31.07.2011, 07:31
Hallo Martin,
es ist nicht unsinnig die Wasserwerte zu messen, es ist nur in den meisten Fällen nicht erforderlich sie anzupassen, so wie es in den Foren gefordert wird. Das ist gemeint. Die Werte, die in vielen Zierfischverzeichnissen oder der Literatur verzeichnet sind, entstehen oft aus Momentaufnahmen an den Fanggründen. Diese Werte liegen sicher nur innerhalb der Toleranz dieser Tiere und müssen nicht das Optimum darstellen, das es oft gar nicht gibt.
Das gilt auch für die oft unterstellte Anpassung von Nachzuchten. So schnell ist die Natur nicht und ändert genetisch bedingte Parameter innerhalb von einigen Generationen. Diese Auslese bräuchte viele Generationen um sich genetisch zu manifestieren. Auch hier liegen die Werte innerhalb der Toleranzen. Und was sind denn die vom Handel gewünschten Werte? Die reichen doch innerhalb Deutschlands dann auch von GH 3° – GH 30°.
Welche Erkenntnisse kann man trotzdem aus dem Messen der Wasserwerte ziehen ?
Es wurde hier auch schon beschrieben: Wer sein Wasser für die wenigen Spezialisten unter den Fischen anpassen möchte, der kommt mit der Leitfähigkeit oder GH bzw. KH und näherungsweise dem pH Wert aus, denn alle anderen Inhaltsstoffe spielen dabei keine Rolle.
Wer ernsthaft versucht Probleme und Katastrophen an Hand von Messwerten erkennen zu wollen, wird einsehen, dass das in der Praxis scheitert.
Auch ein noch so kleines Aquarium ist letztlich ein sehr komplexes System mit sehr viel mehr Variablen als der Hand voll Messwerte, die uns der Handel zur Verfügung stellt. Und es zeigt sich immer wieder, dass die Beschreibung an Hand einzelner Parameter ein zu geringer Ausschnitt ist.
Was man erkennen kann sind gewisse Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten die bei dem einen oder anderen das Verständnis erleichtern. Der Gewinn für eine praktische, erfolgreiche Aquaristik besteht dann letztlich darin: sie sind nebensächlich und man kann sie vernachlässigen.
Wenn dem so ist, und dem ist tatsächlich so. Was bleibt dann als Ratschlag oder Strategie zur Vermeidung von Problemen und Katastrophen ?
Sauberes Wasser, relativ konstante Wasserwerte – unabhängig von deren quantitativer Höhe/Größe -, das erreicht man z.B. durch häufige, große Wasserwechsel (da sind mir die wesentlichen Parameter durch den Wasserversorger bekannt und man kann auf das Messen verzichten), gutes Futter und letztlich ein harmonischer Besatz und beim Eingewöhnen neuer Fische eine entsprechende Quarantäne.
Und dieser eine Weg erweist sich immer wieder als erfolgreich, unter gewissen Umständen geht es auch anders, aber grundsätzlich verschiedene Wege einer erfolgreichen Aquaristik gibt es nicht.
Peter
es ist nicht unsinnig die Wasserwerte zu messen, es ist nur in den meisten Fällen nicht erforderlich sie anzupassen, so wie es in den Foren gefordert wird. Das ist gemeint. Die Werte, die in vielen Zierfischverzeichnissen oder der Literatur verzeichnet sind, entstehen oft aus Momentaufnahmen an den Fanggründen. Diese Werte liegen sicher nur innerhalb der Toleranz dieser Tiere und müssen nicht das Optimum darstellen, das es oft gar nicht gibt.
Das gilt auch für die oft unterstellte Anpassung von Nachzuchten. So schnell ist die Natur nicht und ändert genetisch bedingte Parameter innerhalb von einigen Generationen. Diese Auslese bräuchte viele Generationen um sich genetisch zu manifestieren. Auch hier liegen die Werte innerhalb der Toleranzen. Und was sind denn die vom Handel gewünschten Werte? Die reichen doch innerhalb Deutschlands dann auch von GH 3° – GH 30°.
Welche Erkenntnisse kann man trotzdem aus dem Messen der Wasserwerte ziehen ?
Es wurde hier auch schon beschrieben: Wer sein Wasser für die wenigen Spezialisten unter den Fischen anpassen möchte, der kommt mit der Leitfähigkeit oder GH bzw. KH und näherungsweise dem pH Wert aus, denn alle anderen Inhaltsstoffe spielen dabei keine Rolle.
Wer ernsthaft versucht Probleme und Katastrophen an Hand von Messwerten erkennen zu wollen, wird einsehen, dass das in der Praxis scheitert.
Auch ein noch so kleines Aquarium ist letztlich ein sehr komplexes System mit sehr viel mehr Variablen als der Hand voll Messwerte, die uns der Handel zur Verfügung stellt. Und es zeigt sich immer wieder, dass die Beschreibung an Hand einzelner Parameter ein zu geringer Ausschnitt ist.
Was man erkennen kann sind gewisse Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten die bei dem einen oder anderen das Verständnis erleichtern. Der Gewinn für eine praktische, erfolgreiche Aquaristik besteht dann letztlich darin: sie sind nebensächlich und man kann sie vernachlässigen.
Wenn dem so ist, und dem ist tatsächlich so. Was bleibt dann als Ratschlag oder Strategie zur Vermeidung von Problemen und Katastrophen ?
Sauberes Wasser, relativ konstante Wasserwerte – unabhängig von deren quantitativer Höhe/Größe -, das erreicht man z.B. durch häufige, große Wasserwechsel (da sind mir die wesentlichen Parameter durch den Wasserversorger bekannt und man kann auf das Messen verzichten), gutes Futter und letztlich ein harmonischer Besatz und beim Eingewöhnen neuer Fische eine entsprechende Quarantäne.
Und dieser eine Weg erweist sich immer wieder als erfolgreich, unter gewissen Umständen geht es auch anders, aber grundsätzlich verschiedene Wege einer erfolgreichen Aquaristik gibt es nicht.
Peter
