Rote Piranhas (Pygocentrus nattereri) ... so habe ich sie gehalten


    • Astronotus
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    • Rote Piranhas (Pygocentrus nattereri) ... so habe ich sie gehalten

      Ist jetzt schon einige Zeit her, da hab´ ich mir einen lange gehegten Wunsch erfüllt
      und einen Trupp von 10 jungen roten Piranhas erwworben.Beim Kauf waren die ca.
      2,5cm (wie eine 2-Euro-Münze).
      Als erste "Unterkunft" diente ein 1000-L-Becken (336Lx60Bx50H), das ich aus zwei
      gebrauchten Becken in eine Nische gebaut hatte.
      In dem Becken hatte ich bereits eine Guppy-Horde, die als Futter für meine Crenicichla
      dienten.So wurden die kleinen Piranhas gleich daran gewöhnt, mit anderen Fischen
      zusammen zu leben.
      Erstes Futter für die Kleinen war ein (an einem Garnfaden ins Becken gehängter) Stint.
      Die kaufe ich (auch heute noch) in 500G-Beuteln (tiefgefroren).
      So sahen die jungen Piranhas am ersten Tag (nach der Fütterung!) aus:


      Der Rest vom ersten Futterstint:


      Die Kleinen haben sich ruckzuck an ihren Futterplatz gewöhnt und schon gewartet, wenn ich mit ihrer neuen "Ration" kam.
      Und das Wachstum war rasant...
      ...hier kann man den Unterschied in Größe und Färbung gut erkennen:









    • Prestutnik12 schrieb:

      ... und die Guppies? Wie erging es denen?,
      fragt neugierig
      derStefan
      Die habe ich ihrer oben geschilderten Bestimmung zugeführt... :fish:
      ----------------
      Jetzt geht es weiter mit den "Roten":
      Die Piranhas wachsen, die Färbung wird anders (die schwarzen Punkte beginnen zu verblassen,
      noch ist viel Rot zu sehen, der Silberglanz der Schuppen wird deutlicher)
      aquarium-stammtisch.de/index.p…06f24e71a4173421c93a02073

      Auch die Futterstücke sind gewachsen, noch sind die Guppies als "Mitesser" dabei...
      aquarium-stammtisch.de/index.p…06f24e71a4173421c93a02073







      Inzwischen haben die Beifische ebnenfalls gewechselt, jetzt sind ein halbes Dutzend
      größere Salmler und ein Crenicichla proteus mit im Becken




      Hier ist noch ein Blick auf das "Heim der Piranhas", in dem sie bis zu ihrem Umzug in ein größeres Becken gelebt haben (die Piranhas sind nur schwer zu erkennen):
    • So, heute kommt der dritte (und letzte) Teil meines Berichts über die Roten Piranhas...
      Zuerst:
      Vor dem Umsetzen in das größere (ebenfalls selbst gebaute Becken [400x60x60]) gab es einen Verlust.
      Einer der zehn hatte sich etwas seltsam verhalten, und plötzlich sind seine "Genossen" über ihn hergefallen
      und haben ihn kurzerhand aufgefressen.Das Einfangen der mittlerweile gut 20cm großen Tiere ging
      (mit Trenngitter im Becken) relativ gut, allerdings sind dabei mehrere Fangnetze so zerbissen worden,
      daß sie für kleinere Fische nicht mehr zu gebrauchen waren.
      In dem "neuen Zuhause" gab es außer den Piranhas noch einen 45cm P. gibbiceps, ein Paar Geophagus altifrons,
      ein Paar Crenicichla acutirostris (die haben immer mal einigeder Guppies aus dem ursprünglichen Piranhabecken
      bekommen) und einen einzelnen Satanoperca leucusticta.
      Noch mal kurz zu dem Becken:Das eigentliche Aq. hat ja ca.1400L Inhalt.Das Gesamt-Wasservolumen war allerdings
      wesentlich größer.Im Nachbarraum waren zur Vergrößerung der Wassermenge noch zwei miteinander verbundene
      1000L-Gitterboxtanks aufgestellt.Dort wurde das Wasser auch beheizt, und außerdem waren die Umwälzpumpe
      und ein Niveauregelgerät für den täglichen, automatisierten Teilwasserwechsel dort untergebracht.Da wurden
      täglich 250-300L Wasser abgepumpt und mit Brunnenwasser wieder nachgefüllt.
      Die Roten haben den Umzug gut "verdaut" und sich mit den neuen Mitbewohnern gut verstanden.
      Allerdings gab es auch im neuen Becken noch einmal so einen "Vorfall", bei dem urplötzlich einer von den andern
      binnen Minuten aufgefressen wurde.
      Ein halbes Jahr später habe ich dann fünf der verbliebenen acht abgegeben.Der betreffende Aquarianer hatte im
      Keller seines Hauses 25000L(!)-Becken bauen lassen...
      Die restlichen drei waren dann noch ca. ein Jahr bei mir.Aber schließlich habe ich auch sie an den Abnehmer der
      anderen weitergegeben.
      Die Piranhas haben sich bei mir als eher vorsichtige Tiere gezeigt, die nicht nur meinen Händen ausgewichen sind,
      sondern sich auch den jeweiligen artfremden Mitbewohnern gegenüber als sehr verträglich gezeigt haben.
      In dem großen Becken haben die Geophagus altifrons sogar abgelaicht und erfolgreich Junge aufgezogen.
      Dabei war zu beobachten, daß sich die Piranhas (inzwischen 30cm-Klötze) von den Geophagus-Eltern (ca 16-17cm)
      durchaus "des Platzes verweisen" ließen, wenn die ihre Jungen beschützten.
      Mein Fazit:Mit ausreichend Platz und vernünftiger Fütterung durchaus angenehme Pfleglinge...
      Noch ein paar Bilder:









      Hier ist zu sehen, daß die Crenicichla acutirostris im Becken mit den Piranhas sogar balzen...