31.07.2011, 09:34
PeterH schrieb:Auch ein noch so kleines Aquarium ist letztlich ein sehr komplexes System mit sehr viel mehr Variablen als der Hand voll Messwerte, die uns der Handel zur Verfügung stellt. Und es zeigt sich immer wieder, dass die Beschreibung an Hand einzelner Parameter ein zu geringer Ausschnitt ist.
und selbst wenn man mehr erfassen könnte, man könnte die Daten nicht interpretieren. Das können nicht einmal die Wissenschaftler.
Es ist eben nicht so, dass man die Daten in eine Gleichung steckt á la
Qualität = 3 * NO3 + 1/2 * NO2 - pH^2 + log (Fe) - 1/KH .... oder sowas.
So eine Gleichung gibt es nicht, jedoch genau in die Richtung zielen die Ansätze der Wasserwerter. Die sagen ja, dass man durch die Werte die Qualität eines Aquariums bzw. Probleme erkennen könne.
Wenn man Aquarien danach beurteilen können wollte, dann müsste man in der Lage sein ausschließlich anhand der Wasserwerte den Zustand eines Aquariums oder der Fische beschreiben zu können, ohne es/sie je gesehen zu haben. Das geht nicht. Was man wohl kann jedoch umgekehrt ein Aquarium/Fische beurteilen ohne die Wasserwerte zu kennen.
Wasserwerte und Wasserchemie sind lediglich ein Hobby im Hobby, mehr nicht.
Die groben Daten (hart, mittel, weich..) sollte man kennen, aber dann wird es schon fantastischer. Bei der Pflanzenaquaristik mag es sich etwas anders verhalten, aber auch die Pflanzenleute fantasieren m.E. eine ganze Menge in die Messwerte hinein. Ist aber deren Baustelle.
