05.01.2013, 23:15
Gruß dich Reini!
Die Dosis macht das Gift! Nicht Schadstoffe und Pflanzennährstoffe werden ausgefiltert, sondern in aller Regel Nitrat (Sinterglasröhrchen), Nitrit (poröses Filtermaterial wie z.B. Lavakies zum Abbau von Nitrit in Nitrat durch Bakterien) und Ammonium/Ammoniak durch Zeolith. Schadstoffe auszufiltern schafft nur Aktivkohle. Nitrat, Nitrit etc. werden ab einer bestimmten Dosis zu Schadstoffen für Fische. Manche eher manche später, pH-abhängig bzw. dosisabhängig.
Viele Pflanzen wachsen bei Nitrat auf 0 mg/l nicht mehr. Bereits unter 10 mg/l wird es da kritisch. Deswegen wird vor allem Sinterglas nicht mehr verwendet, wenn man besonderen Wert auf Pflanzen legt. Nur als Hinweis: In einem von mir betreutem Becken lag der Nitratwert lange weit über 50 mg/l, teilweise - nach einem Schneckensterben - sogar über 250 mg/l. Niemals habe ich den Wert dauerhaft unter 50 mg/l bekommen, weil das Becken leider stark überbesetzt ist. Vor zwei Wochen habe ich Sinterglasröhrchen in den Filter eingebracht und verzeichnete heute Abend den Erfolgswert von 10 mg/l Nitrat.
Der Stickstoffkreislauf läuft auch im Kreis, wenn man keinen Filter benutzt. Bodengrund, Einrichtung und Pflanzen sind auch geeignetes Material auf dem die richtigen Bakterien siedeln können. Das Volumen des Bodengrunds ist sowieso um ein Vielfaches größer als das des Filters.
Ein Tip zum Kahmhaut. Leg ein Blatt Küchenpapier vorsichtig auf die Wasseroberfläche (so das es nicht untergeht) und sobald es sich voll gesaugt hat nimmst du es vorsichtig wieder ab. Damit wird die Kahmhaut aufgesogen und nach ein paar Mal ist sie auch verschwunden.
Gruß,
Tobias
Reini10 schrieb:Es sind auch in diesen Becken Fische vorhanden und es funktioniert. Das Hochleistungsfiltermaterial baut neben Schadstoffen auch Pflanzennährstoffe in großem Ausmaß ab. Man düngt sozusagen gegen den Filter an.
Die Dosis macht das Gift! Nicht Schadstoffe und Pflanzennährstoffe werden ausgefiltert, sondern in aller Regel Nitrat (Sinterglasröhrchen), Nitrit (poröses Filtermaterial wie z.B. Lavakies zum Abbau von Nitrit in Nitrat durch Bakterien) und Ammonium/Ammoniak durch Zeolith. Schadstoffe auszufiltern schafft nur Aktivkohle. Nitrat, Nitrit etc. werden ab einer bestimmten Dosis zu Schadstoffen für Fische. Manche eher manche später, pH-abhängig bzw. dosisabhängig.
Viele Pflanzen wachsen bei Nitrat auf 0 mg/l nicht mehr. Bereits unter 10 mg/l wird es da kritisch. Deswegen wird vor allem Sinterglas nicht mehr verwendet, wenn man besonderen Wert auf Pflanzen legt. Nur als Hinweis: In einem von mir betreutem Becken lag der Nitratwert lange weit über 50 mg/l, teilweise - nach einem Schneckensterben - sogar über 250 mg/l. Niemals habe ich den Wert dauerhaft unter 50 mg/l bekommen, weil das Becken leider stark überbesetzt ist. Vor zwei Wochen habe ich Sinterglasröhrchen in den Filter eingebracht und verzeichnete heute Abend den Erfolgswert von 10 mg/l Nitrat.
Der Stickstoffkreislauf läuft auch im Kreis, wenn man keinen Filter benutzt. Bodengrund, Einrichtung und Pflanzen sind auch geeignetes Material auf dem die richtigen Bakterien siedeln können. Das Volumen des Bodengrunds ist sowieso um ein Vielfaches größer als das des Filters.
Ein Tip zum Kahmhaut. Leg ein Blatt Küchenpapier vorsichtig auf die Wasseroberfläche (so das es nicht untergeht) und sobald es sich voll gesaugt hat nimmst du es vorsichtig wieder ab. Damit wird die Kahmhaut aufgesogen und nach ein paar Mal ist sie auch verschwunden.
Gruß,
Tobias
