HiHi zusammen
Es wird ja immer gerätselt und diskutiert, wie groß ein Becken für einen einzelnen Betta splendens sein solle. Dazu meine Beobachtungen.
Zuerst mal, der Betta ist vor einigen Tagen gestorben. Im Alter von etwas über 4,5 Jahren. Und er fehlt mir. Denn intuitiv laufe ich immer noch mehrmals am Tag routinemäßig an sein Becken… und jetzt ist es eben leer.
Der Betta war im Laufe der Zeit in drei Aquarien bei uns – und die Becken wurden immer kleiner.
Ursprünglich war es der Betta meines Sohnes, der in einem 60 Liter-Becken – zusammen mit viel zu vielen Blasenschnecken! - wohnte. Ich hatte den Eindruck, dass er sich in dem Sechziger nicht sehr wohl fühlte, er wirkte von den Farben her sehr blass und von den Flossen her arg zerzaust. Entsprechend unbeholfen, fast ein bisschen apathisch, schwamm er auch.
Also zog er um in ein kleineres 30er-Becken. Das passte ihm besser, er schien sich zu erholen. Die Flossen wuchsen, der Kerl wurde wieder deutlich agiler. Meine These ist: Das große Becken machte ihm Stress. Nur halb so groß, das schien besser zu laufen, das Sensibelchen hatte darin wohl eher das Gefühl, „alles unter Kontrolle“ zu haben, sich sicherer zu fühlen. Das Becken aber hatte einen Nachteil: Es stand in einem abgelegenen Zimmer, ich sah ihn kaum, ging eigentlich nur rein zu Füttern und ab und an zum Wasser wechseln… Nur: Wozu einen Fisch haben, den man nie sieht und trifft?
Dann der Sprung: Der Betta zog zum zweiten Mal um, kam ins Schlafzimmer in ein 10-Literbecken. Zuerst nur als Experiment – mit Rückfahrkarte - gedacht, war dieses Nano dann der Treffer! Von Anfang an „technikfrei“ konzipiert, bis auf eine Heizung natürlich, steht es auf dem Fensterbrett genau nach Osten. Direkte Sonne am Morgen! Dort blühte er endgültig auf! Da hatte er wohl sein "Heim" gefunden: Dort sah ich zum ersten Mal, dass der Fisch gar nicht monochrom blau ist, sondern auch klare Rotanteile am Unterleib hat… Erst in dem kleinen Becken entwickelten sich die prachtvollen Farben zur Gänze. Und die Flossen legten nochmal zu. Rund zwei Jahre lebte er in dem Kleinen, wurde fast schon zutraulich.
Das sind meine Beobachtungen. Ich will die nun nicht verallgemeinern, aber bei diesem Fisch unter unseren Bedingungen war das 10er unter den drei Alternativen - 60, 30, 10 Liter - die klar beste Wahl. Ob ich generell dazu raten würde? Ich weiß nicht. Einem Anfänger ganz klar nicht. Aber wer eine gewisse Erfahrung mit Nano-Aquaristik hat, mit Nano-Becken gut klar kommt, weiß, was er tut und tun muss, um so eine kleine Pfütze stabil am Laufen zu halten, der kann es durchaus versuchen. Bei mir hat es prima geklappt.
Viele Grüße,
Stefan
Es wird ja immer gerätselt und diskutiert, wie groß ein Becken für einen einzelnen Betta splendens sein solle. Dazu meine Beobachtungen.
Zuerst mal, der Betta ist vor einigen Tagen gestorben. Im Alter von etwas über 4,5 Jahren. Und er fehlt mir. Denn intuitiv laufe ich immer noch mehrmals am Tag routinemäßig an sein Becken… und jetzt ist es eben leer.
Der Betta war im Laufe der Zeit in drei Aquarien bei uns – und die Becken wurden immer kleiner.
Ursprünglich war es der Betta meines Sohnes, der in einem 60 Liter-Becken – zusammen mit viel zu vielen Blasenschnecken! - wohnte. Ich hatte den Eindruck, dass er sich in dem Sechziger nicht sehr wohl fühlte, er wirkte von den Farben her sehr blass und von den Flossen her arg zerzaust. Entsprechend unbeholfen, fast ein bisschen apathisch, schwamm er auch.
Also zog er um in ein kleineres 30er-Becken. Das passte ihm besser, er schien sich zu erholen. Die Flossen wuchsen, der Kerl wurde wieder deutlich agiler. Meine These ist: Das große Becken machte ihm Stress. Nur halb so groß, das schien besser zu laufen, das Sensibelchen hatte darin wohl eher das Gefühl, „alles unter Kontrolle“ zu haben, sich sicherer zu fühlen. Das Becken aber hatte einen Nachteil: Es stand in einem abgelegenen Zimmer, ich sah ihn kaum, ging eigentlich nur rein zu Füttern und ab und an zum Wasser wechseln… Nur: Wozu einen Fisch haben, den man nie sieht und trifft?
Dann der Sprung: Der Betta zog zum zweiten Mal um, kam ins Schlafzimmer in ein 10-Literbecken. Zuerst nur als Experiment – mit Rückfahrkarte - gedacht, war dieses Nano dann der Treffer! Von Anfang an „technikfrei“ konzipiert, bis auf eine Heizung natürlich, steht es auf dem Fensterbrett genau nach Osten. Direkte Sonne am Morgen! Dort blühte er endgültig auf! Da hatte er wohl sein "Heim" gefunden: Dort sah ich zum ersten Mal, dass der Fisch gar nicht monochrom blau ist, sondern auch klare Rotanteile am Unterleib hat… Erst in dem kleinen Becken entwickelten sich die prachtvollen Farben zur Gänze. Und die Flossen legten nochmal zu. Rund zwei Jahre lebte er in dem Kleinen, wurde fast schon zutraulich.
Das sind meine Beobachtungen. Ich will die nun nicht verallgemeinern, aber bei diesem Fisch unter unseren Bedingungen war das 10er unter den drei Alternativen - 60, 30, 10 Liter - die klar beste Wahl. Ob ich generell dazu raten würde? Ich weiß nicht. Einem Anfänger ganz klar nicht. Aber wer eine gewisse Erfahrung mit Nano-Aquaristik hat, mit Nano-Becken gut klar kommt, weiß, was er tut und tun muss, um so eine kleine Pfütze stabil am Laufen zu halten, der kann es durchaus versuchen. Bei mir hat es prima geklappt.
Viele Grüße,
Stefan