Malawi Becken


    • Oliver70
    • 1670 Aufrufe 30 Antworten

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    • Hallo Oliver,

      eine Strömungspumpe sollte in einem Malawibecken nicht fehlen, empfehlen kann ich Dir Strömungspumpen von Tunze, die gibt es in verschiedenen Ausführungen, passend nach den Beckengrößen.

      Der Bodengrund sollte aus Sand bestehen (aber keinen allzu hellen), weil die Malawi Chichliden darin "buddeln" und den Sand u.a. durch die Kiemen wieder ausscheiden, sozusagen zur "Kiemenreinigung".

      Auch dürfen Steinaufbauten nicht fehlen. Hier legt man entweder eine Plexiglasscheibe oder Styropor auf den Aquarienboden, darauf kommen dann die Steinaufbauten ( wichtig: die Steine müssen miteinander verklebt (Aquariumkleber) werden, weil die Malawi's sehr stark buddeln). Diese Steinaufbauten dienen als Versteck und Rückzugsmöglichkeiten und als Revierbegrenzungen. Erst wenn die Steine miteinander verklebt sind, wird der Bodengrund/Sand eingefüllt.

      Zum Thema Pflanzen, kann man, muss aber nicht, Anubias, Javafarn und Vallisnerien haben sich bewährt.

      Die Beleuchtung in einem Malawi Becken, sollte nicht zu hell sein, dass mögen die Malawi's nicht und können schreckhaft werden.

      Zum Thema Besatz, da Du Mbunas möchtest, solltest Du als weiteren Besatz keine NonMbunas einsetzen, da beide Arten unterschiedliche Bedürfnisse an die Nahrung stellen. Mbunas sind eher Pflanzenfresser und NonMbunas mehr Fleischfresser.
      Was die Aggression der beiden Arten angeht, da sind die Mbunas aggressiver als die NonMbunas.
      Deshalb sollte man (ich hatte es auch so gemacht) Mbunas im Übersatz halten, damit ist die Aggresivität besser in Grenzen zu halten.
      Nicht allzu aggressive Mbunas sind z.B.:

      - Labidochromis Yellow
      - Chindongo socolofi
      - Chindongo socolofi "Snow white"
      - Chindongo saulosi

      Diese Malawi Chichliden "kenne" ich als nicht allzu aggressiv.

      Auf Bodenfische braucht man, wenn man will, nicht verzichten, bewährt hat sich bei mir der Zwergfiederbartwels Synodontis lucipinnis, dieser stammt zwar aus dem Tanganjikasee, lässt sich aber bestens mit Malawi Chichliden vergesellschaften. Diese schönen Welse hält man in einer Gruppe ab 5 Tieren. Je größer die Gruppe desto wohler und sicherer fühlen sie sich.

      Was die Wasserwerte betrifft, ich hielt meine Malawi's bei einem pH Wert von 7,8 und einer Wassertemperatur von 25°

      Ich hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen.
      Gruß Wolfgang
      ___________________
    • Moin Wolfgang,

      wie der See jetzt eigentlich heisst ist mir erst mal wurscht. Das fuer vielleicht fuer die anderen Fischfreunde interessant :grinz: .
      Ja, so aehnlich wie Du das ausfuehrlich beschrieben hast habe ich mir das auch vorgestellt. Danke dafuer.

      Als Stroemungspumpe habe ich mir auch eine Tunze rausgesucht, dieselbige die regelbar ist. Kostet so um die 100 EUR. Aber was solls.
      Fuer die Felsformationen gibt es von diversen Anbietern naturgetreue Nachbildungen, handbemalt, die nicht so schwer sind. Preis, keine Vorstellungen. Wenn jemand Erfahrungen damit hat gerne Anregungen.

      Ja und mit dem lieben Licht, erst mal den Bodengrund dunkler, relativ Feinsandig und dann weiss ich auch noch nicht so richtig.
      Die lieben, Fischchen, leben meistens so in 10-25 Metern Tiefe und da gibt es dann nur noch gelb, gruen und blau.

      Das meiste was ich da gesehen habe ist eher eine etwas dunklere Beleuchtung die in die blaue Richtung geht.
      Jetzt dreht mir bitte mal keinen Strick da raus.

      Also, mit rot ist bei 5m Schluss,
      bei 10m ist mit orange Schluss,
      bei 15m ist mit gelb Schluss,
      bei 25m ist mit gruen Schluss
      und bei 25m ist auch mit blau Schluss, dann ist es dunkel.

      Wenn ich da eine LED Beleuchtung mit ca. 12.000 Kelvin (hoher Blauanteil) und noch eine LED mit ca. 5.000 Kelvin druebermache bin ich bald bei einem Meerwasseraquarium.

      Bin da noch etwas ratlos und bevor ich das ganze Equipment bestelle brauche ich noch ein wenig Hilfe.

      Mit den Fischen sollen es Mbunas werden, aber da werde ich mir noch bei dem Zuechter im Nordwesten von Hamburg Rat suchen was da so zusammenpasst.
      Nicht das es mir so geht, wie bei Dir Corinna, das nur noch die Blauen ueberleben :blub: .

      LG von der Ostsee :wink:
      Oliver
    • Oliver70 schrieb:



      Fuer die Felsformationen gibt es von diversen Anbietern naturgetreue Nachbildungen, handbemalt, die nicht so schwer sind. Preis, keine Vorstellungen. Wenn jemand Erfahrungen damit hat gerne Anregungen.
      Hallo Oliver,

      von diesen "naturgetreuen Nachbildungen" kann ich Dir nur dringend abraten.

      Auch ich hatte solche Kunststoffsteinelemente am Anfang im Aquarium, wegen des Gewicht's.
      Als ich dann nach nach einiger Zeit bemerkte (während der Wasserwechsel), dass das Aquariumwasser irgendwie seltsam gerochen hat, konnte ich das nicht richtig einordnen.

      Wochen später, ich hatte mich endlich durchgerungen, den Bodengrund zu wechseln, nahm ich deshalb die Kunststoffsteinelemente raus und da erkannte ich dann, wo dieser widerliche Geruch herkam, die Steinelemente stanken wie die Pest, am meisten die, die mit dem Bodengrund Kontakt hatten, aber auch die oberen rochen stark.

      Fazit, der Plastikmist flog raus und echte Steine kamen ins Aquarium und seitdem war das mit dem Geruch Geschichte.

      Deshalb, lass die Finger von diesem Plastikzeug's. Erstens wegen dem Gestank und zweitens, teuer ist dieser Mist auch noch.
      Gruß Wolfgang
      ___________________
    • Moin Wolfgang,

      danke fuer Deine Erfahrung.

      Ich werde dann die Finger von diesem Kunststoffzeugs lassen und auf einer Kunststoffplatte echte Steine montieren.
      Vermutlich sollte ich das Ganze mit Aquariumsilikon verkleben. Nicht das der Haufen Steine beim Wuehlen der Barsche zusammenfaellt.

      LG von der Ostsee :wink:
      Oliver
    • Hallo Oliver,

      in meiner Malawi-Zeit sind wir noch recht sorglos mit dem Thema umgegangen: Auf der Bodenplatte lag eine Styroporplatte(hart und 2cm dick), auf der dann die Steine aufgebaut wurden. Alles ohne Kleber! Später, als die Aufbauten anspruchsvoller und luftiger wurden haben wir Löcher in die Steine gebohrt und diese mit Edelstahlstäben zusammengesteckt.
      Aber Wolfgangs Idee ist schon nicht schlecht. Und die Kleber sind ja mittlerweile gut geworden.

      Außerdem kann ich bestätigen was Wolfgang zu den künstlichen Steinen geschrieben hat. Mir selber ist das ja nicht passiert, aber ein Kumpel von mir hat mit diesem chemischen Mist sein Becken komplett gegen die Wand gefahren. Ich finde es eine Frechheit dass man solchen Dreck überhaupt im Fachhandel angeboten bekommt!!!


      Gruß Roland