als in der Nährstoffausbeute.

      Zu Deiner Frage nach der Größe der Würmchen hab ich mal einen Ausschnitt vergrößert. Sie schlüpfen nach ca. 14 Tagen aus Eikokons die von den geschlechtsreifen Tieren (die mit "Ehering") ständig ausgeschieden werden. Dann sind sie grad mal 2-3 mm lang und könnte durchaus auch von sehr kleinen Fischen auf genommen werden. Macht aber Mühe die Winzlinge raus zu sammeln. Die Fische mögen sie aber so gern, dass sie schon mal ein paar Minuten arbeiten, bis die Würmer im Magen sind. Im Zweifelsfall teilt man sich auch einen Wurm.
      Meine Kongosalmler fressen auch die mit 5 - 7 cm langen, ausgewachsenen Würmer. In der Kiste sind übrigens zwei verschieden Arten, von denen eine etwas größer wird. Das dunkle Zeug ist Wurmkot.



      Gruß Thomas
    • Moin von der Ostsee,

      wieder mal ein erstaunliches Fuetterungsergebnis.

      Die letzten Tage gab es fuer meine Fischchen Lebendfutter in Form von lebenden roten Mueckenlarven, Wasserfloehen und Artemia. Dazwischen das ganze nochmal als Frostfutter.
      Dazu noch ein wenig Trockenfutter fuer die Welse.

      Heute waren meine selbst gezuechteten Artemianauplien geschluepft und wurden auch gleich verfuettert.

      Nun ja, Haifischbecken und auch mein letzter verbliebener Erbsenkugelfisch, den ich schon im Fischfriedhof vermutet habe, hat sich die Wampe gefuellt.

      Anscheinend sind die Artemianauplien so was wie ein 4 Sterne Restaurant fuer Fische.

      Jedenfalls haben sie Freude gehabt.

      Der naechste Zuchtansatz steht auch schon bereit.

      LG :wink:
      Oliver
    • Huhu :mklimp:
      Sind das ganz normale Regenwürmer? Ich hatte auch mal in einer großen Topfpflanze im Zimmer Regenwürmer entdeckt, von denen ich nicht wusste wie sie da reingekommen waren :denknach: Da sie den großen Kübel nicht verlassen haben, dachte ich mir, ich lasse sie mal drin. Die haben sich darin auch ganz gut vermehrt, und ich habe ab und zu einen rausgeangelt und an meine Kakadu-Zwergbuntbarsche verfüttert, die sie sehr gerne gefressen haben! Irgendwann sind sie dann aber leider ausgestorben - also die Würmer. :lach:
    • Dieser Post enthält unentgeltliche Produktpräsentationen


      Hallo zusammen,

      zum Thema "Regenwürmer" kann man ganze Bücher füllen. Das erspar ich uns. Ich hab zwei unterschiedliche Systeme (einen größeren Sack und ein Kunststoffteil) ausprobiert und bin zu dem Schluss gekommen, dass dieses System für den kleinen Haushalt am geeignetsten ist. Das gilt aber nur für mich und meinen Haushalt. Natürlich kann man eine funktionierende Wurmkiste auch selbst bauen. Man findet Baupläne und Bausätze im Netz.

      dehner.de/produkte/kunststoff-…505-h605-t383-cm-1611664/

      Es gibt Betriebe, die sich auf das Thema spezialisiert haben und sogar eine Anlage entwickelt haben, um die Eikokons zu ernten. Auf dieser Seite findet man vor allem eine Menge Informationen. Es gibt noch mehr solcher Betriebe. Dieser ist nur exemplarisch.

      superwurm.de/

      Ursprünglich habe ich nach geeignetem Lebendfutter gesucht, habe aber schnell festgestellt, dass ich nicht nur alle möglichen pflanzlichen Abfälle sondern auch Packpapier und selbst Zeitungen verwerten kann. Erwähnenswert ist, dass die Kisten, ähnlich wie ein Aquarium, eine Weile zum Einfahren braucht. Es sind auch andere Organismen am Zersetzungsprozess beteiligt. Erst nach ein bis zwei Monaten kann das System größere Mengen "verdauen".

      Hier noch einige Fakten:
      Es gibt hunderte verschiedener "Regenwürmer". Die bekannten Gruppen sind die Tauwürmer, große wärmeempfindliche Würmer, die in Röhren, die einige Meter in die Tiefe reichen, leben. Diese Arten belüften den Boden und bringen Humus in die tieferen Bodenschichten. Auch die Mist- und Kompostwürmer kennt man. Kleinere und wärmeresistentere Arten, die sich in den oberen Bodenschichten und natürlich im Kompost- und Misthaufen aufhalten. Daneben gib es aber auch einige Spezialisten.
      Es sind die Organismen, denen wir die fruchtbaren Böden unserer Breiten verdanken. Auf einem ha (100x100 m) Grünland leben so viele Regenwürmer, dass das Gewicht dem einer Kuh entspricht.
      Es gibt praktisch keine Kranheiten bei diesen Würmern. Wenn sie sterben, dann weil es zu trocken, zu nass, zu warm oder zu kalt ist und sie nicht ausweichen können oder eben ihre Lebenserwartung erreicht haben. Allen gemeinsam ist die Lichtscheue.

      In diesm Sinne...

    • Ach ja,

      Regenwuermer als Fischfutter.

      Als ich mich mit 16 Jahren an meinem erstes Aquarium erfreute, erfreute sich auch ein Kugelfisch seines Lebens da drin.

      Mit der Fuetterung war es allerdings etwas problematisch.
      Auf Nachfrage im Zoogeschaeft sollte ich den Kugelfisch mit Regenwuermern fuettern.

      Gesagt, getan. Regenwurm im Garten ausgegraben, gewaschen, in kleine Stuecke geschnitten und der Kugelfisch war begeistert.

      Armer Wurm.

      LG von der Ostsee :wink:
      Oliver