Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Blüten der Antimesswertehysterie
#1
Hallo,

in letzter Zeit macht sich im AF und auch hier eine Stimmung gegen das Messen von Messwerten breit.
Ich bin der Meinung, dass das langsam Blüten treibt.
Eine dieser Blüten ist, anstelle einer Nitritmessung beim Einfahren als Messobjekt den Fisch einzusetzen.
Zitat:
[INDENT] Hallo!

Fische beobachten reicht eigentlich... wenn die Fische sehr schnell Atmen und / oder an der Wasseroberfläche japsen... dann ab zum Wassereimer und 80% Wasser wechseln...

....

Man kann Aquarien auch ohne Einfahrzeit starten...aber dann die Tiere genaustens beobachten und nicht zu geizig mit wasserwechseln sein. Aber dafür die Futterdose nur selten öffnen...
Sofort wenn einem irgendetwas aufällt heißt es dann Wasser wechseln...
[/INDENT]
Es kostet vielleicht 15 Euro, vielleicht 20 Minuten am Tag.
Aber ich sehe mit einem Test einen Anstieg des Nitritwertes lange bevor ein Fisch japst.
Für mich nicht verständlich, wenn ich mit einem Peak rechne, den Fisch als Tester zu nehmen und keinen Test.

gruß jo
#2
Hallo,

ich gebe zu, es ist schon lange her, dass ich die Wasserwerte in meinen Aquarien gemessen habe. Aktuell gibt es auch keinen Grund dazu, die Becken laufen schon seit Jahren stabil und den Fischen geht es gut!

Natürlich ist es besser, im zweifelsfall dass Wasser auf die entsprechenden Werte zu testen.

Pauschale Antworten wie "Ohne Wasserwerte kann man gar nichts sagen" finde ich aber ebenso nicht gut.
Ganz nach dem Motto: Wasser ohne Wasserwert ist gar nichts wert.

gruß

Alex
#3
Hallo Alex,

Zitat:ich gebe zu, es ist schon lange her, dass ich die Wasserwerte in meinen Aquarien gemessen habe. Aktuell gibt es auch keinen Grund dazu, die Becken laufen schon seit Jahren stabil und den Fischen geht es gut!
Im Prinzip ist man da ganz schön blauäugig.
Im Aquarium mag sich das ja alles noch einregeln.
Wie sieht es aber z.B. mit der Wareneingangskontrolle aus? Da gehen wir zumindest ich davon aus, dass nicht gechlort wird. Kommt der Versorger auf die Idee, das temporär mal zu machen, kann man in eine böse Abseitsfalle laufen.
Ähnlich sieht es beim Wechsel des Brunnens oder der Quelle aus. Wenn statt pH 7 plötzlich pH 8,5 aus der Leitung kommt.
Da muss man schon absoluter messtechnischer Pedant sein, um so etwas abzufangen. Zeigen die Fische die Änderung an, könnte es zu spät sein.
Beim Einfahren weiß ich, dass ein Nitritpeak drin ist. Da kann man sich messtechnisch drauf einrichten.

gruß jo
#4
Hallo Jo,

Einen Fisch zum testen nehmen ist sicher nicht ok.
Ich persönlich teste nur den Nitritwert nach dem Einfahren, ist der ok dann war´s das auch schon.
Die meisten meiner Becken laufen jetzt 2 Jahre und ich habe nicht mehr getestet, keinen Wert (Ausser einmal, wo mir 10 Sumatrabarben eingegangen sind, aber da war auch alles ok).

Ich lebe in einer Großstadt und im Moment gibts hier nur ein bischen "Coli-Bak" im Wasser. cry
Aber auf die grundlegende "Giftfreiheit" kann man sich hier schon verlassen.
Seid einem halben Jahr nehme ich auch keine Wasseraufbereiter mehr und alles ist ok.
#5
Hi jo,

wie Du weißt gehöre ich sicher nicht zu denen die an Wassertests sparen oder die die Arbeit scheuen.
Während der Einfahrphase gebe ich Dir Recht, da kann man eigentlich gar nicht genug messen. Und wenn die ersten Fische eingesetzt werden sollte zumindest Nitrit nachgemessen werden.
Die ersten sechs Monate im 4-Wochen Abstand immer mal wieder ein Auge auf pH, CO2 (soweit eingeleitet), KH und Nitrit.

Danach sehe ich die Test auch eher im größeren Abstand. Ich lasse dann im Allgemeinen 1 bis 3 Monate verstreichen, bevor ich mal wieder durchchecke, außer, und da sind wir beim Thread, wenn mir irgendetwas komisch vorkommt. Aussehen der Fische, der Pflanzen, Geruch des Aquariums, Algen ... eigentlich alles was ich mit meiner eingebauten Sensorik warnehme.
Ich sehe es eigentlich so, je länger das Becken (gut) läuft, desto seltener muss ich testen. Da ist auch viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl mit drin.

Viele Grüße
Thomas
-----------------------------------------
Hi Ingo,

ikor schrieb:Ich lebe in einer Großstadt und im Moment gibts hier nur ein bischen "Coli-Bak" im Wasser. cry

Wobei man da ohnehin keine Chance hat, dass mit Boardmitteln zu testen. Und eine RO-Anlage um das Wasser steril zu bekommen hat auch nicht jeder Zuhause. Da müssen die Tiere dann irgendwie mit klar kommen.

Weißt Du zufälligerweise, was die Stadtwerke bei Euch dagegen unternehmen? Wird dann bei so etwas wieder mit Chlor gearbeitet?

Viele Grüße
Thomas
#6
Hi Thomas
Ich bin zwar nicht Ingo, lebe aber in der selben Stadt. Bis jetzt gibt es nur die Empfehlung, das Wasser vor Verwendung 20 Minuten abzukochen. Bei Bedarf wird gechlort bzw. andere Chemische Mittelchen eingesetzt und die Bevölkerung davon in Kenntnis gesetzt. Da es aber nur "einige Stadtteile" betrifft...... Man wird sehen, wie die Wasserwerke verfahren werden!?
-----------------------------------------
Ach ja, was das Testen betrifft, habe ich nur am Anfang gemacht. Jetzt eigentlich nur wenn Unstimmigkeiten vorhanden sind (Algenwuchs etc.). Ansonsten alle viertel, halbe Jahre mal - so wie Tito (Thomas).
#7
Hallo Thomas,

So wie berichtet wird wird wohl nichts gemacht. Auf der Webseite des Versorgers steht auch nichts davon.
Man sucht noch die Ursache, soll wohl eingesickertes Regenwasser sein.
Vor kurzem gabs das schon in Potsdam und da wurden die Leitungen "gespühlt", was auch immer das heist.

Und die Colibakterien sind, denke ich mal, für die Fische nicht ansteckend.
#8
Hallo Jo,

eumel6 schrieb:Aber ich sehe mit einem Test einen Anstieg des Nitritwertes lange bevor ein Fisch japst.
Für mich nicht verständlich, wenn ich mit einem Peak rechne, den Fisch als Tester zu nehmen und keinen Test.

Wenn man sein Wasser testet ,kriegt man es natürlich eher mit,wenn Nitrit ansteigt..das ist ganz klar..und ist auch meines Erachtens der bessere Weg...als nur darauf zu "warten" ,das die Tiere hapsen..gerade in der Einlaufphase finde ich es also ganz ganz... wichtig...gerade Nitrit zu messen ,am besten 2 mal täglich...gerade wenn man sein AQ aus Unwissenheit zu schnell oder zu massiv besetzt hat..oder beides.


Nur manchmal ist es Wochenende...die Läden zu und "Anfänger" hat Zeit zu schreiben..und hat keinen Nitrittest im Haus...dann rate auch ich dazu die Tiere zu beobachten und wenn irgendwas nicht koscher ist,schnell nen TWW von 50 - 80 % zu machen..nicht zu füttern..und sich Montag nen NO2 Test zu holen..

Zu unseren Leitungswasser...wenn hier gechlort werden soll...haben wir vorher ein Zettelchen im Briefkasten...dann mache ich dann noch schnell TWW...soweit das passt...und wenn dann gechlort ist..würde ich die Eimer 24h ausgasen lassen...und noch Wasseraufbereiter dazu geben...aber bis lang habe ich noch keinen TWW gemacht,wenn gechlort worden ist..


Ab und an kommt unser Leitungswasser sehr "prickelig" aus den Hahn...und mit höheren PH...die blasen Ozon :?: wohl ab und an rein ...wollte da immer schon mal beim Wasserwerk nachfragen...aber nun ja..da es doch eher selten so ist...habe ich es noch nicht gemacht... schäm

Dieses Wasser rühre ich im Eimer durch und verwende es zum TWW ,wenn es nicht mehr knistert..

Ansonsten finde ich es auch wichtig,mal des öfteren die Testreagenzien zu schwingen..
#9
Hallo Zusammen,
Ohje, da bin ich ja grad richtig. Ich hab ja nen regelrechten Messwahn und versuch da gerade erstmal runterzukommen. Und nun dieser Thread.
Hab ja die ersten beiden Monate in den Aquas so gut wie täglich gemessen, nun bin ich langsam soweit das ich nur noch 1x die Woche messen möchte, allerdings wenn mir was komisch vorkommt oder verändert dann mess ich meist sofort ( wobei ich sagen muss das die Werte eigentlich immer in ordnung sind und ich scheinbar echt an nem Wahn leide).Ich bin da zu extrem, aber ich denke ich lerns auch noch... vllt. kommt mit der Erfahrung dann auch die Ruhe.
#10
Hallo Leute,

Habs gerade in den Nachrichten gehört das in Berlin Stadtweit das Wasser gechlort wird. Also aufpassen beim WW.


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste