Heya Kevin,
der junge Mann will eine Empfehlung zur Anzahl der Arten in einem Gesellschaftsbecken? Wenn Du auf der Erschließung eines Zahlenraums bestehst, dann ganz klar: zwischen Null und Neunundneunzig! (Ich weiß ja, Du verzeihst es mir, dass ich ironisch ansetze…

)
Denn die Frage steht so auf dem „Kopf“, wir sollten sie auf die „Füße“ stellen! Die Frage: „Ich habe einen Topf, wieviele Arten kann ich oben reinwerfen?“ ist per se verquer. Ich würde eher fragen: „Ich will unbedingt diese Spezies halten, was sind ihre Bedingungen. Dann erst: Welche weiteren Spezies kann ich zusätzlich reinsetzen?“ Dann fängt man an – aufgrund ihrer Bedürfnisse - die Spreu vom Weizen zu trennen…
Es gibt Spezies, die gerne in Gruppen (von mir aus: auch „Schwärme“ zu nennen) unterwegs sind, andere sind Einzelgänger, die dritten favorisieren das Paar oder den Harem. Für all diese gelten andere limitierende Regeln und Konditionen. Dann gibt es taxonomische Ordnungen, die – wie meine geliebten Panzerwelse – durchaus gerne gemischte Schwärme bilden. Da kann ein Haufen von 20 Tieren nur aus einer Spezies, aber durchaus auch aus drei passenden Arten funktionierend bestehen!
Das alles kann man nicht gut über nur einen Kamm scheren! Kevin: Tue wenig, aber lies und beobachte viel! Aquaristische Erfahrung ist nicht zu ersetzen.
Und halte Dich im Zweifelsfall an die herrliche – auch aquaristisch-nützliche - Regel des Heiligen Augustinus: "Liebe, und was du willst, das tu!"
Grüße
Stefan
P.S. Ja, zugegeben: ist jetzt nur der Ansatz einer Idee einer Erklärung. Aber Himmel, soll ich hier ne Doktorarbeit erdichten? Ich lebe noch, man kann mich fragen...