21.01.2011, 13:42
Tito schrieb:Hallo Jutta,Gerade da hatte ich vor ein paar Wochen wieder einmal ein hübsches Beispiel: Der Doktor schält das Ding aus, es kommt wieder. Die Warze wird verödet... sie kommt wieder. (Und mitten im Gesicht, was den Träger freut). Sie wächst und wächst, breitet sich auf den Händen aus, weil der Träger ständig daran rumknibbelt...und nachdem ich ihm ein Öl gemischt und ihn mit Instruktionen versehen habe, wie man das anwendet, ist sie weg. Auch die an den Händen. Er hat wahrscheinlich vorher nicht genügend Aufmerksamkeit bekommen *g*
Beispiel Warzen. Die Dinger bekommt man in vielen Fällen durch Besprechen weg, oder durch Kräuter, Aromen mögen auch helfen, aber, und da liegt die Krux, es hilft auch häufig überhaupt nichts zu tun und die verschwinden von alleine.
Tito schrieb:Aber gerade hier sehe ich den Widerspruch. Bei Naturheilmitteln sagst Du, dass die genaue Zusammensetzung egal, sogar hilfreich im Kampf gegen Bakterien ist. Bei Antibiotika aber haben kleinste Abweichungen erstaunliche Auswirkungen. Wie kann das sein?
Dann erkläre ich es mal anders: das Wissen um die genaue Zusammensetzung ist egal. In den Versuchen, ätherische Öle künstlich herzustellen, scheitert die Industrie immer wieder daran, daß sie eben nicht alle Moleküle bestimmen und künstlich herstellen kann.
Die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe dürfte, je nach Standort, leicht variieren (was mit ein Grund ist, daß man manchmal ein anderes Öl einsetzen muss, je nach Charge). Die Anteile variieren noch stärker. Mischt man zwei Öle, kommt es zu Reaktionen, die, je nach Inhaltsstoff und Anteil wiederum andere Wirkung hervorruft.
Du bestätigst mit Deiner Intention zur Antibiotika genau das, was beim Einsatz von ätherischen Ölen geschieht: die Änderung der Moleküle, die dann wiederum eine Auswirkung auf den Erreger zeigt. Nur sind die Variationen bei den Aromen weitaus größer, weil die Natur sich glücklicherweise weder an Freigabeverfahren noch an Herstellervorgaben halten muss.
Und bevor Du jetzt wieder einwendest, daß, wenn ich nicht genau weiß, was drin ist, ich auch nicht wissen kann, was es bewirkt: eine Grundwirkung ist bei den Pflanzen, so man sich an die genaue botanische Bezeichnung hält, grundsätzlich vorhanden.
Die Nase muss dabei auch zum Einsatz kommen. Bei mir, wenn ich die Öle einkaufe, denn so mancher kippt auch gern was anderes in die Flaschen, als draufsteht. Ausserdem werden auch manchmal entweder minderwertige Pflanzen verwendet oder eine andere botanische Art. Das kann von null Erfolg bei der Anwendung bis hin zu schweren Problemen führen.
Beim Anwender nutze ich seine Nase immer dann, wenn die Lokalisation des Problems diffus ist. Die Nase gibt immer laut, wenn der Körper etwas braucht und der Proband springt auf bestimmte Düfte sehr heftig an, während er bei anderen angewidert zurückschreckt. Anhand dessen kann man oft ein Problem lokalisieren, an dem man sich sonst u.U. die Zähne ausbeissen würde.
