Hi,
Ich war letztens beim Zoohändler meines vertrauens. Der hat mir gesagt, dass die BioCO2 Anlagen eigentlich alle sinnlos sind weil sie keine Nachtabschaltung hätten.
Muste aber schnell weiter und konnte es mir nicht weiter erklären lassen.
Also.... wollte der mir nur sein 140Euro CO2-Set andrehen oder hat der dann doch recht ?
Hallo,
inwiefern meinte er "sinnlos"?
Also, wenn man die Erfahrungen von Leuten mit Bio-CO[SUB]2[/SUB] hört, dann hört man meist, dass die Pflanzen plötzlich viel besser wachsen usw. Das war bei mir auch so und wird bei einer teuren CO[SUB]2[/SUB]-Anlage mit einer Druckgasflasche auch so sein, denn CO[SUB]2[/SUB] ist nun mal CO[SUB]2[/SUB], egal wo es rauskommt.
Allerdings lässt sich die Zufuhr bei einer teuren Anlage regeln und über Nacht abstellen, sodass alles etwas kontrollierter ist. Das ist insofern sinnvoll, weil Pflanzen über Nacht kein Kohlenstoffdioxid verbrauchen, sondern Sauerstoff und somit der CO[SUB]2[/SUB]-Gehalt im Becken ansteigt. Das alles ist aber von unterschiedlichen Faktoren abhängig, wie z.B. Stärke der Bepflanzung.
Ich persönlich benutze aber, wenn überhaupt, eine selbstgebaute Bio-CO[SUB]2[/SUB]-Anlage. Hab damit relativ gute Erfahrung gemacht.
Bei sehr großen Becken, also 500l aufwärts, könnte ich mir vorstellen etwas technischer zu werden, was die CO[SUB]2[/SUB]-Düngung angeht.
Du brauchst also deine Anlage nicht gleich wegzuwerfen. Solange du damit zufrieden bist und alles rund läuft, ist es doch gut.
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Salute
Es ist – zumindest für mich – jetzt natürlich schwer, die Gedanken des Dealers Deines Vertrauens zu lesen...
Kurz: Ich habe eine Bio-Co2-Anlage und bin seitdem sehr zufrieden mit dem Pflanzenwuchs. Ohne Nachtabschaltung. Natürlich brauchen Pflanzen in der Dunkelheit kein CO2. Es reichert sich also im Becken an. Aber dann ist eben auch ausreichend vorhanden, wenn die Lichter angehen und die Pflanzen wieder auf Photosynthese umstellen.
Aber natürlich kannst Du – wenn Du unbedingt willst – auch eine Art „Nachtabschaltung“ installieren. Das meint nicht, dass die C02_Produktion im „Bio-Reaktor“ damit ausgeschaltet wird. Der blubbert weiter vor sich hin. Aber Du kannst das CO2 eben über einen T-Hahn umleiten, dann verpufft das nächtliche CO2 halt im Zimmer. Und morgens legst Du den Hahn wieder um und leitetest es ins Becken. (Aber das nur als Argument für Deinen verkaufstüchtigen Dealer. Praktisch ist es wohl eher sinnlos, nach meinen Erfahrungen kann eine CO2-Anlage durchlaufen.)
Viele Grüße
Stefan
P.S. Mach‘ Dir keine Sorgen wegen der nächtlichen Co2-Verschwendung, noch wird der Ausstoß von aquaristischem CO2 nicht besteuert.
danke für die Antworten. Ich habe ja leider keinen Vergleich, da ich mein Aquarium neu eingerichtet habe mit neuem Bodengrund, neuen Pflanzen und dann halt auch die BioCO2 Anlage und das alles auf einmal.
Der T-Hahn wird bei mir nicht viel bringen, da ich ne Auffangschale habe wo sich das CO2 sammelt und dann hoffentlich diffundiert.
Kennt jemand das System ? Sollte ich mir vllt. lieber einen Flipper holen ?
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Hallo
Du hast ein neu eingerichtetes Becken mit neuen Pflanzen und neuem Grund. Aber gibt es da ein konkretes Problem? Wenn nicht, würde ich unterm erst mal gar nichts tun. Warum auch? Lass es erst mal laufen. Erst wenn Du das Gefühl hast, es stimmt etwas nicht, kannst Du tätig werden und die einzelnen Komponenten unter die Lupe nehmen.
Wenn ich Deine Andeutungen verstanden habe, betreibst Du Deine Biogas-Anlage mit einer Paffrathschale anstatt eines Flippers. Es gibt Leute, die schwören auf die Schale. (schau hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Paffrathsche_Rinne) Ich mag lieber Flipper wegen des beruhigend-meditativen Effektes, wenn die Blasen hochwandern. Das ist wahrscheinlich Geschmackssache.
Aber eine „Nachtabschaltung“ kannst Du natürlich immer davor bauen. Es ist dem Schlauch egal, ob er in eine Schale oder in einen Flipper führt. Ein Hahn geht da immer...
Oder meinst Du mit Bio-Anlage vielleicht doch diesen „Carbonator“ von Söchting? http://www.aquaristikshop.com/Produktinf...onator.htm Damit habe ich keine Erfahrungen.
Viel Glück,
Stefan
Hallo,
das BioCo2 Anlagen nichts taugen weil sie keine Nachtabschaltung haben finde ich Quatsch. Ich habe zwar eine Anlage mit Gasflasche, und hatte bis jetzt nur eine Grundausstattung mit Druckminderer und Flipper ohne Nachtabschaltung. Der einzige Nachteil war das das CO2 Nachts von den Pflanzen nicht verbraucht wird. Mein Dauertest der sehr schnell auf Schwankungen beim CO2 Gehalt reagiert, hat mir immer eine aussreichende Menge CO2 angezeigt. Das heisst morgens auch keinen zu hohen Gehalt. Seit 3 Wochen habe jetzt eine Nachtabschaltung und meine Rechnung war, die Flasche hält jetzt doppelt so lang. Geht nicht ganz auf, weil ich die Blasenzahl erhöhen musste. Das liegt sicher daran das Nachts kein CO2 mehr eingespeisst wird. Ich merke es auch beim wöchentlichen Wasserwechsel, der Dauertest zeigt sofort einen zu niedrigen Gehalt an.
Also ich denke wenn du keine Nachtabschaltung hast ist es nicht schlimm, du verbrauchst nur etwas mehr CO2 das dann nicht genutzt wird.
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Hi,
"sinnlos" ist es sicher nicht. Pflanzen benötigen (tagsüber) mehr CO[SUB]2[/SUB] als im normalen Becken vorhanden ist. Entsprechend ist eine CO[SUB]2[/SUB]-Zufuhr für das Wachstum immer positiv.
Das Kohlendioxid was Nachts reingepumpt wird konkuriert natürlich mit dem gelösten Sauerstoff, welcher dadurch etwas knapper sein dürfte als es normalerweise der Fall ist. Sicher nicht so viel, dass es bei Fischen zu Problemen führt, aber sicher im messbaren Bereich.
Ein Problem kann sich ergeben, wenn die Karbonathärte im Becken sehr gering ist, da es dann Nächtens zu einem deutlichen Abfall des pH-Wertes führen kann.
Davon ab gibt es auch CO[SUB]2[/SUB]-Anlagen auf "Flaschen"-Basis, welche ebenfalls kein Abschaltventil mitbringen.
Viele Grüße
Thomas
Hallo !
bin kein Freund von Bio CO2 ...... aber !!!!!!!!!!!!!!!!!
Es ist nicht nutzlos und ich behaupte mal das 85% aller Co2 Anlagen ohne Nachtabschaltung laufen . Bio CO2 ist genau so gut wie das CO2 aus der Flasche nur leider kann man es nicht genau regeln.
Ansonsten schließe ich mich meinen Vorschreibern an .
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Bon soir
Uwe, ich denke auch, die meisten CO2-Anlagen werden ohne Nachtabschaltung gefahren. Außer natürlich bei einigen Technik-Freaks.
Klar, es gibt zwei Einsatzgebiete für CO2 im Aquarium. Die einen nutzen CO2 zum fixen Einstellen des ph-Wertes. Da geht es dann wohl vor allem um den Besatz an empfindlichen Fischen oder Garnelen oder um optimale Zuchtbedingungen.
Die meisten Hobby-Aquarianer pumpen Bio-CO2 aber einfach nur rein, um den Pflanzenwuchs zu optimieren, dem Gemüse was Gutes zu tun. Da braucht es im allgemeinen ja keine exakte Dosierung und Regelung. Da reichen ein bisschen Erfahrung und Fingerspitzengefühl beim „Kochen“ der Mischung und der Dosierung der Hefe.
Generell heikel wird es eigentlich nur dann, Thomas hat es ja schon angedeutet, wenn man die Carbonat-Härte so sehr am unteren Rand fährt (mit lediglich einem oder zwei Grad KH), dass Schwankungen des CO2-Wertes oder ein Ansteigen der Konzentration bei Nacht mangels Puffer zu einem Säuresturz führen können. Aber wer hat schon „aus Versehen“ so weiches Wasser? Da muss man schon bewusst einiges tun für…
Unterm Strich: Ich kann mir das Argument des oben zitierten „Dealer des Herzens“ auch nicht so richtig vorstellen. Aber vielleicht findest Du, derblub, einfach eine Minute, den Herrn mal zu fragen. Argumente, was Du ihm dann antworten kannst, hast Du ja hier schon gesammelt…
Frag doch mal nach, es würde uns echt interessieren,
meint
Stefan
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Hi,
die Karbonathärte im Aquarienwasser ist ja generell ein "Verbrauchsgut". Mal abgesehen von Schneckengehäusen gibt es da noch den Nitrathaushalt im Wasser, welcher aus dem Ammoniak des Fischstoffwechsels in erster Lesung Salpetersäure erzeugt, und dann mit dem HCO[SUB]3[/SUB] zu Nitrat, Kohlensäure und Wasser reagiert.
Deswegen würde ich, wenn aus der Leitung recht weiches Wasser fließt, immer lieber einmal mehr einen Wasserwechsel vornehmen.
Nun kommt noch hinzu, dass die üblichen Messungen (und damit das Einstellen) von CO[SUB]2[/SUB] über pH und KH auch einen Wert vorgaukeln können, der nicht mehr im Becken vorhanden ist, sollte der KH-Wert des Wassers schon recht gering sein.
Phosphate und Huminsäuren helfen bei der Pufferung des Aquarienwassers fleissig mit, werden aber bei der Messung nicht berücksichtigt.
Wenn dann, bei einem gemessenen Wert von 3 KH, real nur noch 0,3 KH tatsächlich vorhanden sind und CO[SUB]2[/SUB] durchgehend eingeleitet wird, kann es für einige Fische des Nachts schon richtig unangenehm werden.
Viele Grüße
Thomas
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