21.10.2011, 20:00
PeterH schrieb:Es geht mir darum, wie es den Neuanfängern und Fragestellern nahe gebracht und erklärt wird. Es geht um eine saubere und sachlich und fachlich korrekte Argumentation.
fast. Es geht erst einmal primär nicht darum irgend wen von irgend was zu überzeugen oder zu erklären. Auch "Neulinge" sind nicht das Ziel. Es geht einfach nur um die Erörterung einer Frage. Punkt, mehr nicht.
Es ist leider eine Unsitte in Internetforen, dass einige meinen "den Neulingen müsse geholfen werden". Das passiert am besten nebenbei. Einfach über die eigene Aquaristik quatschen. Erzählen was man macht, was bei einem wie funktioniert hat oder auch nicht. Dazu braucht man aber Gesprächspartner die auch was machen. Nur wer viel macht hat auch viel zu erzählen. Der "Neuling" nimmt dabei viel auf ohne "zu lernen". Das bringt was.
Dieses aquaristische Missionarswesen hingegen ist einfach nur scheiße.
Die Grundlage "Nur wer viel macht hat auch viel zu erzählen" ist natürlich denen ein Dorn im Auge, die selber gerne quatschen und missionieren möchten, aber im Grunde nicht viel mehr als angelesene Phrasen dreschen können weil sie selber nicht viel Aquaristik betreiben.
Klopft man denen auf die Finger, so reagieren sie pikiert und eingeschnappt. Ändert aber nichts. Wer wenig macht hat wenig zu erzählen.
Zitat:Da ist leider auch in diesem Forum, in vielen anderen sieht es nicht besser aus, bei einigen „Beratern“ vieles schwammig oder gar falsch erklärt.
Der Artikel in der DATZ macht doch deutlich, dass Nitrit auch in dieser Höhe nicht das Problem darstellt, jedenfalls nicht in frisch aufgestellten Aquarien der Newbies.
Eben. Es wird nur eine Internetweisheit ausgehebelt und das gefällt den Missionaren nicht. Ist genauso wie mit der Darlegung von S. Hetz in der er zeigt, dass nicht der Weichwasserfische das sensible Weichei ist, sondern der Hartwasserfisch weil der seinen Ionenhaushalt nicht so gut regeln kann weil er es nicht können muss. Daher hat der im weichen Wasser eher Probleme als der Weichwasserfisch im Hartwasser.
Die unbelehrbaren Phrasendrescher mögen das auch nicht annehmen.
Zitat:Das Problem sind auch User und manchmal auch Moderatoren, die mangels eigener Erfahrung nicht unterscheiden können wer sachlich und korrekt informiert, ....
und deshalb lieber die altbekannten Phrasen retten wollen.
Zitat: manchmal durchaus auch provokant, und wer im Wesentlichen an „halbwahren“ tradierten Meinungen festhält. Ein weiteres Beispiel ist hierfür in einem anderen thread in diesem Forum die Behauptung, nach 4 Stunden Filterausfall wären keine Bakterien mehr vorhanden.
auch immer wieder süß.
Zitat:Solchen Behauptungen wird selten von Moderatoren oder den Vielpostern in den Foren entgegengetreten, aber immer melden sich diese zu Wort wenn kompetente Aquarianern diesen Behauptungen entgegentreten. Oft werden sie als Provokateure und Unruhestifter bezeichnet, manchmal liest man gar noch Schlimmeres.
Wer die vermeindlich sichere Aquaristik verkündet wird als sorgfältiger, kompetenter und "guter" wahrgenommen. Zumindest sieht er sich so und für emotionen empfängliche Fischi- und Nelenhalter auch. Das diese Supervorsicht nur aus den eigenen Unerfahrenheit (aus wenig Praxis) resultiert, wird dabei unter den Tisch geschoben.
Zitat:Mein Fazit: ich wünsche mir mehr Sachlichkeit und mehr Kompetenz in den Antworten und Diskussionsbeiträgen, dann würden wir wohl nicht mehr so viele Beleidigungen und Unterstellungen lesen müssen.
Das ist richtig.
Vor etlichen Jahren noch wurden die Wasserwerte geheiligt. Kleine Aquarien waren undenkbar. Es gab fette und kräftige Diskussionen, oft jenseits des guten Benehmens.
Erst über die Zeit und weil die rationaleren und aquaristisch aktiveren Leute sich haben nicht mit der Moralkeule vertreiben lassen, wurde es besser. Das hat aber gedauert.
