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Aquarien-Desinfektion
#11
Hallo Yury

Wenn es so ist, das sich Feuchtigkeit in den Silikonnäten befindet dann dauert es auch nicht lange und das Becken wird undicht. Das dürfte nicht sein. Eine Silikonnaht ist vollkommen dicht, Feuchtigkeit oder Wasser draf sich in diesen Nähten nicht befinden.

Zum Anderen, wenn sie sicher gehen möchte und es nichts passieren soll kann man im neuen Wasser auch Erlenzapfen mit eingeben. Diese Zapfen beugen eine Erkrankung vor. Eine 100%ige Garantie gibt es aber nirgens wo.

Wenn vorher nichts war braucht man so einen riesen Aufwand nicht zu betreiben.

Gruß Bernd
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#12
Hallo Bernd.

Ich hatte in meinem alten Becken, durch das reinigen der Scheiben durch den Vorbesitzer mit einer Rasierklinge, teils Einschlüsse von Luft/Algen/ etc. in der Naht. Das es nicht ok ist, weiß ich auch, aber zur Überbrückung benötigte ich dieses Becken in steril..

Ich glaube Ichtio, Flagellaten, Kiemenwürmer, Planarien oder Hydras & Co. lachen über die Erlenzapfen.. Zur Minderung des Keimdrucks (bakteriell) verwende ich diese jedoch auch.

@Bernd & galuhen: Eine Desinfektion eines neuen (gebrauchten) Beckens ist ja auch eher zur Vorbeugung als zur Behandlung - da ist es schon zu spät. Bei einer Behandlung, wird oft empfohlen diese in einem separaten (nackten) Becken zu machen und um die Reinfektion zu vermeiden in der Zwischenzeit das eigentliche Becken zu desinfizieren.


@rmo: Abkochen habe ich schon mehrmalls gemacht. Du kannst gern das Becken auch noch vor dem Reinigen befüllen - das kann jeder so halten wie er mag oder für richtig hält. Hier wurde gefragt WIE man es desinfizieren kann.

@galuhen: Scheinbar ist der Dieter wohl zu besseren Erkenntnissen gekommen? In dem Buch "Gesunde Diskus und Großcichliden" (III Auflage von 1993 Band 2 Seite 56) schreibt er nur von Kaliumpermanganat / Alkohol.

Ich meine, ich habe vor einer Weile mal recherschiert und aus irgendwelchen Gründen mich gegen Kaliumpermanganat entschieden. Alkohol habe ich zusätzlich zu Clorix und Hitze verwendet ;)

Das mit dem Alaun ist auch so eine Sache.. warum gibt es in den "richtigen" Schops immer noch eine so geringe Auswahl? Auch würden sich sonst nicht so viele Halter von parasitenfreien (überwiegend) Diskusen Gedanken machen wie die an die "sauberen" Pflanzen kommen.

Die Möglichkeit 3 wiederspricht sich etwas?! WENN ich den Kies NACHER im Backofen desinfizieren muss - ist das Becken sicher auch nicht "sauber" => KIES IMMER VORHER RAUS!


parasitenfreihe Grüße von Yury blub
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#13
Hallo Ihr,

das hat ja noch eine richtig Diskussion nach sich gezogen, obwohl meine Frage längst beantwortet war.

Da ich nun zweimal gefragt wurde, warum ich mein Aq desinfizieren will, werde ich euch die Antwort nicht vorenthalten.

Kurzfassung: Ich will den Neubesatz, den ich teuer erworben und erfolgreich groß gezogen habe, keiner Gefahr aussetzen.

Langversion:
Das Aquarium habe ich seit Februar 2010 in Betrieb. Seitdem sind einige Fischarten ein- und auch wieder ausgezogen. Leider sind die Leuchtaugen, die ich zeitweilig darin hatte, größtenteils gestorben, ohne dass ich eine Ursache dafür erkennen konnte. Auch Gabelschwanzblauaugen haben sich darin während eines Urlaubs dezimiert, so dass ich diese schnell wieder umgesetzt habe (meiner Ansicht nach ist ein 54-Liter-Aquarium auch zu klein für sie, war nur eine Übergangslösung). Merkwürdigerweise sind auch Perlhuhnbärblinge in diesem Becken nicht so alt geworden, wie ich erwartet hatte (allerdings teilweise im Baumarkt gekauft, Schande über mich).

Nun plane ich, den aktuellen Besatz (Corydoras habrosus, Guppys, red fire Garnelen und Schnecken) komplett in eines meiner anderen Aquarien zu setzen. Der Bodengrund kommt weg, Filtermaterialien ebenfalls. Pflanzen werde ich größtenteils gemeinsam mit dem Besatz 'umsetzen', Steine und Wurzeln werde ich entweder ins andere Aquarium übernehmen oder über mehrere Monate trocken lagern.
Übrigens gehören Corydoras und Garnelen zum Erstbesatz - woran auch immer die anderen Tiere eingegangen sind, ihnen konnte das nichts anhaben.

Der Neubesatz (zurzeit noch im 'Kinderzimmer' - siehe http://www.aquarium-stammtisch.de/Forum/...hp?t=16651) soll mitsamt seinem bisherigen Aquarieninhalt (inklusive Bodengrund, Steinen, Wurzeln, Pflanzen und Filtermaterial) nach erfolgter Desinfektion umziehen. Natürlich wird die Sandmenge noch erhöht mit neu erworbenem Quarz-Sand und das aktuelle Filtermaterial mit neuem aufgestockt.

Beim Erhitzen werde ich den Filter ohne Filtermaterial und in Einzelteile zerlegt im ansonsten vollständig entleerten Glasbecken lassen.
Hinsichtlich des Heizers bin ich noch unentschieden, ob ich ihn ebenfalls desinfiziere (ob das Glas die langsame Erwärmung gut aushält?) oder ihn trocken lagere und mir einen Ersatz kaufe.
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#14
Huhu

ich habe so 2 Heizer geschrottet. Bei einem hat dieses Bimetall geklemmt und bei dem anderen ließ sich nichts mehr drehen..

Diesen würde ich einfach einem Alkoholbad für 24 Std. unterziehen. Brennspiritus für <2€/L aus dem Supermarkt tut es auch. Idealerweise auf 70% verdünnen (ist wirksamer).

Ach, mir fällt da gerade was ein.. ich schreib dir eine PN.


Grüße Yury
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#15
Hallo Kalanella

na ja man kann ja alles versuchen, wenn aber vorher nichts war ist es meiner Meinung auch nicht nötig solch ein Aufwand zu betreiben, da kann man das auch mit Kaliumpermaganat machen. Das Zeug ist nicht schlächt, wir hatten mal im Verband Karpfen in unseren Parkteich eingesetzt, diese verpilzen so langsam, es gab auch dann schon so um die 10 Tote Fische. Das war 1991 und ich bekam von der Apotheke 10kg Gesponsort, festes. Habe es dann in dem Parkteich verteilt mittels einer Schäferschaufel. Das Wasser war dann halt Violet, aber die anderen Karpfen haben es überstanden. Heute gibt es das nicht mehr in fester Form nur noch im gelöstem Zustand denn aus dem Zeug kann man Sprengmittel herstellen.

Du bist einfach nicht gefeit vor Infektionen auch wenn du noch so viel anstellst. In der Luft befinden sich genug Bakterien, die meisten Fische sind dagegen Imiun, kommt es aber mal zu einer Schwäche im Imunsystem dann hat man halt ein Problem. Die Fische hatten dann schon vorher etwas gehabt, waren vielleicht schon krank wie auch immer.

So richtig haut das nicht hin mit dem Desinfizieren, da kannst du anstellen was du willst.

Mmmmmmmm, jaaaa ich habe da noch einen anderen Gedanken. Warum so vorsichtig sein habe ich mich eigentlich schon immer mal gefragt. Ist man nicht so vorsichtig und die Fische werden Bakterien normal ausgesetzt so bilden die Fische auch eine gewisse Abwehr aus.

Das habe ich eigentlich vom Ingo gelernt. Der hat irgend wann mal geschrieben das, wenn man einen UVC Klärer einsätzt und Bakterien vernichtet, wird auch das Imunsystem beienträchtigt. Die Fische brauchen dann nicht so ein Imunsystem und bilden nicht genug Abwer aus. Fällt dann das Ding aus kann es zu einer Katastrophe kommen.

Kinder soll man auch ruig im Dreck spielen lassen, diese Kinder sind zu meist die gesündesten. So ist das überall mit dem Bakterien. Ich bin natürlich kein Artzt oder Wissenschafftler, bin nur ein einfacher Tischler und Schreiner. Es gibt darüber aber genug Bücher wo man sich infomiren kann und dann ist ja auch noch das Forum hier wo es sooooo viele gute Aquarianer gibt um von denen zu lernen.
Gruß Bernd
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#16
Hallo Ihr Beiden,

vielen Dank nochmal für eure Hilfe und das Mitdenken!! lach

@Yury: Danke für den Spezial-Tipp für den Heizstab. Ich werd ihn in Alkohol einlegen. lach

@Bernd: Diese 'Kinder' möchte ich einfach keinem Risiko aussetzen. Es sind sozusagen die Prinzen und Prinzessinnen unter meinen Fischen (bei der Seltenheit...). zwink
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#17
@Bernd: verwechsele nicht Bakterien (gibt es sicher auch gefährliche) und Parasiten.

Frei von Würmern, Flagellaten, Hautparasiten bzw. Planarien/Hydras & Co. heißt nicht steril. Bestimmten Bestand an Bakterien ist in dem Aquarium immer da. Auch dürften die meisten Bakterien aus der Luft ungefährlich für unsere Fische sein. Hier ist der Infektionsweg ausgeschlossen?!

Wenn man paar einfache Regeln befolgt, wird man NIE Medikamente in seinem Aquarium brauchen.

Erst da, wo Fischkontakt auftritt, wird es "gefährlich". Deswegen "kollektionieren" die meisten von uns durch den Pflanzen/Tiertausch das ganze "Zeugs" im Aquarium. In mein "parafreies" Becken kommt aber auch nichts aus fremden AQ rein. Und wenn ich angeln war, dusche ich bevor ich die Fische füttere bzw. da was anfasse. Huch, was ich bei einem Hecht beim Mikroskopieren alles gesehen habe... obwohl der Darm war noch einigermaßen "fit". Ich glaube die haben für die meisten Darmparasiten einen zu aggressiven Magen (verdauen sogar Angelhaken aus Metall).

Grüße Yury
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#18
Hallo Yury,

jetzt sind wir beim angeln. Das wird einigen nicht gefallen, aber dazu muss ich auch noch was schreiben.

Das sie die Haken verdauen ist nicht ganz richtig, füher zu DDR Zeiten gab es mal Alu Haken, das waren die Aalhaken oder auch genat Wurmhaken. Riss da mal ein Haken ab und der blieb in den Fisch, hatte der schlächte Karten denn dieser Haken zesetzte sich nicht. Das war nicht so gut. Die jetzigen Haken bestehen aus einem Material was sich durch die Säure der Fischmägen zersetzt und somit als Eisenoxüd wieder ausgeschieden wird auch wenn sie eine Lackschicht haben.

Du wirst das bestimmt schon gemert haben, hat man 4 Fische mit einem Haken mal gefangen kannste ihn endweder wieder neu schärfen mittels Ölstein oder aber auch entsorgen. Die Schärfe läst dann unwarscheinlich nach. Besonders merkt man das bei den Gamagazu Haken. Liegt ganz einfach an der Magensäure der Fische. Hat man nur die Würmer gebaden dauert die Zersezung wesentlich länger, denn Wasser greift den Haken auch an aber das dauert wesentlich länger bis er stumpf wird.

Aber so soll das auch sein ich finde das ok so, denn der Haken soll sich schnell zersetzen wenn er mal abreist. Somit hat der Fisch eine gute Möglichkeit zu überleben. Die Dauer bis zur Zersetzung beträg ungefähr 5-6 Tage im Fisch. So steht es jedenfalls bei den Gamagazu Haken, deshalb verwende ich nur diese.

Gruß Bernd
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#19
wow.. war mir bis jetzt unbewusst das es soo schnell gehen soll.. (habe ja auch nicht zum ersten Mal einen Haken/Drilling aus dem Magen rausgeholt) => würde heißen der Fisch attakiert wieder den "selben" Köder nach wenigen Tagen?

Müssen wir hier nicht eigentlich auch zumindest Raubfisch/Grasfresser unterscheiden? So ein Karpfen muss ja nicht täglich Fischschuppen und Gräten verdauen wie z.b. ein Hecht oder Zander?!

meine Aale (die schlucken ja meist sehr schnell ganz tief) lege ich mit dem Vorfach in den Beutel und der Haken kommt manchmal erst am nächsten Morgen raus. Die Vorfächer verwende ich mehrmalls, bis der Haken im Wasser/Baum lach bleibt, und konnte da nicht wirklich was feststellen.. Was mir jedoch schon aufgefallen ist - der "Kupferglanz" der Flexonitvorfächer ist an dem Bereich, der im Bauch war, danach weg. Die Drillinge von den Spinnern & Co. schärfe ich jedoch schon ab und an nach, da diese ja öfter mal Bodenkontakt haben.

Kann aber sein das es die "spezialität" der Gamakatsu Haken ist - ich verwende die eher selten bis garnicht (kann nicht wahr sein, das ich einen 2er Drilling mit den blosen Händen aufbiegen kann). Ich meine die Owner glänzen nach 12 Std Zandermagen noch wie neu.. Mal sehen ob ich dieses Jahr noch losgehe, dann achte ich mal da drauf.

Aber ja, wir sind uns einig - es gibt Fische mit einem "saueren" Magen.


Grüße Yury
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#20
Moin Kalanella,

wenn Du Dich ruhiger fühlst, dann kannst du diese Desinfektion durchziehen. Nötig ist sie aber nicht ;-)

1. sind Rhinogobius relativ immun gegen gewissen Krankheiten. Oodinium z.B. kommt bei denen nie zum Ausbruch, Pünktchenkrankheit habe ich bisher erst einmal erlebt.

2. sind die Zwerge sehr gut immunisiert, ich achte immer sehr darauf, daß sie im Laufe der Zeit mit allem Möglichen in Kleinstmengen konfrontiert werden. Mit anderen Worten: ich mansche ständig zwischen meinen Becken herum, so daß Kleinstmengen aller möglichen Bakterien zwischen den Becken hin und her wandern und die Tiere so ein ordentlichen Immunsystem aufbauen.

3. Dieses unerklärliche Sterben in dem 54er Becken wird vermutlich eher mit der Größe des Beckens und der damit einhergehenden Empfindlichkeit des Schadstoffhaushaltes in Verbindung gestanden haben. In so einem kleinen Becken provoziert man schnell einmal einen kleinen Ammoniak / Ammoniumpeak, der ebenso schnell wieder verschwindet. Der kann aber für die Fische auch schnell zum Verhängnis werden.

Ich für mein Teil fülle zur Reinigung eines Aquariums immer das Becken mit so warmen Wasser, daß ich gerade noch hereingreifen kann, lasse dabei Heizstab und ähnliche Utensilien im Becken. Bis auf Egel, die sehr hart im Nehmen sind, fällt dabei schon alles tot um. (Egel habe ich allerdings in den Aquarien nicht, nur draussen in den Futterkübeln manchmal). Dann reinige ich Scheiben und Nähte mit einem Topfschwamm und lasse das Wasser wieder ab. Noch einmal spülen, ebenfalls mit sehr warmen Wasser (ca. 50° kommt aus der Leitung) und gut ist.

Wie Du selbst sehen konntest, sind meine Viecher alle quietschvergnügt :-)
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