16.11.2024, 22:33
Servus zusammen,
zuerst einmal handelt es sich bei den erkrankten Tiere um einen klaren Fall von "echter Neonkrankheit". Besser bekannt unter dem Begriff der Nocardiose. Ausgelöst wird diese Krankheit durch Nocardia asteroides. Rotkopfsalmler und Neonsalmler sind häufig betroffen. Die Fische schwimmen dann häufig mit dem Kopf nach unten, zeigen Gleichgewichtsstörungen, magern ab, und verlieren die Farbe, bis nur noch weißes Muskelgewebe sichtbar ist. Quarantäne kannst du dir schenken. Es wird nicht viel helfen. Außer man setzt Sulfonamide ein, also echte Antibiotika und dann sprengen die Kosten den Rahmen der Kosten-Nutzen Regel. Damit diese Medikamente überhaupt helfen, muss der Allgemeinzustand noch in Ordnung sein. Haben die ihre Farben verloren ist nichts mehr zu retten. Punkte, Flossenfäule, aufgeblähte Bäuche sind nichts Weiteres als Sekundärinfektionen, weil die Immunabwehr komplett ausgeschaltet ist.
Wichtig sind folgende Dinge:
- Temperatur auf keinen Fall erhöhen, eher absenken. Bei höheren Temperaturen schreitet die Infektion schneller voran
- Betroffene Fische ohne Wenn und Aber isolieren und in Quarantäne, sobal auch nur leiseste Auffälligkeiten bestehen!
- Ein Einsatz von UV-C kann hier durchaus helfen!
- große Seemandelbaumblätter mindestens 5 je 100 Liter.
Medikamente aus dem Handel wirken nicht! Egal, was man nutzt. Mit Kupfer (wirkt auch nicht gegen infektiöse Bauchwassersucht), ohne Kupfer, Salz, Malachitgrün, Methylenblau, alles wirkungslos. Nocardia asteroides ist gram-positiv. Das Antibotikum sollte also gram-positive erfassen. Meistens werden bei gram-positiven Bakterien Betalactam-Antibiotika, Glykoside, Chinolone oder Oxazolidinone angeboten. Allerdings müssen sie auch wasserlöslich sein! Suspensionen davon sind kein Ausweichprodukt, weil wasserlöslich bedeutet wasserlöslich. Liegt das molare Gewicht des Wirkstoffs über 100g/mol, kann es nicht die Kiemen/Haut Schranke durchwandern. Zusätzlich werden dann auch die Filterbakterien gekillt. Tabula rasa eben.
zuerst einmal handelt es sich bei den erkrankten Tiere um einen klaren Fall von "echter Neonkrankheit". Besser bekannt unter dem Begriff der Nocardiose. Ausgelöst wird diese Krankheit durch Nocardia asteroides. Rotkopfsalmler und Neonsalmler sind häufig betroffen. Die Fische schwimmen dann häufig mit dem Kopf nach unten, zeigen Gleichgewichtsstörungen, magern ab, und verlieren die Farbe, bis nur noch weißes Muskelgewebe sichtbar ist. Quarantäne kannst du dir schenken. Es wird nicht viel helfen. Außer man setzt Sulfonamide ein, also echte Antibiotika und dann sprengen die Kosten den Rahmen der Kosten-Nutzen Regel. Damit diese Medikamente überhaupt helfen, muss der Allgemeinzustand noch in Ordnung sein. Haben die ihre Farben verloren ist nichts mehr zu retten. Punkte, Flossenfäule, aufgeblähte Bäuche sind nichts Weiteres als Sekundärinfektionen, weil die Immunabwehr komplett ausgeschaltet ist.
Wichtig sind folgende Dinge:
- Temperatur auf keinen Fall erhöhen, eher absenken. Bei höheren Temperaturen schreitet die Infektion schneller voran
- Betroffene Fische ohne Wenn und Aber isolieren und in Quarantäne, sobal auch nur leiseste Auffälligkeiten bestehen!
- Ein Einsatz von UV-C kann hier durchaus helfen!
- große Seemandelbaumblätter mindestens 5 je 100 Liter.
Medikamente aus dem Handel wirken nicht! Egal, was man nutzt. Mit Kupfer (wirkt auch nicht gegen infektiöse Bauchwassersucht), ohne Kupfer, Salz, Malachitgrün, Methylenblau, alles wirkungslos. Nocardia asteroides ist gram-positiv. Das Antibotikum sollte also gram-positive erfassen. Meistens werden bei gram-positiven Bakterien Betalactam-Antibiotika, Glykoside, Chinolone oder Oxazolidinone angeboten. Allerdings müssen sie auch wasserlöslich sein! Suspensionen davon sind kein Ausweichprodukt, weil wasserlöslich bedeutet wasserlöslich. Liegt das molare Gewicht des Wirkstoffs über 100g/mol, kann es nicht die Kiemen/Haut Schranke durchwandern. Zusätzlich werden dann auch die Filterbakterien gekillt. Tabula rasa eben.
