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Regenwassernutzung - Ronda - 27.01.2016 Huhu! Ich würde gerne von Euch wissen, wer für seine Wasserwechsel Regenwasser nutzt und wenn ja, wie Ihr dabei vorgeht. Oder habt ihr es mal versucht und wieder sein gelassen? Erzählt doch mal! - Uwitsch - 27.01.2016 Hallo, habe im Garten einen 1000L IBC Kanister da hänge ich im Sommer eine Tauchpumpe rein und fülle mir ein Fass im Keller welches ich dann 2 Wochen mit Kohlefilter laufen lasse, in der Regel kann man dieses Wasser dann ohne zu verschneiden einfach zum Wasserwechsel nutzen. - Prestutnik12 - 27.01.2016 Ja, Ronda, habe ich auch mal gemacht. Regenwasser durch Sand gefiltert. Zählt bei mir zur Rubrik "Anfangsbegeisterung"! Recht schnell war es mir dann zu mühsam, das Wasser – einige Aquarien stehen unter dem Dach – zu buckeln. Zumal es bei uns in der Pfalz eigentlich ja auch so gut wie nie regnet... lacht Stefan - Ronda - 27.01.2016 Huhu Ihr Zwei! Danke Euch für Eure Antworten! :-) Ich wohn´ ja im Münsterland, wenn es da irgendwas reichlich gibt, dann Regen! *strahl* (...zu irgendwas muss das ja mal nütze sein...) Glücklicherweise brauche ich ja auch keine riesen Mengen. Ich denke, ich werde eine Regenwassertonne aufstellen, wir haben ja eine große Dachfläche mit starker Neigung und Tonziegeln drauf, sollte also ganz gute Qualität liefern. Die Torffilterung bringt zwar schon eine deutliche Verbesserung der Wasserwerte, aber ich habe festgestellt, dass die Wirkung doch ziemlich schnell nachlässt, bei wöchentlichen WW. So habe ich immer Schwankungen in Härte und PH. Daher die Idee mit dem Regenwasser. Vorbehandlung durch Kohlefilterung ist schon sehr sinnvoll, oder? - Prestutnik12 - 27.01.2016 Liebe Ronda Filterung über Aktivkohle oder Sand würde ich schon favorisieren. Sand war meine Wahl, auch weil es deutlich billiger ist. (Zumal in meiner Gegend, wo man an jeder Ecke Sand- und Kieswerke findet.) Wenn Du aber Sand kaufen musst, dann achte drauf, dass es kein Spezialsand für Kindersandkästen ist. Denn der ist aus "hygienischen Gründen" oftmals mit Fungiziden, Herbiziden oder anderen Wirkstoffen versetzt, die Du nicht im Aquarium haben willst. Einfacher Bausand, Flusssand reicht. Vielleicht sicherheitshalber eine schnelle Säureprobe, ob der Sand kalkhaltig ist. Und dann brauchst Du noch jemand, der einer Dame höflich die schweren Kannen zum Aquarium schleppt! Dauerhaft und zuverlässig, kostengünstig und unentwegt... Viel Glück, Stefan - Ronda - 27.01.2016 Huhu Stefan! Hat Sandfilterung denn einen ähnlichen Effekt, wie Kohlefilterung, also bindet der Sand auch Schadstoffe? Eine Quelle für Sand hätte ich wohl, aber ich vermute, dass der sehr stark eisenhaltig ist, der ist sehr gelb. Weiß nicht, ob das so schlau ist. Kalk müsste ich mal prüfen. Einen Eimerschlepper habe ich ja eh´ im Haus! Ob er nun das Wasser aus der Küche, oder aus dem Garten zum Becken trägt, das ist ja gerade mal wurscht! Aber danke, dass Du Dich darüber sorgst!
- Berth - 27.01.2016 Hallo! Vor Jahren habe ich Regenwasser genutzt um Diskuszuchtwasser anzusetzen, ohne Filterung nur mit Torf "Biologisch" gemacht, das hat damals gut geklappt, mir ging dieses regenerieren der Ionen und Kationentauscher auf den Senkel. Erde z.B hat ein gutes Bindungsvermögen von Schwermetallen usw, schau mal nach Uferfiltration zur Trinkwassergewinnung, oder die alten Rieselfelder in Münster. Das Münsterland ist doch der Pisspott des lieben Gottes Grüße - Ronda - 27.01.2016 Berth schrieb:Das Münsterland ist doch der Pisspott des lieben Gottes *lach* Das hast Du schön gesagt, Berth! Uferfiltration, stimmt! Das kenne ich sogar! - cdonline - 28.01.2016 Ich benutze schon viele Jahre Regenwasser für das Aquarium. Anfangs habe ich es über Aktivkohle gefiltert; jetzt benutze ich es pur! Ich mische es im Verhältnis 2/3 Stadtwasser, 1/3 Regenwasser ,da unser Leitungswasser sehr hart ist. Meine Diskus und andere Bewohner im Aquarium fühlen sich damit pudelwohl. Ein gewerblicher Diskuszüchter in meiner Nähe, mischt auch immer mit ungefiltertem Regenwasser und hat keine Probleme! - Anton_Gabriel - 28.01.2016 Hallo, Regenwasser kann gut gehen - kann aber auch manchmal nicht gut gehen. Das Besondere ist, dass eben Regenwasser fast alle Stoffe aus der Luft mitnimmt und dann noch über Dächer und Rohre rinnt - bis es in der Wassertonne anlangt. Nimmt es da nur geringe Härtebildner mit, dann ist es wahrscheinlich gut. Nimmt es Industrieabgase mit, dann kann es auch nicht so gut sein. Selber habe ich (in Wien) einmal Regenwasser gesammelt welches über ein Ziegeldach ablief. Das Ergebnis war Wasser mit etwa 5 Gesamthärte und knapp eins Karbonathärte und pH etwas sauer. Viel mehr kann man da ja nicht mit gängigen Tests messen. Gutes Wasser für Salmler dachte ich und füllte ein kleines Probeaquarium und setzte einige Salmler ein. Mit deutlichsten Zeichen von Unwohlsein und bald aphatisch kamen die Salmler rasch wieder heraus. Ob da Pestizide oder andere Spuren von Giften im Wasser sind kann man mit Tests nicht wirklich messen. Den Aufwand mit Kohlefilterung wollte ich nicht treiben und beim Daphnientest waren 10 Daphnien in Minuten Tod (Daphnientest: man setzt 10 Daphnien - Wasserflöhe - in das Probewasser und wenn mindestens 9 davon 1 Stunde bei guter Gesundheit überleben, dann dürfte das Wasser geeignet und giftfrei sein - Daphnien reagieren da sehr empfindlich). So sollte man bei Regenwasser einfach die wichtigsten Werte messen und unbedingt den Daphnientest durchführen - so ist man auf der sicheren Seite. mfG Anton Gabriel |