Hallo allerseits,
eine kleine Beobachtung möchte ich euch nicht vorenthalten:
Nachdem mein 2xT5/54 Watt Leuchtbalken defekt war, entschied ich mich, ihn zur Reparatur einzuschicken. Am Sonntag abend verpackte ich ihn, am Montag gings zur Post und heute kam er repariert wieder.
Die ganze Zeit, insgesamt fünf Tage habe ich, außer der normalen Raumbeleuchtung auf eine Beleuchtung des Beckens verzichtet.
Den Pflanzen hat dies überhaupt nicht geschadet. Sie haben lediglich gering die Wuchsrichtung Richtung Frontscheibe und nach oben verändert, während sie vorher eher in die Breite gingen.
Das wirklich Interessante ist aber, dass kaum noch Algen zu sehen sind. Der Pinselalgenbewuchs, der vorher auf Pflanzen, Gegenständen und Bodenbewuchs zu sehen war, hat sich weitgehend zurückgebildet.
Zunächst bleibt jetzt mal abzuwarten, wie sich das unter jetzt wieder normaler Beleuchtung entwickelt. Allerdings werde ich jetzt auch mal testen, welche Auswirkungen es hat, wenn ich gelegentlich, z.B. an einem Wochenende, an dem ich nicht zu Hause bin, schlicht das Licht auslasse.
Zum Einen spart es Strom, zum Anderen scheint es ja auch gegen Algen zu helfen.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
Gruß
Rainer
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Hallo Rainer,
ja, das ist eine gute Mögilchkeit, unerwünschten Algenwuchs einzudämmen. Empfehlenswert ist es übrigens, täglich eine "Mittagspause" für die Beleuchtung über eine Zeitschaltuhr einzurichten, die mindestens 4 Stunden andauern sollte. Also beispielsweise morgens 4 Stunden beleuchten, dann 4 Stunden Pause, dann noch einmal 5 Stunden Beleuchtung. Das mögen Algen - und grundsätzlich alle Arten - gar nicht.
Zusätzliche und regelmässige Wasserwechsel dämmen das Aufkommen von Nitrat im Becken, somit wird den Algen ein weiterer Nährstoff entzogen.
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Hallo Rainer,
ich hatte mal eine Pause bei Ichtyobehandlung.
Sie dauerte fünf Tage. Die Erfahrung war dieselbe,
bloß hatte ich keine Pinsel-, sondern Fadenalgen.
Hallo Rainer,
ich Beleuchte mein Becken 10 Stunden mit 4 Stündiger Pause. Das mögen Algen gar nicht. Du kannst ja berichten wie es nach der Reparatur deines Leuchtbalkens weiter geht. Würde mich Interessieren.
Hallo,
in einer Mittagspause mit geringerer Photosynthese kann sich in CO2-ungedüngten Aquarien der CO2 Gehalt während der Pause ein wenig erholen, das kommt den Pflanzen zu Gute.
In extern mit CO2 versorgten Becken macht das wenig Sinn.
Das Algen keine Mittagspause mögen, da mach ich mal ein großes Fragezeichen.
Peter
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Hallo zusammen
Mittagspause? Wieder ein herrliches Thema für aquaristische Endlosdiskussionen.
Meines Wissens wurde die ganze Diskussion vor zig Jahren von dem Aquaristik-Autoren Hanns-Jürgen Krause angestoßen. Und einige Hersteller nahmen das Ganze als positive Empfehlung in ihre Broschüren auf. Warum diese Mittagspause nun aber gut sein soll, blieb erstmal nur ziemlich vage erklärt. (Wenn ich mich recht entsinne, wurde – erstaunlicherweise - auf die Sauerstoffbilanz im Becken abgestellt. Doch ich habe das O2-Argument damals nicht verstanden und will auch nicht versuchen, es wiederzugeben...)
Aber es gab auch gleich entschiedene Gegner, etwa Ingrid Kasselmann. Sie sah in der Unterbrechung der Photosynthese der höheren Pflanzen eher einen kontraproduktiven Effekt, weil dies die höheren Pflanzen schwäche. (Die Pausenfreunde hatten gerne argumentiert, die Algen als niedere Pflanzen würden angeblich sensibler auf die Lichtunterbrechung reagieren als die robusteren Höheren.)
In einem alten Artikel, Amazonas, Heft 1 (wo liegt das nur rum?), kam Olaf Deters zu einem differenzierteren Urteil. Aber Deters Ansatz war die Untersuchung der CO2-Bilanz im Aquarium, die sich durch die Dunkelphase positiv auswirken könne. Soweit ich mich da erinnere, läuft es in dieser Betrachtung darauf hinaus, dass keine abschließende Empfehlung gegeben wurde. In einigen Becken kann sich eine Pause positiv auswirken, in anderen (etwa in denen, die von außen hinreichend mit CO2 versorgt werden) nicht.
Und mit dieser „Munitionierung“ aus „ja“, „nein“ und „unter Umständen“ kann natürlich gut und jahrelang kontrovers diskutiert werden...
Letztlich kommt es dabei auf die eigenen Erfahrungen und individuellen Beobachtungen in den eigenen Becken an.
Überhaupt: Algenbekämpfung mag ja ein Motiv für die Mittagspause sein. Für mich zählt aber ein anderes Argument: In den beiden Becken, die am Arbeitsplatz stehen, gibt es keine Pause. Denn ich arbeite meistens tagsüber – und da will ich auch die Aquarien beleuchtet sehen. In den Becken, die bei mir in der Wohung stehen, dagegen gibt es Pausen. Denn ich will morgens und abends möglichst lange etwas von den Aquarien haben. Und warum etwas himmelhell beleuchten, wenn ich gar nicht da bin?
Besondere Unterschiede im Pflanzenwachstum – weder bei den höheren AQ-Pflanzen, noch bei den Algen - sind mir keine aufgefallen. In meinen Becken funktioniert beides. Die höheren Pflanzen wachsen und die Algen auch.
Viele Grüße,
Stefan
Danke für die Antworten.
Allerdings möchte ich deutlich machen, dass ich nicht nach einer Lösung zur Algenbekämpfung suche.
Algen gehören zum m. E. Aquarium, wie vieles Anderes auch.
Es ging mir schlicht um meine Beobachtung, dass eine längere Dunkelphase sich offensichtlich deutlich negativ (im Sinne von positiv für den geneigten Aquarienliebhaber  ) auf den Algenbewuchs auswirkt, während Pflanzen zwar auch darunter leiden, jedoch nicht so stark. Damit kann nach meiner Bewertung eine gelegentliche Dunkelphase im Becken den vielen hier im Forum ihr Leid mit den Algen schildernden Forummitgliedern hilfreich sein.
Ansonsten halte ich es wie Stefan. In der Arbeit wird mein 10 Liter Nano von 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr beleuchtet. Wenn dann das Licht ausgeht, weiß ich, dass ich langsam Schluß machen sollte. Interessanterweise sind in dem Becken kaum Algen festzustellen. Zu Hause sind meine zwei Becken (400 und 25 Liter) morgens vier und abends nochmal ca. 6 Stunden an,weil ich ja was sehen will, wenn ich da bin. Im 25-Liter-Becken, beleuchtet mit zwei 5 Watt-LED-Strahlern sind keine Algen feststellbar, während im 400-Liter-Becken, beuchtet mit 2x 54 Watt T5, immer einiges an Pinselalgen da ist. Stört mich aber nicht, sieht an der Rückwand sogar ganz gut aus.
Gruß
Rainer
Hallo,
Prestutnik12 schrieb:Hallo zusammen
Mittagspause? Wieder ein herrliches Thema für aquaristische Endlosdiskussionen.
:-)
Was mich am meisten stört ist, dass ich mein Becken pro Abend gerade mal ne 3/4 Stunde beleuchet sehe. 4 Stunden Pause wären so gesehen gar nicht schlecht.
Energiesparen? warum nicht.....solange es den Pflanzen nicht schadet....und das ist wahrscheinlich neben den Algen auch das Wichtigste; wäre also von Fall zu Fall und von Pflanze zu Pflanze zu beobachten und zu unterscheiden....
Zitat:beuchtet mit 2x 54 Watt T5, immer einiges an Pinselalgen da ist.
...wobei es hier wahrscheinlich auch mit der Fütterung zu tun hat. Und da sieht man wieder wie komplex augenscheinlich einfache Zusammenhänge sein können...selbst zwei "identische" Becken entwickeln sich anders.
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