Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Aqua, das 2the: 66 Liter Schwarzwasser
#1
... auf ein Neues: ohne Filter.
Ich hab den Filter ausgeräumt und nutze ihn nur noch als Umwälzpumpe - seit 3 Wochen.
Klappt gut - keine Veränderungen des Aquas.

- die Pflanzen wachsen gut, ich muss ab und zu radikal gärtnern
- die Schnecken mögen die Wärme nicht, viele sind weg, viele leere Schneckenhäuser
- dafür vermehren sich die Garnelen gut.

daumen
Zitieren
#2
Ja, David,

das ist auch meine Beobachtung: Vernünftig besetzte Becken laufen ohne Filter genau so gut. Und dass das Pflanzenwachstum ohne Filtermaterialien sogar zulegt, ist nachvollziehbar. Denn viele Filtermaterialien „saufen“ Dir die Nährstoffe aus dem Wasser. Ist halt ne Frage der Balance im Becken.

Glück auf!,
Stefan
Zitieren
#3
Prestutnik12 schrieb:Ja, David,

das ist auch meine Beobachtung: Vernünftig besetzte Becken laufen ohne Filter genau so gut.
Glück auf!,
Stefan
Hm.......wie sieht es denn dann aus mit der Anreicherung von Nitrit?
Zitieren
#4
HiHi Klaus

Nitrit? Wird in einem eingefahrenen Becken durch Nitrobacter zu Nitrat verstoffwechselt und steht dann so den Pflanzen für ihren Stoffwechsel zur Verfügung.

Grüße,
Stefan

P.S. Wenn es Dich interessiert, zu technikfreien Becken wurde hier im Forum – von anderen und auch mir - so einiges geschrieben. Hier eine Handreichung, wie man solch ein Becken startet. Technikfreie Nano-Altwasser-Garnelen-Becken
Zitieren
#5
Prestutnik12 schrieb:HiHi Klaus

Nitrit? Wird in einem eingefahrenen Becken durch Nitrobacter zu Nitrat verstoffwechselt und steht dann so den Pflanzen für ihren Stoffwechsel zur Verfügung.

Grüße,
Stefan

P.S. Wenn es Dich interessiert, zu technikfreien Becken wurde hier im Forum – von anderen und auch mir - so einiges geschrieben. Hier eine Handreichung, wie man solch ein Becken startet. Technikfreie Nano-Altwasser-Garnelen-Becken
Na gut, werde ich mir mal anschauen, aber für Fischhaltung kann ich mir filtermattenfreie Biotope nicht vorstellen. Größenverhältnisse in Beziehung zum Besatz, spielen natürlich eine Rolle...
Zitieren
#6
Ja, Chaca, mein Standard-Spruch dabei ist gerne: „Aquaristik ist älter als Elektrifizierung!“. Wenn man ohne Strom und Elektro-Filter keine Aquaristik betreiben könnte, dann gäbe es diese Disziplin ja noch nicht lange. Denn meines Wissens ist der erste Kreiselpumpenfilter – von Gunther Eheim, Schwabe natürlich, erfunden – erst rund 70 Jahre alt. Dagegen: Gartenlaube, „Der See im Glase“, publiziert 1856. Die Illustration ist aus dem Artikel.

Will sagen: Nein, es geht auch ohne Strom.

Sorry, David, dass wir Dir hier Deinen Thread zulabern.

LG
Stefan
Bild: Public Domain
Zitieren
#7
Prestutnik12 schrieb:Sorry, David, dass wir Dir hier Deinen Thread zulabern.
Willst du damit andeuten, dass ich hier labere?
Zitieren
#8
Ruhig, ruhig, Brauner… Das war nicht gemeint, Dich zu pieksen. Es ist nur so: Der Thread ist Davids, in dem er seit seit mehreren Jahren über die Entwicklungen, über Irrungen und Wirrungen in seinem Becken berichtet. Und wenn wir ihm da mit einem anderen Thema dazwischen fahren, ist es schon ganz nett und höflich, mal „Sorry!“ zu sagen. Eine Frage des Stils.

Überhaupt: Wir sind hier schon ein relativ zivilisierter Haufen. Wir gehen uns nur ganz selten – eigentlich nie - persönlich an. Da muss man sich nicht sorgen.

Grüße,
Stefan

P.S. David, was mich angeht: Es ist wieder Dein Faden.
Zitieren
#9
Hi,

da sollte ich vielleicht nochmal etwas schreiben...

Also: filterlos - ja, aber nicht strömungslos. Das ist ein Punkt, der gern übersehen wird. Es ist NICHT das Gleiche.

Filterlos setzt voraus:
- ein eingefahrenes Aqua (je älter, desso besser/einfacher)
- wenig Tiere (deutlich unter dem "Normalbesatz")
- sicherer Pflanzenbestand
- wenig Änderungen
und
- den Boden in Ruhe lassen, also nicht mulmen

Der geringe Besatz, wenn möglich auch noch anspruchslos, bringt auch geringen Belastungen, was Nitrit o.ä. angeht. Das können die allgegenwärtigen Bakterien/Pilze erledigen. Sie sitzen vor allem im Boden, aber auch an allen Gegenständen, die im Wasser sind.
Die Strömung ist, meiner Meinung nach, wichtig. Sie sorgt für Umwälzung des Wassers und damit dafür, dass alle Stoffe in (fast) jeden Winkel des Aqua gelangen.

Man muss sagen: Das kann funktionieren - muss aber nicht. Auch ich habe schon erlebt, dass es ohne Filterung nicht funktionierte. Wobei ich bezüglich der heutigen Filter eine eigene Meinung habe:
Filter haben genau zwei Aufgaben: 1. Wasserumwälzung (das ist die wichtigste Aufgabe); 2. mechanische Filterung
Die dritte Aufgabe, die biologische Funktion, kommt auch ohne unser Zutun, praktischerweise von selbst. Aber: diese Biologie gibt es auch im gesamten Aqua - ebenfalls ohne unser Zutun. Es bleibt also die Frage: ist die natürliche Biologie auch ohne unsere Nachhilfe in der Lage, alle im Aqua anfallenden Stoffe umzuarbeiten (Nitrit zu Nitrat)?
Bei geringer Belastung: ja, selbst ohne Umwälzung.
Bei mittlerer Belastung: ja, aber nur mit Umwälzung.
Bei normaler/hoher Belastung: nein, hier geht es nur mit Filter.
Im Filter werden also "ideale" Bedingungen für unsere Bakterien geschaffen, die einen schnellen Umsatz fördern.
Das kann man auch messen - nach einer Fütterung. In einem gut gefiltertem Becken kann man kein Nitrat messen. In einem filterlosem Becken ist ca. 0,5 bis 1h nach der Fütterung ein Nitrit-Anstieg messbar.
Geht der Nitrit-Wert wieder zurück, ist alles in Ordnung. Bleibt er, dann ist zumindest eine Umwälzung nötig. Oft auch ein Filter.

Soweit zur Erklärung.

servus
Zitieren
#10
derTeichfloh schrieb:Soweit zur Erklärung.

servus
Okay. Bin beruhigt! sorry
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: