Neues Aquarium kommt!


    • Andre1993
    • 1106 Aufrufe 3 Antworten

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    • Neues Aquarium kommt!

      Hallo lieber Stammtisch,

      ich werde in 2 Wochen auf ein 450 Liter Becken umsteigen. Der Boden ist ein Estrich und Fußbodenheizung Aufbau. Vor 3 Tagen war ich schon beim Statiker, dieser wird mir eine unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen. Vorraussetzung hierfür ist, dass ich das Gewicht schön mit einer Platte verteile. Meine Frage wäre, da ich aktuell schon ein 240 Liter Becken habe, was auf einem Juwel Unterschrank steht ohne füßen und dieser wiederum auf einer 180x70 Arbeitsplatte mit 48mm dicke, reicht diese aus um das Gewicht optimal zu verteilen, oder sollte ich doch lieber was breiter verteilen? Eignet sich überhaupt eine einfache Küchenarbeitsplatte, oder lieber doch eine 30mm Multiplex und auf 200x100cm.

      Kleine Randinformationen:
      Der Boden hält laut Statik 250kg/m2 aus. Dadurch das es an einer tragenden wand platziert wird und diese wohl 250kg/m2 schon abträgt, soll es kein Problem sein(habe ich nicht verstanden, bin ja auch kein Statiker) :). Außerdem soll ich durch die 18cm Stahlbetondecke eine belasbarkeit von 3 Tonnen haben.

      Danke im Voraus !

      Gruß
    • Hallo André,

      die Grenze der Belastbarkeit liegt nicht in der Stahlbetondecke, sondern in deinem Estrich auf der Dämmung/Fußbodenheizung.
      Meistens steht ein AQ ja an der Wand und genau hier ist ja auch der Rand der Estrichplatte in diesem Zimmer. Bei einer Dauerbelastung könnte hier die Dämmung unter dem Estrich mit der Zeit nachgeben und dadurch die Estrichplatte brechen.

      Mit einer größeren Platte darunter wird das zwar etwas abgemildert, aber nicht eliminiert. Mein Vorschlag: Das (leere) AQ so stellen wie es sein soll und dann an der Wand dahinter sogenannte Schwerlastkonsolen verdübeln und schrauben. In einer Höhe, so dass sie genau die obere Platte des Unterschranks unterstützen. Die Rückwand des Unterschranks muss dafür mit Öffnungen versehen werden und du kannst den Unterschrank dann quasi auf die Konsolen schieben. Als Resultat liegt das AQ auf diesen Wandkonsolen auf. Dadurch trägst du einen Großteil des Gewichts direkt in die Wand ab und belastest erst gar nicht den Estrich. Kleiner Nachteil: du kannst das AQ nicht mehr so einfach woanders platzieren, aber wenn das gefüllt ist, verschiebst du es eh nicht mehr so einfach.
      Bei mir steht ein 750 Liter Eckbecken, mit 4 solcher Wandkonsolen, seit 19 Jahren auf einem Parkett, der wiederum auf einem Lattengerüst auf dem Beton verlegt ist. Da hat noch nichts nachgegeben.
      Beste Grüße aus dem Bayerischen Wald,
      Andreas
    • Andreas schrieb:

      Das (leere) AQ so stellen wie es sein soll und dann an der Wand dahinter sogenannte Schwerlastkonsolen verdübeln und schrauben. In einer Höhe, so dass sie genau die obere Platte des Unterschranks unterstützen. Die Rückwand des Unterschranks muss dafür mit Öffnungen versehen werden und du kannst den Unterschrank dann quasi auf die Konsolen schieben. Als Resultat liegt das AQ auf diesen Wandkonsolen auf. Dadurch trägst du einen Großteil des Gewichts direkt in die Wand ab und belastest erst gar nicht den Estrich.
      Hallo Andreas,

      ich bin zwar nicht André, stehe aber vor einer ähnlichen Thematik und suche gerade nach Lösungen für ein 450er oder 600er Becken (was es wird, hängt u.a. vom Lastenausgleich am Boden ab).

      Ich finde Deinen Vorschlag sehr interessant, aber was ich mich dabei laienhaft frage, ist, wie viel Gewicht die Konsolen dem Boden abnehmen und ob dabei nicht die Gefahr besteht, dass der Schrank an den Stellen, an denen er auf die Konsolen geschoben wird, unter der Last reißen/brechen könnte?

      Liebe Grüße,
      Julia
      Liebe Grüße,
      Julia
    • Akane schrieb:



      Ich finde Deinen Vorschlag sehr interessant, aber was ich mich dabei laienhaft frage, ist, wie viel Gewicht die Konsolen dem Boden abnehmen und ob dabei nicht die Gefahr besteht, dass der Schrank an den Stellen, an denen er auf die Konsolen geschoben wird, unter der Last reißen/brechen könnte?

      Hallo Akane,

      bei meinem Becken habe ich 4 Schwerlastkonsolen angebracht, von denen jede bis zu 300 kg tragen kann. Voraussetzung ist natürlich, dass diese auch richtig in der Wand verdübelt sind. Hier können also in Summe bis zu 1,2 Tonnen auf diesen Konsolen ruhen. Mein AQ schätze ich auf eine knappe Tonne (750 Liter, Becken, Steine, ...).

      Der Unterschrank wird nicht reißen oder brechen, da auf den Konsolen lediglich die obere Platte aufliegt und die Gewichtskraft des AQ unmittelbar an die Konsolen weitergegeben wird. Der Rest des Schranks hat dadurch weniger Gewicht zu tragen und wird dadurch wesentlich weniger belastet. Wichtig ist dabei schon, die Konsolen alle auf die gleiche Höhe zu montieren, so dass das AQ in der Waage steht und alle Auflagepunkte gleichmäßig belastet werden.
      Diejenigen Kräfte, die nicht über die Konsolen abgetragen werden, nimmt dann noch der Unterschrank auf und bringt die auf den Boden. Ist halt deutlich weniger, als ohne Konsolen.

      Auch über das AQ muss man sich keine Gedanken machen, wegen der Konsolen Auflagerung. Erstens gibt es auch Becken, die nur in einem Rahmen auf dem Unterschrank stehen, die Bodenplatte liegt quasi nur am Rand auf und der größte Teil der Fläche nicht. Zweitens muss man sich von dem Gedanken verabschieden, dass ein Unterschrank dauerhaft ein in sich steifes Gebilde ist und so die Gewichtskraft perfekt aufnimmt und an den Boden weitergibt. In der Realität wird es mit der Zeit immer leichte Verformungen geben (Bodenbelag, Unterschrank) und dadurch wird keine ideal ebene Auflagefläche über längere Zeiträume gewährleistet. Insbesondere wird immer eine untergelegte große Holzplatte (egal ob Dreischicht oder Arbeitsplatte, o.ä.) überschätzt, denn diese Platten werden mit Sicherheit Trotzdem passiert hier in der Regel nichts, wenn am Anfang einigermaßen richtig aufgestellt wurde. Eine (dauerelastische) Unterlage zwischen AQ und Unterschrank hilft hier auch dazu, wobei deren primärer Zweck ist, auf das Bodenglas keine Punktkräfte (z.B. durch Sandkörner) wirken zu lassen.

      Ich hoffe, deine Fragen habe ich einigermaßen beantwortet? :grandpa:
      Beste Grüße aus dem Bayerischen Wald,
      Andreas