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Tierschutzgerechtes Töten von Zierfischen
#1
Hallo zusammen,

ich bekam von einer Kollegin, die Tierärztin ist, einen Link mit Informationen zur tierschutzgerechten Tötung von Zier- und Teichfischen.
Es ist sicher nicht verkehrt, sich als Zierfischhalter vorab mit diesem Thema auseinanderzusetzen. So kann sich jeder für den Fall der Fälle vorab Nelkenöl besorgen.

Dennoch wollen wir hoffen, dass nur die wenigsten von euch sich mit diesem traurigen Thema befassen müssen.

Hier nun der Link zur Seite des LAVES:
https://www.laves.niedersachsen.de/start...67282.html
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#2
Moin Marlies,

aus einschlaegiger Literatur kenne ich das auch mit dem Nelkenoel.
Gibts in der Apotheke und ich habe das auch schon mal benutzt bei einem kranken Fisch.

Scheint mir aber eher so wie der "elektrische Stuhl oder die Todesspritze zu sein".

Der Fisch leidet doch noch etwas bevor er stirbt.
Besser ist es mit einem scharfen Messer den Fisch zu koepfen. Ist vielleicht nicht jedermanns Sache.
Aber jedenfalls ist der Fisch sofort tot.

LG von der Ostsee servus
Oliver
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#3
HiHi

Das Problem beim Einsatz von Nelkenöl ist, dass es nicht ganz leicht ist, eine wirksame Emulsion aus Öl und Wasser zu machen. Nur Öl in ein Gefäß mit Wasser einzubringen, reicht nicht. Man muss es ordentlich durcheinander wirbeln. Am Besten mit so einem Milchaufschäumer-Stab, der sich extrem schnell dreht. Nur in dieser Emulsion tritt die zuerst betäubende, später tödliche Wirkung schnell ein.

Messer ist natürlich ne akzeptable Lösung, aber nur: wenn der Fisch groß genug und das Messer wirklich scharf ist! Wer nicht in der Lage ist, eine Klinge so scharf abzuziehen, dass sie den Fischkopf mit einem einzigen schnellen Schnitt abtrennt, der sollte diese Methode besser bleiben lassen.

Für viele wäre vielleicht ein Stanley-Messer – so ein Messer mit abbrechbaren Teilklingen, die dann immer scharf sind – der bessere Weg als mit stumpfen Küchenmessern rumzumurksen.

Grüße,
Stefan
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#4
Hallo @Oliver70

dies ist eine Empfehlung des Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, das sich streng an die Vorgaben des Tierschutzgesetztes hält.

Der Fisch leidet nicht, denn er ist durch das Nelkenöl (die richtige Vorgehensweise wie im Video gezeigt vorausgesetzt) betäubt und dann kann wie empfohlen für ihn schmerzlos die Tötungsmethode angewendet werden.

Deine einschlägigen Literaturquellen scheinen veraltet zu sein, wenn darin empfohlen wird, den Fisch allein durch ein Bad in Nelkenöl-Wasser zu töten.
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#5
Hi,
ich habe mich bislang immer der Eiswassermethode bedient, indem ich gut gesalzenes Wasser eingefroren habe, bis ich durch die Oberfläche ein Loch machen musste, wo ich dann den Fisch durch gegeben habe.
Werde mir mal ein Fläschchen Nelkenöl besorgen, wenn das tierschutzgerechter ist.
Mit dem Eiswasser hatte ich nie Probleme, ein Zucken und der Fisch bewegt sich nicht mehr.
Das mit dem stumpfen Küchenmesser ist mir allerdings auch schon passiert.
Guter Tip mit dem Cutter, Stefan!
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#6
Hi zusammen,

bisher hab ich die Messermethode bevorzugt (entweder Skalpell für ganz kleine Fische oder scharfes Küchenmesser). Das ist die schnellste, sicher lethale Aktion, die ich ausführen kann.
Trotzdem war ich damit immer unzufrieden, weil ich beobachtet habe, dass die Augenreaktion noch ca. 20 bis 30 Sekunden vorhanden ist. Auch bewegen die Fische ihre Kiemendeckel noch einige Sekunden. Für mich ein klarer Hinweis, dass die Fische noch bei Bewusstsein sind. Jetzt werde ich die Nelkenölmethode anwenden und anschließend schlachten.

Deshalb ein ganz fettes DANKESCHÖN an Marlis für den Post. Das hilft mir sehr...

Gruß Thomas
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#7
Huhu,

also ich bin ja selber gelernte TA-Helferin,so das die Messer/Skalpell-Methode für mich
kein Problem wäre.
Ich habe aber vor kurzem den Tip bekommen dies hier:

https://www.ebay.de/itm/175183528786

zu benutzen.
Ich denke das ist für die Fischies dann doch noch die humanste Methode zwink
Ich werde es mal bei Gelegenheit bestellen und ausprobieren.

lg Bea
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#8
Hallo zusammen,

ehrlich gesagt habe ich mich bisher fast immer für das manuelle töten sehr kranker bzw. leidender Fische entschieden. So wie ich das in Österreich bei der Anglerprüfung damals gelernt habe. Die Methode mit Nelkenöl habe ich aber auch mehrmals angewendet. Das ging ganz gut und auch schnell. Ich weiß aber von einem Bekannten dass ein Fisch leiden kann wenn man es falsch anwendet. Stefan hat ja bereits geschrieben dass man eine Emulsion herstellen muss. Das geht am besten wenn man einen Teil des Wassers und das Nelkenöl in einen Becher mit Deckel gibt. Der Becher wird dann verschlossen und ganz stark geschüttelt. Diese trübe Flüssigkeit gibt man dann zum Rest des Wassers und rührt nochmal kräftig um.

Ich habe zu dem Thema einen echt interessanten und informativen Bericht aus der Schweiz gefunden: http://www.vaz.ch/downloads/sondernummer...n-2017.pdf

In diesem Artikel wird auch das Mittel, oder besser gesagt der Inhaltsstoff "2-Phenoxyethanol" aus Bea´s Link beschrieben. Das Zeug scheint mir aufgrund der Anwendungsfehler, die man mit Nelkenöl machen kann, sogar noch eine bessere Wahl zu sein.

Wie auch immer man es macht, es ist nie schön wenn man einen Fisch töten muss. Aber es gehört nun mal auch zu unserem Hobby dazu! Vielen Dank liebe Marlis dass Du die Diskussion hier angestoßen hast. Ich finde es wichtig dass sich jeder Aquarianer mit dieser Thematik beschäftigt. Es gibt ja noch immer genug Idioten die einen leidenden Fisch einfach ins Klo werfen! Das mag für den Aquarianer die schnellste Lösung sein, bedeutet aber für den Fisch einen qualvollen Tod.


Gruß Roland
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