immer dasselbe
Bei mir war es auch der blanke Neid, als ich bei Youtube diese ganzen Videos geschaut habe.
Dabei hatte ich allerdings im Hinterkopf, dass ich genau so auch die Scaper-Aquarien bewundert habe und dann feststellen musste, dass mein Talent dafür, sagen wir mal, "eher begrenzt" ist.
Ein wenig Bammel hatte ich schon, dass das Ding anschließend wie gut gewollt und schlecht gekonnt aussieht.
Ich bin sehr gespannt, was sich auf dem Landteil an Bepflanzung halten kann. Auf dem Boden sind ja praktisch ausschließlich Aquarienpflanzen, die nur mittel bis kaum Licht bekommen. Andererseits habe ich halbwegs darauf geachtet, nur Pflanzen zu nehmen die emers überlebensfähig sind, daher auch die große Menge an Bucephalandra.
Ich war zwischendurch übrigens, ebenso wie Du, auf dem Trip daraus ein "Pflanzen-only" Terrarium zu machen. Es gibt da schöne Beispiele von Nephentes-Terrarien, die wirklich unglaublich aussehen.
Aber wenn Du loslegen willst ein Tipp: der Wasserlauf hat mich ja beim Bau fast in den Wahnsinn getrieben, aber letztlich wäre es ohne nur halb so schön.
Also vielen Dank für Dein Lob ... und ja, ich bin ein wenig stolz darauf.
Auch auf die Gefahr, dass ich jetzt Ärger bekomme.
Außer einigen Garnelen saß im Nano noch ein Satz Boraras brigittae, acht Stück, um genau zu sein.
Ich habe die ganze Zeit überlegt was ich mit den Burschen machen soll. Außer einem Gesellschaftsbecken habe ich nichts anzubieten und dort würden sie aufgrund der Größenverhältnisse sicherlich gehörigen Stress haben.
Ich habe sie jetzt versuchsweise ins Wasserteil des Terrariums gesetzt. Wasserhöhe 12cm, aber das scheint die Moskitos nicht sonderlich zu stören. Volumen ist ähnlich wie im Nano.
Die Zwerge scheinen sich sauwohl zu fühlen? Alle in voller Färbung, Springschwänze, die sich ins Wasser verirrt haben, jagend. Im Vergleich hat das Terarium natürlich viel mehr Struktur, Holz Steinaufbauten, Schwimmpflanzen etc.
Zwar flüchten sie erst einmal zwischen die Steine in die dunklen Ecke wenn der Regen losgeht, sind aber eine Minute später schon wieder vorne unterwegs.
Ich werde mir das jetzt mal die nächste Woche ansehen, im Zweifelsfalle müsste ich das Nano wieder aufbauen.
Ein paar Fragen haben mich vor dem Baubeginn lange beschäftigt, nämlich Filter und Beleuchtung.
Schaut man im Netz herum, fällt immer wieder auf, dass Terrarien nur sehr selten mit Außenfilter betrieben werden.Hat wohl in erster Linie damit zu tun, dass keine sonderlich hohe Filtrationsleistung benötigt wird. Ich habe ein wenig mit herumliegenden Filtern experimentiert, bin dann aber letztlich auch beim innenliegenden Filter gelandet.
Da das Landteil ja ohnehin bei ca 15cm liegt, bietet es sich an, den Filter darunter zu bauen. Wobei es mir wichtig war, die Pumpe austauschen zu können, ohne im Landteil graben zu müssen.
Also 0,5m² PVC-Platte mit 4mm Stärke bestellt und per Stichsäge und Aquariensilikon folgendes Konstrukt eingebaut (Anhang).
Das in Form eines Kammerfilters. Einlauf zur Siporax-Filterstufe (~1kg) erfolgt unten, ergießt sich dann oben auf die Filtermatte, um dann unten in den ... nennen wir es mal Pumpenkamin ... einzulaufen. Von dort aus geht es zurück in den Bachlauf, bzw zur Beregnung, die sich dort das Wasser zieht. Die Zuläufe sind jeweils mit einem Edelstahl-Gitter gesichert und so fein, dass garantiert keine Garnele durchpasst. Der Kamin reicht bis zur Oberkante des Terrariums.
Die Pumpe ist solch ein Brunnen-Billigteil von Amazon für ~9,00€, Leistung angeblich bei 180l/h.
Aus dem Konstrukt ergeben sich zwei Probleme. Auf die, nach oben offenen, Filterkammern muss Bodensubtrat aufgebracht werden und bei einer Verblockung des Filtermaterials muss das Landteil ausgegraben werden.
Ersteres ist mit einem Plastikgitter-Konstrukt, auf dem eine Filtermatte mit Unkrautsperre liegt, gelöst. Zweites ... da hoffe ich mal das Beste, nämlich auf eine Standzeit > 10 Jahre. [Bild: https://www.aquarium-stammtisch.de/wcf/i...iley70.gif]
Die Filterflächen sind ja im Verhältnis gewaltig.
Die Strömung im Wasser liegt so ziemlich bei null, plätschert ja nur ein wenig vom Bachlauf hinein. Ob das mglw. problematisch wird, wird sich zeigen. Im Zweifelsfalle werde eine kleine Strömungspumpe installiert. Aber es zeigt sich mal wieder, wenig Strömung, kaum Algen. Die sonst so übliche Fadenalgen-Explosion zu Beginn ist bisher völlig ausgeblieben.
Die Moskitos bleiben definitiv drin. Ich habe die, in den drei Jahren die ich sie habe, noch nie so agil gesehen. Da scheint die Wasserhöhe überhaupt nicht zu stören, eher im Gegenteil.
Nun wird den Burschen ja auch nachgesagt, sie wären typische Schwarzwasser-Bewohner. Das haben sie jetzt, ohne jeden Zweifel. Möglicherweise kommt die gute Laune auch daher.
Die Bepflanzung tut sich an einigen Stellen etwas schwer. Ausgerechnet die Buccephalandren, welche eine emerse Wuchsform völlig problemlos wegstecken sollten, muss ich, zusätzlich zu den 4 Regenphasen am Tag, immer mal wieder händisch besprühen.
Ansonsten war der Kongofarn eine gute Investition. Egal wo ich den hingesetzt habe, er ist angewachsen. Die Garnelen sind mittlerweile auch wieder aufgetaucht, nachdem die ersten Wochen höchstens mal sporadisch eine zu sehen war. Verstecken ist auch nicht mehr so einfach, da die sich von der Größe annähernd verdoppelt haben. Leider hat noch keine Eier unterm Pelz, aber das wird bestimmt noch.
Die Nephentes, welche ich in beklagenswertem Zustand eingesetzt hatte, hat die ersten kleinen Kelche ausgebildet. Für die Springschwänze dürften damit etwas schwerere Zeiten anbrechen.
Ansonsten gab es eine Schrecksekunde bezüglich des Kammerfilters. Ich hatte eine etwas leistungsstärkere Pumpe bestellt (~300l/h), welche mir prompt den Pumpenkamin leer gesaugt hat. Irgendetwas hat da in Kürze verblockt. Nach ein wenig Suchen war allerdings schnell klar, dass ich mit dem Bodengrund etwas zu euphorisch umgegangen war. Tatsächlich war der erste Kammerzulauf zu 90% mit Bodengrund verdeckt. Das habe ich jetzt gefixt und alles läuft wieder, wie es soll.
Halte bloß den Kongofarn im Blick! Ich habe meinen rausgeworfen. Nicht, weil er geschwächelt hätte, nein im Gegenteil! Alles ist gut, dann gehst Du kurz mal aufs Klo. Wenn Du zurück kommst, hat der feiste Farn das Becken übernommen!
Ich sehe auf Deinem Bild schon die arme Anubias als erstes Opfer!,
Das neckische an so einem Terrarium ist, dass ich nicht unter Wasser an dem herumschneiden muss. Im Zweifelsfalle geht's dem Burschen mit dem Gasbrenner an den Kragen. Wird aber mal spannend zu sehen, ob er's über Wasser auch so wild treibt.
Eine ähnliche Paranoia schiebe ich übrigens bezüglich Javamoos im Wasserteil. In den beiden Aquarien bringt mich das Zeug zur Verzweiflung.
Warum denn Schneidbrenner? Da das Ganze emers ist, könntest Du doch ganz einfach mit Schwarzpulver sprengen. Gab es da nicht mal eine Bauanleitung im Missy-Magazin?
Javamoos und Paranoia? Nein, das ist kein Wahn, dieses Teufelszeugs markiert eine reale Gefahr!,