18.11.2024, 14:53
Gyuri schrieb:In einem Gesellschaftsbecken muss man aber IMMER Kompromisse mit Wasserwerten, Beleuchtung, Bepflanzung, Nahrungsangebot eingehen.
Gyuri schrieb:Den Eindruck darfst du im Prinzip schon haben, nur gehört das überhaupt nicht in dieses Thema, sondern, wenn überhaupt, nur dort hin wo es explizit deiner Meinung nach passt.Darauf habe ich reagiert, Gyuri. Den Schuh ziehe ich mir nicht an. Sorry. Zu deinem letzten Satz, ich war der Meinung es passt.
Grundsätzlich. Ich streite nicht, ich diskutiere hier gerade und vertrete einen Standpunkt. Gerne auch kontrovers. Ich betreibe seit mehr als 50 Jahren Aquaristik und darüber hinaus sehr viele Jahre in der Branche gearbeitet. Die meisten Produkte, speziell zum Thema Krankheiten, Futter usw. kenne ich in- und auswendig. Ich bin im Besitz der Sachkunde und im Besitz des Nachweises zu freiverkäuflichen Arzneimitteln. Das wäre mal ein kurzer Einblick in mein Portfolio. Ich möchte also behaupten, ich kenne mich mit bestimmten Dingen der Aquaristik gut aus.
Um meinen Einwand zum Thema Gesellschaftsaquarium etwas genauer zu beleuchten. Ich halte Aquarien, die, sagen wir mal so, gegen die Basics verstoßen, für nicht mehr akzeptabel. Ich halte nichts von Gesellschaftsbecken, die sich durch Asien-Südostasien-Südamerika und womöglich noch Afrika Fischen auszeichnen. Also Fischarten, die sich in freier Natur niemals begegnen würden. Bei Kevin ist das ja nicht der Fall. Gleichwohl, bin nicht ich es, dem es gefallen soll! Dennoch darf man sagen, passt nicht - weil. Ich sagte nicht es passt hier nicht - weil...
Südamerika Gesellschaftsbecken, Asien-Gesellschaftsbecken, Afrika, Kongo, usw. Im Endeffekt sind dann dort auch annähernd gleiche Wasserparameter gegeben, oder Temperaturbedingungen, oder Schwarzwasser, oder Klarwasser, oder die harte Plörre aus den Grabenbruchseen? Hoffe, das ist nun etwas verständlicher und @Gyuri, ich habe extra am Ende, weiter oben noch mal formuliert, es soll kein Angriff sein. Hast du vielleicht überlesen?
Ursel schreibt, was mit den Neons passiert ist, kann auch mit jeder anderen Fischart passieren. Da muss ich widersprechen. Es gibt Parasiten, die sind sehr wirtsspezifisch. Ein Parasit, der Diskus krank macht, muss für einen Skalar noch lange nicht infektiös sein. Anders sieht es aus z.B. bei einem Befall mit Gyrodactylus turnbulli, oder G. vastator. Die schleppe ich mir ein, weil die 6 Monate Minium Inkubationszeit haben. Da kann beim Händler alles klar sein und bei mir bricht die Seuche aus. Was kann alle befallen? Kann keiner etwas für, den Fischen sieht man es nicht an. Würmer wie Dactylogyrus, Gyrodactylus, Protozoen wie Weißpünktchenkrankheit, Columnaris, Oodinium, Ichthyobodo, Saprolegnia-Pilz, Bakterien und Viren. Nocardia asteroides ist ein Bakterium und befällt "fast" nur Paracheirodon innesi, den Neonsalmer. Hin und wieder macht er sich auch über Rotkopfsalmler her (die sind sowieso Mimosen). Es gibt Parasiten, die unsere Fische immer mit sich herumschleppen, ob nun seit Jahr und Tag im Aquarium und noch nie was gewesen, sie haben sie dennoch. Immunabwehr hält sie klein. Andere Parasiten kümmert es einen feuchten Deut, ob da gelebt oder gestorben wird. Und da gibt es sehr viele.
Im Grunde kann man es ausgrenzen, wenn nur eine Art betroffen ist. Dann ist es auch sehr häufig rein wirtsspezifisch und kümmert andere Fische nicht. Wird artübergreifend infiziert, haben wir das Gegenteil. Dann gibt es noch die chronischen Erkrankungen einer Infektion, die sich langsam ausbreiten, dafür stetig und auch letal sind. Bei den akuten Varianten wird innerhalb von 24-48 Stunden der Bestand hingerafft.
Problematisch wird es immer dann, wenn Schnecken, Garnelen, L-Welse und Panzerwelse im Aquarium sind, in Bezug auf eine Behandlung.
Kevin meint, die Skalare picken auch an Algen. Natürlich tun sie das. Diese Fische sind omnivor.
Ich hab auch nicht gesagt, sie würden sterben. Diskus sind carnivor. Die ernähren sich nicht pflanzlich. Und der kleine rote Neon? Ist ein omnivorer Raubfisch, der sich fast nur in geringen Tiefen aufhält, der überhaupt keine Strömung mag. L-Welse nehmen im Aquarium in erster Linie die Nahrung auf, die wir ihnen zur Verfügung stellen. Während sie sich in der Natur die Nahrung suchen, die sie benötigen, nehmen sie im Aquarium durchaus auch Futter auf, dass für sie nicht unbedingt geeignet ist. Sehen wir uns die Anatomie der L-Welse an, so haben sich pflanzlich ernährende Arten einen kleinen Magen und einen sehr langen Darm. Bei Carnivoren ist dieses genau andersherum. Dieser Tatsache muss man Rechnung tragen! Aus diesem Grund existieren ja auch Futtersorten mit mehr als 50 % Proteinanteil und das ist mit Sicherheit nichts für Omnivore. Piranhas benötigen hochproteinhaltige Nahrung, weil sie es auch für die Gonaden benötigen. Mit Pflanzen kommt man denen nicht bei.@Wolfgang,
ich nutze als Vitamingabe Fish-V-Power von PreisColy. Es enthält Fischöle mit Omega 3-Fettsäuren, Ingwer-, Ginseng-, Gingkoextrakten und Propolis. Ergänzen tue ich das noch mit frischen Knoblauchsaft. Die Fische bekommen es 2x die Woche zusätzlich über das Futter, egal welches. Der Knoblauchsaft wirkt hier zusätzlich darmreinigend in Bezug auf innere Parasiten. Die Vitaminfütterung ist 2x am Tag, wobei die zweite Fütterung nur noch Knoblauch enthält. Zusätzlich füttere ich auch eine Messerspitze Joghurt, stichfest, Bio 1x die Woche.
