25.09.2015, 15:29
Hallo,
Denitrifikation findet in jedem Aquarium statt. Ansonsten würden pH und Nitrat ins unermessliche steigen.
Der Nitratwert strebt in jedem Aquarium trotz gleichbleibender Fütterung einem endlichen Grenzwert entgegen. Dieser liegt allerdings in jedem Aquarium anders und ist nicht kalkulierbar oder steuerbar. Das hat auch nichts mit Pflanzen zu tun weil es auch in pflanzenfreien Becken geschieht. Es können 10, 50 oder 150 mg NO3/ltr, man weiß es nicht. Aber darüber hinaus geht der Nitratwert trotz weiterer Fütterung nicht. Entsprechend muss eine Denitrifikation gegeben sein.
Bei der Nitrifikation wird Hydrogencarbonat verbraucht und bei der Denitrifikation wieder gebildet. Das gleicht sich aus und dadurch ist der pH stabil. Fällt die Denitrifikation aus so fällt der pH sehr stark ab und auch schnell. Das ist der berüchtigte pH-Sturz der tatsächlich aber nur sehr selten auftritt. Auch der stabile pH-Wert ist daher ein Indikator für eine vorhandene Denitrifikation.
Die Denitrifikation findet an bzw. in der Mulmflocke statt bzw. in den inneren Schichten des Biofilmes. Außen wird Nitrat gebildet (und dabei O2 verbraucht), innen wird denitrifiziert. Viele Nitratmoleküle werden so gar nicht im Wasser "sichtbar". Stichwort: "simulatane Denitrifikation".
und die Aussage im Thread hier, dass der Boden eh anoxisch sei, ist absolut zutreffend. Auch das die Pflanzen gerne ihre Wurzeln dahinschcken. Die können zwar aktiv Nährstoffe anlösen, aber wenn es einfacher geht nutzen sie es gerne. Daher besteht auch kein Grund zur Furcht vor anaeroben Bodenzonen, die sind eher was gutes.
Was die Denitrifikationsfilter anbelangt, so arbeiten die m.W. nur dann wirklich gut wenn auch nennenswert Nitrat ansteht. Ansonsten ist es für die Bakterien energetisch nicht lukrativ auf die Nitratatmung umzuschalten. Die ist energetisch nämlich alles andere als interessant für die.
AME schrieb:Also die Denitrifikation ist nichts unnatürliches, im Gegenteil: Du holst dir den kompletten Stickstoffkreislauf ins Becken so wie ihn Mama Natur gemacht hat statt ihn beim Nitrat enden zu lassen (und an das Klärwerk deines Entsorgers outzusourcen. ;-)
Denitrifikation findet in jedem Aquarium statt. Ansonsten würden pH und Nitrat ins unermessliche steigen.
Der Nitratwert strebt in jedem Aquarium trotz gleichbleibender Fütterung einem endlichen Grenzwert entgegen. Dieser liegt allerdings in jedem Aquarium anders und ist nicht kalkulierbar oder steuerbar. Das hat auch nichts mit Pflanzen zu tun weil es auch in pflanzenfreien Becken geschieht. Es können 10, 50 oder 150 mg NO3/ltr, man weiß es nicht. Aber darüber hinaus geht der Nitratwert trotz weiterer Fütterung nicht. Entsprechend muss eine Denitrifikation gegeben sein.
Bei der Nitrifikation wird Hydrogencarbonat verbraucht und bei der Denitrifikation wieder gebildet. Das gleicht sich aus und dadurch ist der pH stabil. Fällt die Denitrifikation aus so fällt der pH sehr stark ab und auch schnell. Das ist der berüchtigte pH-Sturz der tatsächlich aber nur sehr selten auftritt. Auch der stabile pH-Wert ist daher ein Indikator für eine vorhandene Denitrifikation.
Die Denitrifikation findet an bzw. in der Mulmflocke statt bzw. in den inneren Schichten des Biofilmes. Außen wird Nitrat gebildet (und dabei O2 verbraucht), innen wird denitrifiziert. Viele Nitratmoleküle werden so gar nicht im Wasser "sichtbar". Stichwort: "simulatane Denitrifikation".
und die Aussage im Thread hier, dass der Boden eh anoxisch sei, ist absolut zutreffend. Auch das die Pflanzen gerne ihre Wurzeln dahinschcken. Die können zwar aktiv Nährstoffe anlösen, aber wenn es einfacher geht nutzen sie es gerne. Daher besteht auch kein Grund zur Furcht vor anaeroben Bodenzonen, die sind eher was gutes.
Was die Denitrifikationsfilter anbelangt, so arbeiten die m.W. nur dann wirklich gut wenn auch nennenswert Nitrat ansteht. Ansonsten ist es für die Bakterien energetisch nicht lukrativ auf die Nitratatmung umzuschalten. Die ist energetisch nämlich alles andere als interessant für die.
