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Naturaquarium VS Gesellschaftsaquarium - Kleiner - 15.08.2011 Hallo Leute, jetzt melde ich mich aus meinem Urlaub mit ein paar Fragen an euch. Es geht um das Thema Naturaquarium und Gesellschaftsaquarium. Jetzt erst einmal was ich darunter verstehe: Naturaquarium: Ein Naturaquarium ist ein Abbild einer Landschaft (z.B. einem See in der Usa oder in Afrika) Man setzt in dieses Aquarium Tiere und Pflanzen die nur aus dieser Region kommen und bildet so praktisch ein kleinen Teil des Sees nach. Gesellschaftsaquarium: Beim Gesellschaftsaquarium setzt man Fische und Pflanzen die sehr ähnliche Anforderungen haben zusammen. Darauf wird gar nicht geachtet ob diese Tiere jetzt aus Afrika oder aus der Usa kommen, wichtig ist nur dass sie zueinander passen. Nun aber zu meinen Fragen, auf die ich mal selbst überlegt habe eine Antwort zu finden: 1. Was ist den nun eigentlich besser Ich denke ein Naturaquarium ist schon das Beste, man versucht eben einen Teil des echten Sees nachzustellen. Ich nehme mal als Beispiel uns Menschen: Klar können wir Deutschen gut mit Italienern und anderen Ausländern zusammen in einem Haus leben. Aber mehr Spaß macht es dennoch wenn alle Deutsch sind oder (oder zumindest alle Deutsch können)? 2. Warum haben mehr Menschen ein Gesellschaftsaquarium? Mein persöhnliches Problem ist nicht das mir einige Fische aus einem Gebiet nicht gefallen sondern das ich am Anfang überhaupt nicht darauf geachtet habe und das es sehr schwierig ist die passenden Pflanzen aus einem Gebiet zu bekommen. 3. Was habt Ihr nun? 4. Wie habt Ihr es geschafft so einzurichten? Schöne Grüße aus dem warmen Spanien und sorry wenn es etwas dauert bis ich antworte!!! - Balu - 15.08.2011 Hallo Frank, was ist Besser ? Gar nicht so leicht zu beantworten. Ich denke, das viele mit einem Gesellschaftsbecken beginnen, da man so am einfachsten in dieses Hobby hereinkommen kann. Wer kennt als Anfänger Begriffe wie Artbecken oder Naturaquarium ? Meistens geht es doch so zu, das irgenwie ein Becken da ist und dann geht der Gang zum Händler los. Frage passt das ? Wenn nicht, bei uns wird es schon passend gemacht. Davon 2 und von Bunten dadrüber auch noch 2 und die da in dem Becken sind ja so süß, davon bitte auch noch 2. Nicht zu vergessen diese süßen "Scheibenlutscher". Erst wenn man es geschafft hat, gemeinsam mit seinen Fischen Freude an diesem Hobby zu haben, kommen die speziellen Wünsche. Mit den speziellen Wünschen kommen dann auch Begriffe wie Natur- oder Art-Aquarium. Man spezialisiert sich also. Was nun aber besser ist, kann wahrscheinlich nur jeder für sich selbst entscheiden. - Buschfisch - 15.08.2011 Hallo, erstmal schöne grüße nach Spanien! Die Naturaquarien die ja auch bei den Aquascaping-Contests zeigen ja eben nicht nur die Lanschaften unter Wasser sondern auch die über Wasser (Miniatur Gebirgszühe etc.). Teilweise findet man auch surreale Designs. Meine Aquarien sind ja nach dem Vorbild vieler Zooaquarien eingerichtet. Etwas Algen- und Wildwuchs der kultivierten Pflanzen ist durchaus erlaubt, es kommt so meines Erachtens dem Vorbild in der Natur am nächsten. Bei der Herkunft sehe ich es nicht ganz so eng, wobei ein großteil meiner schuppigen Mitbewohner aus Afrika stammt. Man könnte meinen, dass beispielweise Tilapien nix in einem Asien- oder Südamerikabecken verloren haben, demnoch gelangen die Tilapien in die dortigen Gewässer. Sie dienen oft als guter Speisefisch! Bekanntes Beispiel dürfte der Nilbarsch (Lates niloticus)sein, der im Viktoriasee die Fauna zerstört. Demnach kann man also auch die tierischen Imigranten mit den hiesigen Südamis oder Asiaten vergesellschaften, da dies in der Natur ebenfalls so ist! Gleiches gilt übrigens für die Pflanzen! gruß Alex - Tito - 15.08.2011 Hi, mir persönlich wäre es zu mühselig auch die Pflanzen dem entsprechenden Biotop anzupassen. Erst mal wächst nicht alles was ich ins Becken stecke und ich würde mich rein gestalterisch (da bin ich zwar 'ne Null, aber trotzdem) doch sehr beengt fühlen. Zumal wenn ich was rotes reinhaben will und in der Gegend wächst nichts dergleichen. Wenn man ehrlich ist, sehen unsere Becken im Vergleich zu den natürlichen Habitaten ohnehin viel zu gepflegt aus. Beim Vortrag von Bernd Kaufmann letztens konnte man sehr schön sehen, dass viele Apistogramma-Arten in Tümpeln sitzen in denen praktisch nix wächst. Da ist ein Haufen Schlick und Steine auf dem Boden und ein paar Algen wächsen vor sich hin. Von da ab würde ich mir, zumindest bei der Pflanzenauswahl, keine Gedanken über die Herkunft machen. Viele Grüße Thomas - Kleiner - 16.08.2011 Hallo, habe mir mal aufmerksam eure Antworten durchgelesen und finde es lässt sich schon klar raus filtern, dass die Profis eher das Naturaquarium vorziehen!!! Was meiner Meinung nach verständlich ist. @ Tito/Thomas Vielen Dank für deine Antwort! Hat mir wirklich sehr gut gefallen, hatte mal vor ein Naturaquarium einzurichten und genau das gleiche Problem wie du hatte ich auch, nicht alle Pflanzen aus der Gegend waren der Renner, außerdem war ich schlicht und einfach zu dumm immer welche aus dem passenden Gebiet zu finden!!!In der freien Natur ist das Wasser doch eh nur selten so klar wie in unserem Aquarium?!
- Prestutnik12 - 16.08.2011 HiHi zusammen Ich hatte – vor Jahren, als Amano gerade kometenhaft aufstieg - von einem Japaner mal eine ausführlichere Erklärung bekommen: „Naturaquarien“ seien als eine Art Gegenentwurf Amanos gegen die traditionelle japanische Aquarien-Vorstellung gedacht gewesen. Die Japaner lieb(t)en es, unter Wasser dörfliche Idyllen nachzubauen: Bunte keine Häuschen mit Gärten, Dorfstraßen, in der Mitte ein Shinto-Tempel oder eine geschwungene Pagode. Möglichst bunte Fische sind die Bewohner dieser künstlichen Unterwasserwelt. Diese Art von Aquarien sind im Rahmen der Tradition durchaus als engagierte „Kunstform“ zu verstehen: da wird von Städtern in Details das Heimatdorf der Familie als Idealtypus nachempfunden. Dies Art der Aquaristik ist eine Form der nostalgischen Sehnsucht nach den Wurzeln der Familie, nach dem Idyll und der Freiheit des Landlebens. Es sind Orte einer idealisierten Erinnerung. Ich stelle es mir in etwa so vor, wie wenn alm-entwurzelte Münchner die Zwiebeltürme, den Biergarten und den Heustadel der Oma aus Murnau oder Oberammergau unter Wasser rekonstruieren. Gegen diese künstliche Welt der artifiziellen Einrichtung wandte sich Amano – zumindest ursprünglich - mit seinen „Naturaquarien“, in denen eben Pflanzen und Naturelemente wie Steine und Wurzeln den Aufbau dominieren. Wir Europäer hatten aber wohl seit den Anfängen unserer Aquaristik schon immer diese Vorstellung, ein Aquarium sei „ein See im Glase“, ein Miniatur-Ausschnitt aus der Natur (Zeitschrift Gartenlaube Nr. 19, von 1856). Uns fehlt eben die vorhergegangene Tradtion der Oberammergau-Aquarien. Deshalb stehen wir diesem Begriff „Naturaquarium“ erstmal etwas ratlos gegenüber. Und sehen einen Gegensatz zu „Gesellschafts-Aquarium“. Für Japaner wäre das wahrscheinlich erst mal gar kein elementarer Widerspruch. Grüße, Stefan - deiferl - 16.08.2011 Ich wollte bei meinem 240er Becken eigentlich ein reines Südamerika... allerdings fehlte dann noch irgendwas in dem Aqua, aufstocken wollte ich die vorhandene Tiere/Pflanzen nicht, ein zusätzlicher Schwarmfisch wäre zuviel geworden. Nun sind so die Fadenfische und andere Pflanzen dazu gekommen. - Uwitsch - 16.08.2011 Hallo ! Seit mitte der 80er pflege ich nun schon Aquarien und habe natürlich auch mit Gesellschaftsbecken angefangen. Heute geht es klar in Richtung Naturaquarium weil es auch ganz einfach Vorteile hat. Das Asien Becken hab ich ganz geziehlt mit asiatischen Pflanzen/Lebewesen bestückt welche auch in der Natur zusammen wachsen/leben und das ist bis jetzt das pflegeleichteste Becken was ich je hatte. Irgentwie hat sich eine Harmonie eingestellt die ich bis jetzt noch nie in einem Becken hatte. Aus dieser Erfahrung heraus,habe ich mir Literatur über Aquascapes besorgt und dringe nun immer tiefer in die Materie ein. Der Wunsch selbst einen Scape zu pflegen ist nun kurz vor dem Anfang mein 200L Ami-Becken mus einem 240L Aquascape weichen. Das schöne an der Sache ist, dass das eindringen in die Materie unweigerlich dazu führt das man selbst die Natur in ihren Zusammenhängen besser versteht und dann auch weniger Fehlschläge als Folge hat. Es ist ein tolles Gefühl wenn das Habitat welches man für seine Pfleglinge einrichtet, eine gewisse Ruhe und Harmonie ausstrahlt von der auch letztlich die Menschliche Seele profitiert. - Schniefxx - 17.08.2011 Hi, @ Uwe: Na, da freu ich mich aber schonmal auf die Bilder... Ich selbst wollte auch bei Südamerika bleiben. Aber auf dem Kontinent gibt es so viele Fischarten, die sich im realen Leben gar nicht begegnen würden, dass die Bezeichnung Naturaquarium hier schon hinkt. Auch bei den Pflanzen bin ich schnell abtrünnig geworden, weil ich hier und da etwas bestimmtes wollte, was mir Echinodorus und Co nicht bieten konnten. Vielleicht besinne ich mich irgendwann wieder, aber momentan sieht es nicht so aus... - Uwitsch - 17.08.2011 Zitat:@ Uwe: Na, da freu ich mich aber schonmal auf die Bilder... Dito Warte auch auf Bilder von Dir Bei den Meisten Naturaquarien die ich bis jetzt gesehen hab werden Meist die Pflanzen aus verschiedenen Kontineten verwendet. Und hier mal was für die Seele !!!!!!!!!!! [Video: https://www.youtube.com/watch?v=Lsa8VhLGh2s] |