Sandboden fault.


    • Ursel
    • 1477 Aufrufe 18 Antworten

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Sandboden fault.

      Hallo.

      Hier möchte ich über ein Problem berichten, was mich früher immer wieder
      begleitet hat.
      Für den Boden verwendete ich Sand. Egal von welcher Firma oder in welcher
      Preisklasse, nach einigen Wochen färbte sich der Sand dunkel. Es roch immer faulig.
      Dennoch hatte ich sehr gute Wasserwerte. Wöchentliche Wasserwechsel von 50%
      wurden auch gemacht. Moorkienwurzeln, schnellwachsende Stängelpflanzen und
      verschiedene Anubien waren meine Grundgestaltung. Dazwischen Höhlen aus Ton
      für die Panzerwelse.
      Gefüttert habe ich mit Tubifex, Mückenlarven und Tabletten.

      Habt ihr Ideen was die Ursache sein könnte?
      Gruß Ursel
    • Ursel schrieb:

      Dennoch hatte ich sehr gute Wasserwerte. Wöchentliche Wasserwechsel von 50%
      wurden auch gemacht.
      Bei WIRKLICH "guten Wasserwerten", würde ich ab … sagen wir mal … 100 Liter nur alle 2 Wochen maximal 30% Wasser wechseln.

      Ob mein Boden riecht? Ganz früher (vor vielen Jahren) hatte ich das mal … und schloss dann einen Bodenfiter an den Außenfilter an.
      Erst leitete ich das gefilterte Wasser in den Boden, dann empfahl man mir besser das Wasser unter dem Bodenfilter abzusaugen.

      So mache ich das jetzt wieder, hatte aber erst unbemerkt sehr viel Mulm im feinen Kies. Mit eine Folge: hohe Nitratwerte!
      Der Boden wird jetzt alle 2 Wochen beim ~30% Wasserwechsel (40 - 50 L) immer an verschiedenen Stellen abgesaugt. Riechen tut da aber nichts. :noe:
      Nur ganz wenig riecht es aus dem geöffneten Aufenfilter. :pfeifen:
      Gruß vom Gyuri :grandpa:
      Plumpaquatsch:
      "Hokus Pokus, Glucks und trübes Wasser!"
    • Hallo Ursel,

      Sand im Aquarium ist schon ok, wenn man keine Lufteinschlüsse hat, denn diese können dann zur Fäulnis beitragen.

      Ich habe es immer so gehandhabt, zuerst das Becken halb mit Wasser befüllt, dann erst den Sand komplett einfüllen, dadurch können sich keine Lufteinschlüsse bilden.

      Man kann aber auch zuerst den Sand einfüllen und dann das Wasser, dabei sollte man anschließend den Sand mit per Hand umgraben, damit Lufteinschlüsse vermieden werden. Dazu den Sand solange bearbeiten, bis man keine Luftbläschen mehr sehen kann. Das gleiche am besten am anderen Tag wiederholen.

      Nach meiner Erfahrung mit Sandboden, ganz wichtig sind Turmdeckelschnecken, sie sind die "Regenwürmer" des Aquariums.
      Da sich diese Schnecken in den Bodengrund eingraben und somit diesen auflockern, beugen sie automatisch gegen Fäulnisherde vor.

      Auch fressen sie übriggebliebenes Futter, abgestorbene Pflanzenteile etc., sie sind praktisch die "Gesundheitspolizei" um das Aquarium im Gleichgewicht zu halten.
      Gruß,
      Wolfgang
      --- :grandpa: ---
    • Hallo Ursel,

      ich gebe Wolfgang vollkommen Recht. Turmdeckelschnecken verhindern fauligen Boden! Allerdings auch nur bedingt, denn wenn der Bodengrund aus sehr feinem Sand zu hoch aufgeschüttet wurde kommen die schleimigen Helfer auch an ihre Grenzen.
      Ich selber habe diese Probleme nicht mehr seit ich unter dem Sand ein Granulat verwende. Dieses verdichtet nicht und eine gewisse Wasserzirkulation kann stattfinden. Man sagt solchen Granulaten zwar immer nach dass sie irgendwann zur Nährstoffbombe werden, aber das ist völlig unberechtigt. Zumindest ich konnte das nie feststellen. Bei mir wird also zuerst eine 2cm Schicht Granulat(z.B. feiner Lavabruch, oder fertige Mischungen aus dem Handel) auf den Boden gegeben und mit ca. 3cm Sand bedeckt.
      Bei mir wird auch kein Bodengrund abgesaugt oder peinlich genau auf Sauberkeit geachtet. Schnecken "pflügen" den Bodengrund um und Dornaugen und Welse wühlen auch im Sand. Ich denke dass in einem gut laufenden System solche Probleme erst gar nicht auftreten. Vielleicht hast Du bisher einfach nur eine viel zu feine Körnung gewählt? Dann könnte es schon helfen wenn Du dem Boden eine untere Schicht aus groben Kies gönnst.


      Gruß Roland
    • Hallo Wolfgang.

      Das mit den Lufteinschlüssen kann natürlich sein, ist aber leider nicht mehr
      nachvollziehbar. Die Turmdeckelschnecken als wichtige Wühler zu pflegen
      klingt logisch.
      Mh was mache ich nur. Für Panzerwelse ist der Sand natürlich paradiesisch.

      Wie schaut es denn mit dem abgerundeten Kies ( 1-2mm ) von Dennerle aus?
      Er soll laut Beschreibung Panzerwelstauglich sein.
      Gruß Ursel
    • HiHi

      Corydoras und Sand? Nein, nicht unbedingt. Wenn man sich Video-Aufnahmen und Berichte über ihre natürlichen Habitate ansieht, dann wird klar: Corys leben über völlig unterschiedlichen Substraten. Geröll, grober Kies, feiner Kies bis hin zu Sandboden. Sogar auch auf geschlossenen Felsplatten.

      Diese Welse sind klare Opportunisten, die nehmen, was sie kriegen und kommen mit jedem Untergrund klar… Deshalb sind sie evolutionär auch so erfolgreich.

      Grüße,
      Stefan

      P.S. Ich halte meine C. immer über feinem Kies. Klappt gut.
    • Servus,

      In meinen Becken verwende ich Sand. Einfachen Quarzsand 0,4 - 0,8 mm Korngröße. Teilweise liegt der bis zu 10 cm hoch am Boden. Da fault auch nach 17 Jahren nichts.
      Turmdeckelschnecken sind genügend drin und Panzerwelse pflügen die Oberfläche um. Beim Maul wird eingesaugt, bei den Kiemen wieder raus. Teilweise arbeiten sie sich bis zu den Augen in den Sand.
      Und es sind jede Menge Pflanzen drin, gesunde Wurzeln versorgen den Boden mit Sauerstoff.

      Bei Fäulnis wird Schwefelwasserstoff gebildet, der riecht dann faulig. Dies kann nur passieren, wenn genügend organische Stoffe im Bodengrund sind und kein Sauerstoff.
      Beste Grüße aus dem Bayerischen Wald,
      Andreas
    • Hallo Allerseits.

      Für die tollen Tipps, Ratschläge und Erfahrungen möchte ich mich bei
      euch herzlich bedanken. :top:

      Eine Menge davon kann ich in meine Planung einbauen und umsetzen.
      Ich habe mir dazu viele Notizen gemacht. :yes:

      Nun mache ich mir über die Gestaltung und den künftigen Besatz Gedanken.
      Gruß Ursel
    • Carsten schrieb:

      Guten morgen,
      habe über Monate im feinen Kies Glanzwürmer angesiedelt. Alles was Fischen und Garnelen entgeht holen sich die Würmer und lockern beständig
      den Boden auf. Ab und an nehmen sie überhand dann sauge ich sie ab. Kann man direkt wieder als Futter verwenden.
      Gruss Carsten



      Das ist ja eine coole Idee mit den Glanzwürmern.
      Ich probiere mal, die in meinen Filterkammern zu ethablieren.
      Hast du eine gute Bezeugsquelle? Online?
      Viele Grüße

      Christine
    • Christine xx schrieb:

      Das ist ja eine coole Idee mit den Glanzwürmern.
      Ich probiere mal, die in meinen Filterkammern zu ethablieren.
      Hast du eine gute Bezeugsquelle? Online?
      Hallo Christine,
      habe einfach sämtliche Händler im Umkreis so lange genervt bis sie die bestellt haben :pfeifen:
      Wenn sie mit Glanzwürmern nichts anfangen können California Bloodworms steht auf den Packungen.
      Gruss Carsten